Zum 60. Geburtstag der Städtepartnerschaft

München-Verona – legendäre Liebe!

Der berühmte Balkon in Verona, angeblich ein Schauplatz von Shakespeares „Romeo und Julia“.
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Der berühmte Balkon in Verona, angeblich ein Schauplatz von Shakes­peares „Romeo und Julia“.

Zum 60. Geburtstag der Städtepartnerschaft stellt Hallo vor, wie weit die Freundschaften der Isar-Metropole reichen.

  • Zum Jubiläum der Partnerschaft zwischen Verona und München
  • Anderweitige Partnerschaften
  • Ziele der Beziehungen

München: Nicht nur Romeo hat die Liebe zu Julia verzaubert. Auch die bayerische Landeshauptstadt verbindet mit der oberitalienischen Perle Verona und der Legende um die schöne Julia eine intensive Beziehung. 

60 Jahre Städtepartnerschaft zwischen München und Verona 

Ihre mit Blumen geschmückte Statue am Alten Rathaus zeugt täglich davon. Die Münchner Julia aus Bronze brachten die Italiener 1974 als Geschenk von der Etsch an die Isar. Am 17. März jährt sich die offizielle Städtepartnerschaft zwischen München und Verona zum 60. Mal. Gefeiert wird das allerdings von der Stadt nicht: „Das 60-jährige Bestehen ist kein Jubiläum im protokollarischen Sinne – es finden also keine Delegationsbesuche, Austausche oder Ähnliches statt“, erklärt Andrea Deller, stellvertretende Chefin des Protokolls der Stadt München. „Um allerdings den runden Geburtstag zu würdigen, haben wir heuer die Freude, dass unsere Partnerstadt den Christbaum für den Marienplatz spendet.“ 

Eine Kopie der Julia-Statue schenkte Verona München 1974. Sie steht am Marienplatz. Ihr Blumen zu schenken oder die rechte Brust zu reiben, ist beliebte Münchner Tradition. 

Der Vertragsabschluss 1960

Auf Stadtratsbeschluss besiegelten Oberbürgermeister Thomas Wimmer und der Veroneser Bürgermeister Giorgio Zanotto 1960 die Partnerschaft in dessen Amtssitz in Oberitalien. Beim Gegenbesuch im Münchner Rathaus machte Zanotto dem mittlerweile amtierenden OB Hans-Jochen Vogel ein unsterbliches Kompliment: „München ist die italienischste Stadt Deutschlands.“ Doch nicht Verona, sondern Edinburgh an der schottischen Ostküste war 1954 die erste der heute sieben weltweiten Partnerstädte. Stadtschulrat Anton Fingerle beschloss damals mit seinem Edinburgher Kollegen regelmäßige Besuche von Lehrern und Schülern, die bis heute anhalten. 

Oberbürgermeister Thomas Wimmer und der Veroneser Bürgermeister Giorgio Zanotto unterzeichnen 1960 die Partnerschaft.

Auch mit Münchens anderen Partnerstädten – Bordeaux, Sapporo, Cincinnati, Kiew und 1996 zuletzt Harare (siehe unten), gibt es einen regen Austausch, der durch die einzelnen Referate – Sozialreferat, Kulturreferat, Referat für Bildung und Sport – aber auch beispielsweise die Frauengleichstellungsstelle geregelt wird. Rund 90 000 Euro gab die Landeshauptstadt 2018 dafür aus. Es gibt Arbeitskreise wie Beratung zur Energieeffizienz oder die Zusammenarbeit zwischen Schwul-, Lesbischen- und Transgendergruppen in Kiew, die Teilnahme am Fringe Festival in Edinburgh, die Eröffnung des Oktoberfestes in der US-Stadt Cincinnati oder eine Klimapartnerschaft mit der afrikanischen Stadt Harare. 

Symbole der Partnerschaften

Die Wappentafeln der Münchner Partnerstädte sind im Neuen Rathaus, im Durchgang zum Innenhof, zu sehen. Weiter sind Straßen und Plätze ihnen zu Ehren benannt, etwa der Bordeaux-Platz in Haidhausen, der Sapporo-Bogen im Olympiapark oder der Edinburgh-Platz in Riem. „Derzeit ist allerdings keine weitere Partnerschaft angedacht“, erklärt Matthias Kristlbauer, Sprecher des Presse- und Informationsamts der Stadt. Als Zeichen der Freundschaft hat München übrigens immer ein Willkommens-Geschenk für Gäste der Partnerstädte parat: In den Tourismus-Büros gibt es für sie eine Tasche mit Stadtführer und Stadtplan. 

Alle Partnerstädte

1954: Edinburgh, Schottland
1960: Verona, Italien
1964: Bordeaux, Frankreich
1972: Sapporo, Japan
1989: Kiew, Ukraine/ Cincinnati, USA
1996: Harare, Simbabwe

Marie-Julie Hlawica

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