Marode Eissportzentren

Münchens Problem mit den Eishallen

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Wie die Stadt München marode Eishallen zukunftsfit machen will, hat das Rjetzt erarbeitet.

Wie die Stadt die maroden Eissporthallen fit für die Zukunft machen will

Beim einen tropft zum Saison­start das Eis raus, beim anderen ist eine Eisfläche gar seit 2006 defekt: Münchens Eissportzentren sind marode. Wie sie wieder fit werden sollen, hat das Referat für Bildung und Sport (RBS) jetzt in einem Bedarfskonzept zur Förderung des Eissports vorgelegt. Vier Eissportstätten gibt es in der Stadt derzeit – bis auf das Prinzregentenstadion alle höchst sanierungsbedürftig. Wo also anfangen?

Der Sanierungsfahrplan

Der Vorschlag des RBS: Zuerst kommt bis 2021 der SAP Garden, die neue Heimat des EHC und des FC Bayern Basketball, dann wird dafür das Olympia-Eissportzentrum abgerissen; von 2022 bis 2024/25 das Eis- und Funsportzentrum München-West platt machen, neu bauen und erweitern; und bis 2027/28 das Eis- und Funsportzentrum München-Ost sanieren. Ob dieser Plan überall gut ankommt, darf bezweifelt werden: Der Saisonstart im EFZ Ost wurde wie schon im letzten Jahr wegen eines Lecks verschoben, worauf einige Lokal-Politiker im BA bereits Kritik äußerten. Dennoch hält das RBS am Fahrplan fest, den der Sportausschuss in seiner nächsten Sitzung absegnen muss. 

So wird das neue EFZ West

Dabei würden Randsportarten wie Curling erst gar nicht mehr angefragt. Ferner soll die neue Halle neben dem Westbad überdacht werden. Das erlaube nämlich längere Öffnungszeiten: 35 statt 20 Wochen können Münchner dann Eislaufen. Und: „.Auch mit dem Blick auf die notwendige Nachhaltigkeit beim zu erwartenden Klimawandel ist eine Stadionlösung sinnvoll“, so das RBS.Obwohl erst eine Machbarkeitsstudie geplant ist, sind bereits einige Vorgaben an das neue EFZ West an der Agnes-Bernauer-Straße in der Beschlussvorlage ersichtlich: Zunächst soll es zwei Eisflächen erhalten. Denn: „Die Eissportvereine in München sind derzeit nicht in der Lage, genügend Trainings- und Wettkampfstunden anzubieten, um die steigende Nachfrage bedienen zu können“, so RBS-Chefin Beatrix Zurek in der Beschlussvorlage.

Keine Plastik-Eisflächen 

Das vermeintlich ökologischere Plastik-Eis wird im Neubau des EFZ West nicht eingesetzt: „Für klassische Sportarten wie Eishockey oder Eiskunstlauf sind Plastik-Eisflächen nicht geeignet, da zum Beispiel der Schuhspitzeneinsatz für die Sprünge beim Eiskunstlauf die Oberfläche beschädigen würde“, so ein RBS-Sprecher.

so

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