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Neuer Wirt, neuer Löwenbräukeller

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Ludwig Reinbold führt jetzt neben dem Schützenfestzelt auf der Wiesn auch noch den Löwenbräukeller - und das mit 31 Jahren.
Ludwig Reinbold führt jetzt neben dem Schützenfestzelt auf der Wiesn auch noch den Löwenbräukeller - und das mit 31 Jahren. © mak

Immer mehr junge Münchner erobern Berufe, die eigentlich eher alte Hasen betreiben. Hallo hat mit den Neuen der Gastro, der Politik und der Lehre gesprochen

Die Frage, ob er mit 31 nicht jung sei, um mit dem Löwenbräukeller eine der größten Gastronomien Münchens zu übernehmen, quittiert Ludwig Reinbold mit einem Schmunzeln. Er war 24 Jahre, als er zum jüngsten Wiesnwirt der Stadt wurde. Allerdings führt er das Schützenzelt mit Vater Edi und Bruder Mathias. Für den Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz ist er jetzt hauptverantwortlich, während sein ein Jahr älterer Bruder den Franziskaner in der Innenstadt bewirtet.

„Aber natürlich muss man sich Respekt verdienen, man muss die Gastronomie vorleben“, so Reinbold, der auch mal demonstriert, wie man Schnittlauch richtig schneidet. Er ging mit 15 auf die Hotelfachschule in Innsbruck, arbeitete zwei Monate bei Schuhbeck in der Küche, war 2009 ein Jahr in Dubai, um einen Hotelkonzern mitaufzubauen. In München kümmerte er sich anschließend um das familieneigene Hotel „Drei Löwen“. Dafür hat die Familie jetzt einen Hoteldirektor eingestellt, denn der Löwenbräukeller ist ein Vollzeit-Job.

Günstige Preise und ein frisch renoviertes Gelände soll die Münchner anlocken

1300 Plätze im Biergarten, rund 400 Plätze im Bräu­stüberl und ein Saal, der rund 2000 Personen fasst – alles neu überarbeitet. „Wir sind ja auch die Immobilieneigentümer, deswegen tun wir uns leichter mit Investitionen.“ Den Vorteil konnten sie auch bei den Verhandlungen mit der Brauerei ausspielen. Die Konsequenz: die Halbe Helles gibt es für günstige 3,50 Euro. Der Schweinsbraten kostet 9,80 Euro. „Wir wollen eine bayerische Großgaststätte, die den Spagat zwischen Tradition und Moderne schafft“, so Reinbold.

Hat mit Jung-Wirt Ludwig Reinbold eine ordentliche Frische-Kur bekommen: Der Löwenbräukeller.
Hat mit Jung-Wirt Ludwig Reinbold eine ordentliche Frische-Kur bekommen: Der Löwenbräukeller. © mak

Im Biergarten, der seit vergangener Woche geöffnet hat, gibt es eine neue Ausgabe, ausschließlich Bänke mit Rückenlehnen und ein neues Lichtkonzept, das abends eine angenehmen warme Atmosphäre schaffen soll. Ein neues Licht-, Ton- und Medienkonzept gibt es auch im Festsaal. Im Bräu­stüberl, das Mitte Mai eröffnet werden soll, wird gerade die Küche nach oben verlegt. „Es wird eine offene Showküche geben, auch damit die Gäste schneller und heißer ihr Essen bekommen.“

Im Laufe des Sommers wollen die Reinbolds ein Konzept entwickeln, um die Terrassen um den denkmalgeschützten Turm herum zu bewirten. „Wir planen ein Afterwork-Barbecue, bei dem man sich sein Fleisch selbst aussuchen kann.“ M. Kowitz

Ludwig Reinbold hat Hallo exklusiv durch den neu umgebauten Löwenbräukeller geführt.

Auch in diesen Berufsfeldern arbeitet die neue Generation

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