Aktuelle Updates & Zahlen im Ticker

Corona-Ticker München: Drei Todesfälle - aktuelle Fallzahlen steigen weiter an - Virus-Krise bedroht Traditionshäuser

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Münchner Traditionshäuser wie Hugendubel bitten OB Reiter und Ministerpräsident Söder um Hilfe.

Coronavirus München: Traditionshäuser fürchten um Existenz, dritter Todesfall in der Landeshauptstadt, Söder verdoppelt Corona-Hilfsfond, Fallzahlen steigen weiter

  • Dritter Münchner anCoronavirus verstorben
  • Katastrophenalarm wegen des Coronavirus: Söder verhängt Ausgangsbeschränkungen
  • Söder verkündet Erhöhung der Wirtschaftshilfen
  • Traditionshäuser fürchten um ihre Existenz
  • aktuelle Fallzahlen in München

München - Das Coronavirus hat auf die Stadt immer weitreichendere Auswirkungen: Die neuesten Entwicklungen lesen Sie hier:

+++ Dieser Ticker ist beendet. Aktuelle Informationen zu Corona in München und Bayern, lesen Sie in unserem ständig aktualisierten Ticker. +++  

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen - inzwischen dritter Todesfall 

Insgesamt gibt es nach Angaben der Stadt aktuell  1687 Infizierte in München (Stand: 26. März, 13.30 Uhr). Damit sind im Vergleich zu gestern 111 neue Fälle dazugekommen. Außerdem gab es einen dritten Todesfall: In der Internistischen Klinik München Süd ist ein 88-jähriger Münchner mit Vorerkrankungen verstorben

Zuvor waren bereits ein 79-jähriger Mann in der München Klinik Schwabing sowie ein 56-jähriger Münchner mit im Klinikum Großhadern an den Folgen von Corona gestorben. Auch diese beiden litten an Vorerkrankungen. 

In der aktuellen Fallzahl sind neben den Todesfällen auch vier Personen enthalten, die bereits als geheilt gelten.

München: Tanzen die Schäffler nach Corona-Krise?

UPDATE 26. März, 16:40 Uhr: Eigentlich tanzen die Schäffler nur alle sieben Jahre auf dem Marienplatz in München. 2026 wäre es das nächste Mal wieder soweit. Doch nun vermeldet die Bild, dass sie wegen Corona mit dieser Tradition brechen wollen. 

Wenn die Infektionskurve deutlich abklingt, wollen in Absprache mit der Stadt auf vielen öffentlichen Plätzen in der Innenstadt tanzen. 

Tanzen die Schäffler wegen Corona außerhalb ihres Turnus?

Der Legende nach tanzten die Schäffler erstmals 1517 nach einer schweren Pest-Epidemie aufgeführt. Sie wollten der Bevölkerung Lebensmut zurückzubringen und sie aus den Häusern locken. 

Corona München: Freistaat will Kulturschaffenden helfen

UDPATE 26. März, 16:05 Uhr: Kunstminister Bernd Sibler will Kunst- und Kulturschaffenden durch die Corona-Krise helfen. 

So will der Freistaat Fördergelder für Veranstaltungen nicht zurückverlangen, wenn sie aufgrund des Coronavirus nicht stattfinden können. Projekte, die virtuell fortgeführt werden, können gefördert werden. Zudem dürfen auch freiberufliche Künstler die Corona-Soforthilfe des Freistaates in Anspruch nehmen. 

Sibler sagt: "Der Freistaat wird sein Möglichstes tun, um die Folgen der Veranstaltungsverbote und Schließungen aufgrund der Corona-Krise abzufedern."

Corona München: Erster Todesfall und fehlende Schutzkleidung im Landkreis

UPDATE 26. März, 14.45 Uhr:  In einem Pflegeheim in Ismaning ist ein hochbetagter Bewohner "sehr wahrscheinlich" am Coronavirus gestorben. Es ist der erste Corona-Todesfall im Landkreis München. Das teilte Landrat Christoph Göbel in einer Pressekonferenz mit. Ein großes Problem sei derzeit fehlende Schutzausrüstung, so Göbel. "Wir haben Schutzkleidung vor langer Zeit bestellt, aber sie kommt nicht. Unser Bestand ist längst verbraucht."

Schutzkleidung sei vor allem wichtig, damit das medizinische Personal weiterarbeiten könne. Eigentlich sollen täglich hohe Chargen geliefert werden, aber bisher sei nur ein Bruchteil angekommen. Göbel hofft nun, dass aufgrund des Rückgangs der Fallzahlen aus dem asiatischen Raum Material zurückkommt.

Corona München: Vonovia bietet Hilfe für Münchner Mieter 

UPDATE 26. März, 14.15 Uhr: Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen Vonovia kündigt an, Münchner Mieter, die aufgrund Corona in eine wirtschaftliche Zwangslage geraten, zu unterstützen. In der aktuellen Lage verzichte der Konzern demnach darauf, marktbedingte Mieterhöhungen oder Wohnungsräumungen durchzuführen.

Geraten Mieter in wirtschaftliche Schwierigkeiten oder komme es zu einem Mietausfall, wolle man stattdessen pragmatische und schnelle Lösungen finden. Für solche Fälle habe man spezielle Ansprechpartner und auch der Kundenservice bleibe erreichbar. Der Regionalbereichsleiter Carsten Baurigk von Vonovia erklärt: „Wir konzentrieren uns zurzeit auf das Wichtigste: Wir unterstützen unsere Mieterinnen und Mieter, wenn Sie Hilfe benötigen. Außerdem stellen wir mit den Kolleginnen und Kollegen in München sicher, dass alles in unseren Häusern funktioniert und sicher ist – und dass wir es schaffen Notfallreparaturen umzusetzen.“ Zudem versuche man die vielerorts entstehenden Nachbarschaftshilfen nach Möglichkeit zu unterstützen. 

Corona München: Bahnhofsmission ist weiterhin für Hilfsbedürftige da

UPDATE 26. März, 13.40 Uhr: Das Team der Bahnhofsmission in München bietet weiterhin rund um die Uhr am Gleis 11 ihr umfängliches Angebot an, um alle, die Hilfe suchen, dort mit dem Notwendigsten zu versorgen. Aktuell kommen täglich rund 600 Menschen zur Bahnhofsmission. „Der existentielle Bedarf ist sehr hoch“, betont Barbara Thoma, Leiterin der Evangelischen Bahnhofsmission. „Die Anzahl der Menschen, die wegen Essen und Kleidung zu uns kommen hat sich verdoppelt.“

Derzeit würden sich viele Münchner bei der Bahnhofsmission melden, die helfen wollen. Aktuell habe die Anlaufstelle für Hilfsbedürftige jedoch keinen Bedarf an zusätzlichen Ehrenamtlichen, Spenden seien hingegen sehr willkommen. 

Corona München: OB Reiter fordert mehr Kurzarbeitergeld

UPDATE 26. März, 12:50 Uhr: OB Dieter Reiter bittet Arbeitsministers Hubertus Heil um eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes. Auch die Laufzeit solle verlängert werden.

„Die Lage ist sehr ernst und für ganz viele existenziell. Ich brauche Dir nicht zu sagen, dass uns diese Ausnahmesituation, von der wir noch dazu nicht wissen können, wie lange sie andauern wird, vor die größten Herausforderungen stellt", schreibt Reiter in einem Brief.

Er bedankt sich für die bisherigen Regelungen im Zuge von Corona. Allerdings seien sie nicht ausreichend. 

Menschen hätten in Städten wie München mit überdurchschnittlich hohen Miet- und Lebenshaltungskosten zu kämpfen. "Mit Einkommen, die nur bei 60 beziehungsweise 67 Prozent des normalen Monatsgehalts liegen, werden viele nicht über die Runden kommen", so Reiter. 

Deshalb wünscht er sich ein höheres Kurzarbeitergeld. 

Corona München: Programm von Kulturretter startet

UPDATE 26. März, 12:15 Uhr: Das Projekt ""Kulturretter" startet heute sein Programm. Los geht es ab 20 Uhr mit einem Konzert der Hip-Hop-Band "dicht&ergreifend" im Livestream. 

Kulturretter streamen täglich ein Konzert, eine Lesung oder ein Theaterstück auf ihrem Youtube-Kanal oder auf Facebook.  

Das Projekt aus München will so Kreative, die aufgrund des Coronavirus um ihren Lebensunterhalt bangen müssen, unterstützen. Das Angebot ist kostenfrei,die Zuschauer werden aber gebeten, etwas auf der Homepage zu spenden. 

Wer die Kulturretter sind, lesen Sie in unserem Artikel. 

Welche Veranstaltungen, Konzerte oder Lesungen die Münchner sonst noch bequem auf dem Sofa verfolgen können, lesen Sie in unserem Kultur-Ticker.

Corona München: Zahlreiche selbst genähte Atemschutzmasken für Klinikum Dritter Orden

UPDATE 26. März, 11:45 Uhr: Das Klinikum Ditter Orden in München hat zahlreiche selbst genähte Schutzmasken zugeschickt bekommen. 

Das Krankenhaus hatte selsbst dazu aufgerufen und eine Anleitung online gestellt. Die Masken kommen in patientenfernen Bereichen wie der Logistik oder der Reinigung zum Einsatz.

"Eine einfache Maske verhindert, dass man seine Tröpfchen in die Gegend hustet oder niest", so das Klinikum auf seiner Homepage.   

Inzwischen hat das Krankenhaus genügend Masken und bittet darum, keine weiteren mehr zu schicken. 

Coronavirus München: Traditionshäuser fürchten um Existenz  - offener Brief an Söder und Reiter

UPDATE 26. März, 10.15 Uhr: Fünf Traditionshäuser aus München richten sich in einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten Markus Söder und den Oberbürgermeister Dieter Reiter. Es handelt sich dabei um die Unternehmen Bettenrid, Hirmer, Hugendubel, Kustermann und das Sporthaus Schuster

Bei den alteingesessenen Münchner Unternehmen seien durch die aktuelle Corona-Krise und die damit verbundene Schließung der Geschäfte über 1000 Arbeitsplätze in Gefahr. Stellvertretend auch für andere Familienunternehmen wollen sie deshalb auf die existenzbedrohende Situation im Einzelhandel aufmerksam machen. 

Münchner Traditionshäuser wie das Bekleidungsgeschäft Hirmer bitten OB Reiter und Ministerpräsident Söder um Hilfe

Die Münchner Traditionshäuser bitten deshalb, um sechs Maßnahmen, um ihre Liquidität bei null Euro Einnahmen kurzfristig sicherstellen zu können: 

  • Eine unbürokratische, schnelle Umsetzung der getroffenen Maßnahmen durch die geforderten Stellen
  • Eine Prüfung, ob aufgrund des Lohnniveaus im Einzelhandel die Prozentsätze des Kurzarbeitergeldes um 20 Prozentpunkte vorübergehend aufgestockt werden können 
  • Eine Prüfung, ob sich staatliche Bürgschaften auf 100 Prozent der jetzt zum Überleben benötigten Überbrückungskredite erstrecken können
  • Das Veranlassen der sofortigen Stundung von Zahlungen an die Finanzbehörden sowie das Sicherstellen, dass diese auch so handeln
  • Ausreichen große Fonds, aus denen Hilfestellungen geleistet werden können
  • Konjunkturprogramme für die kommende Zeit 

Coronavirus München: Abitur soll in Bayern am 20. Mai starten

UPDATE 25. März, 16 Uhr: Alle 16 Kultusminister haben sich heute auf das gemeinsame Ziel verständigt, dass die Abiturprüfungen in diesem Schuljahr stattfinden sollen. Bayerns Kultusminister Michael Piazolo begrüßt diese Entscheidung: "Wir wollen, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Abschlüsse unter fairen Bedingungen erwerben können." 

In Bayern soll der Start der Abiturprüfungen auf den 20. Mai verlegt werden, sodass die Schüler noch genügend Zeit zur Vorbereitung haben. Sollte der Fall eintreten, dass dieser Fahrplan aufgrund aktuell noch nicht absehbarer Entwicklungen der Corona-Krise nicht eingehalten werden kann, gäbe es bereits verschiedene alternative Lösungen. 

Coronavirus München: Frühlingsfest verschoben - Planungen für Oktoberfest laufen weiterhin

UPDATE 25. März, 15.30 Uhr: Das diesjährige Frühlingsfest auf der Theresienwiese wird nicht wie geplant stattfinden und soll stattdessen verschoben werden. Hierzu gibt es bereits Gespräche zwischen der Veranstaltungsgesellschaft der Münchner Schausteller (VMS) und demReferat für Arbeit und Wirtschaft (RAW). Es wird dabei aktuell geprüft, ob das Frühlingsfest womöglich auf einen Termin in den Sommer verlegt werden kann. Das RAW bietet derzeit an, den Platz auf der Theresienwiese so lange wie möglich frei zu halten, um einen flexiblen Nachholtermin zu ermöglichen, sobald sich ein Ende der Corona-Krise abzeichnet. 

Die Vorbereitungen für das Oktoberfest laufen hingegen weiter wie gewohnt. Eine mögliche Veranstaltungsabsage soll zum spätestmöglichen Zeitpunkt erfolgen. Für das Oktoberfest wäre dies frühestens im Juni, vor Beginn der Aufbauarbeiten, zu erwarten.

Coronavirus München: Ostergottesdienste im Livestream 

UPDATE 25. März, 14.30 Uhr: Aufgrund der Corona-Krise setzt das Erzbistum München und Freising bis einschließlich 19. April alle öffentlichen Gottesdienste aus. Hierdurch ist es für Gläubige auch nicht möglich, an den Kar- und Osterfeiertagen an entsprechenden Gottesdiensten teilzunehmen. 

Aus diesem Grund bietet das Erzbistum die Möglichkeit, einen Livestream mit Kardinal Marx zu verfolgen. Die nicht öffentlich zugänglichen Gottesdienste werden nämlich live auf der Internetseite und in den Sozialen Medien des Erzbistums übertragen, sodass jeder von Zuhause aus zumindest virtuell daran teilhaben kann. 

Coronavirus München: Zusätzliche Testkapazität in der Bayernkaserne 

UPDATE 25. März, 14 Uhr: Die Stadt München schafft ab dem morgigen Donnerstag zusätzliche Testkapazitäten in ihrerCorona-Teststation in der Bayernkaserne. Es sollen hierbei solche Personen getestet werden, die in Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur (KRITIS) und Alten- und Pflegeheimen sowie im medizinischen Bereich beschäftigt sind. Nach einer Terminvergabe durch das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) werden die Personen dann täglich von 8 bis 12.30 Uhr auf das Coronavirus getestet. 

Oberbürgermeister Dieter Reiter erklärt hierzu: „Wir schaffen hier eine zusätzliche Testmöglichkeit speziell für Pflegepersonal und andere Berufsgruppen, die tagtäglich bei der Bewältigung der Coronakrise einen unverzichtbaren Beitrag leisten. Wir werden alles tun, um gerade diese Personen bestmöglich zu schützen.“

Coronavirus München: Finanzielle Soforthilfe für Tafelgäste ab 65 Jahren 

UPDATE 25. März, 13.20 Uhr: Der Verein "Ein Herz für Rentner" unterstützt ab sofort Tafelgäste ab 65 Jahren mit einer einmaligen zweckgebundenen Spende für Lebensmittel und Hygieneartikel in einer Höhe von 50 Euro. Die Auszahlung soll aufgrund der Ansteckungsgefahr ausschließlich per Überweisung erfolgen. Ein Antrag für die Soforthilfe kann telefonisch unter der Nummer 089 413 22 90  oder per E-Mail an die info@einherzfuerrentner.de angefordert werden. 

Coronavirus München: Briefwahl bis Samstagabend möglich 

UPDATE 25. März, 12 Uhr: Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte am heutigen Mittwoch im Landtag an, dass sämtliche 19 559 Briefkästen im Freistaat am Samstagabend noch einmal geleert werden, sodass die Briefe dann bis Sonntagabend rechtzeitig zugestellt werden. Die Post habe dieser Sonderleerung zugestimmt, so Herrmann. 

DieStichwahlen der bayerischen Kommunalwahl werden am kommenden Sonntag aufgrund der anhaltenden Corona-Krise nämlich nur per Briefwahl durchgeführt. Bis Samstag um 18 Uhr können alle Wahlberechtigte in Bayern ihre Wahlbriefe  in jeden beliebigen Briefkasten im Freistaat einwerfen. Die Abgabe der Briefwahlunterlagen ist auch trotz der aktuell gültigen Ausgangssperre möglich. 

Coronavirus München: Polizei warnt vor Corona-Betrügern

UPDATE 25. März, 11.15 Uhr: Die Polizei München warnt derzeit vor Betrügern, welche die Corona-Krise zu ihren Gunsten nutzen. Es kursieren aktuell nämlich Links zu falschen Online-Shops, die billige Hygieneartikel anbieten. Außerdem nutzen Kriminelle den sogenannten Enkeltrick in einer angepassten Form, um älteren Leuten Geld zu entlocken. 

Hier lesen sie, welche Maschen diese Betrüger anwenden.

Coronavirus München: Bayerischer Landtag will Infektionsschutzgesetz absegnen 

UPDATE 25. März, 10 Uhr: ImLandtag soll heute ein neues bayerisches Infektionsschutzgesetz beschlossen werden. Alle Fraktionen unterstützen dieses Gesetz, wodurch die Staatsregierung deutlich umfassendere Befugnisse im Kampf gegen die anhaltende Corona-Krise bekommen soll: Sie kann dann einen „Gesundheitsnotstand“ ausrufen, wodurch die Beschlagnahmungen von medizinischem Material und der Zugriff auf medizinisches und pflegerisches Personal dann  erleichtert werden. 

Coronavirus München: Weniger Strafzettel für Falschparker

UPDATE 24. März, 15:40 Uhr: Im Zuge der Ausgangsbeschränkungen will die Kommunale Verkehrsüberwachung in München bei Falschparkern nur noch schwerwiegende Verstöße ahnden.

Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle sagt: „Das ist nicht als Freifahrtschein zum Falschparken zu verstehen." Vielmehr soll während derCorona-Krise medizinischen Fachpersonal ermöglicht werden ohne aufwändige Genhemigungen zur Arbeit und nach Hause zu kommen.

Auch Notdienste und Menschen, die Ältere bei den Besorgungen unterstützen, sollen keinen Strafzettel bekommen.

Die Verkehrsüberwachung ahndet daher hauptsächlich noch zugeparkte Feuerwehrzufahrten und Rettungswege, auch unzulässig genutzte Behindertenparkplätze und Gehwegparken mit starker Beeinträchtigung.

Nicht verfolgt werden dagegen Verstöße in Parklizenzgebieten, an Parkautomaten oder etwa E-Ladesäulen.

Coronavirus München: OB Reiter will eigene Einkaufszeiten für Risikogruppen

UPDATE 24. März, 14:10 Uhr: OB Dieter Reiter bittet die Supermärkte in München, eigene Einkaufszeiten für Ältere und andere Risikogruppen zu schaffen. 

Derzeit sei es wichtiger denn je, auf diese Menschen zu achten und sie mit allen Mitteln vor dem Coronavirus zu schützen.

In Österreich appellieren bereits mehrere Supermärkte an ihre Kunden, zwischen 8 und 9 Uhr nicht mehr einzukaufen. Denn dieses Zeitfenster soll für Risikogruppen reserviert sein. Das wünscht sich Reiter auch in München.

Wie viele Kultureinrichtungen mit dem Coronavirus umgehen, lesen Sie hier.

Coronavirus München: Söder verkündet höhere Wirtschaftshilfen

UPDATE 24. März, 13:40 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder verkündet nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts, die finanziellen Hilfen für Unternehmen wegen des Coronavirus zu erhöhen.

Für das Sofortprogramm für kleine und mittlere Unternehmen seien bereits rund 120.000 Anträge mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Euro eingangen.

Deshalb will Söder den Sonderfond für die Corona-Pandemie von zehn auf 20 Milliarden Euro erhöhen.

Außerdem will er den Bürgschaftrahmen der Förderbank Bayern erhöhen und die Zinsen für Kredite reduzieren. "Wir wollen mehr Bürgschaften zu besseren Konditionen und mit höheren Volumina.

Über einen sogenannten Bayernfond sollen Staatsbeteiligungen an Unternehmen leichter möglich sein. So will Bayern ausländische Übernahmen verhindern.

Es sei das "umfassendste Wirtschaftsprogramm, das je in Bayern beschlossen" wurde.

Söder betonte nochmal, dass die Ausgangsbeschränkungen nötig seien, denn: "Die Lage bleibt weiterhin ernst. Es gibt keinen Anlass zur Entwarnung."

Das zeigten auch die aktuellen Zahlen: Derzeit (Stand 12.30 Uhr) gebe es in Bayern 6362 Infizierte, von denen rund 700 im Krankenhaus behandelt würden, und 31 Todesfälle wegen Corona.

Positiv sei, dass sich die Bürger größtenteils an die Ausgangsbegrenzungen hielten. Ob die Regelungen angemessen seien, soll künftig ein dreiköpfiges Gremium überwachen.

Wie die Gastronomie mit den Ausgangsbeschränkungen umgeht, lesen Sie hier.

Als Dankeschön an die Pfleger in Krankenhäuser, Altenheimen und Behinderteneinrichtungen wird der Freistaat Essen und Trinken für die Angestellten übernehmen.

Gesundheitsministerin Melanie Huml verkündete zudem, dass zahlreiche neue Atemschutzmasken und Beatmungsgeräte eingetroffen seien und derzeit an die Krankenhäuser verteilt würden.

Coronavirus München: Spieler des FC Bayern verzichten auf Gehalt

UPDATE 24. März, 12.35 Uhr: Die Spieler des deutschen Fußballmeisters FC Bayern München verzichten auf einen Teil ihres Gehalts. FC Bayern Spieler verzichten auf Gehalt

Auch der Vorstand und der Aufsichtsrat wollen auf ein Fünftel ihrer Bezüge verzichten. Das eingesparte Geld soll in der Corona-Krise vor allem den Mitarbeitern der Geschäftsstelle zugute kommen.

Coronavirus München: Hilferuf des Kinderhospiz

UPDATE 24. März, 12.10 Uhr: Das Coronavirus hat auch für die Stiftung "Ambulantes Kinderhospiz München" Folgen.

Viele Veranstaltungen mussten wegen der Ausgangsbeschränkungen abgesagt werden, die Spenden gehen aufgrund der allgemeinen Unsicherheit zurück.

Deshalb appelliert die Geschäftsführerin der Stiftung, Christine Bronner, an die Öffentlichkeit: "Die Coronakrise bedroht die Existenz der Stiftung. Wir sind dringend auf Spenden angewiesen, um unsere Familien weiterhin versorgen zu können.“

Gerade in Zeiten des Coronavirus komme den ambulanten Diensten eine besonders große Bedeutung zu, da durch die Versorgung zuhauseKliniken entlastet werden.

Familien mit lebensbedrohlich erkrankten Kindern oder Jugendlichen sowie mit schwerstkranken Eltern gehörten aktuell zur Hochrisikogruppe in München und seien dadurch besonders durch das Coronavirus gefährdet. Sie müssten mehr denn je professionell ambulant zu Hause versorgt werden.

Coronavirus München: Weniger Verkehr auf bayerischen Autobahnen

UPDATE 24. März, 11.30 Uhr: Laut ADAC gibt es aufgrund des Coronavirus wesentlich weniger Staus auf den bayerischen Autobahnen.

Die Zahl habe sich in der vergangenen Woche im Verlgeich zu Anfang März halbiert. Auch rund um München fließt weniger Verkehr.

Die Gründe seien, dass viele Menschen zuhause arbeiten und die Freizeitmöglichkeiten aufgrund der Ausgangsbeschränkungen stark eingeschränkt seien.

Coronavirus München: Neue Beratungs-Hotline des Sozialreferats

UPDATE 23. März, 18 Uhr: Das neue Servicetelefon des Sozialreferats der Stadt München ist ab sofort erreichbar. 

Wie Hallo München bereits berichtete, dient es als erste Anlaufstelle für Bürger und deren nicht gesundheitsbezogene Fragen zum Coronavirus.  Unter der Telefonnummer 089-233-96833 bietet das Sozialreferat ab Dienstag, 24. März, seinen neuen Service an. 

Es vermittelt in eines der zwölf Sozialbürgerhäuser (SBH) oder auch zum Jobcenter München sowie bei Fragen zum Thema Wohnungslosigkeit und prekäre Wohnsituationen ins Amt für Wohnen und Migration. Das Servicetelefon kann für Bürger in sozialen Notlagen auch den Kontakt zur Bezirkssozialarbeit herstellen. 

Die zusätzliche zentrale telefonische Anlauf- und Vermittlungsstelle soll helfen, den aktuell eingeschränkten Parteiverkehr in den Sozialbürgerhäusern auszugleichen. Das Servicetelefon ist Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, am Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, am Freitag von 8 bis 13 Uhr und am Samstag von 9 bis 15 Uhr erreichbar. 

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Ob Sie dringend Beratung benötigen, Fragen zu Leistungen haben oder eine Einkaufshilfe brauchen – die Mitarbeiter kümmern sich um Ihre Anliegen.“


Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen und Bilanz der Polizei in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen

Nach offiziellen Angaben haben sich in München aktuell 1237 Menschen (Stand: 23. März, 10 Uhr) mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. In Bayern sind es 5719 Infizierte und 27 Tote, bundesweit 22.672 Infizierte und 86 Tote.

Bei diversen Kontrollen in der Stadt und im Landkreis München hat die Polizei innerhalb von 24 Stunden weit über 100 Verstöße feststellen müssen.

Coronavirus München: Neue Teststation an der Leopoldstraße eröffnet

UPDATE 23. März, 15.45 Uhr:Im Herzen von München hat eine neue Coronavirus-Teststation eröffnet. Am Tropeninstitut der Ludwigs-Maximilians-Universität an der Leopoldstraße können sich aber nur medizinisches Personal, Feuerwehrleute und Polizisten auf die neuartige Erkrankung untersuchen lassen.

Für deren sensible Arbeit bräuchten diese schnell Klarheit über eine mögliche Infektion. "Daher ist diese Teststation eine äußerst wichtige Hilfe im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus“, so Wissenschaftsminister Bernd Sibler bei der Eröffnung am Montag. Getestet wird an der neuen Station in Spezialzelten, jeweils montags bis freitags zwischen 8.30 und 15 Uhr. 

Am Tropeninstitut München wurde eine Coronavirus-Teststation für Mediziner, Polizisten und Feuerwehrler eingerichtet.

Weitere Teststationen in München gibt es derzeit in der Bayernkaserne und an der Theresienwiese. Diese sind für Menschen bestimmt, die vom Gesundheitsamt oder der Kassenärztlichen Vereinigung einen Termin für eine Coronavirus-Untersuchung erhalten haben. 

Laut Sibler fahre Bayern die Kapazität für Tests permanent nach oben. Derzeit können allein an den bayerischen Unikliniken über 1000 Abstriche am Tag untersucht werden.

Coronavirus München: Hausärzteverband will Patientenkontakte in Praxen massiv einschränken 

UPDATE 23. März, 12.45 Uhr: Der Bayerische Hausärzteverband will die persönliche Versorgung von Kranken in den Praxen angesichts der Coronavirus-Pandemie auf ein Minimum reduzieren. Wie der Verband am Montag mitteilte, sollen Patienten künftig überhaupt nicht mehr ohne telefonische Anmeldung zu ihren Hausärzten gehen.

„Die Kontakte von Ärzten, Praxisteams und Patienten zu Patienten sind maximal einzudämmen und die Abläufe in den Praxen umzugestalten“, heißt es in einer Information des Landesvorsitzenden des Hausärzteverbandes, Markus Beier, an die niedergelassenen Mediziner. „Angesichts von Ausgangsbeschränkungen und absehbar fehlenden Laborkapazitäten ist es nun unabdingbar, personelle Ressourcen für schwere Fällen zu bündeln und die Patienten aufzufordern, auch im Verdachtsfall nicht in die Praxis zu kommen!“

Von der früheren Strategie, mit massenhaften Coronavirus-Tests alle Infizierten zu erfassen, soll sich das Gesundheitssystem nach Ansicht des Verbands verabschieden. Wer nicht ins Krankenhaus zur Behandlung muss, sollte die mögliche Covid-19-Erkrankung in häuslicher Quarantäne auskurieren.

„Eine Testung findet bei dieser Personengruppe grundsätzlich nicht statt“, betont Beier, denn dies wäre eine „Ressourcenverschwendung“. Nur noch schwer Erkrankte, Risikopatienten sowie medizinisches und pflegerisches Personal sollten getestet werden.

Zusammen mit der Allianz fachärztlicher Berufsverbände forderte der Hausärzteverband auch alle Fachärzte dazu auf, die Abläufe in den Praxen umzuorganisieren. Nur noch Notfälle und medizinisch absolut notwendige Untersuchungen sollten vorgenommen werden. „Alle aus medizinischen Gründen nicht zwingend erforderlichen Untersuchungen, Behandlungen und Operationen müssen verschoben werden.“

Coronavirus München: Einsätze der Münchner Polizei im Kontext mit der Corona-Pandemie

UPDATE 23. März, 09.45 Uhr: Im Zeitraum vom 21.03., 06.00 Uhr bis 22.03.2020, 06.00 Uhr waren über 400 Polizeibeamte in der Stadt und im Landkreis München eingesetzt, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Allgemeinverfügungen zu überprüfen. Dazu riefen viele Personen beim Polizeinotruf 110 an und teilten mit, dass sie auch Verstöße festgestellt hätten. 

