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Anwohner fordern eine dauerhafte Beruhigung des Verkehrs im Domagkpark 

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Von: Kassandra Fischer, Benedikt Strobach

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Eine spontane Straßenbesetzung fürs Foto: Zahlreiche Bewohner des östlichen 
Domagkparks wünschen sich eine Verkehrsberuhigung im Quartier.
Eine spontane Straßenbesetzung fürs Foto: Zahlreiche Bewohner des östlichen Domagkparks wünschen sich eine Verkehrsberuhigung im Quartier. © Kassandra Fischer

Die Bewohner des Domagkparks wollen eine dauerhafte Beruhigung des Verkehrs in ihrer Nachbarschaft erreichen. Jetzt haben sie im BA um Hilfe gebeten.

SCHWABING Die Nachbarschaft ist sich einig: Sie will ihre Sommerstraße zurück – und zwar dauerhaft. Teresa Hessel und Steffen Knopp haben dafür ein positives Votum bei der diesjährigen Bürgerversammlung erhalten. Ihre Forderung: mehr Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität im östlichen Domagkpark. Dafür soll entlang der Margarete-Schütte-Lihotzky- und der Fritz-Winter-Straße künftig Schrittgeschwindigkeit gelten.

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Derzeit ist Tempo 30 vorgeschrieben. „Es fahren aber immer wieder Fahrzeuge mit erhöhter Geschwindigkeit“, kritisiert Hessel. Gefährlich sei das vor allem für spielende Kinder. Selbstgemalte Hinweisschilder, aufgestellte Verkehrsmännchen oder der Dialog mit den Rasern habe bislang nichts gebracht.

Beruhigung des Verkehrs im Domagkpark: Schilder bislang wirkungslos

Mithilfe von Pflanzenkübeln auf Sperrflächen soll deshalb künftig die „Aufenthaltsfunktion überwiegen und der Fahrzeugverkehr eine untergeordnete Rolle spielen“, erklären die beiden Anwohner. Einen Testlauf gab es bereits 2020, als die südliche Margarete-Schütte-Lihotzky-Straße für rund acht Wochen als Sommerstraße verkehrsberuhigt wurde.

Dauerparkende Lastwagen im Umgriff seien ein weiterer Störfaktor. Diese sollen künftig verboten werden, fordert Hessel zudem. „Wir wollen die Verkehrswende voranbringen“, ergänzt Knopp. Ähnliche Forderungen aus dem Quartier habe es schon mehrfach gegeben, berichtet er. Passiert sei aber nichts. Bei der Bürgerversammlung erklärte ein anwesender Vertreter des Mobilitätsreferats: „Eine Umwandlung ist nicht so einfach.“ Allein mit neuen Schildern sei es nicht getan. Der Bereich müsse entsprechend umgebaut, Gehwege beispielsweise abgesenkt werden. „Das müsste das Baureferat erst prüfen.“

Beruhigung des Verkehrs im Domagkpark: BA liefert Lösungsvorschlag

Hessel und Knopp können darüber nur den Kopf schütteln. „In der Westenrieder Straße ging es doch auch ohne“, wundern sie sich. Dieses Beispiel gibt ihnen Hoffnung. 210 Unterschriften haben sie in nur zehn Tagen gesammelt.

Mit ihrem Anliegen wurden die Anwohner auch im Unterausschuss (UA) Mobilität des BA Schwabing-Freimann vorstellig. „Wir haben dort überlegt, wie wir das Thema Verkehrsberuhigung am besten umsetzen können“, so der UA-Vorsitzende Ekkehard Pascoe (Grüne) auf Hallo-Anfrage.

Die einfachste Lösung seien versetzt aufgestellte Blumenkübel. Das sieht auch Hessel so: „Wir wollen keine kostspielige Umgestaltung, sondern einfach etwas für die Sicherheit tun.“ Nun müsse man bis zur Antwort der Verwaltung in voraussichtlich drei Monaten warten. Dann, betont Pascoe, werde man schauen, wie man weiter vorgehen kann.

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