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Alarm an der 2. S-Bahn-Stammstrecke ‒ Feuerwehr München probt für den Notfall

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Von: Kristina Beck

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Bei einer Übung der Feuerwehr München wird ein Rettungskorb für Notfälle überprüft.
Bei einer Übung der Feuerwehr München wird ein Rettungskorb für Notfälle überprüft. Mit dem Kran werden Verletzte an die Oberfläche geholt. © Berufsfeuerwehr München

Wenn es ernst wird... Die Feuerwehr München probt auf der Baustelle der S-Bahn-Stammstrecke am Marienhof für den Einsatz in einem Gefahrenfall.

München / Altstadt ‒ Ein Bauarbeiter wurde von einer Baumaschine eingeklemmt. Was tun? Für Notsituationen muss die Feuerwehr stets gewappnet sein ‒ auch das verlangt Übung. So geschehen am vergangenen Freitag am Marienhof in der Innenstadt.

In der Tunnel-Baustelle der zweiten S-Bahn-Stammstrecke haben die Einsatzkräfte der Feuerwehr München und die beteiligten Baufirmen die Zusammenarbeit für den Ernstfall geprobt.

Feuerwehr-Übung an Baustelle der 2. S-Bahn-Strecke am Marienhof: Feuerwehr-Autos rücken an.
Übung an Baustelle der 2. S-Bahn-Strecke am Marienhof: Feuerwehr München will für den Notfall vorbereitet sein. © Berufsfeuerwehr München

Das Übungsziel der beteiligten Baufirmen war das Überprüfen des Rettungskonzeptes in der Untertage-Baustelle und die optimale Alarmierung der Einsatzkräfte.

Nachdem die integrierte Leitstelle den Übungsnotruf erhalten hatte, alarmierte sie die benötigten Einsatzkräfte der Feuerwehr zur Unfallstelle am Marienhof. Dazu gehören normalerweise auch Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge. Bei dieser Übung wurden sie nicht alarmiert, um die Situation im Rettungsdienst nicht unnötig zu belasten, teilt die Feuerwehr mit.

Feuerwehr-Einsatz auf 2. S-Bahn-Stammstrecke München ‒ Übung auf Baustelle an der 2. Stammstrecke am Marienhof

Die ersten Übungsziele konnten bereits beim Eintreffen an der Einsatzstelle überprüft werden: Sind die Einsatzpläne so ausreichend? Stimmen die Beschilderungen an den Baustellen-Zugängen? Wie verhalten sich die Einweisenden?

Werden die Vorgaben der Baustellenleitung für einen Notfall umgesetzt? Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr seien diese Informationen essenziell, um den schnellsten Weg zur Unglücksstelle zu nutzen.

Außerdem müssen sich auch die Feuerwehrleute vor dem Einsatz unter Tage sichern: Sie werden registriert und mit Ortungs-Tags und Sauerstoff-Selbstrettungsgeräten ausgestattet.

Erst danach konnten die Einsatzkräfte mit der Versorgung und Rettung des schwer verletzten Arbeiters beginnen, der von einem Mitarbeiter einer Baufirma dargestellt wurde.

Wie werden Verletzte geborgen? Feuerwehr simuliert bei Notfall-Übung Einsatz von Rettungskorb

Zum Einsatz kam dabei auch ein spezieller Rettungskorb, der extra für Notfälle auf der Baustelle vorgehalten wird. Mit diesem Baustellenkran wurde der „Verletzte“ gerettet und die Einsatzkräfte wieder an die Oberfläche befördert.

Bei der Übung am Marienhof wurde die Funkverbindung der Einsatzkräfte geprüft und die Kommunikation zwischen dem Einsatzführungsdienst der Feuerwehr und der Baustellenleitung geprobt.

Außerdem wurde überprüft, inwieweit die Feuerwehr bereits vorhandene Mittel der Baustelle nutzen kann. Die Einsatzkräfte konnten das Arbeiten unter Tage in einem geschützten Rahmen austesten und sich vor Ort ein Bild für mögliche zukünftige Einsätze machen.

Ein Feuerwehrmann checkt die Situation unter Tage.
Für die Zukunft gewappnet sein: Ein Feuerwehrmann checkt die Situation unter Tage. © Berufsfeuerwehr München

Die Verantwortlichen der Deutschen Bahn und der beteiligten Baufirmen sowie die Übungsleiter der Feuerwehr- und Rettungsdienstschule der Berufsfeuerwehr zeigten sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

„Denn gerade die Übungen, die unter realistischen Bedingungen ablaufen, liefern die notwendigen Erkenntnisse, um Einsatzkonzepte zu überprüfen und bei Bedarf zu optimieren“, bilanziert die Feuerwehr.

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