Schwerpunkte dieser Einsätze waren Überprüfungen von gastronomischen Betrieben, Ladengeschäften sowie Ausgangsbeschränkungen. Über 5.300 Überprüfungen wurden in dem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden über 160 Verstöße festgestellt. In 133 Fällen mussten Verantwortliche wegen Verstößen angezeigt werden. Davon betragen 121 die Ausgangsbeschränkung

Am Samstag, 21.03.2020, gegen 14:00 Uhr, teilte ein Zeuge dem Polizeinotruf 110 mit, dass ein Friseurgeschäft im Lehel nach seinem Eindruck geöffnet hätte. Eine Streife in Polizeiinspektion 12 (Maxvorstadt) überprüfte die Örtlichkeit und stellte fest, dass tatsächlich Geschäftstätigkeiten stattfanden. In dem Betrieb befanden sich vier Personen (21 bis 50 Jahre alt, einer mit Wohnsitz im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen und die anderen drei aus München). Allen vier Personen wurde ein Platzverweis erteilt und sie wurden wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. 

Am Samstag, 21.03.2020, gegen 23:45 Uhr, informierte ein Mitteiler die Polizei und er teilte mit, dass sich mehrere Personen in einer Sisha-Bar in der Isarvorstadt befinden würden. Mehrere Streifen fuhren zu der Örtlichkeit und überprüften diese. Die Schaufenster der Bar waren von innen abgeklebt und es wurden neun Personen angetroffen, die die dortigen Angebote konsumierten. Bei allen Anwesenden wurde die Identität festgestellt, ihnen wurden Platzverweise erteilt und sie wurden wegen Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. Ein 31-Jähriger mit Wohnsitz in München, der für den Betrieb verantwortlich ist, war bei den Maßnahmen sehr unkooperativ und er musste zur weiteren Sachbearbeitung auf die Polizeiinspektion 14 (Westend) mitgenommen werden. Nach der Anzeigenerstattung wurde er von dort wieder entlassen und er wurde auf die Bestimmungen, die seinen Betrieb betreffen, hingewiesen. 

Am Sonntag, 22.03.2020, gegen 00:30 Uhr informierten Zeugen die Polizei, da aus einer Wohnung in der Sailerstraße in Schwabing laute Partygeräusche kamen. Zwei Streifen der Polizeiinspektion 43 (Olympiapark) fuhren dahin und stellten sechs Personen in der Wohnung fest (24 bis 33 Jahre alt, alle aus München, darunter die beiden Bewohner der Wohnung), die dort eine private Feier abhielten. Alle wurden wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt und den vier Gästen wurden Platzverweise erteilt.

Coronavirus München: Söder verteidigt Bayerns Alleingang im Kampf gegen Coronavirus

UPDATE 23. März, 09.25 Uhr: Nach dem Bund-Länder-Beschluss zu Kontaktverboten im Kampf gegen das Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Ausscheren seines Landes verteidigt. Das sei eine „sehr kleine Sache“, sagte Söder am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Er habe bereits am Freitag über Ausgangsbeschränkungen entschieden, die Regelung sei „eins zu eins mit Österreich umgesetzt“ worden und eine angemessene und notwendige Entscheidung gewesen. Die Betroffenheit der Bundesländer sei unterschiedlich, sagte der CSU-Chef. „Wir haben viel mehr Tote, wir haben höhere Infektionen“, sagte er, deshalb müsse er als Ministerpräsident „ein Stück weit schneller reagieren“.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, verteidigt Bayerns Alleingang im Kampf gegen Coronavirus.

Bund und Länder hatten am Sonntag ein Kontaktverbot beschlossen

Bundesweit werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Bayern will aber bei eigenen, strengeren Ausgangsbeschränkungen bleiben, die die Landesregierung bereits am Freitag beschlossen hatte. Bei den Beratungen hatte dem Vernehmen nach NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) Söder vorgeworfen, dass er bereits am Freitag „ohne Absprache“ eigene Maßnahmen verordnet hatte.

Auch bei Schulschließungen sei Bayern „ein Stück weit vorangegangen“, sagte Söder. „Ich glaube, dass allein die Tatsache, dass wir es am Freitag in Bayern beschlossen haben, über das Wochenende viele, viele Infektionen, die jetzt gekommen wären, verhindert hat.“ Mit Blick auf mögliche noch strengere Beschränkungen sagte Söder, er hoffe, dass man nun rechtzeitig reagiert habe, aber das könne niemand garantieren. Wichtig sei, gleichzeitig das deutsche Gesundheitssystem hochzufahren. „Wir haben vielleicht das beste der Welt, aber auch das wird überfordert sein, wenn wir jetzt nicht schnell reagieren.“

Coronavirus München: Triebwerksbauer MTU setzt Produktion wegen der Pandemie aus

UPDATE 23. März, 7.45 Uhr: Der Triebwerksbauer MTU unterbricht aufgrund der Coronavirus-Pandemie die Produktion an mehreren europäischen Standorten. 

Demnach betrifft der Produktionsstopp zunächst die Standorte in München und im polnischen Rzeszow, wo Triebwerke montiert und Triebwerkskomponenten hergestellt werden, teilte der Dax-Konzern am Montag in München mit. 

Hintergrund seien beginnende Unterbrechungen in der Materialversorgung und der Schutz der Mitarbeiter. Bis zum Ende dieser Woche soll die Produktion heruntergefahren werden. Ab kommenden Montag (30. März) werde der Betrieb dann voraussichtlich für drei Wochen komplett eingestellt, hieß es.

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen - 22 Menschen sind in Bayern am Virus gestorben

UPDATE 22. März, 17 Uhr: In Bayern sind inzwischen 4457 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden (Stand Sonntag, 10.00 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf seiner Homepage mitteilte. 22 Patienten mit einer Infektion seien gestorben.

Bis zunächst 3. April gelten im gesamten Freistaat weitreichende Ausgangsbeschränkungen, mit deren Hilfe die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden soll. Das Verlassen der Wohnung ist nur noch bei triftigen Gründen erlaubt wie dem Weg zur Arbeit und zu nötigen Einkäufen. 

Dringende Arztbesuche sowie Sport und Spaziergänge an der frischen Luft sind möglich - dies aber in der Regel alleine. Gastronomiebetriebe aller Art müssen geschlossen bleiben. Ausnahmen bilden Auslieferungsdienste, Mitnahmeangebote und Drive-in-Schalter.

Coronavirus München: Ansammlungen von mehr als zwei Personen sollen in Deutschland verboten werden

UPDATE 22. März, 16.20 Uhr: Zur Eindämmung der Corona-Krise sollen Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich in ganz Deutschland verboten werden. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bei einer Telefonkonferenz in Berlin. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Eine Gruppe von zwölf Ländern hatte sich bereits vor der Schaltkonferenz im Grundsatz auf ein umfassendes Kontaktverbot verständigt. Dazu gehörten Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen. Demnach sollte es sich ausdrücklich nicht um eine Ausgangssperre, sondern um eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus handeln.

Bayern will das von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Krise vereinbarte Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen nicht übernehmen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus der bayerischen Staatskanzlei.

Im Freistaat würden weiterhin die bereits am Freitag von der Staatsregierung beschlossenen Regelungen gelten, sagte ein Regierungssprecher der dpa in München. Demnach darf weiterhin nur gemeinsam an die frische Luft, wer zu einem Hausstand gehört.

Coronavirus München: Caritas schließt Tafeln und stellt auf Gutscheine um

UPDATE 22. März, 15.55 Uhr: Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising hat seine Lebensmittelausgaben umgestellt. Tafeln und Tische wurden geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wie der Verband am Sonntag mitteilte. 

Stattdessen erhielten die bisher versorgten rund 4000 Personen Einkaufsgutscheine. Wer nicht mobil sei oder zu einer Risikogruppe zähle, erhalte die Lebensmittel von Bringdiensten bis vor die Haustüre geliefert. Dafür sucht die Caritas noch Freiwillige. Auch Spenden würden für die Gutscheine benötigt, hieß es.

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen steigen auch am Sonntag weiter - U-Bahnen, Bus und Tram fahren weiter

UPDATE 22. März, 13 Uhr: DieMünchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hält die Stadt "weiter am Laufen", wie MVG-Chef Ingo Wortmann am Sonntag betont hat. Dafür danke er allen Mitarbeitern ausdrücklich. 

Gleichzeitig bittet die MVG ihre Kunden, auf vermeidbare Fahrten zu verzichten. Sollte dies nicht möglich sein, ist so gut wie möglich Abstand zu anderen Fahrgästen sowie den Mitarbeitern zu halten.

Nachfrage bei der MVG halbiert

Ab Montag, 23. März wird die MVG ihr modifiziertes Angebot bei der U-Bahn noch einmal anpassen. Zwar hat sich die Zahl der Fahrgäste nach ersten Auswertungen zwischenzeitlich bereits mehr als halbiert, dennoch gibt es einzelne Fahrten mit höherer Nachfrage. Dies trifft zu bestimmten Zeiten besonders auf die U3 zu, die seit 16. März grundsätzlich im 10-Minuten-Takt fährt. 

Um hier Abhilfe zu schaffen und auf entsprechende Fahrgastbeschwerden zu reagieren, werden in Abhängigkeit von der Personalverfügbarkeit in den Hauptverkehrszeiten einzelne Zusatzfahrten angeboten, damit mehr Platz zur Verfügung steht und die Fahrgäste den erforderlichen Abstand zueinander einhalten können. 

Der Zugeinsatz erfolgt auf Grundlage von aktuellen Fahrgastzählungen. Die Verstärkerlinie U7 verkehrt ab Montag zwischen Sendlinger Tor und Rotkreuzplatz.

Zentrale Türöffnung 

Nach wie vor gilt, dass die Türen der Fahrzeuge – soweit technisch möglich – automatisch geöffnet werden, so dass die Fahrgäste den Türtaster nicht selber betätigen müssen und die Fahrzeuge besser durchlüftet werden. Dies trifft auf nahezu alle Tramzüge, die neuen U-Bahnen (Typ C1 und C2) und fast alle Busse zu. Die erste Bustür bleibt jedoch grundsätzlich für den Ein- und Ausstieg gesperrt, um den Abstand zwischen Fahrgästen und Fahrern zu vergrößern.

Coronavirus München: Wegen weiter steigender Fallzahlen - Notbetreuung wird ausgeweitet

UPDATE 21. März, 22 Uhr: Der Katastrophenstab der Bayerischen Staatsregierung hat am Samstag beschlossen, dass Mitarbeiter, die im Bereich der Gesundheitsversorgung oder der Pflege tätig sind, ab Montag, den 23. März 2020, auch dann eine Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Schulen in Anspruch nehmen können, wenn nur ein Elternteil in diesen Bereichen tätig ist. 

Voraussetzung ist dabei auch weiterhin, dass der Elternteil aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist.

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo betont: „Die öffentliche Gesundheitsversorgung zu unterstützen, hat derzeit höchste Priorität. Wir unterstützen hier die Eltern und ermöglichen ihnen einen leichteren Zugang zu den Notbetreuungen in den Schulen und Kitas. Mein Dank gilt auch den Eltern, die in der vergangenen Woche sehr verantwortungsvoll mit dem Angebot der Notbetreuung umgegangen sind.“

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen - 3695 Infizierte in Bayern und 21 Tote

UPDATE 21. März, 15.45 Uhr: In München wurden am heutigen Samstag, 21. März (Stand 14 Uhr), 164 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 1042 Infektionen gemeldet.

Am Samstag vergangener Woche (14.3.) waren es 52 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 201). Unter 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das am Wochenende von 8 bis 20 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet..

In Bayern sind inzwischen 3695 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Samstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 21 Patienten mit einer Infektion gestorben.

In Deutschland gibt es insgesamt 16.662 Infektionen und 47 Tote.

Große Straßensperren plant die Polizei in München zur Durchsetzung der Ausgangsbeschränkungen zunächst nicht. „Es wird auch nicht so sein, dass jemand, der unterwegs ist, alle fünf Meter von einem Kollegen von mir angesprochen wird“, sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins am Samstag in einem Interview mit dem Sender Bayern 2.

Coronavirus München: Polizei kontrolliert Ausgangsbeschränkungen und Auflagen - über 200 Verstöße festgestellt

UPDATE 21. März, 13.15 Uhr; Die Polizei München war von Freitag, 20. (6 Uhr), bis Samstag 03. März (6 Uhr) mit etwa 200 Beamten in der Stadt und im Landkreis München im Einsatz, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Allgemeinverfügung im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu überprüfen. Dabei gingen sie auch zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung nach.

Schwerpunkte dieser Einsätze waren Überprüfungen von gastronomischen Betrieben, Ladengeschäften sowie Veranstaltungen im Sinne der Allgemeinverfügung.

 Über 2400 Überprüfungen wurden in dem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden über 200 Verstöße festgestellt. In vielen Fällen hatten die angetroffenen Personen Verständnis für die aktuelle Problematik und befolgten die Anweisungen der Polizei. In 25 Fällen mussten Verantwortliche wegen Verstößen angezeigt werden.

In über 15 Fällen mussten Gruppenbildungen im Bereich des Flauchers angezeigt werden. So befanden sich z.B. sieben Personen (18 – 21 Jahre, alle mit Wohnsitzen in München) gegen 18.30h am dortigen Isarufer. Sie hielten den Mindestabstand von 1,5 Meter nicht ein, tranken alkoholische Getränke und hatten ein Lagerfeuer angezündet. Sie erhielten einen Platzverweis und wurden wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. 

Am 20.03.2020, gegen 16.45 Uhr, befanden sich fünf Personen auf einer Freischankfläche einer Gastwirtschaft in Garching, wo sie alkoholische Getränke konsumierten. Ihnen wurde von Beamten der Polizeiinspektion 48 (Oberschleißheim) ein Platzverweis erteilt. 

Einer aus der Gruppe, ein 49-Jähriger aus demLandkreis München, befolgte dies nicht. Er weigerte sich beharrlich die Örtlichkeit zu verlassen und die Maßnahme musste mit unmittelbarem Zwang durchgesetzt werden. Dabei wehrte er sich körperlich gegen die Beamten. Er wurde wegen eines Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Coronavirus München: Supermärkte/Lebensmittelhändler und ihr Gebrauch der längeren Öffnungszeiten

UPDATE 21. März, 12.50 Uhr: Um den Andrang in Supermärkten aufgrund der Corona-Krise zu entzerren, hat Bayern die möglichen Ladenöffnungszeiten ausgeweitet - doch machen die großen Ketten davon auch Gebruach?

Nein. Der Grund ist, dass die Mitarbeiter geschont werden sollen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Samstag ergab. „Unsere Mitarbeiter brauchen Ruhephasen, um Kräfte zu sammeln, sich zu erholen, Zeit mit ihren Partnern und Familien zu verbringen“, erläuterte etwa eine Sprecherin von

Aldi

Süd.

Ähnlich argumentierte auch der Sprecher für Rewe und Penny: „Unsere Mitarbeiter leisten seit Wochen Großartiges. Sie brauchen dringend einen freien Tag.“ Ein Edeka-Sprecher teilte mit: „Schon jetzt sind viele Kollegen an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. Jetzt noch einen Tag länger zu öffnen, würde diese Situation weiter verschärfen.“ 

Die Versorgung der Kunden mit Lebensmitteln sei auch mit den bestehenden Öffnungszeiten gewährleistet. Eine Netto-Sprecherin äußerte sich ebenso.

Um den Andrang in Supermärkten zu entzerren, hat Bayern die möglichen Ladenöffnungszeiten ausgeweitet. Sie dürfen nun werktags von 6 bis 22 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 18 Uhr öffnen.

Die Netto-Sprecherin machte noch einmal deutlich, dass die Versorgung mit Lebensmitteln weiterhin bundesweit sichergestellt sei. „Wir beobachten zwar, dass es in einigen Sortimentsbereichen, etwa haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln und Konserven oder auch Hygieneprodukten, zu einer erhöhten Nachfrage kommt. Dennoch können wir die tägliche Belieferung der Märkte mit ausreichend Ware über unsere Logistikzentren weiterhin gewährleisten.“

Coronavirus München: Gesundheitsministerin Huml kündigt Schließung aller Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen an

UPDATE 21. März, 11.20: Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat  aufgrund der aktuellen Corona-Krise die Schließung aller Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen angekündigt. Sie würden „in Kürze“ geschlossen, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums vom Samstag, 21. März. 

Wenn betroffene Personen keine anderer Versorgung, Betreuung und Pflege durch Verwandte oder ambulante Pflegedienste erhalten könnten, werde ein Notbetreuungsdienst in den jeweiligen Einrichtungen eingerichtet, hieß es. Die ambulanten Pflegedienste würden weiterarbeiten, sagte Huml.

In Bayern gibt es laut Zahlen des Landesamts für Statistik aus dem Jahr 2018 rund 1350 Tagespflegeplätze.

Coronavirus München: Ausgangsbeschränkungen haben auch Auswirkungen auf das Landratsamt München

UPDATE 21. März, 10.45 Uhr: Durch die seit heute Nacht in Kraft getretene Ausgangsbeschränkung für Bayern ändert sich auch die Erreichbarkeit des Landratsamts München: Ab sofort sind die Mitarbeiter nur noch telefonisch oder per E-Mail erreichbar. 

Unabhängig davon ist die Schwangerenkonfliktberatung unter der 089/6221-1148 erreichbar. 

Wer bereits einen Termin vereinbart hat, wird gebeten, sich mit dem zuständigen Sachbearbeiter in Verbindung zu setzen. Die Zuständigkeiten finden Sie auf der Homepage des Landratsamtes München. In jeder Dienstleistung werden die jeweils zuständigen Ansprechpartner oder eine zentrale E-Mail-Adresse genannt.

Coronavirus München: Markus Söder und weitere Ministerpräsidenten beraten mit Kanzlerin Merkel weiteres Vorgehen

UPDATE 21. März, 8.45 Uhr:Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hofft im Kampf gegen Corona auf ein gemeinsames Vorgehen der Bundesländer. Das sagte er am Samstagmorgen dem Radiosender Antenne Bayern. „Es haben gestern ja einige nachgezogen.“

Auch beim Thema Schulschließungen habe es Donnerstag vergangener Woche bei einem Treffen der Ministerpräsidenten Diskussionen gegeben, nahezu alle seien dagegen gewesen. Nachdem Bayern dann einen Tag später die Schließung aller Schulen und Kitas verkündet hatte, seien die anderen Bundesländer diesem Weg gefolgt. „Ich bedauere es sehr, dass wir das manchmal so machen müssen“, sagte der CSU-Chef.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Sonntag in einer Schalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung besprechen.

Coronavirus München: Ausgangsbeschränkungen in Bayern - was noch erlaubt ist, was verboten ist

Söder verhängt ab heute Nacht für zwei Wochen "grundlegende Ausgangsbeschränkungen" in Bayern. Jeder könne künftig zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Arzt gehen. 

Allerdings sind Alten- und Pflegeheime geschlossen. Ein Besuch ist nur noch möglich, wenn jemand im Sterben liegt. Auch in den Krankenhäusern ist Besuch nur noch in Ausnahmefällen möglich. Dazu zählen ebenfalls Sterbende, Väter, die ihre Neugeborenen und deren Mütter besuchen, und Eltern, die ihre kranken Kinder besuchen wollen. 

Auch die Gastronomie muss schließen. Ausnahmen gelten für Läden, die Essen zum Mitnehmen oder Liefern anbieten. Frisöre sowie Bau- und Gartenmärkte müssen komplett schließen. 

"Sport und Spaziergänge sind möglich, aber nur alleine oder mit der Familie", sagt Söder. 

Die Regelungen will der Freistaat konsequent und mit hohen Bußgeldern durchsetzen. Je nach Tatbestand könnten bis zu 25.000 Euro Bußgeld verhängt werden, sagt Innenminister Joachim Herrmann. Die Polizei werde die Einhaltung der Regelungen stichpunktartig kontrollieren.

Am Sonnrag fällt die Entscheidung, ob bald bundesweit eine Ausgangssperre gelten wird.

Coronavirus München: Erlöserkirche in Schwabing betreibt Youtube-Kanal

UPDATE, 20. März, 17:30 Uhr

Weil keineGottesdienste mehr stattfinden dürfen, veröffentlicht die Erlöserkirche aus Schwabing jeden Tag ab 19 Uhr ihre Gedanken zum Abend auf Youtube. Darüber hinaus ist die Kirche jeden Tag von 9 bis 17 Uhr geöffnet, falls die Menschen Trost suchen wollen. Zudem gibt es ein Seelsorgetelefon unter 0160-8200494.

Coronavirus München: Stadtwerke betonen, dass Versorgung gesichert ist

UPDATE, 20. März, 15:55 Uhr

Die Stadtwerke München (SWM) versichern in einer  Mitteilung, dass die Versorgung mit Energie und Trinkwasser in München weiterhin rund um die Uhr gewährleistet sei. Ebenso die Aufrechterhaltung des Betriebs von U-Bahn, Bus und Tram.

Coronavirus München: Ausgangsbeschränkungen nicht nur in Bayern

UPDATE 20. März, 15.30 Uhr

MinisterpräsidentMarkus Söder hat heute Mittag weitgehende Ausgangsbeschränkungen in Bayern verkündet. Die kommenden zwei Wochen kann zwar jeder zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Arzt gehen. Aber Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser sind bis auf wenige Ausnahmen für Besucher geschlossen. Bau- und Gartenmärkte müssen schließen. Gastronomiebetriebe dürfen nur geöffnet haben, wenn sie Essen zum Mitnehmen oder Liefern anbieten. Grund ist die schnelle Ausbreitung des Virus.

Ziel der Ausgangsbeschränkungen ist es die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Auch das Saarland wollte eine entsprechende Regelung im Laufe des Freitags beschließen, wie die dortige Staatskanzlei der dpa mitteilte.

In Baden-Württemberg sind künftig Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als drei Personen nicht mehr erlaubt, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in Stuttgart sagte. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare. Man müsse auf die Schwächsten in der Gesellschaft Rücksicht nehmen, das seien die chronisch Kranken und die Älteren.

Auch in Rheinland-Pfalz werden alle Gaststätten geschlossen und Versammlungen von mehr als fünf Menschen untersagt. Als Grund nannte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), dass sich nicht alle Menschen an die seit Mittwoch geltenden Maßnahmen gehalten hätten. „Ich weiß, das sind harte Einschnitte“, sagte Dreyer. „Dieses Wochenende ist sehr entscheidend, wir werden es ganz genau beobachten.“

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus bleiben in Hessen ab Samstagmittag alle Restaurants und Gaststätten geschlossen. Zudem dürfen sich mit Anbruch des Samstags nur noch maximal fünf statt bisher höchstens hundert Menschen an öffentlichen Orten versammeln, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

Eine bundesweite Ausgangssperre versucht die Bundesregierung weiter zu vermeiden. Regierungssprecher Steffen Seibert ermahnte die Bürger eindringlich, sich nicht mehr in Gruppen zu treffen. Man solle einfach nicht in einer Menschentraube im Park stehen oder eng gedrängt im Café sitzen. Andernfalls werde man möglicherweise zu weiteren Mitteln greifen. Am Sonntagabend werde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder eine „schonungslose Analyse“ vornehmen.

Coronavirus München: Universitätsmedizin legt vollen Fokus auf Versorgung von Corona-Patienten

UPDATE 20. März, 14:45

Die Ärzte der Universitätsmedizin Bayern ,die bisher neben der Krankenversorgung in der experimentellen und klinischen Forschung tätig waren, werden in den kommenden Wochen und Monaten ihren Tätigkeitsschwerpunkt voll auf die Versorgung von Corona-infizierten Patienten ausrichten. Das teilt Sprecher Karl Jauch mit."Die etwa 13.000 Medizinstudenten in Bayern werden entsprechend ihres Ausbildungsstandes in die Versorgung einbezogen - mit Aufgaben in der Pflege, in der Labordiagnostik, in der intensivmedizinischen Betreuung infizierter Patienten oder zur Unterstützung der telefonischen Beratung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst." Der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler lobt: „Unsere sechs bayerischen Universitätskliniken sind die Speerspitze im Kampf gegen das Coronavirus. Als Krankenhäuser der höchsten Versorgungsstufe haben sie bei der Bekämpfung des neuartigen COVID19-Virus eine herausragende Bedeutung."

Welche Rechte Urlauber und Verbraucher jetzt haben, zeigt die Verbraucherzentrale anhand von drei Beispielen.

Coronavirus München: Reiter verkündet 202 neue Infektionsfälle

UPDATE 20. März, 14:20 Uhr

OB Dieter Reiter verkündet 202 neue Fälle. Die Verbreitung des Virus verlaufe  extrem dynamisch, sagte er bei einer Pressekonferenz. Daher drastische Schritte nötig, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und die Infektionskette zu unterbrechen. Auch in München werde das öffentliche Leben entsprechend der Ausgangsbeschränkungen der Staatsregierung stark zurückgefahren. Dringende Erledigungen seien noch möglich, auch Spaziergänge, aber: "Bitte nicht in der Gruppe", so Reiter. Gemeinsam   mit Bund und Land werde es Notprogramme für die verschiedensten Bereiche geben. Reiter appellierte: "Helfen Sie alle mit. Gemeinsam werden wir auch diese Krise überstehen."

Coronavirus München: Söder verkündet Ausgangsbeschränkungen

UPDATE, 20 März, 12:35 Uhr

Söder verhängt ab heute Nacht für zwei Wochen "grundlegende Ausgangsbeschränkungen" in Bayern. Jeder könne künftig zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Arzt gehen. 

Allerdings sind künftig Alten- und Pflegeheime geschlossen. Ein Besuch ist nur noch möglich, wenn jemand im Sterben liegt. Auch in den Krankenhäusern ist Besuch nur noch in Ausnahmefällen möglich. Dazu zählen ebenfalls Sterbende, Väter, die Neugeborene besuchen, und Eltern, die ihre kranken Kinder besuchen wollen. 

Auch die Gastronomie muss schließen. Ausnahmen gelten für Läden, die "Essen to Go" oder "Drive-In-Möglichkeiten" anbieten. Frisöre sowie Bau- und Gartenmärkte müssen komplett schließen. 

"Sport und Spaziergänge sind möglich, aber nur alleine oder mit der Familie", sagt Söder. 

Es gebe keinen Anlass für Hamsterkäufe, so Söder, denn Lebensmittelläden seien weiterhin offen. Die Versorgungslinien seien gesichert. Auch die Banken bleiben geöffnet, sodass keine Sonderbargeldabhebungen nötig seien. "Für die Vernünftigen ändert sich gar nicht mal so viel", meint Söder. Denn es sei keine Ausgangssperre. "Wir sperren Bayern nicht zu, wir sperren Bayern nicht ein."

Die Regelungen will der Freistaat konsequent und mit hohen Bußgeldern durchsetzen. Je nach Tatbestand könnten bis zu 25.000 Euro Bußgeld verhängt werden, sagt Innenminister Joachim Herrmann. Die Polizei werde die Einhaltung der Regelungen stichpunktartig kontrollieren. "Es gibt keine Garantie, dass es sofort wirkt, aber es ist die einzige Möglichkeit, die Welle der Infektionen zu verflachen", sagt Söder.  

Grund für die Ausgangsbeschränkungen ist, dass die derzeitige Entwicklung "nicht gut" sei. Die Neuinfektionen seien in Bayern von gestern auf heute um 35 Prozent (800 neue Fälle), die Zahl der Toten sogar um 50 Prozent von zehn auf 15 gestiegen. Er kritisiert, dass sich viele Menschen nicht an die bisherigen Beschränkungen gehalten hätten. Die Appelle hätten nicht gefruchtet. Man müsse die hohe Welle der Infektionen nun brechen,  sonst könnten die Infektionsfälle in die Millionen gehen. Viele andere Ministerpräsidenten planten das Ähnliches.

Söder sorgt sich um die Wirtschaft. Hilfen sollen unbürokratisch möglich sein. Bei Übernahmeangeboten aus dem Ausland will Söder alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, um dies zu verhindern. 

Coronavirus München: Söder gibt Pressekonferenz 

UPDATE, 20. März, 12.20 Uhr

Ministerpräsident Markus Söder 

gibt um 12.30 Uhr eine Pressekonferenz und wird dort möglicherweise weitere Beschränkungen und Auflagen im Zuge der Corona-Krise verkünden. 

Er hatte am Donnerstag aber konkret mit einer Ausgangssperre für den ganzen Freistaat gedroht, wenn sich die Menschen in Bayern nicht an bereits geltende Beschränkungen und Auflagen halten: „Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium“, sagte Söder in einer Regierungserklärung. Man werde „nicht endlos zusehen“.

Oberbürgermeister Dieter Reiter wird um 14 Uhr über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise in München informieren

Coronavirus München: Konzerte, Theater und Party im Livestream

UPDATE 20. März, 11.25:

Konzerthäuser, Theater und Clubs müssen geschlossen bleiben. Doch zahlreiche kulturelle Einrichtungen haben reagiert und übertragen einige ihrer Veranstaltungen live ins Wohnzimmer der Menschen.

Die Staatsoper bietet auf staatsoper.tv einen kostenlosen Livestream. Für die kommenden Wochen erarbeiten die Mitarbeiter einen alternativen Online-Spielplan. Am Samstag, 21. März, wird das Ballett "Jewels" übertragen,  für Samstag,11.April, ist die Uraufführung von "7 Deaths of Maria Callas" mit Marina Abramovic geplant.

Die Münchner Kammerspiele stellen jeden Tag ab 18 Uhr einen internen Mitschnitt einer Inszenierung aus dem Spielplan für 24 Stunden online. Am heutigen Freitag, 20. März, sehen die Nutzer eine Aufführung von Tschechows "Drei Schwestern". Am Samstag, 21. März folgt das„Unheimliches Tal von Stefan Kaegi.

Zur Feier des internationalen Tags des Puppenspiels teilt dasMünchner Marionettentheater am  Samstag,21. März, ab 20 Uhr Mozarts "Zauberflöte" als Livestream auf seiner Homepage.

