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Nagellack-Look à la Isar

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Ah,

so eine Qual...! Den ganzen Sonntag hänge ich bei strahlendem Sonnenschein in meinen vier Wänden herum und warte auf eine göttliche Eingebung für meine wöchentliche Kolumne. Aber keine Erleuchtung durchzuckt mein Hirnkastl, was leider ganz schlecht ist – Sonntagabend ist Abgabetermin! Aus lauter Verzweiflung verabrede ich mich gegen halb Sieben mit meiner Nichte im Biergarten von Peps und Anni am Hinterbrühler See – dort erhoffe ich mir den rettenden Gedanken für einen kleinen Text. Kurz vor der Abfahrt lackiere ich mir noch meine Fingernägel, denn die Vorstellung, dass der Nagellack im Fahrtwind auf der drei Kilometer langen Radl-Tour problemlos trocknet, erscheint mir logisch. Massen von Menschen sind an der schönen Isarstrecke mobil unterwegs, viele Paare rasen an mir vorbei in flotten, quietschbunten Sportklamotten. Ich kann mich vage erinnern, dass man sich früher mal am Sonntag „schön“ angezogen hat. Im Biergarten dann großes Hallo: Meine Nichte bewundert meine außergewöhlich gelackten Fingernägel – mir wird ganz anders als ich feststelle, dass auf fast jedem Nagel eine kleine, zamgebatzte Fliege klebt! Die armen Insekten hauchten auf meinen frisch lackierten Fingern ihr kurzes Leben aus und kleben nun im getrockneten Lack, wie prähistorische Zweiflügler in einem Bernsteintropfen. „Ja, das ist der neueste Schrei in der Nail-Szene aus Brasilien – das so genannte Animalprintdesign!“, sag ich. Wo ich die naturalistischen Nagelteile denn her hätte? Das konnte ich nun wirklich nicht verraten... Eure Petra Perle

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