Kampagne für saubere Isar

So war der Sommer

Die Stadt zieht zufrieden ihre Isarbilanz. Dem zuständigen Bezirksausschuss reicht das aber nicht.

Die Stadt ist mit sich zufrieden: Oberbürgermeister Dieter Reiter hat eine positive Bilanz zur Kampagne, die die Isar sauber halten soll, gezogen. Er lobte die eigenen Aktionen als „sehr erfolgreich“.

Auch Baureferentin Rosemarie Hingerl geriet ins Schwärmen: Die Menge an Müll und die Flut von Bürgerbeschwerden sei im Vergleich zum Vorjahr deutlich kleiner ausgefallen.

Durchaus erfolgreich sei auch der Pilotversuch gewesen: In einem Thalkirchner Supermarkt sei Pfand für Einweggrills eingeführt worden. Und von 775 verkauften seien immerhin 228 wieder zurückgebracht worden.

Schon jetzt steht für das Baureferat fest: Die Kampagne soll es nächstes Jahr wieder geben. Deswegen wird das Baureferat dem Stadtrat auch eine Fortführung empfehlen. Nicht ganz so euphorisch zeigt sich der Vorsitzende des Bezirksausschusses (BA) Untergiesing-Harlaching. „Es muss noch viel getan werden“, meint Clemens Baumgärtner. „Aber man muss halt klären, woher das Geld kommt.“ Das Gremium hatte im vergangenen Jahr auf Antrag von SPD-Fraktionssprecher Michael Sporrer eine Online-Petition gestartet und damit um eine saubere Isar gekämpft. Erst jüngst hatte der BA zudem gefordert, das Grillen im Bereich des Tierparks zu verbieten – um bestimmte Tierarten zu schützen, denen der Grillrauch Beschwerden bereitet. Statt der Einweg-Grills seien Elektrogrills viel umweltschonender, schlägt etwa Baumgärtner vor.

Und seiner Meinung nach sei mit dem Aufstellen von Schildern, die das Grillen an bestimmten Stellen verbieten, nicht alles getan. „Das muss auch jemand kontrollieren.“ Ziel der Kampagne war es, das Bewusstsein für eine saubere Isar und Umwelt in der Öffentlichkeit zu stärken. hki

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