Maxvorstadt: neuer Polizeichef

"Einbrüche machen uns Sorgen"

MAXVORSTADT Neuer Leiter der Polizeiinspektion Maxvorstadt Stephan Funk im Interview mit Hallo München.

Stephan Funk heißt der neue Mann an der Spitze der Polizeiinspektion Maxvorstadt. Was der 48-jährige Münchner in seinem neuen Amt bewegen will, warum er zur Polizei gegangen ist und welche Probleme es in der Maxvorstadt gibt, verrät er im Gespräch mit Hallo München.

Herr Funk, wie sind Sie zur Polizei gekommen?
„Ende 1980 kam ein Einstellungsberater der Polizei zu uns in die Schule und verteilte Bestellkarten für Informationsmaterial über den Beruf des Polizisten. Ich war neugierig und bestellte diese Unterlagen. Die kamen aber nicht, stattdessen kam ein Einstellungsberater zu mir nach Hause und überzeugte mich und meine Eltern von den Vorzügen des Polizeiberufes. Ich bewarb mich und nach diversen Einstellungstests wurde ich im Oktober 1981 bei der damaligen Polizeiinspektion 18 als Polizeipraktikant eingestellt.“

Wie ging es mit der Ausbildung weiter?
„Nach der Ausbildung war ich einige Jahre als Streifenbeamter bei der Polizeiinspektion München-Westend. Nach meinem Aufstieg in den gehobenen und später in den höheren Dienst der Polizei, war ich in verschiedensten Funktionen bei der Schutz- und auch der Kriminalpolizei tätig. Die letzten fünfeinhalb Jahre war ich als so genannter HvD-Einsatzleiter für Ad-hoc-Lagen für den gesamten Bereich des Polizeipräsidiums verantwortlich. Als im März dieses Jahres mein Vorgänger hier bei der PI 12 in den Planungsstab für den G8-Gipfel wechselte, wurde mir diese Funktion als Dienststellenleiter angeboten.“

Was war Ihre erste Amtshandlung?
„Ich habe mich natürlich zuerst bei meinen neuen Kollegen vorgestellt und das Gespräch mit ihnen gesucht. Eine Angelegenheit, die bei circa 130 Kollegen doch sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, aber für mich äußerst wichtig war, um die Menschen und auch die Besonderheiten dieser Polizeiinspektion kennenzulernen.“

Was sind die Schwerpunkte in der Maxvorstadt?
„Zum Glück haben wir polizeilich gesehen keine größeren Probleme hier in der Maxvorstadt. München ist eine der sichersten Großstädte überhaupt und die Maxvorstadt ein Teil von München mit einer sehr niedrigen Kriminalitätsbelastung. Etwas Sorge bereitet uns aber die Einbruchskriminalität. Hier macht der allgemeine Trend auch vor der Maxvorstadt keinen Halt. Wir haben deswegen einen klaren Schwerpunkt unserer Arbeit gesetzt und versuchen mit verschiedenen Maßnahmen dagegen vorzugehen. In diesem Deliktsbereich sind wir verstärkt auf die Mithilfe der Bürger angewiesen und haben deshalb die große Bitte: Helfen Sie uns! Seien Sie aufmerksam und verständigen Sie bitte sofort die Polizei über den Notruf 110, wenn Sie etwas wahrnehmen, was Ihnen verdächtig erscheint. Ansonsten haben unsere Einsatzkräfte mit Ruhestörungen zu tun, oft ausgehend von Nachtschwärmern, die sich laut auf der Straße vor den Lokalen unterhalten. Im südlichen Grenzbereich hin zum Bahnhofsviertel sind immer wieder Personen festzustellen, welche sich insbesondere in den dortigen Grünanlagen treffen, um Alkohol zu konsumieren. Hier haben wir eine erhöhte Streifentätigkeit um ein Festsetzen dieser Szene zu verhindern und die Belästigungen für die Allgemeinheit bereits im Ansatz zu unterbinden.“

Was wollen Sie künftig auf den Weg bringen?
„Ich habe mit der Polizeiinspektion 12 eine Dienststelle übernommen, bei der die Kollegen schon immer eine hervorragende Polizeiarbeit geleistet haben. So gilt es grundsätzlich für mich, diese erfolgreiche Arbeit weiterzuführen. Ein Ziel wird es natürlich sein, auf aktuelle Entwicklungen und Ereignisse effektiv und effizient zu reagieren, um den hohen Sicherheitstand im Bereich der Maxvorstadt zu erhalten und dafür zu sorgen, dass sich alle Menschen in unserem Gebiet auch weiterhin sicher fühlen.“

Was machen Sie anders als Ihr Vorgänger?
„Mein Vorgänger hat über viele Jahre die Geschicke dieser Inspektion so gut geleitet, dass ich eine intakte, gut funktionierende Dienststelle mit hoch motivierten Mitarbeitern übernommen habe. So muss ich hier grundsätzlich nichts ändern. Selbstredend bringt jeder seinen persönlichen Stil ein, das werde ich auch tun.“ Interview: ska

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