DerElektroclub "Harry Klein" lässt seine DJs für die Party dahoam auflegen. Am Freitag, 20. März, können die Münchner zum DJ-Set von Innellea, VJ Sicovaja feiern, am Samstag, 21. März, zu Dave Marshall, Dugyu, Nesstor, VJ Madpoly. Die Live-Aufnahmen werden ab 21 Uhr auf dem Youtube-Kanal des Clubs übertragen.

Coronavirus München: Reisewarnung gilt bis Ende der Osterferien und Eisbachwelle außer Betrieb

UPDATE 20. März, 10:55 Uhr:

Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt bis Ende April und damit auch für die Osterferien. Das gab Außenminister Heiko Maas auf Twitter bekannt. Finanzminister Olaf Scholz wiederum gab bekannt, dass er die Schuldenbremse im Grundgsetz lockern will, um Finanzhilfen finanzieren zu können.

Außerdem teilt das Referat für Umwelt und Gesundheit mit, dass dieSurfwelle am Eisbach außer Betrieb ist. Man habe den Wasserstand abgesenkt. "Damit kann die Eisbachwelle, die zahlreiche Besucher anzieht, derzeit nicht mehr zum Surfen genutzt werden."

Coronavirus München: Kanzlerin und Ministerpräsidenten beraten am Sonntag über Ausgangssperre

UPDATE 20. März, 10.20 Uhr:

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder entscheiden am Sonntag, ob es wegen des Coronavirus eine allgemeine  Ausgangssperre geben wird. Laut Kanzleramtschef Helge Braun ist dabei die Lage am Samstag entscheidend. "Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen", sagte er in einem Interview mit dem  Spiegel.

Der Chefarzt der Geburtskliniken in Harlaching und Neuperlach, Christoph Scholz, sieht Schwangere  durch das Coronavirus nicht stärker gefährdet als die allgemeine Bevölkerung. "Es gibt auch keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten oder darauf, dass das Virus während der Schwangerschaft auf das ungeborene Baby übertragen werden kann." Die Kreißsäle der München Klinik seien offen und besetzt. "Wir arbeiten in getrennten Dienstteams, um eine Ansteckungsgefahr zu minimieren. So können wir auch ggf. krankheits- oder quarantänebedingte Ausfälle kompensieren", sagt Scholz.

Coronavirus München: Auch Mittelschulen, Realschulen und Wirtschaftsschulen verschieben Abschlussprüfungen

UPDATE 19. März, 17.10 Uhr:

 Dass das Abitur verschoben wird, stand bereits fest. Nun gibt es auch einen neuer Fahrplan für

Mittelschulen, Realschulen und Wirtschaftsschulen in

Bayern

.

Das Bayerische Kultusministerium verschiebt die Prüfungen für die Mittleren Schulabschlüsse und die besondere Leistungserhebung zum qualifizierenden Abschluss der Mittelschule um 14 Tage. „Wir wollen genügend Zeit für die Vorbereitung auf die Prüfungen geben. Im Zentrum unserer Überlegungen stehen die Belange unserer Schülerinnen und Schüler. Alle sollen faire Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen bekommen“, betont KultusministerMichael Piazolo

Der Termin der Entlassung der Absolventinnen und Absolventen wird auf den letzten Schultag verlegt.

Mittelschule Mittlerer Schulabschluss
Die Prüfungen beginnen statt am 16. Juni am 30. Juni 2020. Lediglich im Fach Muttersprache bleibt es beim 17. Juni als Prüfungstermin.

Qualifizierender Abschluss der Mittelschule
Die Prüfungen beginnen statt am 22. Juni am 6. Juli 2020. Lediglich im Fach Muttersprache bleibt es beim 18. Juni als Prüfungstermin.

Realschule
Die schriftlichen Prüfungen beginnen statt am 16. Juni am 30. Juni 2020. Die zentralen mündlichen Prüfungen in den Fremdsprachen werden ebenso nach hinten verschoben.

Wirtschaftsschule
Die Prüfungen beginnen statt am 27. April am 11. Mai 2020.

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen am Donnerstag erneut stark gestiegen

UPDATE 19. März, 16.50 Uhr: In München wurden am heutigen Donnerstag, (Stand 13 Uhr), 167 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 676 Infektionen gemeldet. 

Am Donnerstag vergangener Woche (12.3.) waren es 22 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 110). Unter (089)233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

Italiener warnen den Rest der Welt

Indes warnen zahlreiche Italiener die restliche Welt davor, was ihr noch bevorsteht. Vor allem die Sorglosigkeit vieler Menschen in den Nachbarstaaten bereitet ihnen große Sorgen.

"Bitte, schützen Sie sich. Hören Sie nicht auf diejenigen, die Ihnen sagen, das sei nichts", schreibt etwa die Nonne Linda Maresca im Online-Dienst Twitter. "Ich möchte euch warnen, damit ihr nicht dasselbe durchmachen müsst wie wir", beschwört der Blogger Marco Cartasegna seine 386.500 Anhänger auf Instagram. "Bitte, nehmt uns als mahnendes Beispiel und handelt sofort, um eine größere Krise in euren Ländern zu verhindern".

Seit Ausbruch des Virus in Italien haben sich dort mehr als 35.000 Menschen mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 angesteckt, fast 3000 Italiener sind bereits daran gestorben. Die Zahl der Toten in Italien könnte bald die der Opfer in China übertreffen, wo das Virus Ende vergangenen Jahres erstmals auftrat.

Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Coronavirus München: OB Dieter Reiter appelliert an die Münchner, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen

UPDATE 19. März, 13.55 Uhr: Oberbürgermeister Dieter Reiter fordert die Münchnerinnen und Münchner auf, sich an die Regelungen zu halten, die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erlassen wurden:

„Ich bekomme viele Zuschriften, dass die öffentlichen Parks, die Grünanlagen oder die öffentlichen Plätze, Spielplätze − ja und auch die Isar – immer noch von sehr vielen Menschen auch in größeren Gruppen als Treffpunkt und Aufenthaltsort zur Freizeitgestaltung und zum Feiern genutzt werden.

 Ich bitte Sie alle eindringlich, dies ab sofort nicht mehr zu tun! Ein solches Verhalten ist – ich muss es so deutlich sagen − absolut unverantwortlich und führt den Sinn der Vorschriften – nämlich eben die Eindämmung der Pandemie – völlig ad absurdum. “

Coronavirus München: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Markus Söder äußern sich zur Coronakrise

UPDATE 19. März, 10:15 Uhr: Markus Söder gab heute morgen eine Regierungserklärung vor dem Landtag zum Coronavirus ab: 

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus droht Bayerns Ministerpräsident nun ganz konkret mit einer Ausgangssperre für den ganzen Freistaat. 

„Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein“.

Es gäbe immer noch zu viele, die sich nicht an die Empfehlungen halten. Das schöne Wetter verführe zum Treffen mit Freunden an der Isar, im Englischen Garten oder am Tegernsee.

Söder mahnte, im Kampf gegen die Krise müsse man soziale Kontakte ausdünnen und das öffentliche Leben herunterfahren. Nur dann könne das Gesundheitssystem den bevorstehenden Stresstest bestehen. „Hier geht es um Leben und Tod.“

TV-Ansprache der Bundeskanzlerin

Am Mittwochabend hielt die Bundeskanzlerin eine TV-Ansprache. Dabei appelliert sie an die Bürger:„ Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten.“  

Die Bekämpfung des Coronavirus ist in ihren Augen eine Aufgabe von historischem Ausmaß. „Es ist ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt."

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahl am Mittwoch erneut gestiegen

UPDATE 18. März, 16.30 Uhr: Erneut ist die Zahl der an einem Tag mit dem Coronavirus neu infizierten Münchner gestiegen. Wie die Stadt mitteilt waren es  am 18. März (Stand 13 Uhr) 150 neue Infektionen. Damit sind in der Stadt München aktuell insgesamt 509 Infektionen gemeldet.

Coronavirus München: Botanischer Garten schließt

UPDATE 18. März 12.30 Uhr: anlässlich der Maßnahmen, die die Bayerische Staatsregierung zum Schutz der Bevölkerung vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus trifft, ist der Botanische Garten ab 18.03.2020 geschlossen. 

Alle Führungen und Veranstaltungen entfallen. Die Vorsichtsmaßnahmen gelten voraussichtlich bis einschließlich 19.04.2020.

Coronavirus München: Neuer Fahrplan für das Abitur 2020 – Prüfungen beginnen am 20. Mai

UPDATE 18. März, 9.20 Uhr: Das Bayerische Kultusministerium hat entschieden, den Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 zu verlegen. „Trotz der Corona-Krise wollen wir faire Bedingungen für unsere Abiturientinnen und Abiturienten sicherstellen“, erklärt Kultusminister Michael Piazolo. 

Wegen der Einstellung des Unterrichts bis nach den Osterferien hätten die Schülerinnen und Schüler ohne eine Änderung des Terminplans nicht genügend Vorbereitungszeit. Piazolo weiter: „Wichtig war es mir, die neuen Prüfungstermine mit Lehrkräften, Eltern, Schülern und Direktoren abzustimmen.“ 

Mit dem neuen Terminplan stellt das Kultusministerium sicher, dass die Schülerinnen und Schüler eine angemessene Vorbereitungszeit auf die Prüfungen erhalten. Ebenso gewinnt man auf diese Weise ausreichend Zeit für ausstehende Leistungsnachweise im Vorfeld der Abiturprüfungen.

Neuer Terminplan für das Abitur 2020: 

Schriftliche Prüfungen: 

20. Mai: Deutsch     

26. Mai: Mathematik                                                                              

29. Mai: 3. Abiturprüfungsfach (mit Französisch) 

Mündliche Prüfungen (Kolloquien): 15. Juni bis 26. Juni 2020

Coronavirus München: Fußball-Europameisterschaft wird verschoben - Statement von OB Dieter Reiter

UPDATE 17. März, 18.25 Uhr: Nach langem Zögern hat die Europäische Fußball-Union die für dieses Jahr geplante EM-Endrunde - bei der auch Spiele in München stattfinden sollen - wegen der Coronavirus-Pandemie auf den Sommer 2021 verschoben. 

Nach einem Krisengipfel am Dienstag beschloss die UEFA die historische Verlegung des paneuropäischen Mega-Turniers, das ursprünglich vom 12. Juni bis zum 12. Juli in zwölf Ländern ausgetragen werden sollte. Als neuen Termin für die Endrunde schlug die UEFA den Zeitraum vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 vor.

Statement von OB Dieter Reiter: „Natürlich kann ich verstehen, dass die Fußballfans jetzt enttäuscht sind. Aber in der aktuellen Situation ist es die richtige Entscheidung, dieUEFA EURO 2020 schon jetzt zu verschieben. Planungen und Vorbereitungen müssten auf Hochtouren laufen, liegen aber aufgrund der aktuellen Entwicklungen auf Eis. Jetzt steht die Gesundheit im Vordergrund, und wir müssen alles tun, um die Verbreitung des Virus möglichst zu verlangsamen.“

Coronavirus München: Donisl sperrt zu und spendet übrige Lebensmittel 

UPDATE 17. März, 16.15 Uhr: Das Traditionswirtshaus Donisl bleibt am Mittwoch, 18. März, voraussichtlich bis zum 1. April geschlossen. Die dadurch übrig gebliebenen Lebensmittel spendete das Münchner Wirtshaus an die Münchner Tafel. Denn durch die kurzfristige Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern hätte man nicht die Möglichkeit gehabt, den Wareneinsatz bedarfsgerecht zu kalkulieren.

Coronavirus München: drastischer Anstieg von Infizierten in der Landeshauptstadt 

UPDATE 17. März, 15.35 Uhr: In München gab es am heutigen Dienstag einen drastischen Anstieg vonCorona-Infizierten. 99 neue Fälle (Stand 13 Uhr) wurden bislang bestätigt. Damit sind in München aktuell insgesamt 359 Infektionen gemeldet. Im Vergleich dazu: Am Dienstag vergangener Woche (10 März.) waren es 8 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 68).

Unter der Telefonnummer 089 23 34 47 40 hat die Stadt München ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr alle Fragen zum Coronavirus beantwortet. Aktuelle Informationen gibt es außerdem unter muenchen.de/corona.

Coronavirus München: Wertstoffhöfe und Gebrauchtwarenhaus  geschlossen - Änderungen bei Müllabfuhr möglich 

UPDATE 17. März, 14.30 Uhr: Auch beim Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) kommt es zu Corona-bedingtenSchließungen: Sechs Wertstoffhöfe bleiben nämlich vorübergehend zu. Darunter sind die Standorte Feldmoching (Lerchenstraße), Nymphenburg (Arnulfstraße), Steinhausen (Truderinger Straße), Perlach (Bayerwaldstraße), Sendling-Westpark (Tübinger Straße) und Allach (Am Neubruch). Bis einschließlich Samstag, 28. März, bleiben die Wertstoffhöfe geschlossen. Ebenso bleibt auch das Gebrauchtwarenkaufhaus – Halle 2 in Pasing bis zum 28. März geschlossen. 

In der Stadt München gibt es dadurch lediglich noch sechs offene Wertstoffhöfe. Um  den nötigen Sicherheitsabstand zwischen Personen gewährleisten zu können, soll es dort zu Blockabfertigungen kommen, wodurch es auch zu Wartezeiten bei der Einfahrt kommen kann. 

Bei der Müllabfuhr kann es kurzfristig ebenfalls zu Abweichungen im Abfuhrplan kommen. Der AWM setze jedoch alles daran, die Müllabfuhr weiter zu gewährleisten. 

Coronavirus München: Neue Drive-In Station auf der Theresienwiese 

UPDATE 17. März, 14.15 Uhr: Künftig gibt es eine weitere "Drive-In"-Station auf der Theresienwiese. Die Stadt München hat diese in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und der Ambulanz-Rettung und Zivilschutz gGmbH eingerichtet. Testen lassen können sich dort jedoch nur Personen, bei denen ein begründeter Verdacht auf eine Corona-Virusinfektion besteht. Diejenigen, die in einem Corona-Risikogebiet waren und Symptome aufweisen, können sich unter der Nummer 089 11 61 17 melden. Aufgrund der starken Auslastung könne es jedoch zu Wartezeiten kommen. 

Coronavirus München: Nightclub im Bayerischen Hof bis Ende Mai geschlossen

UPDATE 17. März, 14 Uhr: Der Nightclub im Bayerischen Hof schließt seine Pforten und das voraussichtlich bis einschließlich 31. Mai. Es sind deshalb alle Konzerte in dem Zeitraum storniert, die Ticketpreise werden an den jeweiligen VVK-Stelle rückerstattet. 

Coronavirus München: Bezirksausschüsse tagen nicht mehr

UPDATE 17. März, 12.30 Uhr: Auch immer mehr Bezirksausschüsse sagen ihre monatlichen Sitzungstermine ab. Der Grund dafür: Die Stadt München hat den Viertelgremien dringend empfohlen, ihre Sitzungen bis nach den Osterferien weitgehend zu reduzieren. Ein Sprecher der Stadt erklärt auf Nachfrage außerdem: "Am heutigen Dienstag entfallen alle Sitzungen und auch sonst sind schon viele abgesagt worden." Diese Maßnahme gelte bis auf Weiteres. 

Coronavirus München: Das Hofbräuhaus macht dicht

UPDATE 17. März, 11.20 Uhr: Während viele Speiselokale trotz Einschränkungen durch den Katastrophenalarm unter Auflagen weiter geöffnet haben, schließt ein Münchner Traditionslokal jetzt seine Türen: Ab Mittwoch, 18. März, hat das Hofbräuhaus geschlossen. Die Schließung sei vorübergehend und man halte die Kunden auf dem Laufenden, verkündet die Münchner Kult-Gaststätte auf Facebook. 

Coronavirus München: Gewerkschaft fordert Schutzschirm für Gastgewerbe - Zeitungskioske bleiben offen

UPDATE 17. März, 9.45 Uhr: Ungeachtet der aktuellen Geschäftsschließungen bleiben die Verkaufsstellen von Zeitungen - also auch entsprechende Kioske -  geöffnet. So soll die Versorgung der Bevölkerung mit gedruckten Informationen jederzeit und überall gewährleistet werden. Gerade in bewegten Zeiten wie diesen, in denen sich die Sachlage teilweise täglich ändert ist die Information und Aufklärung der Gesellschaft unverzichtbar.

UPDATE, 17. März, 9.20 Uhr: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Region München fordert einen Corona-Schutzschirm. Das neuartige Coronavirus treffe die gut 3500 Betriebe im Münchner Gastgewerbe nämlich besonders hart und damit auch rund 50.000 Arbeitnehmer der Branche. Tim Lünnemann von der NGG-Region München sagt: „Die meisten Kellnerinnen, Köche und Hotelfachangestellten müssen jetzt zuhause bleiben. Zwar bekommen sie Kurzarbeitergeld. Das liegt aber nur bei 60 Prozent des ohnehin oft geringen Einkommens. Für viele Betroffene geht das an die Existenz.“ Die Gewerkschaft fordert deshalb ein höheres Kurzarbeitergeld für Beschäftigte im Gastgewerbe. 

Coronavirus München: Einschränkungen bei Kreisverwaltungsreferat 

UPDATE, 16. März, 16.45 Uhr: Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) München reduziert den Parteiverkehr auf das Notwendigste: Ab Dienstag, 17. März, sollen in allen Bereichen des städtischen Referats mit Publikumsverkehr nur noch Termine für nachgewiesene Notfälle angeboten werden. Dienstleistungen sollen - soweit möglich - schriftlich abgewickelt werden, manche können bis auf weiteres nur sehr eingeschränkt angeboten werden. 

An-, Um- und Abmeldungen sind ab Dienstag, 17. März, in den Bürgerbüros schriftlich möglich. Antragsformulare und Informationen über die erforderlichen Unterlagen gibt es auf  www.buergerbuero-muenchen.de.

Da das Beantragen von Reisepässen und Personalausweisen aus rechtlichen Gründen eine persönliche Vorsprache benötigt, wird dies auf nachweisliche Notfälle beschränkt, beispielsweise bei dringenden Reisen. 

Die Ausländerbehörde wird außerdem alle ausländischen Bürger, deren Aufenthaltstitel in den kommenden Wochen abläuft, anschreiben. Nach der Prüfung der Akte erhalten diese eine Bescheinigung über die befristete Fortgeltung ihres Aufenthalts. Bereits bestellte elektronische Aufenthaltstitel werden indes per Post versendet.

Bestehende Termine für Eheschließungen werden, wenn gewünscht, wünschen, noch durchgeführt. Allerdings sollten bei der standesamtlichen Trauung nur den engsten Familienkreis sprich maximal 10 Personen dabei sein. 

Coronavirus München: OB Dieter Reiter äußert sich zum Katastrophenfall 

UPDATE, 16. März, 16.30 Uhr: OB Dieter Reiter wendet sich an Münchens Einwohner und äußert sich zum Katastrophenfall: „Ich habe das Sozialreferat beauftragt, schnell und unkompliziert Hilfe zu organisieren, wenn jemand jetzt zum Beispiel Unterstützung beim Einkaufen braucht oder kurzfristig in finanzielle Nöte kommt und seine Miete oder Lebensmittel nicht mehr zahlen kann. In Kürze soll es dazu eine eigene Hotline geben." Bis dahin könne sich jeder, der rasch Hilfe benötige, an die Sozialbürgerhäuser wenden. 

Reiter appelliert außerdem an Arbeitgeber, auf den bayerischen Rettungsschirm zu vertrauen und bittet Vermieter darum, bei kurzfristigen Mietrückständen von Kündigungen abzusehen. 

Coronavirus München: Hilfsangebot und Selbstteststation in Gräfelfing 

UPDATE, 16. März, 16 Uhr: Die Gemeinde Gräfelfing befindet sich im Aufbau einer Corona-Selbstteststation und sucht deshalb medizinisch versiertes Personal. Der Gemeinde Neuried zufolge bereiten sich auch Neuried, Planegg und Krailling auf den Aufbau solcher Teststationen vor.

Die Station soll im Laufe der Woche am Ende der Adalbert-Stifter-Straße installiert werden und dient dann ausschließlich der Testung von Verdachtsfällen und Kontaktpersonen der Kategorie I, die vom Arzt, Gesundheitsamt oder der Kommune einen Termin hierfür erhalten haben.Um die Station umsetzen zu können, benötige man jedoch noch Personen mit medizinischem Hintergrund, die sich stundenweise zur Verfügung zu stellen, um die geplante Corona Selbstteststation zu betreuen.

Zudem bietet die Gemeinde ab Dienstag, 17. März, die Möglichkeit zur Vermittlung von Hilfsangeboten an, sodass besonders gefährdete Menschen eine Zeit lang zuhause bleiben  und sich vor einer möglichen Ansteckung schützen können. 

Unter der Telefonnummer 089 85 82 28 können sich vormittags bis 12 Uhr sowohl Hilfesuchende als auch freiwillige Helfer - mit und ohne medizinischem Hintergrund - für die jeweiligen Aufgaben melden. 

Coronavirus München: Keine Verhandlungen im März 

UPDATE, 16. März, 15 Uhr: Im Verwaltungsgericht München werden ab Dienstag, 17. März, keine Verhandlungen mehr im Gerichtsgebäude stattfinden. Diese Maßnahme gelte bis einschließlich Dienstag, 31. März. 

Gleichzeitig garantiere das Gericht jedoch die zur Wahrung der Verfahrens- und Parteienrechte gebotene Gerichtsöffentlichkeit. Das bedeutet, das eingehende Rechtsbehelfe bearbeitet werden und Eilverfahren, die keiner mündlichen Verhandlung bedürfen, zuverlässig in gebotener Zeit entschieden werden. 

Die Rechtsantragsstelle ist außerdem zu folgenden angepassten Zeiten zugänglich: Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr. 

Coronavirus München: Über 1000 Infizierte in Bayern - vier Tote

UPDATE, 16. März, 14.45: In Bayern gibt es inzwischen über 1000 Corona-Infizierte. Während es am Sonntag noch 886 Menschen waren, registrierten die Behörden am Montagmittag 1067 bestätigte Infektionen in Bayern (Stand: 14.20 Uhr). Bis Montagmittag starben außerdem landesweit vier ältere Menschen an Covid-19.

Bayern bereitet sich deshalb auf einen medizinischen Ausnahmezustand vor und so betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml(CSU), dass es zur medizinischen Versorgung rund 4000 Intensivbetten in Bayern gebe. Diese seien in der Regel zu 80 Prozent ausgelastet. 

Die Krankenhäuser im Freistaat seien indes dazu aufgerufen, alle Kapazitäten - aber auch ihre technische Ausstattung etwa mit Beatmungsgeräten - zu melden. Ältere Ärzte sollen rekrutiert werden. Bei Bedarf sei außerdem denkbar, dass in Messehallen Sonderkliniken errichtet würden. 

Coronavirus München: Tierpark Hellabrunn schließt für Besucher

UPDATE, 16. März, 12.15 Uhr: Der Tierpark Hellabrunn schließt ab Dienstag, 17. März, bis auf Weiteres. Auch hierdurch soll die exponentielle Verbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. Tierparkdirektor Rasem Baban versichert jedoch: "Die Versorgung aller Tiere ist selbstverständlich auch weiterhin ausnahmslos sichergestellt.“ 

Coronavirus München: SWM schließen Bäder, Saunen und Fitnesscenter

UPDATE, 16. März, 12.00 Uhr: Die Stadtwerke München (SWM) schließen ab Dienstag, 17. März, alleBäder und Saunen sowie M-Fitnesscenter für mindestens 14 Tage.

Coronavirus München: Stichwahlen finden statt 

UPDATE, 16. März, 10.30 Uhr: Die Stichwahlen werden in zwei Wochen wie geplant  stattfinden - allerdings nur als Briefwahl. Die Kommunen sollen deshalb dafür sorgen, dass die nötigen Unterlagen zur Verfügung gestellt werden.

Coronavirus München: Tests nur noch bei Symptomen 

UPDATE, 16. März, 10.27 Uhr: Tests sollen künftig nur noch bei jenen Personen durchgeführt werden, wo auch Symptome da sind. Alle Kliniken müssen sich derweil darauf einstellen, dass Kapazitäten freigehalten werden müssen. Unikliniken sollen deshalb von der Forschung freigestellt werden. 

UPDATE, 16. März, 10.25 Uhr: Bayerns Betriebe sollen offen bleiben und auch der öffentliche Nahverkehr soll weiter fahren. 

Coronavirus München: Alles zur Pressekonferenz mit Markus Söder ab 10 Uhr

UPDATE 16. März, 10.23 Uhr: Der Einzelhandel in Bayern wird untersagt, ausgenommen seien Geschäfte für die alltägliche Versorgung. Darunter fallen beispielsweise der Lebensmittelhandel, Banken, Apotheken, Drogerien, Postfilialen, Bau- und Gartenmärkte, Tierbedarfsgeschäfte und Tankstellen. 

Hierfür gelte fortan ein Änderung der Öffnungszeiten. Werktags können diese bis 22 Uhr geöffnet haben. Auch am Sonntag sei ein Einkauf von 12 bis 18 Uhr möglich. Söder betont: "Rund um die Uhr gibt es die Möglichkeit für den Einkauf." 

UPDATE 16. März, 10.20 Uhr: Für die Gastronomiebetriebe gilt ab Mittwoch eine Schließung. Davon ausgenommen sind Speiselokale und Betriebskantinen. Diese haben jedoch nur noch zwischen 6 und 15 Uhr geöffnet. Zwischen den einzelnen Tischen müsse ein Mindestabstand von maximal 1,5 Metern bestehen und es dürfen außerdem maximal 30 Personen in der Gaststätte sein. 

UPDATE 16. März, 10.10 Uhr:  Markus Söder ruft den Katastrophenfall aus. Dieser gilt ab jetzt für ganz Bayern. Zur finanziellen Bewältigung werden bis zu 1 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Söder betont: "Wir lassen niemanden allein." Die Maßnahmen gelten zum Teil für 14 Tage. Das Ziel sei es, zu sehen, ob sie wirken und ob eine Verlangsamung der Infektion möglich ist. Die einzige Möglichkeit sei es deshalb, das öffentliche Leben herunterzufahren.Schulen und Kitas bleiben wie schon am Freitag angekündigt geschlossen. Veranstaltungen sind  nicht mehr erlaubt, außer im unmittelbaren familiären Umfeld. Alles im Bereich der Freizeiteinrichtungen (Sauna, Badeeinrichtungen, Kinos, Tagungs- und Veranstaltungsräume, Clubs, Bars und Diskotheken, Tierparks etc.) werden deshalb geschlossen. Derzeit sei jedoch keine Ausgangssperre geplant. Dennoch solle sich jeder überlegen, ob er raus geht und welchen Kontakt er hat. 

UPDATE 16. März, 9.50 Uhr: In Kürze startet die PK mit Markus Söder zu den Maßnahmen gegen die schnelle Ausbreitung des Coronavirus.

Coronavirus München: Stichwahl komplett als Briefwahl?

UPDATE 16. März, 9.45 Uhr: Wegen der Gefahr durch das Coronavirus sollen die regulär in zwei Wochen geplanten Stichwahlen zur bayerischen Kommunalwahl als Briefwahl abgewickelt werden. Das sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Montag im gemeinsamen "Morgenmagazin" von ARD und ZDF unter Berufung auf die Landesregierung. Diese habe auf den Weg gebracht, dass alle Bürger ihre Wahlunterlagen zugeschickt bekämen. Es sei dadurch "für jeden möglich, quasi von daheim zu wählen", ergänzte Blume.

Coronavirus München: Bayern ruft den Katastrophenfall aus

UPDATE 16. März, 7.50 Uhr: Die Bayerische Staatsregierung will den Katastrophenfall ausrufen, um beispielsweise die Bundeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbeziehen zu können. Nähere Informationen werden von einer Pressekonferenz erwartet, die Markus Söder für 10 Uhr angekündigt hat.

Coronavirus München: 4. Todesfall in Bayern - S-Bahn fährt Angebot zurück - weitere Einschränkungen

UPDATE 15. März, 18.45 Uhr: In Bayern ist ein weiterer Mensch nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in München unter Berufung auf das Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. 

Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte.

S-Bahn München schränkt Betrieb ein

Auch bei der S-Bahn in München werden wegen der Ausbreitung des Virus die Fahrpläne angepasst. Den DB-Angaben zufolge werden ab Montagmorgen die Taktverstärker der Linien 2, 3, 4 und 8 ausfallen. Die Deutsche Bahn empfahl Reisenden, vor der Fahrt die Reiseverbindung zu überprüfen.

Bayern plant weitere Einschränkungen

Wegen des Coronavirus werden in Bayern ab Dienstag alle Bars, Kinos und Schwimmbäder geschlossen, ab Mittwoch sollen dann auch ausgewählte Geschäfte ihre Pforten dicht machen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen in München.

Demnach bleiben aber trotz der weiteren Ausbreitung von Sars-CoV-2 alle Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogeriemärkte, Banken und Tankstellen weiter geöffnet. Die Grundversorgung werde dadurch aufrechterhalten, hieß es. Gleichwohl bedeuten die Schließungen eine weitere Beschränkung des öffentlichen Lebens in Bayern.

Coronavirus München: aktuelle Fallzahlen für München

UPDATE 15. März, 17 Uhr: In München wurden am heutigen Sonntag, 15. März (Stand 13 Uhr), 41 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 242 Infektionen gemeldet. Am Montag (9.3.) waren es 16 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 60).

Unter Telefon 089 / 233 - 44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

 

Wegen der Coronakrise schließt Deutschland seine Grenzen ab Montagmorgen zu den drei Nachbarländern Frankreich, Österreich und der Schweiz. Regierungskreise bestätigten AFP am Sonntag einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. 

