„Jugendzentrum für Senioren“ sucht dringend ehrenamtliche Helfer

Abi Ofarims Traum vor dem Aus?

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Ein Bild aus glücklichen Tagen: Abi Ofarim mit Lebensgefährtin Kirsten Schmidt bei einer Veranstaltung im Vereinszentrum 2016.

Seit fünf Jahren existiert die Initiative gegen Altersarmut und -einsamkeit, gegründet von Abi Ofarim. Doch jetzt droht dem Verein die Schließung

Abi Ofarim hat Angst um seinen Verein „Kinder von gestern“: Es mangelt an freiwilligen Helfern, um den regulären Betrieb aufrecht zu halten. Problem: Durch seinen schlechten Gesundheitszustand kann Ofarim nicht selbst vor Ort sein. Auch seine Lebensgefährtin widmet ihre Zeit verständlicherweise vor allem ihm und weniger dem Verein.

Seit fünf Jahren existiert die Initiative gegen Alters­armut und -einsamkeit. Ein Herzensprojekt des Musikers. 2013 hat das „Jugendzentrum für Senioren“ sein Zuhause und damit seine Bestimmung gefunden: Man bietet einsamen Senioren in der Schleißheimer Straße 53 gesellige Nachmittage mit Gleichgesinnten bei Kaffee und Kuchen. Ofarim und seine Lebensgefährtin Kirsten Schmidt stecken aktuell zwar von zuhause aus viel Herzblut in das Projekt: Sie koordinieren viele Tätigkeiten des Vereins. „Leider kann ich krankheitsbedingt nicht so oft vor Ort sei, wie ich gerne möchte, aber mein Herz und meine Gedanken sind bei ‚meinen Kindern‘“, sagt der 80-jährige Ofarim, der seit Januar 2017 viel Zeit im Krankenhaus verbringen musste. 

Circa 50 bis 60 Senioren besuchen das Vereinszentrum täglich und nehmen das umfangreiche Angebot in Anspruch. 14 ehrenamtliche Helfer hat der Verein derzeit. Doch nochmal etwa 14 werden gebraucht, die die Gäste bewirten und für sie da sind. Bisher habe man aus Mangel an Ehrenamtlichen das Seniorenzentrum noch nicht schließen müssen. Bisher. „Es muss einfach weiterlaufen“, hofft Schmidt. Ofarim jedenfalls bleibt kämpferisch: Wenn die Grippewelle vorüber ist, möchte der Initiator selbst wieder im Verein sein. Seine Lebensgefährtin Schmidt will ihn im Rollstuhl hinbringen. Vielleicht zieht seine Präsenz dann auch wieder mehr Helfer an.Sebastian Obermeir 

Interessierte Helfer, die den Verein „Kinder von gestern“ unterstützen wollen, melden sich telefonisch unter 0172/78 30 648 oder schicken eine E-Mail an aiker-muenchen@ t-online.de

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