Trumm-Dich-Pfad in der Altstadt?

Urban Trimm Dich: Sport in der Stadt

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„Poller Jump“ oder „Kletter Max“ – so wie hier in der Sendlinger Straße könnte „Urban Trimm Dich“ aussehen.

Ein Münchner Kunstprojekt verbindet Sportübungen mit Alltagsgegenständen aus dem Stadtbild.

Sit-Ups auf der Parkbank, Klimmzüge am Straßenschild oder Bockspringen über Hydranten? Das teure Fitnessstudio könnten sich die Münchner bald sparen – zumindest wenn das Konzept „Urban Trimm Dich“ der beiden Münchner Alexis Dworsky und Andreas Ruby Realität wird.

„Poller Jump“ oder „Kletter Max“ – so wie hier in der Sendlinger Straße könnte „Urban Trimm Dich“ aussehen.

Das Besondere: „Urban Trimm Dich“ verbindet Kunst mit Sport. Für diese Idee werden die beiden nun mit dem Münchner Kunstpreis Zweizueins ausgezeichnet. Zwei Disziplinen, eine Idee, so lautet das Motto. Der Preis richtet sich an Künstler, die gemeinsam mit einem Partner aus einer anderen Profession wie Sport oder Naturwissenschaften eine interdisziplinäre Idee umsetzen wollen. 

Es gibt viele Möglichkeiten, wie „Urban Trimm Dich“ aussehen könnte. Einen ersten Einblick haben die beiden Initiatoren jetzt bereits in der Sendlinger Straße präsentiert. „Wir könnten uns vorstellen, verschiedene Trimm-Dich-Stationen in ganz München zu errichten“, erzählt Künstler Alexis Dworsky. Genauso gut sei aber auch ein Trimm-Dich-Pfad möglich, der aus Bänken, Laternen oder anderen öffentlichen Gegenständen zusammengestellt wird. Denkbar sei auch ein spezielles Trimm-Dich-Event oder eine App für das Smartphone, die dann die nächsten Standorte in der Umgebung zeigt.

„Unser Ziel ist es, dass die Münchner durch das Projekt ihre Augen öffnen und die Wahrnehmung für ihre Umgebung und die Stadt wieder schärfen“, so Dworsky. „Sie sollen die Stadt aus einem anderen Blickwinkel sehen.“ Andreas Ruby ist bereits seit 2005 Parcours-Sportler und Freerunner. Es ist für den praktischen Teil des Projekts verantwortlich und versucht die künstlerischen Ideen von Dworsky in die Tat umzusetzen. Durch das Projekt sollen die Münchner zum Sporteln im Alltag animiert werden. Die Künstler bedienen sich dabei an Ideen des Parcours und der klassischen Trimm-Dich-Pfade: Kleine Blechschilder, auf denen die jeweiligen Übungen erklärt werden, sollen an öffentlichen Orten installiert und auf den unkonventionellen „Sportplatz“ inmitten der Stadt aufmerksam machen. Bänke, Hydranten, Poller und Schilder gäbe es ja bereits in ausreichender Menge. Diese nun mit neuen Augen zu sehen und nicht einfach nur als Alltagsgegenstände, dazu will „Urban Trimm Dich“ in Zukunft beitragen. vha

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