Danach verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CSU), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Bundesinnenminister Horst Seehofer (beide CSU), Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Saarlands Regierungschef Tobias Hans (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) auf die Maßnahme.

Coronavirus München: aktuelle Fallzahl für Bayern veröffentlicht - auch Skigebiete in Deutschland schließen

UPDATE 15. März, 14 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nimmt in Bayern rasch zu. Am Sonntag (Stand 12 Uhr) meldete das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 886 Fälle, in denen Menschen im Freistaat positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Das sind 205 Fälle mehr als am Vortag.

Mit 471 gibt es die meisten registrierten Infektionen in Oberbayern, davon in München 187 Fälle, in Freising 74 Fälle und in Starnberg 42 Fälle. Am Sonntag wurden zudem zwei weitere Todesfälle bekannt. Damit sind bisher im Freistaat drei Menschen an Covid-19 gestorben.

Zur Eindämmung des Coronavirus liegt das öffentliche Leben im Freistaat weitgehend lahm. Publikumsträchtige Veranstaltungen wurden abgesagt. Ab Montag bleiben bis 19. April landesweit alle Schulen, Kindertagesstätten und Krippen geschlossen. Zudem traten am Samstag von der Staatsregierung verhängte, weitreichende Auflagen für den Besuch von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen in Kraft.

Auch Skigebiete in Deutschland schließen

Nach der Zugspitzbahn und dem Gebiet Garmisch-Classic gaben am Sonntag, 15. März, weitere deutsche Skigebiete das Ende der Saison bekannt. Auch die Alpen Plus Gebiete Brauneck, Wallberg, Spitzingsee und Sudelfeld beenden die Saison am Montag vorzeitig. 

Am Freitag hatten bereits die Bergbahnen am Wendelstein und am Großen Arber sowie das Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut im Bayerischen Wald die Einstellung ihres Betriebs angekündigt. In Österreich gaben die Bundesländer Tirol und Salzburg bekannt, alle Seilbahnen zu schließen.

Coronavirus München: neue Fallzahl für München, Zugspitzbahn stellt Betrieb ein, Wahlen finden statt

UPDATE: 14. März, 15.20 Uhr: In München wurden am heutigen Samstag, 14. März (Stand 13 Uhr), 52 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 201 Infektionen gemeldet.

Am Samstag vergangener Woche (7.3.) waren es 11 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 44). Unter Telefon 089/233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

Bergbahnen dicht

: Wegen des

Coronavirus

wird ab Montag der Betrieb der

Zugspitzbahn

bis auf Weiteres eingestellt. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im benachbarten Tirol wird die

Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG ihren Betrieb ab Montag, den 16. März 2020, bis auf weiteres komplett einstellen

, heißt es auf deren Homepage.

Für die Zugspitze wird es für Sonntag, den 15. März 2020, zudem eine Limitierung der Besucherzahlen geben. Auch in der Seilbahn Zugspitze und der Gletscherbahn wird die Fahrgastzahl begrenzt.

Coronavirus München: Weiterer Drive-In-Test und Spielbanken Bayern schließen

UPDATE 14. März, 11 Uhr: Weil die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus Infizierten weiter ansteigt, haben der Landkreis München und die 29 Landkreiskommunen am Freitag, 13. März, eine noch engere Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und Gesundheitsamt beschlossen. 

Um den Landkreis und ganz besonders auch die örtlichen Ärzte in den Kommunen zu entlasten und ihnen eine Sicherheit und Ausweichmöglichkeit für ihre Praxen zu geben, werden im ganzen Landkreis München von den Kommunen externe Testzentren eingerichtet, zu denen die Verdachts-Patienten mit ihrem Auto fahren können und in denen sie getestet werden, ohne aus dem Auto aussteigen zu müssen (sog. Drive-in-Test). 

Dies vermindert nicht nur die Infektionsgefahr für den Testenden, auch die kostbare Schutzausrüstung kann so ressourcenschonend eingesetzt werden. In Zusammenarbeit mit der Unterföhringer Ärzteschaft richtet auch die Gemeinde Unterföhring ein solches Testzentrum ein. Auf dem ehemaligen EON-Gelände an der Bauhofstraße wird über das Wochenende die entsprechende Infrastruktur geschaffen. 

In das Testzentrum können im Laufe der nächsten Woche die Unterföhringer Ärzte ihre Patienten bestellen, um dort bei begründeten Verdachtsfällen ihren Test durchzuführen. Fest stehe schon jetzt: Getestet werden nur Unterföhringer Bürger, die nach der Anamnese von einem Unterföhringer Arzt zu einem begründeten Verdachtsfall erklärt wurden.

Am Samstag, 14. März, gaben zudem die Bayerischen Spielbanken bekannt, dass sie mit sofortiger Wirkung alle neun staatlichen Casinos im Freistaat schließen.

Coronavirus München: FC Bayern spielt doch nicht vor Geisterkulisse in Berlin

UPDATE 13. März, 18 Uhr: Die Corona-Pandemie zwingt auch den deutschen Fußball in die Knie: Der 26. Spieltag ist abgesagt, eine Einstellung des Spielbetriebs bis 2. April wurde empfohlen. 

Knapp vier Stunden vor dem angesetzten Auswärtsspiel des SC Paderborn bei Fortuna Düsseldorf wurde der 26. Spieltag in der

Bundesliga

und

2. Liga

komplett abgesagt. Das beschloss das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Freitagnachmittag. Darüber hinaus soll auf Empfehlung des Gremiums der Spielbetrieb bis zum 2. April ruhen.

"Angesichts der Dynamik des heutigen Tages mit neuen Corona-Infektionen und entsprechenden Verdachtsfällen in direktem Zusammenhang mit der Bundesliga und 2. Bundesliga" habe man kurzfristig beschlossen, "den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen", schrieb die DFL in einer Stellungnahme. Die Entscheidung hat eine historische Dimension: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg (1944/45) ist der Ligabetrieb unterbrochen.

Coronavirus München: München-Klinik setzt Besuchsverbot um - Erzbistum sagt Gottesdienste ab

UPDATE 13. März, 15.25 Uhr

Zahlen in München steigen schneller:

Das Referat für Gesundheit und Umwelt hat die neuen Zahlen der Coronavirus-Fälle veröffentlicht. In München wurden am heutigen Freitag, 13. März (Stand 13 Uhr), 39 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 149 Infektionen gemeldet.

Am Freitag vergangener Woche (6.3.) waren es 11 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 33). Unter 089 / 233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

Keine Gottesdienste mehr

Das Erzbistum München – Freising hat beschlossen ab sofort alle Gottesdienste und kirchlichen Veranstaltungen abzusagen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Pfarrverbandes St. Quirin – St. Michael zum Coronavirus hervor.

Die München-Klinik setzt das von Markus Söder angekündigte Besuchsverbot für Kliniken um. Die Details:

Besuche von stationären Patienten sind ab 13.3. in allen Häusern der München Klinik in allen klinischen Bereichen verboten – zum Schutz von Klinikpersonal und Patienten. Das Verbot gilt ab sofort und steht in Einklang mit den behördlichen Vorgaben.

Ausnahmeregelungen betreffen beispielsweise minderjährige Patienten, Geburten oder gesundheitliche Ausnahmesituationen und erfolgen nach Absprache.

Menschen mit Verdacht auf Covid-19 und leichten Erkältungssymptomen sollen zum Schutz von Patienten und Personal nicht in die Notfallzentren kommen – die Testung erfolgt ambulant über den ärztlichen Bereitschaftsdienst (telefonische Kontaktaufnahme!).

Coronavirus München: Bibliotheken und Museen schließen - MVV-Busfahrer verkaufen keine Tickets mehr

UPDATE, 13. März, 14.45 Uhr: Staatliche Museen, staatliche Sammlungen, staatliche Archive und staatliche Bibliotheken im Freistaat, darunter zum Beispiel die Bayerische Staatsbibliothek in München oder die Bibliotheken an Hochschulen, werden vor dem Hintergrund der Verbreitung des Coronavirus ab Samstag, dem 14. März, geschlossen. Diese Einrichtungen bleiben zunächst bis zum Ende der Osterferien für den Publikumsverkehr geschlossen. Das gab Bayerns Kunstminister Bernd Sibler heute in München bekannt.

Kein Ticketverkauf mehr in MVV-Bussen und Ferien-Fahrplan

Um die Ansteckungsgefahr für Fahrgäste und Personal zu verringern und die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, setzen die Verkehrsunternehmen im MVV-Regionalbusverkehr ab Samstag, 14. März 2020, vorübergehend den Ticketverkauf durch Fahrer aus. Zudem verkehren die Busse im MVV-Regionalbusverkehr ab kommender Woche nach dem Ferienfahrplan

Die Fahrt in den MVV-Regionalbussen ist aber auch weiterhin nur mit gültigem Ticket erlaubt. Die Fahrgäste werden deshalb gebeten, ihre Tickets über andere Kanäle zu kaufen, beispielsweise an den Ticketautomaten an den Umstiegsbahnhöfen sowie im Web als OnlineTicket (https://www.mvv-muenchen.de/onlineticket) oder über die Apps als HandyTicket. Darüber hinaus biete beispielsweise die Streifenkarte die Möglichkeit, sich einen Vorrat an Fahrkarten zuzulegen.

Coronavirus München: Lach- und Schießgesellschaft und Co. - Auch Schwabings Kult-Kulturstätten machen dicht

UPDATE 13. März, 14 Uhr: Auch Schwabings Kleinkunstbühnen stellen den Betrieb ab Samstag, 14. März, ein. Die Schließung geht bis einschließlich 19. April 2020. Konkret geht es um das Münchner Lustspielhaus, die Münchner Lach- und Schießgesellschaft von Eulenspiegel Concerts, den Milla Club und das Vereinsheim Schwabing.

Coronavirus München: Markus Söder über die Folgen für die Wirtschaft

UPDATE 13. März, 12.05: Markus Söder hält eine Welt-Wirtschaftskrise nicht mehr für ausgeschlossen und spricht von einem ökonomischen Corona-Schock. Dem wolle man "mit allem was notwendig ist" entgegensteuern. Von Bundes- als auch von Landesseite habe das höchste Priorität. 

  • Helfen soll eine Neu-Regelung zur Kurzarbeit in direktem Zusammenhang mit Corona.
  • Man wolle einen bayerischen Schutzschirm spannen 
  • Gebühren sollen ausgesetzt werden, Steuern gestundet werden
  • Auch bei der Regulatorik der Banken brauche es ein flexibles Corona-Management

Coronavirus München: FC Bayern München spielt nicht in der Champions League

UPDATE 13. März, 11.45 Uhr: Die UEFA setzt sowohl die Euroleague als auch die Champions League bis auf weiteres aus. Davon betroffen ist logischerweise auch das Spiel der Bayern gegen Chelsea.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat wegen der Corona-Pandemie alle Europapokal-Spiele der kommenden Woche abgesagt. Das betrifft die verbleibenden Achtelfinal-Hinspiele der Champions League sowie die Rückspiele im Achtelfinale der Europa League. Auch Partien der Youth League fallen aus. Zudem teilte der Kontinentalverband mit, dass deshalb auch die für den 20. März angesetzte Auslosung der Viertelfinal-Duelle verschoben werden muss.

Die Absage betrifft in der Champions League den deutschen Rekordmeister Bayern München, der am Mittwoch gegen den FC Chelsea gespielt hätte. In der Europa League fallen zudem die für Donnerstag angesetzten Spiele von Bayer Leverkusen (gegen Glasgow Rangers), Eintracht Frankfurt (gegen den FC Basel) sowie dem VfL Wolfsburg (bei Schachtjor Donezk) aus.

Nach einem Geisterspiel-Wochenende in der Bundesliga verdichten sich die Zeichen, dass auch deutschlands höchste Fußball-Liga danach pausiert.

Beim 1. FC Nürnberg soll zudem ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden sein.

Coronavirus München: Einschränkungen beim Besuchsrecht bei Kliniken und Altenheimen

Angehörigen wird weitgehend der Besuch von Alten- und Pflegeheimen untersagt. Das Besuchsrecht werde deutlich eingeschränkt, sagte Ministerpräsident Markus Söder bei einer PK zum Coronavirus in München. Zum Schutz älterer und kranker Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus werden auch die Besuchsmöglichkeiten an Bayerns Krankenhäusern stark eingeschränkt. 

Pro Patient sei ein Besucher pro Tag für jeweils eine Stunde angestrebt, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). In bestimmten Situationen blieben Besuche aus „humanitären Gründen“ weiter notwendig, etwa wenn Kinder in einer Klinik behandelt würden oder jemand im Sterben liege. Sie betonte: „Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung muss an erster Stelle stehen.“

Damit die Kommunalwahlen wie geplant durchgeführt werden können, sind laut Söder Vorkehrungen getroffen. Zugleich soll die Möglichkeit zur Briefwahl noch einmal erleichtert werden. Zu wahrscheinlich nötigen Stichwahlen in einigen Orten zwei Wochen später am 29. März sollen allen Wählern automatisch Briefwahl-Unterlagen zugesandt werden. Dennoch sollen auch Wahlen vor Ort möglich sein.

Coronavirs München: 2369 Fälle in Deutschland, Bayerischer-Fußball-Verband setzt Spielbetrieb aus

UPDATE 13. März, 9.40 Uhr: Kurzes Update zum Coronavirus:

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) setzt als Vorsorgemaßnahme hinsichtlich der weiter steigenden Zahl von Corona-Infizierten und der dynamischen Lageentwicklung den kompletten Spielbetrieb für mindestens zwei Wochen bis einschließlich 23. März 2020 im ganzen Freistaat aus.

In Bayern gibt es aktuell 500 bestätigte Fälle. 2369 Fälle sind es in ganz Deutschland. Betroffen sind Personen zwischen 0 und 89 Jahren. 57 Prozent sind männlich - das bestätigt den weltweiten Trend. In Italien gibt es aktuell 12400 bestätigte Fälle.

Coronavirs München: Schulschließung, Veranstaltungs-Verbot, Besuchsverbot - Söders Maßnahmen-Paket

UPDATE 13. März, 9 Uhr: Markus Söder hat bei einer PK in München Details zu den Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus bekannt gegeben. 

1) Ab Montag 16. März, werden Schulen und Kitas geschlossen. Das gilt vorläufig bis zum Ende der Osterferien. Danach soll eine Bestandsaufnahme erfolgen. Diese 5 Wochen können nach Aussage von Virologen ganz entscheidend sein, sagte Söder.

2) Das Besuchsrecht in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und Behinderteneinrichtungen wird massiv eingeschränkt. Dort befinden sich Risikogruppen, so Söder. Wer beispielsweise in Risikogebieten war, darf solche Einrichtungen nicht mehr betreten. Auch Anzahl und Zeiten sollen eingeschränkt werden. Ausnahmen soll es für Kinder oder im sterben liegende Personen geben. 

3) Veranstaltungen sollen nur noch stattfinden, wenn sie unabdingbar sind. Alles, was über 100 Personen ist, soll nicht mehr stattfinden. Die Gastronomie sei davon nicht betroffen. Auch die Kommunalwahl findet statt. Ab kommendem Montag werden bei Stichwahlen automatisch Briefwahlunterlagen versendet.

4) Die Krankenhäuser sollen massiv unterstützt werden. OPs - soweit möglich - sollen verschoben werden, um Kapazitäten für Intensivfälle haben. Bayern werde die finanziellen Unterstützungen des Bundes hier auch noch einmal aufstocken. 

Die Herausforderungen für Wirtschaft, Gesundheitssystem und die Gesellschaft seien immens. 

Coronavirus München: Bayern schließt alle Schulen und Kitas

UPDATE 13. März, 8.00 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise schließt Bayern ab Montag alle Schulen. Bis zum Beginn der Osterferien am 6. April werden alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. 

Coronavirus München: Bundeskanzlerin Angela Merkel bittet, Sozialkontakte wo immer es geht, zu vermeiden

UPDATE 12. März, 21.30 Uhr:

Ausnahmsweise mal ein Blick über die Stadtgrezen hinaus... Bundeskanzlerin

Angela Merkel

hat die Bevölkerung wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus aufgefordert, wo immer möglich auf Sozialkontakte zu verzichten. Das sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend nach Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin.

Auch „alle nicht notwendigen“ Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern sollten abgesagt werden. „Das ist ein Aufruf an alle“, sagte Merkel. Tatsächlich sagen erste Städte bereits Veranstaltungen ab 100 Personen ab. So teilt die Stadt Ravensburg auf ihrer Homepage mit: Veranstaltungen ab 100 Personen finden nicht statt – alle Tanz- und Partyveranstaltungen werden untersagt

Nicht nur der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder ließ heute durchblicken, dass eine generelle Schulschließung nicht auszuschließen sei. Auch Merkel erklärte: Die vorübergehende Schließung von Kindergärten und Schulen etwa durch das Vorziehen der Osterferien sei eine Option. Die Ausbreitung des Virus werde voraussichtlich vor keiner Region haltmachen.

Coronavirus München: Bundeswehr-Uni in München stellt Lehrbetrieb ein

UPDATE 12. März, 18 Uhr: Wegen der Coronavirus-Epidemie stellt die Universität der Bundeswehr in München ihren Lehrbetrieb bis 14. April ein. Dies teilte ein Sprecher am Donnerstagabend mit. Wichtige Prüfungen sollen weiter abgehalten werden. Auch der Forschungsbetrieb läuft weiter. „Die Uni wird nicht komplett dicht gemacht.“

Die Universität der Bundeswehr im Münchner Stadtteil Neubiberg wurde 1973 auf Bestreben des damaligen Bundesverteidigungsministers Helmut Schmidt unter dem Namen „Hochschule der Bundeswehr München“ gegründet. An ihr gibt es derzeit rund 3400 Studierende, die von gut 200 Dozenten unterrichtet werden.

Coronavirus München: Stadt greift bei Veranstaltungen noch drastischer durch - erster Todesfall in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag darüber informiert, dass in Würzburg der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern bestätigt worden ist. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: "Es handelt sich nach Angaben des Universitätsklinikums Würzburg um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen und Pflegebedürftigkeit." Der Mann ist in der Nacht zum Donnerstag gestorben. Insgesamt gibt es mittlerweile fünf Deutsche, die am Coronavirus gestorben sind.

Währenddessen sind in München quasi nur noch Veranstaltungen mit weniger als 500 Personen erlaubt. Für Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern liegt seit heute, Donnerstag, 12. März, die finale Version eines Scoring-Modells des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zur Risikobewertung von Veranstaltungen vor. 

Abgefragt werden dabei die Kriterien maximal gleichzeitige Teilnehmerzahl, Art, Dichte und Dauer des Zusammenkommens, Herkunft der Teilnehmer, Risikopersonen oder Personen aus den Bereichen Krankenversorgung, Öffentlicher Gesundheitsdienst sowie Innere Sicherheit und Ordnung im Publikum. 

Nach diesem Modell wird etwa für Veranstaltungen von mehr als 500 Teilnehmer aufgrund „schwerwiegender und weitreichender Ansteckungsrisiken“ eine Absage oder Verschiebung dringend empfohlen. "Cirque du Soleil", die mit ihrer Show "Totem" aktuell auf der Theresienwiese München gastieren, zog daraufhin schon Konsequenzen und sagte alle weiteren Shows endgültig ab. Zuvor hatte man versucht, vor nur 1000 Zuschauern zu spielen.

Coronavirus München: Markus Söder zu allgemeinen Schulschließungen und weiter steigende Fallzahlen in München

UPDATE 12. März, 15.30 Uhr: In München wurden am heutigen Donnerstag, 12. März (Stand 13 Uhr), 22 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 110 Infektionen gemeldet.

Am Mittwoch waren es (Stand 11.3., 12.30 Uhr) 20 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 88). Unter 089/233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

Nachdem der Deutsche

Realschullehrerverband

schon am Mittwoch eine allgemeine Schulschließung gefordert hat, sendet

Ministerpräsident Markus Söder

nun eindeutige Signale. „Ich schließe nicht aus, dass wir Schulschließungen haben werden“, sagte er am Donnerstag, 12. März, nach der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wolle Bayern bis Freitagvormittag über mögliche landesweite Schulschließungen entscheiden. Es müsse dann auch eine Lösung für die Kitas im Land gefunden werden. Zudem sei es wichtig, eine „überzeugende Antwort“ für Schulen, Kitas, aber auch für Ältere zu geben. Er wolle zunächst aber auch die weiteren Diskussionen mit dem Bund abwarten.

Coronavirus München: Basketball Euroleague setzt den Wettbewerb auf unbestimmte Zeit aus

UPDATE 12. März, 11.35 Uhr: Die Basketball-Königsklasse EuroLeague hat ihren Wettbewerb wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Dies teilten die Veranstalter mit. Das Duell von Bayern München bei Khimki Moskau am Freitag wurde folglich abgesagt.

Es sei aktuell "unmöglich, die Regelmäßigkeit der Wettbewerbe aufrechtzuerhalten und die Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmer und Fans zu gewährleisten", hieß es in einem Statement. Auch der EuroCup wurde vorerst beendet. Die Vertreter der Basketball-Bundesliga kommen am heutigen Donnerstag in Stuttgart zusammen, um über ein Vorgehen zu beraten.

Zuvor hatte schon der Basketball-Weltverband FIBA angekündigt, alle Wettbewerbe bis auf Weiteres zu stoppen. Gleiches gilt für die US-Profiliga NBA, die einen Coronafall hat. Laut Medienberichten handelt es sich bei dem positiv getesteten Profi von Utah Jazz um den Franzosen Rudy Gobert. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Coronavirus München: Erzbistum verschiebt alle Firmungen und sagt Gottesdienste ab

UPDATE 12. März, 9.40 Uhr: Das Erzbistum München und Freising hat einen Krisenstab eingerichtet, der die Lage im Zusammenhang mit dem Virus COVID-19 (Coronavirus) beurteilt und entscheidet, welche Konsequenzen für das kirchliche Leben zu ziehen sind. Generell folge der Krisenstab den Empfehlungen der Behörden sowie des Robert-Koch-Instituts. 

Ab sofort werden alle Firmungen, die bis Ostern geplant waren, im Erzbistum bis auf weiteres verschoben, um der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen aus unterschiedlichen Regionen sowie Generationen und durch die verstärkte körperliche Berührung (Salbung) nicht Vorschub zu leisten. 

Generell sollen Gottesdienste, die einen Ritus mit körperlichem Kontakt mit sich bringen oder bei denen mit einer hohen Dichte an Gläubigen gerechnet wird, etwa Kindergottesdienste, verschoben werden. Die für kommenden Sonntag, 15. März, geplante Messe zum Papstsonntag im Liebfrauendom München wird der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, nicht feiern.

Coronavirus München: Flughafen-Mitarbeiter in München positiv auf Coronavirus getestet

UPDATE 12. März, 9.30 Uhr: Immer mehr Länder schließen alle Schulen und Kitas. Ab morgen gehört auch Dänemark dazu. WelcheSchulen und Kitas in München aktuell geschlossen sind, lesen Sie in unserem gesonderten Artikel.

Der Landkreis München verkleinert wegen der Corona-Krise seinen Wahltreff am Sonntag, 12. März im Landratsamt München. Gemäß der aktuellen Empfehlungen zur Durchführung von Veranstaltungen wurde der neue Teilnehmerkreis auf die Vertreter der Landkreispresse, die Kandidaten für das Amt des Landrats sowie die Mitglieder des Ältestenrates beschränkt.

Ein Sicherheitsmitarbeiter am Münchner Flughafen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der betroffene Mitarbeiter sei nicht im Dienst, teilte eine Sprecherin der Regierung von Oberbayern mit. Auch seine Kollegen der Arbeitseinheit seien bis auf Weiteres von der Arbeit freigestellt. 

Mit wem der Infizierte außerdem noch Kontakt gehabt habe, werde ermittelt. Die Passagierkontrollen am Flughafen seien davon nicht betroffen und liefen zunächst weiter. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Coronavirus München: Gemeinde Unterföhring sagt alle Veranstaltungen ab

UPDATE 11. März, 19.20 Uhr: Die Gemeinde Unterföhring hat beschlossen, wegen des Coronavirus sämtliche gemeindlichen Veranstaltungen vorerst bis zum Ende der Bayerischen Osterferien, dem 19. April 2020, abzusagen. Falls möglich sollen diese nachgeholt werden. 

Abgesagt seien mit sofortiger Wirkung alle öffentlichen kommunalen (Kultur-) Veranstaltungen im Bürgerhaus und in der Schulaula – ganz unabhängig von ihrer zu erwartenden Größe. „Nur so können wir unseren Beitrag zu dem gemeinsamen Kraftakt leisten, den wir in den kommenden Wochen und vielleicht Monaten zu bewältigen haben“, begründet Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer den Schritt.

Coronavirus München: weitere Theater geschlossen und Konzerte abgesagt - manche Sportvereine sagen alle Trainings ab

UPDATE 11. März, 17.45 Uhr: Der BR sagt ab sofort bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020, alle Konzertveranstaltungen unter Beteiligung der eigenen Klangkörper, also Symphonieorchester und Chor des BR sowie Münchner Rundfunkorchester, ab. Bereits gekaufte Tickets werden erstattet.

Welche weiteren Konzerte verschoben oder ganz abgesagt sind, lesen Sie in unserer ständig aktualisierten Übersicht.

Währenddessen stellen manche Sportvereine komplett den Betrieb ein. So heißt es beispielsweise auf der Homepage des TSV Gräfelfing: "Entsprechend den vorbeugenden Handlungsanweisungen des LRA hat der TSV Gräfelfing e.V. alle TSVG – Sportveranstaltungen inkl. Trainingseinheiten und Wettkämpfe bis auf Weiteres absagt."

Coronavirus München: Spiele des TSV 1860 München in der 3. Liga abgesagt

UPDATE 11. März, 15.35 Uhr: Die beiden nächsten Spieltage desTSV 1860 München werden - wie die Spiele der gesamten 3. Liga - verlegt. Mit dieser Entscheidung folgt der DFB als Liga-Träger der Empfehlung des Ausschusses 3. Liga, die im Austausch mit den 20 Klubs ausgesprochen wurde. 

Der 28. und 29. Spieltag, die ursprünglich für dieses Wochenende sowie kommenden Dienstag und Mittwoch terminiert waren, werden frühestens Anfang Mai nachgeholt. Die genauen Zeitpunkte werden noch festgelegt. Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Coronavirus München: Aktuelle Zahlen von Corona-Fällen in der Stadt

UPDATE 11. März, 15.20 Uhr

: Das Referat für Gesundheit und Umwelt in

München

hat am Mittwoch, 11. März, die Entwicklung der Zahl der

Coronavirus

-Fälle veröffentlicht..

In München wurden am heutigen Mittwoch, 11. März (Stand 12.30 Uhr), 20 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 88 Infektionen gemeldet. Am Dienstag waren es (Stand 10.3., 13 Uhr) acht neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 68).

Unter 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

Coronavirus München: FC Bayern gegen Union Berlin nun doch ohne Zuschauer

UPDATE 11. März, 12.00 Uhr: Nachdem sich gestern Meldungen widersprochen hatten, steht es jetzt fest: Union Berlin muss im Spiel gegen den FC Bayern München aufgrund der aktuellen Corona-Situation auf seine Fans verzichten. 

Kurz nach den klaren Worten von BundesgesundheitsministerJens Spahn folgte die Anordnung des zuständigen Bezirksamts Treptow-Köpenick: Auch das Meisterschaftsspiel an diesem Samstag um 18.30 Uhr im Stadion an der Alten Försterei wird zum Geisterspiel.

Coronavirus München: allgemeine Schulschließung von Realschullehrerverband gefordert

„Angesichts der Entwicklungen der Corona-Epidemie in anderen Ländern ist es nahezu unverantwortlich von den Kultusbehörden der Länder, dass in puncto Schulschließungen die Entscheidung vielfach immer noch auf regionale Verantwortliche abgeschoben wird." Das kritisiert  Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands (VDR).

Diese ‚Salamitaktik‘ werde der Herausforderung, vor der man aktuell stehe, nicht gerecht. Böhm weiter: "Die umfassenden Regelungen zur Schließung staatlicher Kultureinrichtungen oder der Ausschluss von Zuschauern bei großen Sportveranstaltungen machen nur dann Sinn, wenn gleichzeitig Schulen geschlossen werden!“

Weitere Verunsicherungen der Schüler, Eltern und Lehrkräfte würden das Problem nur verschärfen und unnötige Panik erzeugen, ist sich Böhm sicher. Der Bundesvorsitzende fordert die Kultusminister der Länder zur Abstimmung einer gemeinsamen Linie auf. 

Jetzt müsse ein klarer, überschaubarer Zeitraum von mindestens einer Woche für flächendeckende Schulschließungen festgelegt werden, um dem Gesundheitssystem Handlungsspielräume zu verschaffen. Dieser Zeitraum könne nach Bedarf und in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden der Länder und Regionen wöchentlich verlängert werden.

