Schon wieder!

Verunsicherung am Telefon: Angeblicher Polizist fordert Geld

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"So rotzfrech sind die Betrüger"

Die Abzocke ist der Polizei schon bekannt. Jetzt kam es wieder zu zwei Betrugsfällen. Wie Sie sich verhalten sollten...

München – Senioren sind immer wieder das Ziel von Betrügern und Verbrechern. Dabei benutzen sie oft Vorgehensweisen, die der Polizei schon bekannt sind. 

Erst vor kurzem gab es zwei Fälle, bei denen sich Kriminelle als Polizisten ausgegeben haben und Rentner um ihr Geld gebracht haben.

Erster Fall 

Am Sonntagabend, den 08.09., erhielt eine 73-jährige Rentnerin aus Neuperlach einen Anruf von einem „Herr Stein vom Polizeikriminalamt“.

Angeblich solle noch in dieser Nacht bei der Rentnerin eingebrochen werden. 

Der falsche Polizeibeamte forderte die 73-Jährige auf, ihr gesamtes Bargeld und die Wertgegenstände der Polizei zur Sicherung zu übergeben.

Durch geschickte Gesprächsführung wurde die Rentnerin dazu gebracht, Geld und Schmuck in einem Stromkasten vor ihrem Wohnanwesen in Neuperlach zu verstecken. Noch in der Nacht wurden diese Gegenstände durch Unbekannte abgeholt.

Bei einem weiteren Anruf durch den falschen Kriminalbeamten, wurde die Frau aufgefordert, ihr Bankkonto zu leeren. Auch in diesem Telefonat wurde die Rentnerin stark unter Druck gesetzt. 

Mit ihr wurde ein Übergabeort in Nymphenburg vereinbart. Dort übergab sie das Bargeld am Montag, den 09.09., gegen 12:45 Uhr, in der Notburgastraße einem Komplizen.

Es entstand ein Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro.

Zweiter Fall 

Auch in Pasing wurde eine 76-Jährige durch den Anruf eines falschen Kriminalbeamten getäuscht. 

Am Dienstag, den 10.09., wurde  diese Rentnerin durch einen Anruf derart verunsichert, dass sie Wertgegenstände aus ihrem Bankschließfach und Bargeld ihres Sparvermögens in einer Tasche am Pasinger Bahnhof zur Übergabe ablegte. 

Die Rentnerin konnte am Ablageort noch gegen 13:15 Uhr beobachten, wie ein Mann mit südländischem Aussehen, die Tasche wegnahm und sich entfernte. 

Zuhause angekommen, verständigte die Pasingerin den Notruf der Polizei. Dabei wurde sie über den Betrug aufgeklärt.

Die Kriminalpolizei beim Kriminalfachdezernat 3 (AG Phänomen) hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die drei wichtigsten Tipps gegen Betrug im Namen der Polizei

- Die Polizei wird Sie niemals um Geld oder Wertsachen bitten!
- Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie keine Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.

Zeugenaufruf

Personen, die Hinweise zur Geldablage/Geldübergabe am Pasinger Bahnhof oder in Nymphenburg, Notburgastraße geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3 (AG Phänomene), Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Quelle:Polizeipräsidium München/jh

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