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Sie greift nach den Sternen

Astrophysikerin aus Schwabing könnte erste deutsche Frau im All werden

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Sie greift nach den Sternen: Die Schwabingerin Suzanna Randall könnte die erste deutsch Frau im All werden.

Schwaing - Parabelflüge und hartes Trainig – das erwartet Suzanna Randall (38). Die Schwabingerin beginnt ihr Astronautentraining, denn sie könnte die erste Frau im All sein

Sie wollte nie Prinzessin werden, immer nur Astronautin. Sie hat nie fasziniert Bagger angestarrt, immer nur den Mond. Für Suzanna Randall (38) kann jetzt ihr Kindheitstraum in Erfüllung gehen. Die Astrophysikerin, die in Garching an der Europäischen Süd­sternwarte (Eso) arbeitet, wurde von der Privatinitiative „Die Astronautin“ jetzt auserwählt, vielleicht die erste deutsche Frau im All zu werden. Randall startet im März nach Bordeaux, um dort ihr erstes Training zu absolvieren. Parabelflüge, Experimente in der Schwerelosigkeit. Auch noch auf ihrem Jahresprogramm stehen Russisch lernen und eine Privatpilotenlizenz zu absolvieren. Alles, was sie braucht, um zehn Tage auf der ISS, der internationalen Raumstation, verbringen zu können. 2020 soll die Mission starten. Mit 38 Jahren ist sie ihren Traum so nah wie noch nie zuvor. 

2008 hatte sie sich schon mal bei der ESA (European Space Agency) beworben und fiel durch die Tests. „Ich hatte mich nicht gut vorbereitet, das habe ich die letzten zehn Jahre lang bereut“, erzählt sie. Für ihre zweite Chance übte sie Prüfungsaufgaben. Die anderen Voraussetzungen – ein abgeschlossenes Naturwissenschaftstudium, Berufserfahrung, körperliche Fitness – erfüllte sie sowieso. Im April 2017 fiel die Entscheidung: Von über 400 Bewerberinnen wurde sie „nur“ dritte, die ersten beiden starteten das Astronauten-Training. Für Randall eine große Enttäuschung: „Scheitern so kurz vor dem Ziel tat weh.“ 

Randall rückte nach und ist ihrem Traum jetzt ganz nah

Doch eine der Auserwählten, eine Eurofighter-Pilotin, schied aus dem Programm aus, Randall durfte nachrücken. Jetzt trainiert sie gemeinsam mit der Meteorologin Insa Thiele-Eich. Nur eine von beiden darf dann aber mit ins All. „Aber zwischen uns ist kein Konkurrenzdenken.“ Die Entscheidung fällt je nachdem welche Experimente auf der ISS getätigt werden sollen. Trainiert werden beide bis zum Schluss. „Eine könnte krank werden.“ 

Doch noch steht nicht fest, dass die Mission klappt. 50 Millionen Euro muss die Initiative noch zusammenbringen – durch Sponsoren und Crowdfunding. Doch Randall ist zuversichtlich. Und selbst wenn es nicht klappt. Sie schätzt ihren jetzigen Erfolg schon genug. „Ich will meine Leidenschaft für Wissenschaft weitergeben und ein Vorbild sein für kleine Mädchen.“ Momentan hält sie auch bundesweit Vorträge für Kinder – zum Thema „Wie wird man Astronaut?“. Und wie funktioniert das nun? „Wie bei allem“, verrät sie lachend. „Hart arbeiten, nicht aufgeben und Glück haben.“Maren Kowitz

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