Coronavirus München: Diese Schulen, Kindergärten und Kitas sind aktuell geschlossen:

UPDATE 11. März: 10.00 Uhr: 

Schulschließungen:

Berufsschule für das Bau- und Kunsthandwerk München (bis einschl. 19.3.20) 

Grundschule Astrid-Lindgren-Straße (bis einschl. 13.3.20) 

Pfarrer Grimm Grundschule inkl. innerschulische Mittagsbetreuung (bis 20.3.20) 

Privates Isargymnasium (bis einschl. 20.3.20) 

Städtische Robert-Bosch-Fachoberschule (bis einschl. 13.3.20) 

Grundschule Südliche Auffahrtsallee (bis einschl. 20.3.20) 

Städtische Wilhelm-Busch-Realschule (bis einschl. 20.3.20) 

Maria-Ward-Gymnasium (bis einschl. 20.3.20) 

Maria-Ward-Realschule (vorsorglich bis einschl. 11.3.20) 

Rupprecht-Gymnasium (bis einschl. 20.3.20) 

Sonderpädagogisches Förderzentrum München-Ost (bis einschl. 19.3.20) 

Staatliches Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium (bis einschl. 11.3.20) 

Berufliches Schulzentrum an der Riesstraße (vorsorglich bis einschl. 11.3.20) 

Samuel-Heinecke-Realschule (bis einschl. 24.3.20) 

Grundschule Weißenseestraße (bis einschl. 11.3.20) 

Maximiliansgymnasium (bis einschl. 11.3.20) 

Europäische Schule München (bis einschl. 20.3.20) 

Schließungen einzelner Klassen aufgrund eines Verdachtsfalles (vorsorglich bis Vorliegen des Testergebnisses):

Städtische Berufsschule für Zahnmedizinische Fachangestellte (bis einschl.12.3.20) 

Grundschule Königswieser Str. 7 (bis einschl.12.3.20) 

Grundschule Lincolnstraße 62 (bis einschl. 12.3.20) 

Grundschule Bäckerstr 58 (bis einschl. 12.3.20) 

Städtische Carl-Spitzweg-Realschule München (bis einschl. 13.3.20) 

Gymnasium München-Nord 

Adalbert-Stifter-Realschule 

Grundschule Turner Straße 

Grundschule Königswieser Straße 

Deutsch-Französische Schule 

Grundschule Oselstraße 

Städtische Berufsschule für Spedition und Touristik (bis einschließlich 12.3.20)

Städtische Schulartunabhängige Orientierungsstufe Michaeli-Gymnasium, Schüler der Q11 + Q12 (bis einschl. 12.3.20) 

Grundschule Alfonsstr.8 (bis einschl. 12.3.20) 

Grundschule Lerchenauer Str. 322, Klasse 1 c (bis einschl. 12.3.20) 

Gymnasium Trudering (Teilschließung für die Q11 bis auf Weiteres) 

Städtische Wilhelm-Röntgen-Realschule (Schließung einer 8. Klasse bis Vorliegen des Testergebnisses)

Kindertageseinrichtungen 

Katholischer Kindergarten St. Rita (bis einschl. 19.3.20) 

Katholischer Kindergarten St. Klara (bis einschl. 19.3.20) 

ASB Haus für Kinder (vorerst bis Vorliegen des Testergebnisses) 

Kindertagesheim Astrid-Lindgren-Straße (vorerst bis Vorliegen des Testergebnisses)

Unikindergarten (vorerst bis Vorliegen des Testergebnisses) 

Kindertagesheim Canisiusstraße 

Katholischer Kindergarten Allerheiligen 

Hort Boschetsrieder Straße 

Hort Astrid-Lindgren-Straße 

eine Gruppe des Kindergartens St. Ludwig II (bis einschl. 13.3.20) 

Städtische Kinderkrippe Ottobrunner Straße (bis einschl. 13.3.20) 

Katholischer Kindergarten Maria Immaculata (bis einschl. 24.3.20) 

Eltern-Kind-Initiative Larifari e.V (bis einschl. 13.3.20)

Coronavirus München: DEL bricht Saison ab - Warum der EHC Red Bull München trotzdem nicht Meister ist

UPDATE 10. März, 18.02 Uhr: Die 26. Spielzeit in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist vorzeitig beendet. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um den neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) hat die DEL entschieden, den Spielbetrieb nach dem regulären Ende der Hauptrunde einzustellen. 

Alle Playoff-Spiele wurden abgesagt, der Titel des deutschen Eishockeymeisters 2020 wird nicht vergeben. Der Tabellenerste Red Bull München steht lediglich als Hauptrundensieger fest und hat sich damit auch für die Champions-League-Saison 2020/21 qualifiziert.

Coronavirus München: Auch Cirque du Soleil auf der Theresienwiese abgesagt

Update 10. März, 16.50 Uhr: Die Vorstellung am Dienstag, 10. März, von Cirque du Soleil auf der Theresienwiese ist abgesagt. Die Show "Totem" gastiert eigentlich noch bis 22. März in München. Cirque du Soleil folge damit den Anweisungen der Bayerischen Landesregierung, wonach Veranstaltungen über 1000 Besucher bis nach Ostern untersagt sind, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das teilten die Veranstalter via Pressemitteilung mit.

Ticketinhabern werde das Eintrittsgeld von den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückerstattet. Weitere Informationen zu der sich "permanent verändernden Situation" würden sobald wie möglich kommuniziert. 

Coronavirus München: Neue Fallzahlen, städtisches Beratungstelefon wird aufgestockt

UPDATE 10. März, 15.40 Uhr: In München wurden am Dienstag, 10. März (Stand 13 Uhr), acht neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 68 Infektionen gemeldet. Am Montag waren es (Stand 9.3., 12.30 Uhr) 16 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 60).

Unter Leitung des OBs hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) heute das KVR beauftragt, die Kapazitäten für das Corona-Bürgertelefon der Stadt unter 089/233-44740 von bislang 12 auf nun 20 Leitungen auszuweiten. Allein am Montag, 9. März, verzeichnete das Bürgertelefon, das täglich von 8 bis 18 Uhr geschaltet ist, fast 1400 Anrufe.

Unterdessen wurde der für Freitag, 13. März, angekündigte Großstreik vonFridays For Future in München aufgrund der aktuellen Corona-Sitaution abgesagt.

Coronavirus München: Auch städtische Theaterhäuser schließen - Starkbierfest auf dem Nockherberg komplett abgesagt

UPDATE 10. März, 15.15 Uhr: Da der Freistaat angekündigt hat, sämtliche Opern- und Theateraufführungen sowie Konzerte in staatlichen Häusern abzusagen, hat der OB entschieden, dass dies auch für alle städtischen Häuser, wie etwa die Philharmonie, das Deutsche Theater, die Kammerspiele und das Volkstheater, gilt. Dies teilte die Stadt am Dienstag in einer Pressemitteilung mit.

Mittlerweile wurde nicht nur der Starkbieranstich mit dem traditionellen Politiker-Derblecken, sondern das komplette Starkbierfest von Paulaner am Nockherberg auf unbestimmte Zeit verschoben.

Coronavirus München: OB Dieter Reiter äußert sich zur Wiesn

UPDATE 10. März, 14.20 Uhr: Das Coronavirus habe bisher noch keine Auswirkung auf die Planung für das Münchner Oktoberfest. „Für eine Entscheidung dazu ist es zu früh. Wir warten die weitere Entwicklung ab“, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstag. Die Wiesn soll dieses Jahr am 19. September beginnen und bis 4. Oktober dauern.

Nicht zuletzt sei es bis zum Anstich noch ein halbes Jahr hin, sagte WirtesprecherPeter Inselkammer. „Ich bin optimistisch, dass wir bis dahin das Gröbste überstanden haben.“ Die Reservierungsanfragen liefen bisher völlig normal. Ähnlich äußerten sich auch andere Wiesnwirte. „Wir haben mit den Reservierungen angefangen und bisher keine einzige Absage bekommen“, sagte der Wirt Ludwig Reinbold vom Schützenfestzelt.

Coronavirus München: Das Verbot des Landtags im Detail - staatliche Theater und Konzertsäle geschlossen

UPDATE 10. März, 13.30 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus untersagt derFreistaat Bayern Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen zunächst bis einschließlich 19. April. 

Das Gesundheitsministerium wurde beauftragt, solche Großveranstaltungen bis zum Ende der Osterferien zu untersagen, teilte die Staatskanzlei nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München mit. 

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte, das betreffe auch alle sportlichen Großveranstaltungen. Für Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Personen sollen die Behörden eine Risikobewertung vornehmen. „Im Zweifel lieber absagen“, sagte Söder.

Darüber hinaus kündigte der Ministerrat an, dass die Vorlesungszeiten an den Fachhochschulen sowie den Kunst- und Musikhochschulen auf den 20. April verschoben werden - dies ist auch der reguläre Beginn der Vorlesungszeiten an den Universitäten.

Coronavirus München: Keine generelle Schulschließung, aber Theaterhäuser und Konzertsäle geschlossen

Generelle Schulschließungen werde es in Bayern wegen der Ausbreitung des Coronavirus aktuell aber nicht geben. Es bleibe hier beim bisherigen Vorgehen. Derzeit hätten 52 Schulen geschlossen, berichtete Söder.

Allerdings: Wegen des Coronavirus schließt der Freistaat von diesem Mittwoch (11. März) an bis zum 19. April in München und dem ganzen Freistaat alle staatlichen Theater, Konzertsäle und Opernhäuser.  

Coronavirus München: Ärztlicher Bereitschaftsdienst erhöht Kapazitäten

UPDATE 10. März, 12.00 Uhr: DieKassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hat ihre Kapazitäten beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst erhöht. Das Personal sowohl in den drei Vermittlungszentralen derRufnummer 116117 sowie das Personal und die Fahrzeuge beim Fahrdienst seien aufgestockt worden, teilte die KVB am Dienstag in München mit. 

Mehr als 15.000 Anrufe seien alleine in den vergangenen drei Tagen bei der Hotline eingegangen und dort bearbeitet worden. 

Der Bereitschaftsdienst koordiniert Hausarztbesuche und damit auch die Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus.

Coronavirus: Passionsspiele in Oberammergau in Gefahr?

Die Sorgen wegen der Ausbreitung des Coronavirus haben auch Oberammergau erreicht: Dort laufen die Vorbereitungen auf die Premiere der nur alle zehn Jahre aufgeführten Passionsspiele. „Stand heute gehen wir davon aus, dass die Premiere stattfinden kann“, sagte SprecherFrederik Mayet am Dienstag.

Mit der Ankündigung der Staatsregierung, zunächst bis Karfreitag Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen zu untersagen, gebe es allerdings eine neue Situation. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Maßnahme über den 10. April hinaus verlängert wird. Das würde dann langsam in den Zeitraum der Premiere fallen. Auf diese Situation müssen wir uns vorbereiten.“

Ein mögliches Szenario könne sein, die Premiere zu verschieben. „Das sind Möglichkeiten, die jetzt durchgedacht werden“, sagte Mayet. Bis 4. Oktober sind rund 100 Vorstellungen geplant, knapp eine halbe Million Gäste aus aller Welt werden erwartet.

Coronavirus München: Diese städtischen Schulen und Kitas sind aktuell geschlossen:

Schulschließungen:

Städtische Berufsschule Deroystraße (vorsorglich bis einschl. 10.3.20) 

Städtische Robert-Bosch-Fachoberschule (vorerst bis Vorliegen des Testergebnisses) 

Grundschule Südliche Auffahrtsallee (bis einschl. 20.3.20) 

Städtische Wilhelm-Busch-Realschule (bis einschl. 20.3.20) 

Maria-Ward-Gymnasium (bis einschl. 20.3.20) 

Maria-Ward-Realschule (vorsorglich bis einschl. 11.3.20) 

Rupprecht-Gymnasium (bis einschl. 20.3.20) 

Sonderpädagogisches Förderzentrum München-Ost (bis einschl. 20.3.20) 

Staatliches Wilhelm-Hauenstein-Gymnasium (bis einschl. 19.3.20) 

Berufliches Schulzentrum an der Riesstraße (vorsorglich bis einschl. 11.3.20)

Schließungen einzelner Klassen aufgrund eines Verdachtsfalles (vorsorglich bis Vorliegen des Testergebnisses):

Gymnasium München-Nord 

Pfarrer-Grimm-Grundschule 

Adalbert-Stifter-Realschule 

Grundschule Turner Straße 

Grundschule Königswieser Straße 

Deutsch-Französische Schule 

Gymnasium Trudering

Kindertageseinrichtungen: Geschlossen sind:

Katholischer Kindergarten St. Rita (bis einschl. 19.3.20) 

Katholischer Kindergarten St. Klara (bis einschl. 19.3.20) 

Städtische Kindertagesstätte Stieglitzweg

Coronavirus München: Konzerte und Sportveranstaltungen betroffen - Landtag fällt am Dienstag  Entscheidung

Die bayerische Staatsregierung will Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen zunächst bis Karfreitag untersagen. Darauf habe sich der schwarz-orange Koalitionsausschuss (CSU und Freie Wähler) am Montag in München geeinigt. Entsprechende Informationen liegen dem Münchner Merkur vor. Die Details sollen am Dienstag in einer Kabinettssitzung beraten und beschlossen werden.

Betroffen wären nicht nur Sportveranstaltungen, sondern auch viele Konzerte.

Coronavirus München: weitere Schule geschlossen, Demo abgesagt

UPDATE 9. März, 18 Uhr: Die Maria-Ward-Realschule in Nymphenburg ist ebenfalls bis mindestens 11. März geschlossen. Der Unterricht sowie alle schulischen Veranstaltungen sind abgesagt. Eine Aussage über den genauen Zeitraum der Schließung erfolge nach erneuter Risikobewertung durch das Gesundheitsministerium. Das Tagesheim ist bis zum 20.03.20 geschlossen. Das berichtet die Schule auf ihrer Homepage.

Wegen des Coronavirus abgesagt worden ist die "#ausspekuliert - Demonstration für bezahlbare Mieten, soziales Klima retten!“. Diese war für den 28. März vorgesehen. 

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen  - 2. bestätigter Corona-Toter aus Deutschland

UPDATE 9. März, 16.50 Uhr: In München wurden am Montag, 9. März (Stand 12.30 Uhr), 16 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 60 Infektionen gemeldet.

Am Samstag waren es (Stand 7.3., 12.30Uhr) elf neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 44).

Nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums waren bis Montagnachmittag im Freistaat 200 Menschen positiv auf Sars-CoV-2, so nennen Experten das neuartige Coronavirus, getestet worden.

Wie die Tagesschau in ihrem Online-Auftritt berichtet, gibt es einen zweiten bestätigten deutschen Corona-Toten. Es handele sich um eine Person in Heinsberg und eine in Essen, teilte das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium mit. 

Coronavirus München: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erwartet Absage aller Messen in den kommenden Wochen

UPDATE 9. März, 14 Uhr: Alle Messen in München konnten vorerst abgesagt beziehungsweise verschoben werden. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) erwartet jedenfalls eine zweimonatige Messepause im Freistaat. 

Welche Messen in München aktuell schon verschoben oder abgesagt wurden, lesen Sie in unserem gesonderten Artikel.

„Ich gehe davon aus, dass in Bayern bis Mitte Mai keinen Messen mehr stattfinden werden“, sagte Aiwanger laut einer Twitternachricht seines Ministeriums vom Montag.

Messeveranstalter und Aussteller brauchten Klarheit. Am Montag hatte sich der regelmäßige Runde Tisch des Ministeriums mit der Wirtschaft zum Coronavirus getroffen.

Coronavirus München: Kein Händeschütteln beim Starkbierfest im Löwenbräukeller

Ludwig Reinbold, Wirt im Münchner Löwenbräukeller, begrüßt zum Starkbierfest seine Gäste mit einem Anstecker statt mit einem Händedruck: „No handshaking“ ist darauf zu lesen. 

Auch Bedienungen und Kellner tragen den Anstecker - in Zeiten des Coronavirus wollen Reinbold und sein Team so die Ansteckungsgefahr reduzieren.

Coronavirus München: Schließungen von Schulen und Kindergärten haben auch Auswirkungen auf Sportvereine

Update 9. März, 11.30 Uhr: Nachdem Schüler, die sich beispielsweise in den Faschingsferien in Coronavirus-Risikogebieten wie Südtirol aufgehalten haben, 14 Tage lang nicht mehr in Schulen und Kinder-Betreuungseinrichtungen gehen dürfen, ziehen nun auch erste Sportvereine Konsequenzen.

So hat der ESV München nun mitgeteilt, dass Kinder und Jugendliche, die von einer Schulschließung betroffen sind auch keine Sportveranstaltung mehr besuchen dürfen. Dies gelte auch für Geschwisterkinder und Eltern der von einer Schulschließung betroffenen Kinder und Jugendlichen.

In dem 7-Punkte-Katalog des ESV heißt es unter anderem auch, dass der Verein selbst es allen Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, für 14 Tage untersagt, am Sportprogramm teilzunehmen.

Auch eine Schließung des gesamten Sportvereins schließt der ESV nicht auf und wird diesen gegebenenfalls auf der ESV München-Homepage bekannt geben.

Coronavirus München: Schulausfall an Schulen und Kindergärten - Hotlines für Stadt und Landkreis

UPDATE 9. März, 11.15 Uhr: Ab heute hat der Landkreis eine neue Info-Hotline freigeschaltet. Das Bürgertelefon ist ab sofort immer montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der 089/6221-1234 erreichbar.

Auch für die Stadt gibt es solche Hotlines bereits: Unter 089/233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

Alternativ gibt es noch den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon116 117.

UPDATE 9. März, 9.40 Uhr: Weitere Schulen in München müssen geschlossen werden. Am Rupprecht-Gymnasium hat ein Verdachtsfall erhärtet - dort liegt bei einem Schüler eine Infektion mit dem Coronavirus vor. Das Gesundheitsamt München hat als Vorsichtsmaßnahme 8. März, um 19.31 Uhr entschieden, das Rupprecht-Gymnasium bis einschließlich Mittwoch, den 18. März 2020 zu schließen. So berichtet es die Schule auf ihrer Homepage. 

Auch die Europäische Schule in München bleibt bis 20. März geschlossen. 

Ebenfalls geschlossen wurden die Kindergärten St. Rita und St. Klara in Bogenhausen. Man geht aktuell davon aus, dass die Einrichtungen bis Mittwoch, 11. März geschlossen bleiben.

Coronavirus München: Aktuelle Zahlen für den Freistaat - München mit besonders vielen Neuerkrankungen

Update, 8. März, 19.00 Uhr: An dem neuartigen Coronavirus ist erstmals ein Deutscher gestorben. Wie das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag in Kairo mitteilte, starb der 60-jährige Deutsche im Badeort Hurghada am Roten Meer. Mittlerweile sind mehr als tausend Coronavirus-Fälle in Deutschland bestätigt. In Bayern gibt es bei zwei bis drei Patienten einen schweren Verlauf. Das berichtet die Presseagentur AFP.

Die größte Steigerung der Fallzahlen gibt es in Bayern, wo die Zahl der Fälle seit Samstag um 67 auf 200 anstieg. Besonders in der Landeshauptstadt München mit 35 neu erfassten Erkrankungen gab es demnach zahlreiche Meldungen.

Das Bayerische Gesundheitsministerium unterstützt den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), nach dem Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abgesagt werden sollen. „Deshalb empfehlen wir den Veranstaltern und den zuständigen lokalen Behörden ein solches Vorgehen auch für Bayern“, sagte Ministerin Melanie Huml.

Coronavirus München: Noch mehr Schulen in der Stadt geschossen

Die Robert-Bosch-Fachoberschule in München wird nun doch vorsorglich bis zum Vorliegen des Testergebnisses ganz geschlossen. Der Corona-Verdachtsfall an der Schule hatte gemeinsame Veranstaltungen mit allen Schülern besucht.

Bereits seit den Mittagsstunden ist bekannt, dass in München auch die städtische Wilhelm-Busch-Realschule, das Erzbischöfliche Maria-Ward-Gymnasium und das Sonderpädagogische Förderzentrum München-Ost wegen einer bestätigten Corona-Infektion bis einschließlich 20. März geschlossen bleiben. Hinzu kommen das ohnehin schon geschlossene Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium und die Berufsschule an der Riesstraße. Nach letztem Informationsstand fällt der Unterricht an diesen beiden Schulen bis einschließlich Mittwoch, 11. März, aus.

UPDATE 8. März, 18.00 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland hat sich auf fast 950 erhöht. Das Robert-Koch-Institut bestätigte am Sonntagnachmittag bundesweit 902 Fälle. Dazu kommen weitere 45 Fälle aus Bayern und Baden-Württemberg, die in dieser Statistik noch nicht erfasst sind. 

Damit gibt es insgesamt 100 Erkrankte mehr als Sonntagvormittag und 152 Fälle mehr als Samstagnachmittag bestätigt waren.

Coronavirus München: Nockherberg-Entscheidung gefallen. Was OB Dieter Reiter sagt

Das Politiker-Derblecken auf dem Nockherberg findet wegen des Coronavirus nicht statt. Ebensowenig wird es öffentliche Proben geben, stattdessen soll die Veranstaltung in München verschoben werden. Das teilte am Sonntag die veranstaltende Paulaner-Brauerei mit.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) begrüßte am Sonntag die Entscheidung der Paulaner-Brauerei. Am Samstag hatte er sich noch irritiert über eine Diskussion gezeigt, nach der zwar die Aufführung verschoben werden sollte, nicht aber die Proben. 

UPDATE 8. März, 15.30 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Bayern ist auf 157 Menschen gestiegen, wie Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), am Sonntag in München mitteilte. Die Zahl dürfte weiter steigen, sagte Zapf in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). 

Melanie Huml (CSU), Staatsministerin für Gesundheit und Pflege in Bayern, gibt im Gesundheitsministerium eine Pressekonferenz zu der Entwicklung beim Coronavirus. Rechts sitzt dabei Andreas Zapf, Präsident des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Bei zwei der Patienten zeigten sich schwere Verläufe der Krankheit, einer sei höheren Alters, der andere Patient habe Vorerkrankungen gehabt.

Der Schwerpunkt der Corona-Infektionen liege mit 100 Patienten in Südbayern, sagte Zapf. Von den 157 Betroffenen kämen 82 aus Oberbayern und 18 aus Schwaben. Ein Grund hierfür sei nicht auszumachen. Es könnte aber mit dem Reiseverhalten der Menschen zusammenhängen.

Coronavirus München: Ministerium will Telefonhotline verstärken - aktuell lange Wartezeiten

Um lange Wartezeiten auf Coronavirus-Testergebnisse zu vermeiden, will das Bayerische Gesundheitsministerium die Laborzeiten ausweiten. Das teilte Ministerin Melanie Huml am Sonntag in München mit. 

Zudem soll in Zusammmenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung die Telefon-Hotline mit der Nummer 116 117 verstärkt werden, damit auch dort die Wartezeiten verkürzt werden können. Angesichts starker Nachfrage bat Huml die Menschen um Geduld, falls sie etwas länger in der Warteschleife hängen sollten.

Coronavirus München: Schulen geschlossen - welche Schüler ab 9. März zuhause bleiben müssen

UPDATE 8. März, 13.30 Uhr: Wie jetzt bekannt wurde, bleiben ab Montag, 9. März, gleich mehrere Schulen in München geschlossen. 

Die Städtische Wilhelm-Busch-Realschule, das Erzbischöfliche Maria-Ward-Gymnasium und das Sonderpädagogische Förderzentrum München-Ost müssen wegen einer bestätigten Corona-Infektion bis einschließlich 20. März geschlossen bleiben

Geschlossen bleiben aktuell weiterhin das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium und die Berufsschule an der Riesstraße. Nach letztem Informationsstand fällt der Unterricht an diesen beiden Schulen bis einschließlich Mittwoch, 11. März, aus.

An der Städtischen Robert-Bosch-Fachoberschule wurden wegen eines Corona-Verdachtsfalls vorsorglich Klassen geschlossen. Sobald das Testergebnis vorliegt, kann das Gesundheitsamt entscheiden, ob eine Schließung der gesamten Schule nötig ist.

Coronavirus München: Gesundheitsministerium schaltet sich in Nockherberg-Diskussion ein

UPDATE 8. März, 10.45 Uhr: Das bayerische Gesundheitsministerium hat darauf hingewiesen, dass sich die Empfehlung von Bayerns Coronavirus-Krisenstab für eine Absage an den Starkbieranstich am Nockherberg nicht nur an Politiker richtet. 

Ein Ministeriumssprecher erläuterte am Samstag in München: „Der Krisenstab ist der Ansicht, dass die geplante Nockherberg-Veranstaltung zahlreiche Coronavirus-Infektionsrisiken beinhaltet. Deshalb ist es ein Gebot der Vernunft, dass der Starkbieranstich von den Veranstaltern abgesagt oder verschoben wird. 

Diese Empfehlung ist auch an das zuständigeReferat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München weitergeleitet worden. Öffentliche Proben mit Publikum sollte es natürlich ebenfalls nicht geben. Im Übrigen werden derzeit auch andere Veranstaltungen in Bayern von den Verantwortlichen vor Ort wegen der Coronavirus-Risiken abgesagt.“

Coronavirus München: Alleine in München elf neue Fälle an einem Tag, Zahl der Infizierten steigt weiter

Die Zahl infizierter Personen in Bayern weiter. Am Nachmittag meldete das Ministerium 31 neue Infektionen (Stand: Samstag 15 Uhr). Damit nimmt die Infektionswelle weiter fahrt auf. 

Alleine in München gab es am Samstag, 7. März, elf neue Fälle. Damit waren es (Stand 14.45 Uhr) insgesamt 44 Fälle in der Landeshauptstadt. Knapp die Hälfte ist auf Aufenthalte in Südtirol zurückzuführen.

Coronavirus München: Bayerisches Wissenschaftsministerium äußert sich zur Krankenhaussituation

Wie das Wissenschaftsministerium mitteilt, treffe der Freistaat mit seinen beiden Universitätskliniken in München hinsichtlich der notwendigen Versorgung von am neuartigen Corona-Virus (COVID-19) erkrankten Patienten die nötige Vorsorge und stelle die Behandlung sowie wissenschaftliche Begleitung sicher.

Die Münchner Universitätskliniken melden vor dem Hintergrund möglicher weiterer am neuartigen Corona-Virus Erkrankter bereits seit mehreren Tagen täglich die zur Verfügung stehenden Bettenkapazitäten. Insgesamt stehen Betten für Covid-19 Patienten, die stationär versorgt werden müssen, sowohl am Campus Innenstadt und am Campus Großhadern der LMU wie am Klinikum rechts der Isar der TUM zur Verfügung.  

Coronavirus München: Gesundheitsministerium verschärft Regeln

UPDATE 7. März, 12.30 Uhr: Zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus an Schulen und Kindertagesstätten verschärft das bayerische Gesundheitsministerium die Regeln. Laut einer sogenannten Allgemeinverfügung dürfen Schüler und Kindergartenkinder nach einer Rückkehr aus Risikogebieten - wie zum Beispiel Südtirol - ab sofort für 14 Tage nicht in die Schule beziehungsweise in eine entsprechende Betreuungseinrichtung. 

Schüler und Kindergartenkinder dürfen demnach zum Beispiel nach ihrer Rückkehr aus Südtirol für 14 Tage nicht in die Schule bzw. Einrichtung. Wenn also zum Beispiel ein Schulkind am Ende der Faschingsferien am 1. März aus einem Risikogebiet nach Bayern zurückgekehrt ist, darf es die gesamte nächste Woche nicht in die Schule gehen.

Dies teilte das Ministerium am Samstag mit. Die Entscheidung sei im Einvernehmen mit dem Kultus- und dem Familienministerium getroffen worden, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). 

Alle Details zu denneuen Regeln des Gesundheitsministeriums bezüglich des Coronavirus lesen sie im gesonderten Artikel.

Coronavirus München: Weinmesse abgesagt

Neben einem Klassik-Konzert des BR ist auch die Vinessio München am 7.3. von den Behörden abgesagt worden. Auf der Seite des Veranstalters heißt es: "Leider wurde die Veranstaltung gerade von den Gesundheitsbehörden abgesagt.(7.3.2020, 9.16 Uhr) Wir bitten um Entschuldigung!"

Coronavirus München: Tausende Flüge am Flughafen München gestrichen

UPDATE 7. März, 9.00 Uhr:

Am Flughafen München werden tausende Flüge gestrichen. Auch die Lufthansa selbst streicht tausende Flüge. Betroffen sind nach Angaben des Konzerns „alle Passagierfluggesellschaften der Lufthansa Group“ - also unter anderem auch Eurowings, Swiss und Austrian Airlines. Das berichten die Kollegen der Münchner tz. 

Auch die Fluggesellschaft Emirates bietet ihren Kunden wegen der Ausbreitung des Coronavirus die kostenlose Umbuchung von Flügen an. Möglich sei dies für alle Flüge ab dem 5. März bis zum 31. März, teilte die Airline am Samstag, 7. März, mit. Die Passagiere können demnach ihre Buchung auf jedes beliebige Datum innerhalb eines Zeitraums von elf Monaten in derselben Buchungsklasse ohne Gebühren ändern.

Emirates fliegt dreimal täglich jeweils ab Frankfurt und München sowie zweimal täglich jeweils ab Düsseldorf und Hamburg. Das Streckennetz der in Dubai beheimateten Airline umfasst 157 Ziele in 83 Ländern.

Die Lufthansa hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass ihre Kunden alle Neubuchungen bis 31. März kostenlos umbuchen können, und zwar auf ein neues Datum bis Ende Dezember 2020. Die Airlines reagieren mit dem Angebot auf die drastisch gesunkene Nachfrage nach Flügen.

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Coronavirus München: BR verschiebt Klassik-Konzert wegen Corona-Gefahr

Das große Abschlusskonzert von KLASSE KLASSIK – Bayerische Schulorchester und -chöre musizieren mit dem Bayerischen Landesjugendchor und dem Münchner Rundfunkorchester wird verschoben. Das teilte der BR am Freitag-Abend mit. Die Veranstaltung war für Sonntag, 8. März 2020, um 11 Uhr in der Münchner Philharmonie im Gasteig angesetzt. Auch das Politiker-Derblecken auf dem Nockherberg wurde abgesagt.

Für den BR stehe die Sorge um die Gesundheit der insgesamt über 400 Mitwirkenden aus bayerischen Schulen im Mittelpunkt. Der Bayerische Rundfunk und die Kooperationspartner in diesem Projekt würden sich um einen Ersatztermin für dieses Konzert voraussichtlich im Mai 2020 bemühen. Alle gekauften Karten behalten für diesen Ausweichtermin ihre Gültigkeit.

