Lufthansa Streik

Lufthansa Streik geht heute weiter – 500 Flüge in München gestrichen

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 Zahlreiche Flüge der Lufthansa werden während eines Streiks der Flugbegleiter auf einer Anzeigetafel als gestrichen ausgewiesen. 

Erst fallen durch den Streik der Flugbegleiter Hunderte Flüge aus. Dann ändert Lufthansa-Chef Spohr seine Haltung und zeigt sich zu Gesprächen bereit...

Update: 08. November, 09.00 Uhr

Wegen des Flugbegleiter-Streiks bei Lufthansa fallen am Flughafen in München am Freitag rund 500 Flüge aus. Das sagte eine Sprecherin der Lufthansa am Morgen. Schalter und Terminals waren nach Angaben einer Flughafen-Sprecherin in der Früh leer. Es gebe „keine langen Schlangen“.

Die Gewerkschaft Ufo hatte zu den 48-stündigen Streiks aufgerufen. Sie fordert höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in den regulären Anstellungsverhältnissen der Lufthansa. 

Am Donnerstag waren in München 260 Flüge gestrichen worden. Die Streiks zeigten am Donnerstag bereits Wirkung: Nach monatelanger Pause erklärte Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr, dass man nun wieder das Gespräch mit der Kabinengewerkschaft Ufo suche. Ufo stimmte dem Vorschlag zu.

Update: 07. November, 12.55 Uhr

Unverhoffte Wendung im Tarifstreit bei der Lufthansa: Erst fallen durch den Streik der Flugbegleiter Hunderte Flüge aus. Dann ändert Lufthansa-Chef Spohr seine Haltung und zeigt sich zu Gesprächen bereit.

Frankfurt/Main (dpa) - Im Tarifkonflikt mit den Flugbegleitern ist die Lufthansa nun doch zu einer Schlichtung bereit. Nach monatelanger Pause erklärte Vorstandschef Carsten Spohr am Donnerstag, dass man nun auch wieder das Gespräch mit der Kabinengewerkschaft Ufo suche. Ufo stimmte dem Vorschlag zu. Der am Donnerstag begonnene 48-stündige Streik bei der Lufthansa soll aber wie geplant fortgesetzt werden. Rund 1300 Flüge wurden insgesamt abgesagt.

Ufo-Sprecher Nicoley Baublies sagte am Donnerstag auf dem Münchner Flughafen, der Konzernvorstand habe Ufo „schriftlich mitgeteilt“, dass er an diesem Wochenende in konkrete Verhandlungen eintreten wolle über Lösungswege. „Wenn's nicht klappt, müssen wir am Montag verkünden, dass es weitere Streiks gibt“, fügte er hinzu. Anders als geplant werde Ufo nun aber erst einmal keine Tochterunternehmen zum Streik aufrufen „und auch bei der Lufthansa keine Ausweitung und keine Verlängerungen machen“.

Lufthansa-Chef Spohr sagte, Ziel sei es, die von Ufo angebotene Schlichtung zu vereinbaren. Bislang hatte der Konzern Gespräche mit dem Argument abgelehnt, dass der Ufo-Vorstand nicht vertretungsberechtigt sei. Vorangegangen war am Mittwochabend ein Gespräch mit den konkurrierenden Gewerkschaften Verdi und der neuen „Cabin Union“, an dem Ufo nicht teilnahm. Lufthansa will mit allen drei Gruppen sprechen, die letztlich darum rangeln, wer für die rund 21 000 Flugbegleiter der Kerngesellschaft Lufthansa Tarifverträge abschließen kann.

07. November, 09.00 Uhr

München – Am Münchner Flughafen fallen am Donnerstag aufgrund des Streiks der Flugbegleiter 260 Starts und Landungen aus. Trotzdem sei es in den Terminals vorerst ruhig, sagte eine Sprecherin des Flughafens. Die Schalter blieben am Morgen leer. 

Der Konzern strich für Donnerstag bei seiner Hauptmarke Lufthansa rund 700 der weltweit 1100 geplanten Flüge, so dass an den Drehkreuzen München und Frankfurt viele Maschinen am Boden bleiben und auch ein Großteil der Überseeflüge ausfallen müssen. An Flughäfen im In- und Ausland wurden Verbindungen nach Frankfurt und München abgesagt.

Zusammen mit 600 geplanten Stornierungen am Freitag sind der Airline zufolge rund 180 000 Passagiere betroffen. Den Kunden wurden Umbuchungen auf andere Gesellschaften und Tage sowie im innerdeutschen Verkehr auf die Bahn angeboten.

Die Gewerkschaft Ufo will am Donnerstag am Flughafen München für die Belange der rund 21 000 Flugbegleiter bei der Lufthansa-Kernmarke demonstrieren. Am Freitag ist dann eine Kundgebung vor der Frankfurter Konzernzentrale am Flughafen geplant.

Ufo-Sprecher Nicoley Baublies sagte der Deutschen Presse-Agentur am Morgen, kurz nach der aufgehobenen Nachtruhe sei es „immer noch relativ ruhig“ in Frankfurt und München. „Die ersten Kollegen, die jetzt zur Arbeit hätten kommen müssen, sind nicht erschienen. Die ersten Kollegen, die aus dem Ausland gekommen sind, haben sich schon den Streikaktivitäten angeschlossen.“

Bundesweit hat die Lufthansa insgesamt 1300 Flüge gestrichen. Die Gewerkschaft der Flugbegleiter Ufo hat zu dem Streik aufgerufen, der mindestens 48 Stunden dauern soll. Rund 180 000 Passagiere sind von den Flugausfällen betroffen.

Quelle: dpa/iby/jh

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