Verwirrendes Verkehrzeichen

Radl-Schilda – immer wilder...

Ein durchgestrichener Drahtesel sowie insgesamt vier Zeilen Text: Ein verwirrendes neues Verkehrszeichen sorgte für Ärger – und fiel im Alltag durch. Jetzt will das KVR nachbessern – und auch unsere Leser haben interessante Ideen.

Es ist zu klein, hat zu viel Text und verwirrt mehr, als dass es aufklärt: Das neue Verkehrszeichen zur Aufhebung der Benutzungspflicht von Fahrradwegen bewähre sich in der Praxis nicht, so Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle. Die Stadt will deshalb ein neues Schild entwerfen (Hallo berichtete). Und hier waren Sie, liebe Leser, gefragt: Wie könnte ein Schild, das Radlern erlaubt, trotz Fahrradweg auch auf der Straße zu fahren, aussehen?

Sie sind sich einig: Das Schild muss ohne Text auskommen und auf einen Blick zu verstehen sein. Karlheinz Teichmann aus Neuhausen hat sich Stift und Papier geschnappt und einen Vorschag gezeichnet (siehe Bild). „Das Schild muss – ohne Text – unmissverständlich, also auch für auswärtige Besucher unserer Stadt, darstellen, dass Radfahrer sowohl auf dem Radweg als auch auf der Fahrbahn fahren dürfen.“

Ein ähnliches Schild schwebt Harold Fust aus Pasing vor: Sein rechteckiges, grünes Verkehrszeichen zeigt links die Fahrbahn für Autos, rechts den Fahrradweg, von dem ein Pfeil nach links auf die Straße deutet und ein zweiter geradeaus auf den Radweg.

Für Leserin Marion Kotrba sieht das perfekte Zeichen so aus: Fahrrad und Auto in einem runden, blauen Feld, analog zu den Schildern für Fußgänger und Radler auf dem Bürgersteig. Das blaue Erlaubnis-Schild würde positiver und bereitwilliger angenommen als ein rotes Achtungs-Schild, findet Kotrba. Genau den gleichen Vorschlag macht Antje Wicke, die ein entsprechendes Schild am Computer entworfen hat: „Ich finde es sinnvoll, das Schild als Richtzeichen oder Vorschriftzeichen in blau zu gestalten.“

Für zahlreiche Leser ist das beste Schild letztlich: gar kein Schild! „Vorteile: keine Verschwendung von Steuergeldern, keine Verwirrung der Verkehrsteilnehmer, kein Aktionismus“, schreibt Wilfried Möller. „Radfahrer gehören grundsätzlich auf den Radweg, wo einer vorhanden ist“, unterstreicht beispielsweise Stefan Lutz.


Das sagt das KVR

Im Kreisverwaltungsreferat ist man sich sicher, das neue Schild bereits Anfang des Jahres, spätestens aber Ende März 2013 aufstellen zu können. Ein erster Entwurf liege bereits vor, dieser werde derzeit in Reinskizze übertragen. Details dürften allerdings noch nicht verraten werden. Zunächst müsse der Entwurf noch hausintern sowie mit dem Baureferat abgeklärt werden, da dieses für die Beschaffung und die Herstellung verantwortlich ist. Auch die Polizei solle noch miteingebunden werden.

Auch interessant:

Meistgelesen

Endlich wieder Konzerte, Kabarett und Filmvergnügen: Münchens Kulturleben nimmt – langsam – wieder Fahrt auf
Endlich wieder Konzerte, Kabarett und Filmvergnügen: Münchens Kulturleben nimmt – langsam – wieder Fahrt auf
Mindestabstand wegen zu schmalen Gehwegen nicht überall möglich - BA-Grüne wollen mehr Platz für Fußgänger
Mindestabstand wegen zu schmalen Gehwegen nicht überall möglich - BA-Grüne wollen mehr Platz für Fußgänger

Kommentare