Coronavirus: Fallzahlen in München und Bayern steigen immer schneller

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag-Spätnachmittag ein weiteres Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass bis Freitagnachmittag (Stand 15 Uhr) weitere 29 Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 102 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

Aus Oberbayern wurden drei weitere Fälle aus dem Landkreis Ebersberg, drei weitere Fälle aus dem Landkreis Freising, ein weiterer Fall aus dem Landkreis Miesbach sowieelf weitere Fälle aus München gemeldet.

Update: 15.47 Uhr: OB Reiter zur Corona-Situation in München 

Angesichts der steigenden Zahl an Corona-Infektionen auch in München weist Oberbürgermeister Dieter Reiter die Münchnerinnen und Münchner auf grundlegende Verhaltensmaßnahmen hin, um sich und andere vor einer Infektion zu schützen. 

Gerade jetzt sind viele aus dem Urlaub in Südtirol zurückgekommen, das seit heute vom Robert Koch-Institut offiziell als Risikogebiet eingestuft wird. OB Reiter: „Wenn Sie jetzt in einem Risikogebiet waren und keine Symptome haben, bleiben Sie bitte möglichst zuhause und meiden Sie größere Menschenansammlungen. Wenn Sie in einem Risikogebiet waren und Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen und Durchfall haben, gehen Sie bitte nicht in eine Arztpraxis, sondern rufen Sie unter der 116117 den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst. Der wird alles Weitere dann veranlassen.“ 

Für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder in Betreuungseinrichtungen gilt: 

Wer aus einem Corona-Risikogebiet zurückgekommen ist, muss – unabhängig von Symptomen – zuhause bleiben. Wer Symptome hat, wählt ebenfalls die 116117. Ob ganze Schulklassen in Quarantäne bleiben oder sogar Einrichtungen geschlossen werden müssen, entscheidet die Gesundheitsbehörde. Wer nicht in den letzten Tagen in einem Risikogebiet war, muss keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen beachten. 

Falls Erkältungs- oder Grippesymptome auftreten, sollten die Betroffenen – wie sonst auch üblich – zu Hause bleiben und Kinder nicht in die Schule oder die Kita schicken.

Für alle Fragen zum Coronavirus und was zu tun ist, wenn man besorgt ist, sich eventuell angesteckt zu haben, hat die Stadt unter der Telefonnummer 089 233-44740 ein Bürgertelefon geschaltet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr erreichbar ist. 

OB Reiter: „Die beste Vorsorge, sich und andere vor einer Corona-Infektion zu schützen, das sagen mir alle Experten, ist es, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen. Verzichten Sie auch auf das Händeschütteln und husten oder niesen Sie sich nicht in die Hände, sondern in ein Taschentuch oder in die Ellenbeuge.“ 

Bis entsprechende Beurteilungskriterien des Gesundheitsministeriums vorliegen, können Veranstaltungen derzeit grundsätzlich stattfinden, solange die Gesundheitsbehörden und der Veranstalter im Einzelfall nicht von einer erhöhten Risikobewertung ausgehen müssen. 

Eine Ausnahme sind internationale Großmessen, die entsprechend einer Vorgabe des Freistaats abgesagt werden. OB Reiter: „Wir sind in München gut aufgestellt, um den Herausforderungen dieses neuartigen Virus begegnen zu können. Ich muss aber dringend an alle staatlichen Stellen appellieren, dass unverzüglich ausreichend Schutzausrüstung für unser medizinisches Personal – vor allem in den Krankenhäusern – bereitgestellt wird. Außerdem fordere ich nachdrücklich die staatlichen und privaten Kliniken auf, Betten in ausreichender Anzahl zu Verfügung zu stellen. Es kann nicht sein, dass hier fast nur die städtischen Kliniken ihrer Verantwortung gerecht werden.“

Robert Koch-Institut nennt nun auch Südtirol als Coronavirus-Risikogebiet

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Freitag über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus informiert. Ein Ministeriumssprecher verwies in München darauf, dass das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin die Zahl der Risikogebiete in Italien gestern Abend erweitert hat: Nun wird auch Südtirol als Risikogebiet genannt. Risikogebiete sind laut RKI-Definition "Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann". In Italien gehören dazu außerdem die Region Emilia-Romagna, die Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien. Nun sind auch Personen, die innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr aus Südtirol Coronavirus-Symptome entwickeln, als begründete Verdachtsfälle einzustufen. Schulkinder, die sich in den letzten 14 Tagen in Südtirol aufgehalten haben, sollen nächste Woche zu Hause bleiben.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml bekräftigte mit Blick auf Rückkehrende aus einem Italien-Urlaub: "Bei einem begründeten Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion sollte man sich telefonisch an den Hausarzt oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden. Ein begründeter Verdachtsfall besteht bei Personen, die Symptome haben und sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Wer in Italien mit einem Coronavirus-Erkrankten persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden."

Das Robert Koch-Institut hat auch seine Hinweise zum "ambulanten Management von leicht erkrankten bestätigten COVID-19-Patienten" aktualisiert. Demzufolge können nun leicht erkrankte Patienten ohne Risikofaktoren für Komplikationen "bei Gewährleistung einer ambulanten Betreuung durch einen behandelnden Arzt sowie im Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt bis zur vollständigen Genesung im häuslichen Umfeld behandelt werden". Die Betreuung umfasse "den regelmäßigen telefonischen oder persönlichen Kontakt zum Patienten sowie die Aufklärung des Patienten und seiner Haushaltsangehörigen über das korrekte Vorgehen hinsichtlich der geeigneten Hygienemaßnahmen zur Verhinderung einer Infektionsweitergabe an Gesunde und über das richtige Verhalten im Falle einer Beschwerdezunahme des Patienten bzw. eines Symptomauftretens bei Haushaltsangehörigen".

Das RKI schreibt auf seiner Internetseite weiter: "Zur Sicherstellung einer optimalen Patientenversorgung und bestmöglichen Verhinderung einer Weiterverbreitung von Infektionen in der Bevölkerung, bietet sich die Behandlung von bestätigten COVID-19-Patienten in der stationären Versorgung an. In Situationen, in denen die Kapazität zur stationären Behandlung ausgeschöpft oder dieser Zustand zu erwarten ist, kann bei Erfüllung gewisser Voraussetzungen und auf individueller Basis ein alternatives Vorgehen in der ambulanten Betreuung erwogen werden."

Bayerns Coronavirus-Krisenstab hat zudem Empfehlungen für Schulen im Freistaat festgelegt. Demzufolge soll eine Schule geschlossen werden, wenn dort ein bestätigter Coronavirus-Fall aufgetreten ist. Wenn nur ein begründeter Verdachtsfall vorliegt, soll die Klasse der betroffenen Schülerin oder des betroffenen Schülers zu Hause bleiben. Die Dauer dieser Maßnahmen ist vom konkreten Einzelfall abhängig.

Gesundheitsministerin Huml betonte ferner mit Blick auf den Umgang mit Veranstaltungen: "Der Schutz der Bevölkerung hat für uns oberste Priorität. Natürlich bedauere ich es, wenn zum Beispiel der Starkbieranstich auf dem Nockherberg abgesagt oder verschoben wird. Aber wir folgen den medizinischen Empfehlungen des bayerischen Coronavirus-Krisenstabs. Dies gilt auch für eine Veranstaltung wie den Starkbieranstich auf dem Nockherberg."

Update: 08.44 Uhr

Am Beruflichen Schulzentrum an der Riesstraße wurde heute ein Schüler positiv auf das Corona-Virus getestet. Das Schulzentrum bleibt daher aufgrund von Ermittlungen zum Infektionsschutz voraussichtlich bis Mittwoch, 11. März 2020, geschlossen, um alle nötigen Untersuchungen zu weiteren Kontaktpersonen durchführen zu können. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sollen zuhause bleiben. 

Allein in München wurden heute zwölf neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Das ist eine Verdoppelung binnen eines Tages. Bisher müssen alle positiven Fälle auf einer Isolierstation in Krankenhäusern untergebracht werden. Es ist absehbar, dass damit künftig viele Krankenhausbetten belegt sein werden, wenn die rasante Entwicklung anhält. 

Vor diesem Hintergrund regt Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs an, künftig nur noch Fälle mit ausgeprägten Krankheitssymptomen in Kliniken zu behandeln, Betroffene ohne bzw. mit nur schwachen Symptomen sollten in häuslicher Quarantäne bleiben. „Nur so können wir auf lange Sicht ausreichend Kapazitäten zur Versorgung aller Betroffenen, vor allem der schwer Erkrankten, aufrecht erhalten“, so Jacobs. 

Personen, die Symptome wie Fieber und / oder Atemwegsbeschwerden haben, sollten ihre Hausarztpraxis zuerst telefonisch kontaktieren, um eine mögliche Ansteckungsgefahr zu minimieren. Alternativ rufen sie den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 an. 

Das RGU weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nach den bisherigen Erkenntnissen, Kinder und Jugendliche vom CoVID19 am seltensten betroffen sind und bisher mit einem milden Verlauf der Infektion zu rechnen ist.

Update: 06. März: Sieben weitere Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt - Insgesamt nun 73 Fälle seit 28.02.2020

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag ein weiteres Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass bis Donnerstagabend (Stand 18.00 Uhr) weitere sieben Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 73 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. 

Aus Mittelfranken wurden weitere vier Fälle aus Erlangen gemeldet. Je ein Fall wurde aus dem oberbayerischen Landkreis Starnberg, aus München und aus dem unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen gemeldet. 

Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. Einzelheiten können den Medien über die jeweils zuständigen Landratsämter bzw. kreisfreien Städte mitgeteilt werden.

Update 16.30 Uhr: Aktuelle Entwicklung zum Coronavirus in Bayern 

An zwei Münchner Kindertagesstätten, den katholischen Kindergärten St. Rita und St. Klara, sowie am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium gibt es bestätigte Corona-Fälle. Das teilt die Stadt München mit. Die Betroffenen wurden stationär aufgenommen.

"Um alle nötigen Untersuchungen zu weiteren Kontaktpersonen durchführen zu können, wurden die Einrichtungen vorsorglich geschlossen. Um mögliche Infektionsketten zu unterbrechen, werden die Kindertagesstätten 14 Tage geschlossen bleiben. Beim angesprochenen Gymnasium hängt die Dauer der Schließung vom Ergebnis der notwendigen Ermittlungen ab", so der Leiter des Münchner Presse- und Informationsamtes, Stefan Hauf.

Allein diesen Donnerstag seien elf positive Corona-Fälle in München festgestellt worden. 

Und auch Gräfelfing hat seinen ersten Corona-Fall. Ein Kind aus dem Kindergarten Sunrise ABC habe sich mit dem neuartigen Virus infiziert, teilte das Landratsamt München mit. Die Einrichtung bleibt bis 16. März geschlossen, das betroffenen Kind sei isoliert worden, für sämtliche Kontaktpersonen seien die erforderlichen Schutzmaßnahmen veranlasst worden. 

Update: 14.57 Uhr: Aktuelle Entwicklung zum Coronavirus in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag ein zweites Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass bis zum frühen Donnerstagnachmittag (Stand 14.00 Uhr) weitere 12 Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 66 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. 

Aus Mittelfranken wurden drei Fälle aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gemeldet sowie je ein Fall aus Nürnberg und dem Landkreis Roth. Daneben wurden aus den oberbayerischen Landkreisen München und Weilheim-Schongau, dem schwäbischen Landkreis Oberallgäu und dem oberpfälzischen Landkreis Amberg-Sulzbach je ein Fall gemeldet. Ferner wurden drei weitere Fälle aus dem oberbayerischen Landkreis Freising gemeldet. 

Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. Einzelheiten können den Medien über die jeweils zuständigen Landratsämter bzw. kreisfreien Städte mitgeteilt werden.

Update: 13.57 Uhr: Informationen zum Corona-Fall am Lise-Meitner-Gymnasium

Die Schule bleibt vorsorglich zunächst bis zum Wochenende geschlossen Wie am späten Mittwochabend bekannt wurde hat sich aus der Schülerschaft des Lise-Meitner-Gymnasiums in Unterhaching ein Kind mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Gesundheitsamt und Schulleitung haben daraufhin entschieden, die Schule vorsorglich am Donnerstag und Freitag (5. und 6. März) geschlossen zu lassen. 

Das Gesundheitsamt hat nach Bekanntwerden sofort damit begonnen, alle Kontaktpersonen zu ermitteln

Das Kind hat sich während der Faschingsferien mit weiteren Personen in Norditalien aufgehalten, allerdings explizit nicht in einem vom RKI definierten Risikogebiet. Ein Mitglied der Reisegruppe zeigte nach der Rückkehr aus dem Urlaub leichte Krankheitssymptome und kontaktierte daraufhin seinen Arzt. Ein Test bestätigte den Verdacht der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. 

Infolgedessen wurden auch die übrigen Mitglieder der Reisegruppe als Kontaktpersonen getestet. Der Test des Kindes fiel ebenfalls positiv aus. Der Gesundheitszustand des Kindes ist gut. Das Kind wurde isoliert. Dies gilt auch für die weiteren im Haushalt lebenden Personen, die nun ebenfalls auf das neuartige Coronavirus getestet werden. 

Darüber hinaus ermittelt das Gesundheitsamt aktuell mögliche Kontaktpersonen sowohl im schulischen als auch im privaten Umfeld der Infizierten. Sollte es Anhaltspunkte geben, die eine Schließung über das Wochenende hinaus erfordern, werden Gesundheitsamt und Schulleitung in Abstimmung mit den weiteren Beteiligten zu gegebener Zeit eine Entscheidung treffen. 

Update: 10.55 Uhr: 12 weitere Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt - Insgesamt nun 54 Fälle 

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass bis zum Donnerstagvormittag (Stand 10.00 Uhr) weitere 12 Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 54 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. 

Vier Fälle wurden aus München gemeldet, zwei aus dem oberbayerischen Landkreis Miesbach. Außerdem wurden zwei Fälle aus dem Landkreis Neu-Ulm gemeldet sowie ein Fall aus dem Landkreis Aichach-Friedberg. Aus dem mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt wurde ein Fall gemeldet. Zwei Fälle wurden aus Würzburg gemeldet. 

Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. Einzelheiten können den Medien über die jeweils zuständigen Landratsämter bzw. kreisfreien Städte mitgeteilt werden.

Update: 05.März, 07.38 Uhr: Lise-Meitner-Gymnasium Unterhaching am Donnerstag und Freitag geschlossen

Aus der Schülerschaft des Lise-Meitner-Gymnasiums in Unterhaching hat sich ein Kind mit dem neuartigen Coronavirus infiziert – dies wurde am späten Mittwochabend bekannt. Gesundheitsamt und Schulleitung entschieden darauf hin, die Schule vorsorglich am Donnerstag und Freitag geschlossen zu lassen. 

Das Gesundheitsamt hat noch in der Nacht zum Donnerstag die Arbeit aufgenommen, um alle erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. Alle Schülerinnen und Schüler werden gebeten, am Donnerstag und Freitag zu Hause zu bleiben. Für Kinder, die die Nachricht am Donnerstagmorgen nicht mehr rechtzeitig erreicht, wird an der Schule eine Notbetreuung eingerichtet. 

Wegen nicht absehbarer Lageentwicklungen: Alarmstufe 1 (von 3) in Bayern ausgerufen

Aufgrund der derzeit nicht absehbaren Lageentwicklungen rund um das Coronavirus (SARS-CoV-2) und der progressiven Knappheit relevanter Materialien der persönlichen Schutzausrüstung (Mund-Nase-Schutzmasken, Schutzkittel, Desinfektionmittel, …), wurde am 03.03.2020 um 15:00 Uhr die „Alarmstufe 1“ für alle Einheiten des Katastrophenschutzes der Bayerischen Hilfsorganisationen ( bis auf die DLRG) ausgerufen.

„Der Eigenschutz unserer ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden hat höchste Priorität“, so BRK-Präsident Theo Zellner. „Die persönliche Schutzausrüstung ist Voraussetzung dafür, dass sie in den Einsatz gehen.“ Seit Wochen sind die Hilfsorganisationen in Kontakt mit Lieferanten aus Deutschland, der EU oder darüberhinaus. „Der Markt ist wie leergefegt“, so Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk.

Seit Donnerstag, den 27.02.2020 ist der Krisenstab des BRK aktiviert. Am Dienstag, den 03.03.2020 wurde der Krisenstab um die Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz (ASB, DLRG, MHD, MHW, JUH, THW) erweitert. Aktuell ist kein erhöhtes Einsatzaufkommen aufgrund des Coronavirus zu verzeichnen.

Was bedeuten die Alarmstufen? 

Es gibt insgesamt drei Alarmstufen, die „Alarmstufe 1“ ist dabei die niedrigste Stufe. Aus dieser Stufe resultieren folgende Maßnahmen: Überprüfung der Alarmsicherheit einzelner Einheiten, des Materials und der Erreichbarkeiten. Dadurch stellen wir sicher, dass im Falle einer Alarmstufenerhöhung alle Erreichbarkeiten und Kommunikationswege sichergestellt sind.

„Alarmstufe 2“ würde bedeuten, dass Einheiten in einen Voralarm bei Großschadensfällen oder im Katastrophenfall versetzt werden. Dabei begeben sich Einsatzkräfte aktiv auf die jeweilige Rettungswache oder zum jeweiligen Kreisverband. Die Fahrzeuge werden allerdings noch nicht besetzt.

„Alarmstufe 3“ entspricht dem tatsächlich Alarm und die Besetzung der Einsatzfahrzeuge.

Update: 15.22 Uhr: Nockherberg-Gastgeber: „Nicht in Hysterie verfallen“ 

Trotz der Ausbreitung des Coronavirus soll das anstehende Paulaner Starkbierfest auf dem Nockherberg in München wie geplant stattfinden. „Wir sehen für eine Absage keinen Anlass, auch weil wir der Meinung sind, dass es sich um eine rein Münchner Veranstaltung handelt“, sagte Wirt Christian Schottenhamel am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Reservierungen zeigten, dass die Gäste zum allergrößten Teil direkt aus München kommen.

Das Starkbierfest geht vom 13. März bis zum 5. April. Schon am 11. März steht die Starkbierprobe auf dem Programm, dann werden wie jedes Jahr viele Prominente und Politiker zum Derblecken auf dem Nockherberg erwartet. Für Schottenhamel ist im Fall der Fälle eine Vorführung des traditionsreichen Singspiels und der Fastenpredigt ohne Publikum nur vor Fernsehkameras derzeit nicht vorstellbar. „Wir sollten nicht in Hysterie verfallen, sondern dem Starkbierfest positiv entgegensehen.“

Schottenhamel betonte, letztlich werde aber die weitere Entwicklung bei der Coronavirus-Ausbreitung in München beobachtet. Sollte es zu einer Epidemie in der Stadt kommen, müsse neu entschieden werden. Besondere Maßnahmen - neben Hygienespendern auf den Toiletten - seien derzeit nicht geplant. „Alle Besucher seien selbstverständlich gebeten, auf die Hygiene zu achten“, sagte er. Die Bedienungen dürften zudem nicht vorher in den Risikogebieten gewesen sein.

In Rosenheim hatte am Mittwoch das staatliche Gesundheitsamt der Stadt zur Absage des dortigen Starkbierfests geraten. Es gebe eine Empfehlung an die kreisfreie Stadt, die Entscheidung über die Absage bleibe aber dem städtischen Ordnungsamt vorbehalten, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Rosenheim. Das Starkbierfest sollte schon an diesem Freitag beginnen.

Update: 14.50 Uhr: Coronavirus: Dritte SAE-Sitzung - Sechs Fälle in München

Laut  der Stadt München gibt es aktuell in Deutschland 196 bestätigte Coronainfektionen, davon in ganz Bayern 37, von denen unverändert sechs auf München entfallen, die sich alle in stationärer Behandlung befinden.

Beim städtischen Bürgertelefon haben sich bislang 524 Anruferinnen und Anrufer zum Thema Coronavirus informiert. Das Bürgertelefon unter der Nummer 089 233-44740 ist täglich von 8 bis 18 Uhr geschaltet. Um stets eine schnelle Erreichbarkeit sicherzustellen, hat das Kreisverwaltungsreferat die Telefon-Kapazität erhöht.

Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) „Coronavirus“ unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter wird sich weiterhin täglich treffen.

Update: 12.42 Uhr: Neue Coronavirus-Fälle bestätigt - Insgesamt 37 Fälle seit Donnerstag 

Ein Ministeriumssprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis Mittwochmittag weitere vier Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. 

Damit gibt es derzeit (Stand: 12.00 Uhr) seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 37 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. Zwei neue Fälle wurden aus dem Landkreis München gemeldet, ein weiterer neuer Fall aus dem oberbayerischen Landkreis Freising. Außerdem wurde ein neuer Fall aus der Stadt Nürnberg gemeldet. 

Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. Zuvor waren bis Mittwochvormittag (10.00 Uhr) elf neue Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt worden. Davon wurden zwei neue Fälle aus München gemeldet, sechs neue Fälle aus dem oberbayerischen Landkreis Freising. Außerdem wurde ein neuer Fall jeweils aus dem Landkreis Augsburg, dem Landkreis Ostallgäu und dem Landkreis Lindau gemeldet.

Update: 11.55 Uhr: Corona-Patient hat gepuzzelt und Corona-Bier im Kühlschrank

Der wohl erste Corona-Patient Deutschlands hat die Zeit im Krankenhaus unter anderem mit Puzzeln verbracht. Von seiner Firma habe er ein Puzzle mit 1000 Teilen bekommen, sagte der Mann der „Augsburger Allgemeinen“. 

„Weil ich so viel Zeit hatte, erwies es sich dann aber als gute Idee. Nach zwei Tagen war ich damit fertig“, erzählte er. Während der 18 Tage isoliert im Krankenhaus habe der Patient mit seiner Familie und seinen Arbeitskollegen per Videoschaltung Kontakt gehalten. Sein Freundeskreis gehe indes humorvoll mit der Erkrankung um: „Ich habe jetzt den ganzen Kühlschrank voller Corona-Bier und auch Shirts mit entsprechendem Schriftzug darauf.“

Der Mann ist Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe von München. Seine Erkrankung ist, genau wie die von 13 weiteren Patienten, die im Zusammenhang mit der Firma stehen, auskuriert. Bei Webasto war im Januar eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und teils deren Angehörige infizierten sich. Bislang sind in Bayern insgesamt 47 Patienten positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Webasto freut sich über Genesung von Mitarbeitern 

Alle mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto seien mittlerweile aus den Krankenhäusern, in denen sie behandelt worden waren, entlassen. Das gelte sowohl für die deutschen als auch für die chinesischen Kollegen. 

„Wir sind sehr erleichtert und froh, dass alle Kolleginnen und Kollegen vollständig gesund sind und zu ihren Familien und Freunden zurückkehren konnten. Das Wohl unserer Mitarbeiter stand und steht für uns an oberster Stelle. Nach Bekanntwerden der ersten Fälle bei Webasto haben wir unmittelbar verschiedene Maßnahmen, wie die 14-tägige Schließung unserer Firmenzentrale in Stockdorf, eingeleitet. Das hat sehr gut funktioniert, und wir konnten so eine weitere Verbreitung des Virus im Unternehmen verhindern“, erklärte Dr. Holger Engelmann, Vorsitzender des Vorstands, Webasto SE. 

Einige der Kollegen hätten ihre Tätigkeit im Unternehmen bereits wieder aufgenommen. Aufgrund der besonderen Situation habe Webasto die Rückkehr an den Arbeitsplatz mit jedem der Mitarbeiter individuell abgestimmt. „Dabei war uns wichtig, für jeden die für ihn bestmögliche Lösung zu finden. Die meisten wollten so schnell wie möglich wieder in ihren Berufsalltag zurück“, so Engelmann.

Update: 04. März, 10.46 Uhr: Elf neue Corona-Fälle in Bayern

In Bayern gibt es elf neue bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2. Erstmals wurde je ein Fall in den Landkreisen Lindau und Augsburg nachgewiesen, dazu kommen sechs neue aus dem Landkreis Freising, zwei neue aus dem Landkreis München und ein neuer aus dem Landkreis Ostallgäu, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München am Mittwoch mitteilte.

Bei dem Infizierten aus Lindau handelt es sich nach Angaben des Landratsamts um einen Familienvater aus Lindau, dessen Kontaktpersonen vorsorglich unter häusliche Quarantäne gestellt worden seien. Davon betroffen seien unter anderem 59 Schülerinnen und Schüler aus zwei Lindauer Schulen.

Bislang sind in Bayern insgesamt 47 Patienten positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Bei 14 Patienten ist die Erkrankung Covid-19 bereits auskuriert, alle sind wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden. Sie standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens. Bei Webasto war im Januar eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und teils deren Angehörige infizierten sich.

Update: 15.22 Uhr: Weiterer Coronavirus-Fall bestätigt - Insgesamt 22 Fälle seit  Donnerstag

Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Damit gibt es derzeit (Stand: 14.00 Uhr) seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 22 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. 

Der neue Fall wurde aus dem niederbayerischen Landkreis Passau gemeldet. Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen. Auch werden erforderliche Infektionsschutzmaßnahmen eingeleitet.

Update: 14.54 Uhr: Informationen des Wahlamts zur Kommunalwahl

Angesichts etlicher Medienanfragen zum Coronavirus und möglicher Auswirkungen auf die Kommunalwahl am Sonntag, 15. März, gibt das Wahlamt der Landeshauptstadt einordnende Informationen zum Ablauf des Wahltages. 

„Wählen gehen ist wie im Supermarkt einkaufen oder U-Bahn fahren – eine Selbstverständlichkeit. Und auch vom theoretischen Ansteckungsrisiko her gesehen ist es vergleichbar. Ich verstehe die Sorgen, die sich manche wegen der täglich neuen Meldungen machen. Was die Kommunalwahl angeht, sind sie aber wirklich unbegründet“, sagt Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle, der bei der Kommunalwahl der Wahlleiter für München ist. 

Inzwischen gibt es 676 Infektionen in München (Stand 19. März, 13 Uhr). 

Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als gering bis mäßig erachtet. Personen, die nicht in einem der Risikogebiete waren und keinen Kontakt zu einem am Coronavirus Erkrankten hatten, müssen keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen beachten. Für eine Verschiebung der Kommunalwahl gebe es keinerlei Grund und es zeichne sich auch keiner ab. 

Sollte sich die Situation unerwartet derart verändern, dass eine Verschiebung des Kommunalwahltermins in Erwägung gezogen werden könnte, wäre das eine Entscheidung des Freistaats Bayern. Die Landeshauptstadt München als Wahlbehörde ist nicht berechtigt, eigenständig den Wahltermin zu ändern.

Hygieneregeln, die vor Ansteckung mit infektiösen Atemwegserkrankungen schützen

Dazu gehört das Einhalten der Husten- und Niesetikette, sprich sich nicht in die Hände zu husten oder zu niesen, sondern in die Ellenbeuge oder ein Taschentuch, das danach sofort entsorgt wird. 

Das Robert-Koch-Institut sieht das regelmäßige und gründliche Waschen der Hände mit Seife immer noch als die geeignetste Maßnahme, um die Verbreitung von Viren einzudämmen. 

In den Gebäuden der Wahllokale seien flächendeckend Möglichkeiten zum Händewaschen vorhanden. Im Briefwahlzentrum gebe es Möglichkeiten zur Handdesinfektion. 

Für die Stimmabgabe stellt das Wahlamt wie bei jeder Wahl Stifte zur Verfügung. Jede Wählerin und jeder Wähler kann aber auch einen eigenen Stift zur Stimmabgabe nutzen. 

Bei der Kommunalwahl gibt es im Stadtgebiet 755 Wahllokale, die Briefwahl wird in Messehallen in Riem ausgezählt. Rund 14.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer unterstützen die Landeshauptstadt bei der Kommunalwahl ehrenamtlich. 

Update: 14.02 Uhr: Merkels Spitzengespräch mit Wirtschaft wegen Coronavirus abgesagt

Nach der Internationalen Handwerksmesse in München ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus auch das alljährliche Spitzengespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der deutschen Wirtschaft abgesagt worden. Das gab der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) am Dienstag in Berlin bekannt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt nicht zum Spitzengespräch mit der deutschen Wirtschaft nach München.

Merkel trifft am Rande der Handwerksmesse alljährlich die Spitzen der vier großen Wirtschaftsverbände von Handwerk (ZDH), Industrie (BDI), Arbeitgebern (BDA) sowie Industrie- und Handelskammern (DIHK). Der diesjährige Termin war für den 13. März geplant. Die Veranstalter hatten am Vortag bereits die Messe abgesagt, die mit 1000 Ausstellern aus 60 Ländern und mehr als 100 000 Besuchern wichtigste Leistungsschau des Handwerks in Deutschland.

Update: 12.41 Uhr: OB Reiter fordert klare Kriterien für Großveranstaltungen 

Heute hat sich erneut der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) "Coronavirus" unter der Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter getroffen.

Zur Frage, ob Großveranstaltungen weiter stattfinden können, liegt bislang nur eine Empfehlung des bayrischen Gesundheitsministeriums vor, internationale Großmessen abzusagen. Für alle anderen Großveranstaltungen erarbeitet das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) derzeit erst noch konkrete, umsetzbare Beurteilungskriterien. Bis auf Weiteres können Großveranstaltungen deshalb, gegebenenfalls unter Auflagen der Gesundheitsbehörden, grundsätzlich stattfinden.

OB Reiter: „Ich bin mir hier mit dem Deutschen Städtetag völlig einig, dass wir schnellsten einheitliche Standards brauchen, um verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können.“

Im Vorfeld forderte die Bayernpartei, das Veranstaltungen im neuem und altem Rathaus wegen der Gefahr der Ansteckung abgesagt oder verschoben werden sollten. 

