Münchner Nahverkehr

MVV: 365 Euro-Ticket kommt

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Für wen es schon im neuen Jahr gelten soll, was es zu beachten gilt...

München - Zum Start des nächsten Ausbildungsjahres im Sommer 2020 soll es für Schüler sowie Auszubildende ein 365-Euro-Jahresticket für das Gesamtnetz im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) geben. Die Gesellschafterversammlung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) hat in ihrer heutigen Sitzung die Einführung eines verbundweiten 365-Euro-Tickets für Schüler/innen und Auszubildende beschlossen. 

Nun werden die Zustimmung des Münchner Stadtrates sowie der Kreistage der Verbundlandkreise eingeholt, bevor das Angebot – das positive Votum der Gremien vorausgesetzt – zum 1. August 2020 eingeführt werden kann. 

„Mit dem 365-Euro-Ticket für alle in Schule und Ausbildung machen wir den Öffentlichen Nahverkehr für junge Menschen attraktiv und entlasten Familien. Es wird für die Kinder und Jugendlichen nicht nur günstiger – sie können damit auch unabhängig vom Schulort oder Ausbildungsplatz im ganzen MVV-Gebiet fahren", sagt SPD-Stadträtin Simone Burger.

„Bereits im unserem Wahlprogramm von 2013 hatten wir uns für ein Jugendticket stark gemacht, 2015 hatten wir es dann als erste Fraktion im Stadtrat beantragt: Unsere langjährige Forderung eines 365-Euro-Tickets für Münchens Jugendliche kommt endlich auf den Weg,“ kommentiert Fraktionsvorsitzende der Grünen – Rosa Liste Katrin Habenschaden den heutigen Beschluss.

Die Anfangs diskutierte Altersgrenze ist nun nicht mehr Teil des beschlossenen Vorschlags. 

Die durch das neue, günstige Angebot zu erwartenden Mindereinnahmen belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro im Einführungsjahr. Zwei Drittel davon übernimmt der Freistaat. Die Landeshauptstadt München und die acht MVV-Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck und Starnberg tragen zusammen das andere Drittel der Kosten. Die weitere Aufteilung dieses Drittels erfolgt entsprechend den aktuellen Schülerzahlen.

In den nächsten Monaten werden nun die Zustimmung des Münchner Stadtrates sowie der Kreistage der Verbundlandkreise eingeholt. Daneben wird auch die vertriebliche und rechtliche Umsetzung weiter vorangetrieben – um pünktlich zu Beginn des neuen Ausbildungs- und Schuljahres am 1. August 2020 mit dem neuen Angebot starten zu können.

Ohne neue Kundennummer geht aber nichts

Ohne neue Kundenummer geht ab 15. Dezember nichts mehr: Wenn die Tarifreform der MVG in Kraft tritt, bekommen nur diejenigen der rund 1,5 Millionen Schüler und Azubis in Stadt und Umland eine neue Monatskarte, die sich rechtzeitig um neue Kundennummern gekümmert haben. 

MVG-Sprecher Matthias Korte warnt: „Die alte Kontrollnummer funktioniert nicht mehr!“ „Alle Nutzer des Ausbildungstarifs sind entweder per E-Mail oder per Brief schon im Juli informiert und im selben Zug mit der neuen Kundenkarte ausgestattet worden,“ erklärt Korte. Aber: Viele Azubis wurden nicht erreicht. „Wir hatten leider einen Ausschuss an nicht zustellbaren Briefen, auch Mailadressen waren veraltet. Diese Kunden müssen nun selbst aktiv werden.“ 

Nur wer sich die neue Kundenkarte im Kundenportal ausgedruckt hat und diese Kundennummer beim Kauf angibt, geht am Automaten oder Schalter nicht leer aus. Von Seiten der MVG verlaufe die Umstellung der 1500 Automaten vom 16-Ringe-System zur neuen M-Zone plus Außenbereiche reibungslos: „Quasi auf Knopfdruck erfolgt die Umstellung in der Nacht auf den 15. Dezember“, so Korte. 

Bei alten Automaten ohne Touchscreen werde das Preistableau händisch getauscht. 

hm/ mjh

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