Der neue Giftraum

Auffangstation für Reptilien hat jetzt neue Quartiere im Tierheim

Einer der vier neuen Gifträume im Tierheim Riem.
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Einer der vier neuen Gifträume im Tierheim Riem.

Immer mehr Tiere werden zur Auffangstation für Reptilien nach München gebracht. Doch wohin mit den vielen Reptilien? Der Verein platzt aus allen Nähten.

Altstadt: Die Situation ist enger denn je: Rund 1700 Reptilien konfiszierte und beherbergte die Auffangstation für Reptilien in der Kaulbachstraße im Jahr 2019. Der Grund: „Der illegale Markt wächst durch zahlreiche Verbote für Tierhaltung“, erklärt Stationsleiter Dr. Markus Baur. 

Erst kürzlich wurde beispielsweise ein Schweizer Transporter an der deutschen Grenze aufgegriffen – an Bord unter anderem eine Schlange Boa constrictor, die jetzt in der Kaulbachstraße lebt. Doch dort platzen die Räumlichkeiten aus allen Nähten (Hallo berichtete), bis zum geplanten Neubau dauert es noch. 

Mitarbeiter Sebastian Allesch mit der Boa Constrictor.

Erleichterung verschafft jetzt allerdings der neue so genannte „Giftraum“ im Tierheim Riem. In den vier neuen Zimmern können 200 giftige Schlangen, Skorpione und Vogelspinnen leben. 120 000 Euro hatte die Auffangstation für die Arbeiten zur Verfügung. Das reichte nicht – Mitarbeiter haben teilweise in Eigenleistung Terrarien gebaut. „Nur mit deren Hilfe konnten wir das Projekt nach zwei Jahren fertigstellen“, betont der Stationsleiter. 

Stationsleiter Dr. Markus Baur

In Riem gibt es jetzt neue, modernere Vitrinen, die für das Personal besser zu bedienen und multifunktional nutzbar sind. „Zum Beispiel kann man auch die Größen verändern, aus einem zwei machen“, so Baur. Zudem befinden sich die Schlupfkästen nun direkt in den Terrarien. Die werden auch in Riem bleiben, wenn die Auffangstation in den Neubau nach Neufahrn umzieht. Das kann laut Baur allerdings noch dauern: Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren. Man hoffe Ende des Jahres mit der Ausschreibung beginnen zu können.

vs

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