Die München Liste geht sogar noch einen Schritt weiter. Sie bittet die Stadt zu überprüfen, ob es sinnvoll wäre, die Kommunalwahl am 15. März zu verschieben. Sie befürchtet eine Ansteckungsgefahr durch die große Ansammlung von Menschen. 

Aktuell gibt es in Deutschland 157 bestätigte Coronainfektionen, davon in ganz Bayern 27, von denen sechs auf München entfallen, die sich alle in stationärer Behandlung befinden.

Update: 09.13 Uhr Münchner Krisenstab zum Coronavirus tagt zum ersten Mal

Am Montag hat unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) „Coronavirus“ erstmals getagt. Mitglieder des Stabs sind Vertreterinnen und Vertreter der städtischen Referate und des bayerischen Gesundheitsministeriums. Neben einem Sachstandsbericht zur aktuellen Situation der Coronainfektionen klärt der SAE aktuelle Handlungsbedarfe, insbesondere solche mit erhöhtem Bedarf an Koordinierung und/oder beschleunigten Verfahren.

Das Kreisverwaltungsreferat hat unter der Nummer 089 233-44740 ein Bürgertelefon eingerichtet, das ab sofort täglich von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet. Aktuell gibt es in ganz Bayern 25 bestätigte Coronainfektionen, vier davon laut Aussage des Referats für Gesundheit und Umwelt in München, die sich alle in stationärer Behandlung befinden.

OB Reiter: „Mir ist es wichtig, dass wir die Münchnerinnen und Münchner völlig transparent über die jeweils aktuelle Situation informieren.“

Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) „Coronavirus“ wird sich bis auf Weiteres täglich treffen.

Update: 03. März, 09.03 Uhr  Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 steigt in Bayern weiter.

München –  Am Montag bestätigte das Gesundheitsministerium in München 13 neue Fälle. Wegen der Ausbreitung des Virus wurde die Internationale Handwerksmesse in München abgesagt. Sie ist mit alljährlich 1000 Ausstellern aus 60 Ländern und mehr als 100 000 Besuchern die wichtigste Leistungsschau des Handwerks in Deutschland. Die Messe hätte vom 11. bis 15. März stattfinden sollen.

Allein am Montag gab es sechs neue Corona-Fälle im Landkreis Freising, drei in München, zwei im oberfränkischen Landkreis Bayreuth, und je einen im mittelfränkischen Schwabach, und im Landkreis Ostallgäu.

Bislang sind in Bayern insgesamt 35 Patienten positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. 14 von ihnen, die im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf standen, wurden vor einigen Tagen gesund aus den Krankenhäusern entlassen. Seit vergangenem Donnerstag gab es damit 15 neue bestätigte Infektionen. Ärzte rechnen mit weiteren Patienten.

Eigentlich wollte die Gesellschaft für Handwerksmessen die Traditionsveranstaltung nicht streichen, auch wenn sie mit weniger Besuchern rechneten und bereits erste Aussteller abgesagt hatten. Anstelle einer Absage waren verstärkte Hygienemaßnahmen geplant. Staatsregierung und Behörden hatten jedoch Bedenken. In dem Krisenstab arbeiten unter anderem Gesundheits- und Innenministerium, Polizei und Katastrophenschutz mit.

Für Münchner Hotellerie und Gastronomie bedeutet die Absage entgangene Einnahmen in Millionenhöhe. Messegäste, die über Nacht bleiben, bringen drei- bis vierstellige Umsätze. In den vergangenen Wochen wurden wegen des Coronavirus in mehreren Ländern international bekannte Messen abgesagt, darunter die Tourismusmesse ITB in Berlin, der Genfer Automobilsalon und der World Mobile Congress für Handys und andere mobile Geräte in Barcelona.

Um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren, mahnte das Kultusministerium nach den Faschingsferien, Schüler, die in Risikogebieten - dazu gehören neben China und Iran auch Teile Norditaliens - im Urlaub waren, sollten unnötige Kontakte vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben. „An den Realschulen und den Gymnasien hat heute im Durchschnitt weniger als ein Schüler pro Schule aus diesem Grund gefehlt“, sagte ein Ministeriumssprecher. Veranstaltungen wurden abgesagt oder verschoben, etwa ein geplanter Studien-Info-Tag an der Uni Würzburg.

In München wurde ein BMW-Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Er sei nicht auf Reisen gewesen und habe im Forschungs- und Entwicklungszentrum (FIZ) gearbeitet, sagte eine BMW-Sprecherin. Rund 150 Mitarbeiter im FIZ, die mit ihm Kontakt hatten, seien nun für zwei Wochen zu Hause in Quarantäne, die Großraumbüros würden desinfiziert. Dem Mann gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte die Sprecherin.

Weil ein Mitarbeiter von ProSiebenSat.1 in Düsseldorf positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde, wurden vorsorglich 200 Mitarbeiter am Unternehmenssitz in Unterföhring bei München ins Homeoffice geschickt. Hintergrund sei, dass Mitarbeiter, die mit dem Infizierten in Kontakt waren, zwischen den Standorten hin und her reisten, sagte eine Unternehmenssprecherin.

In Zolling im Landkreis Freising sollte eine Kita für mindestens eine Woche geschlossen bleiben. Laut Landratsamt Freising wurde der Ehemann einer Erzieherin positiv auf den Erreger getestet. Am Abend besttätigte das Gesundheitsministerium in München fünf weitere Fälle in dem Kreis. Ob die Frau unter den Infizierten ist, war erst einmal unklar. Ihr Mann hatte sich in der vergangenen Woche im Raum Köln aufgehalten und dabei „engen Kontakt zu einer Person aus dem Kreis Heinsberg gehabt“. Das sei die wahrscheinliche Quelle der Infektion, hieß es. Auch im Landkreis Bayreuth wurde ein Kindergarten vorsorglich geschlossen.

Update: 15.55 Uhr: 200 ProSiebenSat.1-Mitarbeiter aus Unterföhring wegen Corona im Homeoffice 

Weil ein Mitarbeiter von ProSiebenSat.1 in Düsseldorf positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden ist, sind vorsorglich 200 Mitarbeiter am Unternehmenssitz in Unterföhring bei München ins Homeoffice geschickt worden. 

Die Maßnahme sei rein vorsorglich, es bestehe kein begründeter Verdacht, sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag. Dem infizierten Mitarbeiter gehe es gut. Der Betroffene selbst sei nicht in München gewesen, es gebe aber Mitarbeiter, die zuletzt an beiden Standorten gewesen sein. 

Etwa die Hälfte der betroffenen 200 Mitarbeiter in München sei negativ auf das Virus getestet worden - alle weiteren Ergebnisse werden bis Mittwoch erwartet.

Update: 15.11 Uhr: Zwei weitere Coronavirus-Fälle in Bayern - Insgesamt  15 Fälle seit Donnerstag

Ein Ministeriumssprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) weitere zwei Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 15 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. 

Die zwei neuen Fälle wurden aus dem oberfränkischen Landkreis Bayreuth gemeldet

Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. Auch werden erforderliche Infektionsschutzmaßnahmen eingeleitet. Zuvor waren bis Montagvormittag (Stand 09.00 Uhr) fünf neue Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt worden. Davon wurden zwei neue Fälle aus München gemeldet, ein weiterer Fall aus der mittelfränkischen Stadt Schwabach. Bei zwei neuen Fällen aus dem Landkreis Freising und dem Landkreis Ostallgäu handelt es sich jeweils um Kontaktpersonen der gestern gemeldeten Coronavirus-Fälle.

Update: 13.24 Uhr: BMW-Mitarbeiter mit Coronavirus im Krankenhaus 

 Ein BMW-Mitarbeiter in München ist positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Er sei nicht auf Reisen gewesen und habe im Forschungs- und Entwicklungszentrum (FIZ) gearbeitet, sagte eine BMW-Sprecherin am Montag. 

Ein Mitarbeiter bei BMW hat sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt.

Rund 150 Mitarbeiter im FIZ, die mit ihm Kontakt hatten, seien jetzt für zwei Wochen zu Hause in Quarantäne, die Großraumbüros würden desinfiziert. Der operative Betrieb laufe ohne Einschränkungen weiter. 

Der betroffene Mitarbeiter sei am Sonntag zum Arzt gegangen und inzwischen im Krankenhaus. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagte die Sprecherin.

Update: 11.16 Uhr: Bis Montagvormittag fünf neue Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis Montagvormittag weitere fünf Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. 

Damit gibt es seit Donnerstag insgesamt 13 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern 

Zwei neue Fälle wurden aus München gemeldet, ein weiterer in der kreisfreien Stadt Schwabach in Mittelfranken. Bei zwei neuen Fällen aus dem Landkreis Freising und dem Landkreis Ostallgäu handelt es sich jeweils um Kontaktpersonen der gestern gemeldeten Coronavirus-Fälle. Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen.

Update: 02. März, 09.35 Uhr: Aktuelle Informationen zum Besuch von Kitas und Schulen in München

Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) derzeit als gering bis mäßig erachtet. Momentan gelten gemäß den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts u.a. die Lombardei, die Region Emilia-Romagna, und die Stadt Vo in der Provinz Padua in Venetien als Risikogebiete. 

Hier können Sie sich über den aktuellen Stand informieren.

Aktuelle Informationen zum Besuch von Kitas und Schulen in München.
  • Kinder, Jugendliche und Beschäftigte, die nicht in einem der Risikogebiete waren und keinen Kontakt zu einem am neuartigen Coronavirus Erkrankten hatten, müssen keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen beachten. Falls Erkältungs- oder Grippesymptome auftreten, sollten die Betroffenen – wie sonst auch üblich – zu Hause bleiben und Kinder nicht in Gemeinschaftseinrichtungen schicken (dazu gehören auch Kindertageseinrichtungen und Schulen). 
  • Kinder, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Schülerinnen und Schüler, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, wird angeraten, unabhängig von Symptomen unnötige Kontakte zu vermeiden und, sofern das möglich ist, zu Hause zu bleiben. Die Schule ist umgehend darüber in Kenntnis zu setzen. In diesem Fall gilt die Nichtteilnahme am Unterricht als entschuldigt i.S.d. § 20 Abs. 1 BaySchO. 
  • Personen, die in einem der Risikogebiete waren und innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome bekommen wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, müssen alle nicht notwendigen Kontakte vermeiden und zu Hause bleiben. Betroffene setzen sich bitte umgehend telefonisch mit ihrer Hausarzt- oder Kinderarztpraxis in Verbindung oder rufen den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 an. 

Dienstanweisung für städtische Beschäftigte und Lehrer

Die Landeshauptstadt München hat am 1. März 2020 eine Dienstanweisung zum Schutz der städtischen Beschäftigten sowie eine weitere Dienstanweisung für die städtischen Lehrkräfte vor Infektionen durch den neuartigen Corona-Virus erlassen. 

Demnach sollen u.a. Beschäftigte, die in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet waren und keine Krankheitssymptome haben, unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben und die allgemeinen Hygienetipps zum Infektionsschutz beachten. Die betroffenen Beschäftigten müssen sich unverzüglich telefonisch mit ihrer Dienststelle zur konkreten Abstimmung in Verbindung setzen. 

Beschäftigte mit Symptomen wie z.B. Fieber, Muskelschmerzen, Schnupfen, die sich in den letzten 14 Tagen vor Symptombeginn in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder unter Symptomen leiden und Kontakt zu einem COVID-19 Patienten hatten, sind begründete Verdachtsfälle. Diese Personen müssen zuhause bleiben und sich umgehend mit ihrer Hausärzt*in in Verbindung setzen. 

Sonderregelung für Lehrkräfte

Lehrkräfte, die in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet waren und keine Krankheitssymptome haben, bleiben im Dienst. Ausnahmen sind im Einzelfall für die Dauer von 14 Tagen möglich, wenn mit dem Fernbleiben vom Dienst kein Unterrichtsausfall verbunden ist. Alles Weitere ist mit der Schulleitung abzustimmen. Nicht notwendige Reisen in Risikogebiete sollen unterbleiben. 

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat als oberste Schulaufsichtsbehörde die notwendigen Informationen für Schulen zusammengefasst.

Update: 02. März, 08.54 Uhr Bayerns Coronavirus-Krisenstab hat zum ersten Mal beraten

München – Der neu eingerichtete Coronavirus-Krisenstab Bayerns ist am Sonntag im bayerischen Gesundheitsministerium in München zum ersten Mal zusammengekommen. Die Sitzung fand unter Leitung von Gesundheitsministerin Melanie Huml und von Innenminister Joachim Herrmann statt. Beteiligt an dem Krisenstab sind auch weitere bayerische Staatsministerien. Außerdem nahm der Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Dr. Andreas Zapf, an den Beratungen teil. 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (vordere Reihe rechts) und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (vordere Reihe links) mit dem Inspekteur der bayerischen Polizei Harald Pickert (hintere Reihe Mitte), BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk als Vertreter der freiwilligen Hilfsorganisationen in Bayern (hintere Reihe links) sowie Dr. Fritz-Helge Voß, Landesbeauftragter Technisches Hilfswerk Landesverband Bayern (hintere Reihe rechts).

Der Krisenstab befasste sich unter anderem mit der Frage der Risikobewertung von Großveranstaltungen. Der Krisenstab empfiehlt allen lokalen Behörden und Veranstaltern, unverzüglich die Prinzipien des RKI für die Risikobewertung anzuwenden. 

Gesundheitsministerin Huml betonte nach der Sitzung: "Die Folge wird sein, dass manche Großveranstaltungen wie zum Beispiel Messen abgesagt oder verschoben werden. Für uns ist klar: Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität. Dabei sind wir natürlich in engem Kontakt mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Robert Koch-Institut in Berlin." 

Die Einrichtung des Krisenstabes war am vergangenen Freitag beschlossen worden

Bereits mit dem Auftreten des ersten Verdachtsfalls in Bayern am 24. Januar war ein Arbeitsstab im Gesundheitsministerium gebildet worden. Es gab seitdem fast täglich gemeinsame Lagebesprechungen mit dem LGL. Innenminister Herrmann machte am Sonntag deutlich: "Der enge Austausch im gemeinsamen Krisenstab mit dem bayerischen Gesundheitsministerium und anderen beteiligten Behörden und Organisationen ist eine wichtige Voraussetzung, um die erforderlichen Maßnahmen koordiniert abzustimmen.“

 Laut Herrmann sind im Krisenstab auch Experten der Polizei und des Katastrophenschutzes vertreten. "Zusätzlich setzen wir auf unser Lagezentrum im Innenministerium, das rund um die Uhr besetzt ist, um polizeiliche Maßnahmen zu koordinieren", ergänzte Herrmann. "Sollte es notwendig sein, können wir schnell und effektiv reagieren." Der Innenminister lobte die bereits sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und sicherte zu: "Wir werden unsere Bevölkerung bestmöglich schützen!"

UPDATE, Sonntag, 17.30 Uhr: Vier neue Fälle von Coronavirus in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Sonntag über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Sonntag weitere vier Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. 

Damit gibt es derzeit (Stand: 12.00 Uhr) seit Donnerstag insgesamt acht neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. 

Darunter befindet sich ein Fall aus Mittelfranken. Es handelt sich um die Ehefrau des Mannes aus Nürnberg, dessen positiver Befund am Freitag vom baden-württembergischen Sozialministerium bekannt gegeben worden war. Dieser war am Freitag im Städtischen Klinikum Karlsruhe stationär aufgenommen worden. Die Frau befindet sich im Klinikum Nürnberg auf Isolierstation. 

Die drei anderen neuen Fälle wurden aus den Landkreisen Freising, Starnberg und Ostallgäu gemeldet. Bei den drei am späten Samstagnachmittag bestätigten Coronavirus-Fällen aus Oberbayern handelt es sich um Personen aus München sowie aus den Landkreisen Ebersberg und Rosenheim. 

Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. Im Fall des Mitarbeiters des Universitätsklinikums Erlangen, dessen positiver Befund am Donnerstagabend bekannt geworden war, liegen nun weitere Testergebnisse der ermittelten Kontaktpersonen vor. Darunter befanden sich bislang keine positiven Befunde.

Vergangene Updates

Aufgrund der Ausbreitung der Coronavirusinfektionen (COVID-19) in Norditalien und der neuen Fälle in Deutschland hat Oberbürgermeister Dieter Reiter heute einen Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) einberufen. „Ich will sicher sein, dass wir in München bestens vorbereitet sind, wie auch immer sich die Lage weiter entwickeln wird. Im SAE können wir alle Maßnahmen, die erforderlich werden, schnell veranlassen. Und, auch das ist mir wichtig: Wir werden die Münchnerinnen und Münchner natürlich fortlaufend über die aktuelle Situation informieren.“ 

Oberbürgermeister Dieter Reiter hat einen Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) zum Coronavirus einberufen.

Besorgte Münchnerinnen und Münchner fragen bereits bei der städtischen Gesundheitsbehörde nach und ihre Anzahl werde wahrscheinlich weiter steigen, wenn jetzt viele aus den Ferien zurückkommen. Deshalb gibt das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) folgende Hinweise: 

  • Derzeit gelten gemäß den Richtlinien des RKI u.a. in Norditalien die Provinz Lodi in der Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in Venetien als Risikogebiete. Personen, die nicht in einem der Risikogebiete waren und keinen Kontakt zu einem am neuartigen Coronavirus Erkrankten hatten, müssen keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen beachten. 
  • Falls Erkältungs- oder Grippesymptome auftreten, sollten die Betroffenen – wie sonst auch üblich – zu Hause bleiben und Kinder nicht in Gemeinschaftseinrichtungen schicken (z.B. Kindergarten, Schule). Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. 
  • Personen, die in einem der Risikogebiete waren und innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome bekommen wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, sollten alle nicht notwendigen Kontakte vermeiden und zu Hause bleiben. Betroffene setzen sich bitte umgehend telefonisch mit ihrer Hausarzt- oder Kinderarztpraxis in Verbindung oder rufen den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 an. Das weitere Vorgehen wird dann gemeinsam besprochen.
  • Personen mit Wohnsitz in München, die während ihrer Italienreise innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten hatten, kontaktieren bitte umgehend das Münchner Gesundheitsamt unter rgu.infektionsschutz@muenchen.de oder Tel.: 089-233 47819 (Hotline, Montag – Donnerstag, 08.30 – 15.00 Uhr, Freitag 08.30 – 12.00 Uhr, Samstag - Sonntag 10.00 – 12.00 Uhr. Die Erreichbarkeit wird der aktuellen Situation angepasst). Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen.
  • Wichtiger denn je sind allgemeine Hygienemaßnahmen und die Einhaltung der Husten- und Niesetikette. „Niesen und husten Sie in die Ellenbeuge oder in ein Taschentuch, das sie sofort entsorgen, verzichten Sie auf Händeschütteln, waschen Sie die Hände gründlich und regelmäßig und meiden Sie größere Menschenansammlungen“, rät Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs. 
Folgende Richtlinie sollen das Risiko einer Infektion mit Grippe oder anderen Erregern vermindern.

„Eine Grippe-Schutzimpfung ist darüber hinaus nach wie vor derzeit absolut sinnvoll und indiziert. Sie schützen sich damit vor den gefährlichen Influenza-Viren und helfen bei der schnelleren Diagnostik beim Auftreten von Krankheitssymptomen. Impfberatung erteilt jede Hausärztin und jeder Hausarzt, jede Kinderärztin und jeder Kinderarzt und auch die Impfberatungsstelle des Gesundheitsreferats“, sagt Münchens Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs.

Update: 14.45 Uhr Keine Schulschließung geplant

Die Abriegelung ganzer Ortschaften wegen des Coronavirus wie etwa in Italien steht in Bayern nach Angaben der Staatsregierung nicht zur Diskussion. „Ein ganzes Dorf abzuriegeln, steht definitiv nicht zur Debatte“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag in München nach einer Sitzung des Kabinetts zur Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und Bayern. Der Freistaat sehe die Strategie vor, Personen die krank sind oder bei denen ein Verdacht bestehe, zu isolieren und unter Quarantäne zu stellen.

Die bayerische Staatsregierung setzt angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus nicht auf Abschottung, sondern auf Aufklärung und Information. Man sehe noch keine Notwendigkeit, etwa proaktiv Schulen zu schließen, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Freitag. Reagieren werde man erst, wenn Fälle von Infizierten an Schulen auftreten. Auch Großveranstaltungen in Bayern würden nicht abgesagt. Allerdings empfehle man, dass etwa bei Messen mit mehr als 1.000 Teilnehmern Aussteller aus Corona-Risikogebieten ausgeladen werden sollten.

Die entsprechenden Risikogebiete seien auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts (RKI) aufgelistet. Huml betonte, dass diese Empfehlungen „Stand heute“ gelten, denn es handle sich bei der Verbreitung des Coronavirus um eine „dynamische“ Entwicklung. Dazu kämen die Menschen, die am Wochenende aus den Faschingsferien zurückkehren, unter anderem aus Italien, wo es derzeit die meisten Corona-Infizierten in Europa gibt. In Flugzeugen und Zügen soll nun Infomaterial zum Coronavirus ausgelegt werden.

Der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, betonte, dass man das „Ausbruchsgeschehen“ verlangsamen wolle. Die Influenza, also die „normale“ Grippe, habe jetzt ihren Höhepunkt erreicht. Sei dieser überschritten, gebe es natürlich mehr Kapazitäten für Corona-Patienten. Er hoffe außerdem, dass das Coronavirus sich jahreszeitlich verhalte wie auch der Grippevirus.

Update: 27. Februar, 08.31

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Mittwoch über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis zum frühen Mittwochnachmittag keine neuen Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. 

Damit hat es bislang (Stand 15.00 Uhr) insgesamt 14 bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern gegeben. Davon befindet sich noch ein Fall in der München Klinik Schwabing. 

Hinweisen auf mögliche bayerische Kontaktpersonen des ersten bestätigten Coronavirus-Falles in Baden-Württemberg wird derzeit nachgegangen.  

Das bayerische Gesundheitsministerium rät zudem weiterhin Rückkehrern aus einem Italien-Urlaub, sich bei einem begründeten Verdacht einer Coronavirus-Infektion telefonisch an den Hausarzt wenden. Ein begründeter Verdachtsfall besteht bei Personen, die Symptome haben und sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Wer in Italien mit einem Coronavirus-Erkrankten persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden.

Update 18. Februar, 14:10 Uhr

Am gestrigen Montag hat die München Klinik Schwabing zwei weitere Coronavirus-Fälle entlassen. Insgesamt sind damit fünf der Patienten, die in der München Klinik Schwabing wegen Coronavirus behandelt wurden, gesund und entlassen. 

Alle entlassenen Personen sind wieder vollständig gesund, nicht mehr ansteckend und erfüllen alle Entlasskriterien – darunter mehrere negative Tests auf das Coronavirus. 

Die München Klinik Schwabing behandelt auf der Station insgesamt noch vier Menschen mit Coronavirus. Sie alle sind klinisch stabil und weitestgehend symptomfrei und blicken auf Grundlage der Entlasskriterien ebenfalls einer zeitnahen Entlassung entgegen. 

Den Entlassungen voraus gegangen war ein intensiver Austausch mit den staatlichen Behörden, welche die Entlasskriterien zusammen mit mehreren hochrangigen wissenschaftlichen Experten, darunter auch dem Robert Koch-Institut (RKI), diskutierten und bestimmen mussten. 

„Allgemeine Kriterien für eine Entlassung sind unter anderem kein Coronavirus-Nachweis in den Atemwegssekreten, Symptomfreiheit und eine ausreichend lange Isolationsdauer. Bei Erfüllung dieser Kriterien ist davon auszugehen, dass von den Betroffenen keine Ansteckungsgefahr mehr ausgeht“, sagt Dr. Andreas Zapf, Präsident des LGL.

Die entlassenen Personen haben darum gebeten, die Privatsphäre zu schützen, und bleiben anonym. Prof. Clemens Wendtner, 

Chefarzt der Infektiologie in Schwabing: „Wir sprechen mit den Patienten ab, was wir über ihren Gesundheitszustand nach außen geben. Sie haben uns gebeten, transparent zu informieren, aber darüber hinaus keine zusätzlichen privaten oder gesundheitlichen Details zu veröffentlichen. Das respektieren wir und daran orientieren wir uns seit Beginn des Aufenthalts.“

Update 13. Februar, 14.05 Uhr

Es war der Moment, auf den das ärztliche und pflegerische Team der Infektiologie in der München Klinik Schwabing seit 16 Tagen gewartet hat: am 12. Februar konnten sie erstmals jemandem, der mit Coronavirus in Schwabing behandelt wurde, die gute Nachricht der Entlassung überbringen. 

Die Person sei wieder vollständig gesund, nicht mehr ansteckend und erfülle alle vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in enger Abstimmung mit den behandelnden Ärzten und einem wissenschaftlichen Expertengremium diskutierten Entlasskriterien – darunter mehrere negative Tests auf das Coronavirus. 

Alle in der München Klinik Schwabing zur klinischen Überwachung mit entsprechender Isolation verbleibenden acht Patienten seinen klinisch stabil und blicken auf Grundlage der neuen Kriterien ebenfalls einer absehbaren Entlassung entgegen.

Prof. Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing: „Wer von uns offiziell entlassen wird, kann ohne Kontaktsperre wieder in seinen Alltag zurückkehren. Hier gibt es keinen Anlass mehr zur Sorge oder zur Zurückhaltung.“ Er ergänzt: „Mein Dank geht an das gesamte ärztliche und pflegerische Team unserer Infektiologie, das in den vergangenen Wochen wirklich Herausragendes geleistet hat und noch leistet. Außerdem habe ich großen Respekt vor meinen Patienten, die mit dieser belastenden Situation ruhig und gelassen umgehen. Sie sind die wahren Helden.“

Kriterien für eine Entlassung nach der Infektion mit dem Coronavirus

Voran gegangen war ein intensiver Austausch mit den staatlichen Behörden, welche die Entlasskriterien zusammen mit mehreren hochrangigen wissenschaftlichen Experten, darunter auch dem Robert Koch-Institut (RKI), diskutierten und bestimmen mussten. „Allgemeine Kriterien für eine Entlassung sind unter anderem kein Coronavirus-Nachweis in den Atemwegssekreten, Symptomfreiheit und eine ausreichend lange Isolationsdauer. Bei Erfüllung dieser Kriterien ist davon auszugehen, dass von den Betroffenen keine Ansteckungsgefahr mehr ausgeht“, sagt Dr. Andreas Zapf, Präsident des LGL.

Die entlassene Person hat darum gebeten, die Privatsphäre zu schützen, und bleibt anonym

Prof. Wendtner: „Wir sprechen mit den Patienten ab, was wir über ihren Gesundheitszustand nach außen geben. Sie haben uns gebeten, transparent zu informieren, aber darüber hinaus keine zusätzlichen privaten oder gesundheitlichen Details zu veröffentlichen. Das respektieren wir und daran orientieren wir uns seit Beginn des Aufenthalts.“

Dr. Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender der Webasto Gruppe, erklärt: „Ich freue mich sehr, dass der erste unserer Mitarbeiter gesund entlassen und zu seiner Familie zurückkehren konnte. Die Vertreter der Medien bitte ich, die Privatsphäre unserer Mitarbeiter zu respektieren. Die letzten Wochen waren eine enorme Belastung für die Kollegen und ihre Familien. Sie brauchen jetzt vor allem Zeit für sich und ihre Angehörigen.“

Acht Coronapatienten blicken ebenfalls einer zeitnahen Entlassung entgegen 

Die München Klinik Schwabing behandelt auf der Station insgesamt noch acht Menschen mit Coronavirus. Sie alle sind klinisch stabil und weitestgehend symptomfrei. Prof. Wendtner: „Der Patient, bei dem eine Entzündung der Atemwege diagnostiziert wurde, entwickelt sich positiv. Wir beobachten eine abklingende Entzündung. Insgesamt zeigen die meisten Patienten im Verlauf Ihres Aufenthalts bei uns lediglich leichte grippeähnliche Symptome, wobei fast alle inzwischen wieder weitestgehend symptomfrei sind.“

Prof. Wendtner: „Die definierten Kriterien ermöglichen es uns, bei unseren Patienten in Richtung Entlassung zu denken. Gerade bei den früh diagnostizierten Patienten sind wir hinsichtlich einer zeitnahen Entlassung optimistisch. Sobald ein Patient alle Entlasskriterien erfüllt, kann er die klinische Beobachtung verlassen und zurück in sein gewohntes Umfeld“.

Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik, dankte dem Team schon jetzt für seinen großen engagierten Einsatz. „Jetzt freuen wir uns, dass Schritt für Schritt etwas mehr Normalität auf der Station einkehren kann, während das Team natürlich hoch engagiert weiterarbeitet.“

Update 12. Februar, 15.32 Uhr

„Der gestern Abend mit Corona-Virus bestätigte Patient ist klinisch stabil und aktuell weitestgehend symptomfrei.“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. med. Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie an der München Klinik Schwabing.

„Der Patient, bei dem eine Entzündung der Atemwege diagnostiziert wurde, entwickelt sich positiv. Wir beobachten eine abklingende Entzündung. Insgesamt zeigen die meisten Patienten im Verlauf Ihres Aufenthalts bei uns lediglich leichte grippeähnliche Symptome, wobei fast alle inzwischen wieder weitestgehend symptomfrei sind.“ 

Die klinische Beobachtung aller Patienten dauere noch an. Das gleiche gelte auch für die Rahmenbedingungen für einen Entlasszeitpunkt, der mit den entsprechenden Behörden abgestimmt werde. 

Aktuelle Versorgungskapazitäten für bestätigte Corona-Virus-Patienten 

„Unsere vorhandenen Betten sollen ausschließlich für bestätigte Coronavirus-Patienten vorgehalten werden. Deshalb gilt: Wer hohes Fieber hat, hat mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine normale Erkältung oder Grippe (Influenza). Bevor diese Patienten in Schwabing in unserer Infektiologie aufgenommen werden, sollte der Corona-Virus-Test erfolgt sein.“, betont Prof. Wendtner. 

