Zentrale Kunstmeile im BA gefordert

Barer Straße ohne Autos?

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Eine Fußgängerzone Barer Straße könnte das neue Herzstück des Kunstareals werden, meint Karin Hiersemenzel (FDP) vom Bezirksausschuss Maxvorstadt.

Maxvorstadt - Es wäre eine kleine Sensation: Die FDP im Bezirksausschuss fordert eine zentrale Kunstmeile mitten in der Stadt

Karin Hiersemenzel

Vom autofreien „Kunst-Boulevard“ Arcisstraße ist im Masterplan für die Freiflächengestaltung des Kunstareals die Rede. Als „hirnrissig“ bezeichnet Karin Hiersemenzel (FDP, kl. Foto) vom Bezirksausschuss (BA) Maxvorstadt diese Empfehlung des Züricher Landschaftsbüros Vogt. Ihre Fraktion fordert in einem Antrag, der in der BA-Sitzung am 17. April besprochen wird, dass stattdessen die Barer Straße im Abschnitt zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße als Fußgängerzone ausgewiesen wird. Nur die Tramtrasse solle beibehalten werden. „Die Arcisstraße liegt am Rand des Areals. Im Bereich der Barer Straße könnte man dagegen ein Herzstück des Areals schaffen“, betont Hiersemenzel. Auch Tine Neher, Sprecherin der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen befürwortet diese Idee: „Das wäre eine tolle Option für das ganze Kunstareal, würde die drei Pinakotheken und die Sammlung Brandhorst verbinden.“

Zur künftigen Verkehrsführung im Kunstareal stellt die FDP noch eine weitere Forderung. „Die in der Alternative 5 geplante gegenläufige Verkehrsführung in der Theresien-, der Gabelsberger- und der Türkenstraße soll als ein auf ein Jahr befristeter Modellversuch durchgeführt werden“, so Hiersemenzel. Dadurch wäre es auch einfacher, die Barer Straße autofrei zu halten. Durch einen Testversuch würde sich zeigen, ob die Bedenken im Stadtrat, dass sich die Parkplatzsituation verschärfen würde, berechtigt sind.

Thorsten Vogel vom Planungsreferat verweist auf einen Stadtratsbeschluss vor drei Jahren. „Der Stadtrat hat einer Verkehrsführung entsprechend der modifizierten Alternative 5 zugestimmt“, sagt Vogel. Bei dieser kämen sowohl der Barer Straße als auch der Arcisstraße wichtige Erschließungsfunktionen für die Maxvorstadt zu, so dass diese für eine Fußgängerzone nicht geeignet seien.laf

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