Für Grippe-Verdachtsfälle gilt deshalb: Jedes Krankenhaus in Bayern verfügt über die Versorgungsmöglichkeit und auch die Isolationsmöglichkeit von Influenzafällen, Influenza-Verdachtsfällen oder auch Corona-Verdachtsfällen. Diese sollten daher nicht automatisch nach Schwabing geschickt werden, noch bevor eine Sichtung und Testung erfolgt ist.

Update 6. Februar, 16.57 Uhr

In Bayern gibt es einen elften Coronavirus-Fall. Auch die Frau eines Erkrankten aus dem Landkreis Traunstein sei nun positiv auf das Virus getestet worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Der Mann ist, wie die zuvor in Bayern anderen infizierten Erwachsenen, ein Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bei München.

Zwei der Kinder des Paares waren ebenfalls positiv getestet worden. Sie sind nach Ärzte-Angaben - ebenso wie die Mutter - symptomfrei. Auch der gesundheitliche Zustand des Vaters ist stabil. Die Familie ist in Trostberg im Krankenhaus. Die anderen sieben Patienten sind in der München Klinik Schwabing isoliert untergebracht.

Zuerst hatte sich ein Mitarbeiter am Stockdorfer Firmensitz von Webasto bei einer chinesischen Kollegin angesteckt, die inzwischen wieder in ihrer Heimat ist.

Update 6. Februar, 11.26 Uhr

„Corona ist auf keinen Fall gefährlicher als Influenza“, sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. Dort werden weiter sieben der zwölf Infizierten in Deutschland behandelt.

Die Sterblichkeit werde zwar in China mit zwei bis drei Prozent angegeben, sagte Wendtner. Aber: „Das halten wir für überschätzt. Wir gehen davon aus, dass die Sterblichkeit deutlich unter einem Prozent liegt, eher sogar im Promillebereich.“ Das sei eine ähnliche Größe wie bei der Influenza. „Mit einer sehr, sehr gefährlichen Erkrankung hat das nicht viel zu tun.“

Chefarzt Klinikum Schwabing Wendtner

Die Überbewertung bei dem Coronavirus rühre daher, dass in China wegen der Kapazitätsengpässe nur die schweren Fälle in Krankenhäuser aufgenommen würden; die Dunkelziffer sei hoch.

Grundsätzlich sei das Coronavirus ähnlich ansteckend wie das Influenzavirus - aber deutlich weniger infektiös als die Masern. Abstand halten und regelmäßiges Händewaschen reduziere das Risiko erheblich. Niemand müsse im Alltag Mundschutz tragen. „Das bringt gar nichts“, sagte der Mediziner auch mit Blick auf die extrem niedrige Zahl von Infizierten in Deutschland. Die Wahrscheinlichkeit, sich hierzulande mit Corona zu infizieren, sei anders als bei der Grippe, die alljährlich mehrere Hunderttausend Menschen trifft, sehr gering.

Wendtner geht allerdings wie seine Kollegen von der Charité in Berlin und dem Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr davon aus, dass Corona-Patienten auch bei sehr schwachen Symptomen ansteckend sein können. Bei einigen von ihnen seien ansteckende Viren in größerer Zahl auch dann im Nasen-Rachen-Raum nachweisbar gewesen. Ob auch eine Ansteckungsgefahr über Stuhl bestehe, werde derzeit untersucht.

Die Corona-Symptome seien leicht mit der Influenza oder auch einer Erkältung zu verwechseln

Anfangs könne die Nase laufen, der Patient leide unter Halsweh, später auch Husten und eventuell Fieber. „Nicht jeder, der hustet, ist verdächtig auf eine Corona-Infektion“, betonte Wendtner. Bei unkomplizierten Fällen geht der Arzt davon aus, dass die Erkrankung ungefähr zehn Tage bis zwei Wochen dauere. Anders sei es, wenn Komplikationen einträten, etwa eine zusätzliche bakterielle Infektion - oft als Lungenentzündung - aufgrund der Schwächung des Organismus oder eine übersteigerte Immunreaktion, die ebenfalls in einer Lungenentzündung münden könne.

Er gehe nicht davon aus, dass sich das Virus in Deutschland und Europa ähnlich epidemieartig ausbreiten werde wie in China, sagte Wendtner. „Wir haben ein sehr gutes Gesundheitssystem, um die Dinge früh einzudämmen. Wenn wir weiter an einem Strang ziehen, werden wir das in Deutschland im Griff behalten.“

Unklar sei aber, ob sich das Virus wie die Influenza weltweit halten könne oder wieder ganz verschwinde. „Die Frage ist: Wird es das Coronavirus schaffen, sich ähnlich wie die Influenza zu etablieren, so dass wir jedes Jahr eine Coronawelle bekommen. Ziel der weltweiten Maßnahmen - auch in Deutschland - ist es, das Virus im Idealfall ganz auszuschalten.“

Nicht zuletzt deshalb werde vor allem in den USA an einem Impfstoff gearbeitet, der in einigen Monaten vorliegen könnte. „Es gibt erste Spekulationen, dass es im Mai oder Juni soweit sein könnte. Aber wir hoffen natürlich alle, dass bis dahin die Dinge auch für China ausgestanden sind.“

Update 4. Februar

Die sieben Corona-Patienten in der München Klinik Schwabing befinden sich weiter alle in stabilem klinischen Zustand. Das gelte auch für einen Erkrankten, bei dem neben erhöhter Temperatur aktuell eine beginnende Entzündung der Atemwege beobachtet werde, teilte die Klinik am Dienstag mit.

Coronavirus - Insgesamt jetzt fünf Entlassungen aus der München Klinik Schwabing

Die Patienten zeigten im Verlauf ihres Aufenthalts teilweise grippeähnliche Symptome, die meisten seien weitestgehend symptomfrei. Wann diejenigen, die sich gesund fühlen, nach Hause können, war unklar. „Die klinische Beobachtung aller Patienten dauert an - genau wie die intensive Abstimmung mit den zuständigen Behörden über die Rahmenbedingungen für einen Entlasszeitpunkt“, sagte Wendtner.

Insgesamt haben sich in Bayern inzwischen zehn Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

Der Erreger wurde bisher bei acht Mitarbeitern des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bei München nachgewiesen. Zudem wurden inzwischen zwei Kinder eines der Erkrankten positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet. In Deutschland wurde das Virus außer bei den Betroffenen in Bayern auch bei zwei Deutschen nachgewiesen, die am Samstag mit 124 weiteren Deutschen und deren Angehörigen aus China ausgeflogen wurden. Auch ihnen ging es nach Einschätzung der Ärzte zunächst gut.

In China erhöhte sich unterdessen die Zahl der Toten auf mehr als 360, die Zahl der bestätigten Infektionen in China kletterte sprunghaft um knapp 3000 auf mehr als 17 000 Fälle.

Coronavirus steht im Bayrischen Kabinett im Mittelpunkt

Exakt eine Woche nach Bekanntwerden des ersten Corona-Falls in Bayern steht der Umgang mit dem Virus am Dienstag auch im Kabinett im Mittelpunkt. Bislang gibt es im Freistaat zehn mit dem Coronavirus infizierte Menschen - alle soweit in guter Verfassung. Sie seien in gesundheitlich stabilem Zustand, teilte das bayerische Gesundheitsministerium erst am Montag mit. Bereits vor einer Woche hatte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) im Kabinett über den Umgang mit dem Virus in Bayern berichtet.

Nach Krankheitsfällen mit Coronavirus: Webasto schließt Werk in Stockdorf

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bleibt die Firmenzentrale des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bis einschließlich 11. Februar 2020 geschlossen. „Inzwischen sind insgesamt sieben unserer Mitarbeiter in Deutschland positiv auf den Coronavirus getestet. Das nehmen wir sehr ernst. Die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen steht für uns an allererster Stelle. Wir haben daher beschlossen, dass ein Großteil der mehr als 1.000 Mitarbeiter weitere neun Tage von zuhause arbeitet. Das sind dann seit unserer Schließung insgesamt zwei Wochen. Damit orientieren wir uns an der von Experten für den Virus angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen“, erklärte Dr. Holger Engelmann, Vorsitzender des Vorstands, Webasto SE.  

Webasto hatte seine Firmenzentrale in Stockdorf bei München am 29. Januar 2020 nach Bekanntwerden erster Coronavirus-Infektionsfälle zum Schutz seiner Belegschaft auf eigene Initiative geschlossen. Dadurch sei es zu einer Unterbrechung der Infektionskette gekommen und es hätte seitdem keine weitere Infektion bei Webasto gegeben, so Engelmann. 

Die Verlängerung des mobilen Arbeitens für die Mitarbeiter sei eine Präventivmaßnahme des Unternehmens. Nach Informationen der zuständigen Behörden, mit denen sich Webasto ständig austauscht, sei das Arbeiten unter Einhaltung der hohen Hygienestandards am Standort Stockdorf aus gesundheitlicher Sicht jederzeit möglich. Alle Gebäude auf dem Gelände wurden in den letzten Tagen von Fachpersonal professionell gereinigt und desinfiziert.

Update 2. Februar

Es gibt einen achten bestätigten Corona-Fall in Deutschland. Wieder wird er in der München Klinik Schwabing behandelt. Insgesamt sind nun sechs Patienten mit Coronavirus dort in Behandlung. 

Chefarzt Prof. Dr. med. Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie an der München Klinik Schwabing: „Wir stehen in engem Austausch mit nationalen und internationalen medizinischen Experten von Universitäten und der WHO. Alle sechs Fälle bei uns mit Nachweis des Coronavirus (2019-nCoV) sind in einem klinisch stabilen Zustand, zeigten im Verlauf teilweise grippeähnliche Symptome und sind aktuell weitestgehend symptomfrei. Alle Patienten bleiben weiterhin zur klinischen Beobachtung bei uns.“ 

Aktuelle Versorgungskapazitäten für bestätigte Corona-Virus-Patienten
„Die München Klinik Schwabing kann im Bedarfsfall die aktuellen Kapazitäten aufstocken. Dann hätten wir bis zu 30 Betten in Schwabing für die Versorgung von Corona-Virus Patienten zur Verfügung. Diese Betten sollten aber ausschließlich für bestätigte Coronavirus-Patienten vorgehalten werden. Deshalb gilt: Wer hohes Fieber hat, hat mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine normale Erkältung oder Grippe (Influenza). Bevor diese Patienten in Schwabing in unserer Infektiologie aufgenommen werden, sollte der Corona-Virus-Test erfolgt sein.“, betont Prof. Wendtner.

Für Grippe-Verdachtsfälle gilt deshalb: Jedes Krankenhaus in Bayern verfügt über die Versorgungsmöglichkeit und auch die Isolationsmöglichkeit von Influenzafällen, Influenza-Verdachtsfällen oder auch Corona-Verdachtsfällen. Diese sollten daher nicht automatisch nach Schwabing geschickt werden, noch bevor eine Sichtung und Testung erfolgt ist.

Versorgung in separatem Gebäude mit Isolierung 

Derweil geht der Klinikbetrieb im großen Maximalversorger mit seinen 650 Betten in Schwabing routiniert weiter. Mit der Zimmer-Isolierung besteht keine Ansteckungsgefahr für andere Patienten und Besucher in der München Klinik Schwabing. Der Klinikbetrieb – von der Geburtshilfe bis zur Kardiologie – läuft daneben ohne Einschränkung weiter. 

„Wir sind auf solche Situationen sehr gut vorbereitet und unsere erfahrenen Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte haben mit solchen Situationen seit vielen Jahren Routine“, betont Dr. med. Christian Unzicker von der Ärztlichen Klinikleitung. Insbesondere verunsicherten Patienten und Besuchern legen die Experten nahe, sich über die bestehenden Informationsquellen* zu informieren und neben der großen Aufmerksamkeit für Corona die Grippeschutzmaßnahmen und auch die Grippe-Impfung nicht in den Hintergrund geraten zu lassen. 

* Coronavirus Hotline in Bayern 09131 6808-5101, www.coronavirus.bayern.de

Update 30. Januar

Die Infektionen und Todesfälle durch die neue Lungenkrankheit in China haben den stärksten Anstieg innerhalb eines Tages gezeigt. Die Zahl der nachgewiesenen Patienten kletterte bis Donnerstag um rund 1700 auf 7711. Auch wurden 38 Todesfälle verzeichnet, mehr als je zuvor in einem Tag. Insgesamt sind jetzt 170 Patienten gestorben. Mit der ersten Erkrankung in Tibet sind nun in allen Regionen und Provinzen Chinas Infektionen nachgewiesen. Der Anstieg ist rasant. Vor zwei Wochen waren erst 40 Fälle gezählt worden. Der Höhepunkt der Epidemie wird frühestens in einer Woche erwartet.

Die vier ersten Patienten in Deutschland waren nach Angaben eines behandelnden Arztes vom Mittwochabend in München hingegen symptomfrei und in gutem Zustand. Außerhalb der Volksrepublik sind in rund 20 Ländern etwas mehr als 100 Infektionen gezählt worden. Darunter sind neben Deutschland und Frankreich auch Thailand, Japan, Singapur, Malaysia, die USA, Finnland, Australien und Südkorea. Neu hinzu kam am Donnerstag je ein bestätigter Fall in Indien und auf den Philippinen. Vielfach sind die Infizierten Reisende aus China, aber es kommt auch zu neuen Ansteckungen außerhalb des Landes.

Update 29. Januar, 16.31 Uhr

Nach der größeren Testaktion auf das neuartige Coronavirus beim bayerischen Autozulieferer Webasto werden die Ergebnisse am Donnerstag erwartet. „Die Kontaktpersonen sollen vorerst zuhause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen meiden“, sagte der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Andreas Zapf, am Mittwoch in München.

Bisher ist eine Coronavirusinfektion bei vier Webasto-Mitarbeitern aus der Zentrale in Gauting (Landkreis Starnberg) bestätigt. 40 Menschen gelten als mögliche Kontaktpersonen. Sie seien befragt und von ihnen ein Rachenabstrich genommen worden, sagte Zapf. „Wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse morgen vorliegen.“ Das könne man aber nicht für jeden Einzelfall garantieren.

Alle Kontaktpersonen zu dem ersten Patienten in Deutschland, hätten angegeben, dass sie sich gesund fühlen. Die Inkubationszeit bei den Patienten habe bisher bei vier bis fünf Tagen gelegen.

Die Tests seien wichtig, um das Geschehen in der Firma abschätzen zu können, sagte Zapf weiter. „Für uns ist interessant, das Übertragungsgeschehen nachvollziehen zu können.“

Bis jetzt gibt es keine weiteren Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus

In Bayern sind bislang keine weiteren neuen Coronavirusfälle bekanntgeworden. „Mittlerweile liegen die Ergebnisse von weiteren Tests vor. Darunter befanden sich keine neuen Fälle. Damit bleibt es derzeit bei dem Stand von gestern Abend“, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München. Demnach gibt es in Bayern vier Coronavirus-Patienten.

Es sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus Gauting (Landkreis Starnberg). Ein 33-Jähriger hatte sich den Erkenntnissen zufolge vergangene Woche bei einer aus China eingereisten Kollegin angesteckt. Die Infektion der drei weiteren Menschen hatte das Ministerium am Dienstagabend bestätigt. Es handelt sich dabei um zwei Männer (27 und 40 Jahre alt) und eine Frau (33 Jahre alt).

Der behandelnde Chefarzt Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing betonte: „Die vier Patienten sind symptomfrei und in klinisch gutem Zustand. Das ist eine wirklich gute Nachricht. Sie sind bei uns aktuell weiterhin zur klinischen Beobachtung.“

Wann die vier Coronavirus-Patienten das Krankenhaus verlassen können, ist vom Verlauf der Krankheit abhängig. Die Patienten würden nicht entlassen, solange sie positiv auf das neuartige Coronavirus getestet werden, sagte der behandelnde Chefarzt Clemens Wendtner.

Jeden Tag werde bei allen Patienten ein Abstrich genommen. Bisher seien diese allesamt positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Wir hoffen, dass wir die drängenden Fragen der Patienten nach Entlassung bald mit Ja beantworten können“, sagte der Mediziner.

Allen Patienten gehe es „sehr gut“, sagte Wendtner. „Die Vier sind pumperlgsund.“ Ihnen sei so langweilig, dass sie ständig fragten, wann sie entlassen werden. Eine Patientin hatte den Angaben nach zunächst Fieber und Husten gehabt. Inzwischen zeigten alle vier keinerlei Infektsymptomatik mehr, so der Chefarzt.

Zwei der Infizierten liegen in isolierten Einzelzimmern, zwei in einem Zweierzimmer. Die Station befinde sich in einem gesonderten Gebäude. Der sonstige Klinikbetrieb laufe ohne Beeinträchtigung.

Update: 29. Januar

Die bayerischen Gesundheitsbehörden bestätigten am Dienstag die vier ersten Coronavirus-Fälle in der Bundesrepublik. Weil die Angesteckten allesamt Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto aus dem oberbayerischen Gauting sind, schließt die Firma ihre Zentrale im Ortsteil Stockdorf zum Schutz der Belegschaft vorübergehend bis Sonntag. Dort arbeiten insgesamt rund tausend Menschen.

Zunächst war die neue Lungenkrankheit bei einem 33 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Landsberg am Lech nachgewiesen worden. Er hatte sich in seiner Firma in einem Vorort von München bei einer Kollegin aus China infiziert. Am Dienstagabend teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit, dass sich drei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. „Auch diese Patienten sind Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg“, hieß es weiter.

Vier Websto-Mitarbeiter in Münchner Klinik eingeliefert

Die vier Betroffenen wurden in der München Klinik Schwabing stationär aufgenommen und dort medizinisch überwacht und isoliert, wie das Ministerium mitteilte. „Bei einigen weiteren Kontaktpersonen läuft derzeit ein Test, ob auch hier eine Infizierung mit dem Coronavirus vorliegt.“ Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte: „Es wurden insgesamt rund 40 Mitarbeiter der Firma ermittelt, die als enge Kontaktpersonen in Frage kommen. Die Betroffenen sollen am Mittwoch vorsichtshalber getestet werden.“ Dann will das Ministerium auch per Pressemitteilung über den aktuellen Sachstand informieren.

Coronavirus - Insgesamt jetzt fünf Entlassungen aus der München Klinik Schwabing

Erster Coronavirus-Patient hat sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt

Der 33-Jährige hatte sich nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei einer Kollegin aus China angesteckt, die in der vergangenen Woche zu einer Schulung bei Webasto in der Firmenzentrale im Landkreis Starnberg gekommen war. Die Frau hatte ihre Infektion erst am 23. Januar auf dem Rückflug nach China bemerkt.

Der erste Coronavirus-Patient war am Montag positiv auf das Virus getestet worden - da war er schon wieder zur Arbeit gegangen. „Es geht ihm recht gut, gestern Vormittag hat er noch gearbeitet“, sagte LGL-Präsident Andreas Zapf. „Er ist fieberfrei, hat auch derzeit keine Atemwegssymptomatik mehr“, fügte der behandelnde Chefarzt Clemens Wendtner vom Klinikum Schwabing hinzu. Der Mann befinde sich in einem Isolierzimmer, für andere Patienten bestehe keine Gefahr.

Die Menschen, die mit der chinesischen und dem zuerst erkrankten deutschen Webasto-Mitarbeiter Kontakt hatten, stehen nach LGL-Angaben unter Beobachtung und sind aufgerufen, ihr Zuhause nicht zu verlassen. Der 33-jährige Patient ist Familienvater, sein Kind geht nach Angaben des Gesundheitsministeriums in eine Krippe im Landkreis Landsberg am Lech. Auch diese stehe nun unter Beobachtung, sagte LGL-Präsident Zapf. Über den Familienstand der drei weiteren Patienten wurde zunächst nichts bekannt. Der Leiter der Taskforce Infektiologie, Martin Hoch, betonte: „Die Zahl kann noch steigen.“

Autozulieferer Webasto schließt Werk in Stockdorf

Webasto kündigte am Dienstagabend an, dass neben der vorübergehenden Schließung des Standorts Stockdorf Mitarbeiter der Firmenzentrale ebenfalls bis Sonntag nicht an nationale und internationale Standorte reisen sollen. Für China galt schon vorher eine Sperre für zwei Wochen. „Die Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft wurden aufgrund der neueren Entwicklungen ausgeweitet“, hieß es in einer Mitteilung. Das Management hatte den Mitarbeitern in der Zentrale schon zuvor für diese Woche freigestellt, ob sie im Büro oder lieber zuhause arbeiten wollen.

Coronavirus stammt vermutlich aus der chinesischen Stadt Wuhan 

Das neuartige Coronavirus 2019-nCoV kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits mehr als 100 Menschen gestorben sind - die meisten davon waren ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen. Die Gesamtzahl der weltweit bekannten Erkrankungen ist inzwischen auf mehr als 4500 gestiegen, in China starben mindestens 106 Menschen an der Lungenkrankheit.

Das neue Virus 2019-nCoV stammt ursprünglich vermutlich von einem Markt in der chinesischen Millionenstadt Wuhan, wo es wohl von dort gehandelten Wildtieren auf den Menschen übersprang. Nach derzeitiger Einschätzung von Experten verläuft die neuartige Lungenkrankheit offenbar in den meisten Fällen mild, womöglich sogar ohne Symptome.

Übertragungen vor den ersten Symptomen gelten als sehr selten. So liefert der erste bestätigte Coronavirus-Fall in Deutschland womöglich auch neue Erkenntnisse über die Ansteckungswege der Lungenkrankheit. Denn der Mann habe sich nach ersten Erkenntnissen bei der Chinesin angesteckt, obwohl sie zu dem Zeitpunkt noch keine Symptome der Krankheit zeigte.

Die Behörden wollen weitere Maßnahmen in Bayern einleiten

Eine offizielle Hotline der bayerischen Behörden wurde geschaltet, einige Krankenkassen taten das auch. Am Münchner Flughafen werden die Passagiere nach Angaben des Landesamtes mit Plakaten in drei Sprachen aufgefordert, bei Verdacht einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus einen Arzt aufzusuchen. Weitere Eskalationsstufen des Alarmplans sind möglich: Derzeit werde gemeinsam mit dem Bund beraten, „ob es sinnvoll sein kann, an Flughäfen Fieber zu messen“, sagte Ministerin Huml. Die weltgrößte Spielwarenmesse in Nürnberg erwartet angesichts des Coronavirus-Ausbruchs in diesem Jahr weniger Besucher aus China.

Einen Grund zur Panik gebe es trotz allem nicht, betonte Huml - ebenso wie ihr Amtskollege, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Der Fall zeige, „dass wir gut vorbereitet sind“, sagte er. Die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland bleibe auch nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts weiterhin gering.

Trotzdem waren Atemschutzmasken in einzelnen Apotheken in Bayern ausverkauft. Er habe dies von Betrieben in Unterfranken und München gehört, sagte ein Sprecher des bayerischen Apothekerverbandes der Deutschen Presse-Agentur.

Erstmeldung: 28. Januar

München –  In Bayern ist der bundesweit erste Infektionsfall mit dem Coronavirus bestätigt worden. Wie das bayerische Gesundheitsministerium in der Nacht auf Dienstag mitteilte, hat sich ein Mann aus dem Landkreis Landsberg mit dem neuartigen Virus infiziert. 

Erster Coronavirus Patient von chinesischem Gast angesteckt

Der erste bestätigte Coronavirus-Patient in Deutschland hat sich bei einem chinesischen Gast seiner Firma angesteckt. Die Frau aus China sei zu einer Fortbildung bei der Firma Webasto im Landkreis Starnberg in Oberbayern gewesen, erfuhr Hallo München am Dienstag. Die Frau aus Shanghai sei vor ihrer Reise nach Deutschland von ihren Eltern besucht worden, die aus der chinesischen Millionenmetropole Wuhan kommen. Die Region sei am stärksten von dem Coronavirus betroffen.

Webasto hatte zuvor bestätigt, dass ein Mitarbeiter in Stockdorf von einer chinesischen Kollegin aus Schanghai mit dem neuen Coronavirus angesteckt worden sei, die vergangene Woche zu Besuch war und erst nach ihrem Rückflug in China positiv getestet wurde. Das Unternehmen prüft derzeit, mit welchen Kollegen die beiden Erkrankten in Kontakt waren. 

Webasto stellt hauptsächlich Autodächer und Standheizungen her und hat in China mehr als zehn Standorte, einen davon in der Millionenmetropole Wuhan, in der die neuartige Lungenkrankheit zuerst ausgebrochen war.

Nach dem ersten bestätigten Fall der neuartigen Lungenkrankheit in Deutschland überprüfen die bayerischen Behörden 40 Kontaktpersonen in der Firma und der Familie. Das sagte der Leiter der Taskforce Infektiologie, Dr. Martin Hoch, am Dienstag in München. „Die Zahl kann noch steigen.“ Die Chinesin und der deutsche Mitarbeiter hätten im Rahmen der Schulung in einer kleinen Gruppe zusammengearbeitet. Die Ansteckung habe „in einem Intervall, in dem die Chinesin noch symptomfrei war“ stattgefunden, sagte der Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Dr. Andreas Zapf. 

(v. re. n. li.) Task Force Leiter Dr. Martin Horch, LGL-Präsident Dr. Andreas Zapf, die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml und der Sprecher des Gesundheitsministerium Jörg Säuberlich bei der Pressekonferenz zum Coronavirus.

Die Kinderkrippe in Landsberg am Lech, in der das Kind des an dem neuen Coronavirus erkrankten Mannes betreut wird, bleibt vorerst geöffnet. „Wir sehen derzeit keine Veranlassung dazu, die Krippe zu schließen“, sagte ein Sprecher des dortigen Landratsamts am Dienstag. „Weder die Frau noch das Kind des Patienten sind bisher erkrankt.“  Die Frau und das Kind des Patienten würden derzeit im häuslichen Umfeld isoliert, sagte der Landratsamt-Sprecher.

Die Eltern der betroffenen Einrichtung seien nicht eigens informiert worden, sagte der Sprecher. „Das ändert sich natürlich, wenn das Kind doch noch krank wird.“

Der Zustand des ersten Patienten in Bayern mit neuartigem Coronavirus 

Der Patient befinde sich nach Angaben der „Task Force Infektiologie“ des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit klinisch in einem guten Zustand. Er werde medizinisch überwacht und isoliert. Der Patient werde zur Zeit im Klinikum Schwabing behandelt.

„Er ist fieberfrei, hat auch derzeit keine Atemwegssymptomatik mehr“, sagte Dr. Clemens Wendtner, Chefarzt im Klinikum Schwabing in München, am Dienstag. Der Mann werde nicht auf der Sonderisolierstation des Krankenhauses behandelt, sondern auf der normalen Isolierstation in einem von 22 Zimmern mit Schleuse. „Die Sonderisolierstation ist nicht aktiviert und wird für diesen Patienten auch nicht aktiviert“, sagte Wendtner. Er betonte: „Es besteht keinerlei Gefahr für Mitpatienten.“ Enge Kontaktpersonen wie Familienmitglieder und Kollegen des 33-Jährigen sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben. 

Besonderheit des ersten Infektionsfall mit dem Coronavirus in Bayern  

Besonders an dem Fall in Bayern ist, dass damit wohl erstmals weltweit eine Ansteckung zwischen nicht eng Verwandten in einem Land außerhalb Chinas nachgewiesen wurde. Bisher handelte es sich bei fast allen der rund 50 erfassten Infektionen in Frankreich, den USA, Thailand und anderen asiatischen Ländern um importierte Fälle. Die Betroffenen hatten sich bei einer Reise nach China infiziert. Lediglich ganz vereinzelte Fälle von Ansteckungen zwischen engen Familienangehörigen wurden bekannt, aber bis keine Übertragungen etwa auf Klinikpersonal, Arbeitskollegen oder Zufallskontakte.

Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuen Virus anzustecken, wird von der „Task Force Infektiologie“ sowie vom Robert-Koch-Institut derzeit als gering erachtet. Trotzdem wurde für besorgte Bürgerinnen und Bürger eine Hotline eingerichtet, die unter der Nummer 09131 6808-5101 zu erreichen ist. 

Über vorsorgliche Fiebermessungen am Flughafen München sein laut Gesundheitsministerin Melanie Huml noch nicht endgültig entschieden. Schließung von Einrichtungen seien zur Zeit nicht vorgesehen.

Das Bayrische Rote Kreuz ist vorbereitet

Sollte sich das Coronavirus in Bayern verbreiten, stehen beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) zwölf Schnelleinsatzgruppen bereit. Diese Sondereinheiten seien auf die Behandlung, Betreuung und den fachgerechten Transport von beispielsweise hochinfektiösen Patienten spezialisiert, teilte das BRK am Dienstag mit.

Bereits am Wochenende sind laut BRK standardisierte Prozeduren für den Ernstfall entwickelt worden, die allen Einsatzdiensten zur Verfügung stünden. „Im Vorgehen für die Einsatzkräfte ändert sich zunächst nichts“, sagte Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. Persönliche Schutzausrüstung wie Mundschutz, Atemschutzmasken und Schutzanzüge und -brillen würden ohnehin in allen Rettungsfahrzeugen mitgeführt.

Das neuartige Coronavirus kann eine Lungenkrankheit auslösen 

Erstmals aufgetreten ist es in China, dort sind bereits mehr als 100 Menschen daran gestorben. Größtenteils waren dies ältere Patienten mit Vorerkrankungen. Nach Einschätzung von Experten verläuft die neuartige Lungenkrankheit in den meisten Fällen allerdings mit wenigen oder gar keinen Symptomen. Die Zahl der weltweit bekannten Erkrankungen liegt inzwischen bei mehr als 4.500 Fällen.

Quelle: epd/dpa/jh/lit/fb

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