Kategorie „Großstädte“

München unter Top-Favoriten – Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2021?

München wurde für den Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2021 nominiert.
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München wurde für den Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2021 nominiert.

Die Landeshauptstadt zieht in das Finale um die Auszeichnung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2021 ein. Was Dieter Reiter dazu sagt und was die Gründe für die Nominierung sind...

  • München wurde für den Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2021 nominiert.
  • Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigt sich erfreut über die Nominierung.
  • Das sind die Gründe für die Nominierung der Landeshauptstadt.

Die Landeshauptstadt München zieht in der Kategorie „Großstädte“ in das Finale um die Auszeichnung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2021 ein. Mit nominiert sind die Städte Kiel und Stuttgart. 

Der nationale Preis zeichnet Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung aus und ist der größte seiner Art in Europa. Die Siegernennung ist am 30. Juli. 

„Die Nominierung würdigt unser Engagement“

Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigt sich erfreut über die Nominierung: „Eine nachhaltige und lebenswerte Stadt für unsere nachfolgenden Generationen zu gestalten, ist ein wichtiges Ziel, das wir nur gemeinsam mit allen Münchnerinnen und Münchnern erreichen können. 

Zusammen stellen wir uns wichtigen Zukunftsthemen wie Klimawandel, Mobilität oder Digitalisierung. Die Nominierung würdigt unser Engagement und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ 

Stadtbaurätin Elisabeth Merk betont, dass München das Thema Nachhaltigkeit schon früh auf die Agenda gesetzt hat. „Mit dem Stadtentwicklungskonzept ‚Perspektive München‘ setzen wir seit 1998 Leitplanken für eine nachhaltige Stadtentwicklung. 

Deren Inhalte werden ständig weiterentwickelt und im Dialog mit den Münchnerinnen und Münchnern fortgeschrieben und angepasst. Der Erfolg zeigt sich nun auch in der Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis.“ 

Gründe für die Nominierung

Neben der Perspektive München nannte die Jury noch weitere Gründe für ihre Nominierung: 

„Als eine der ersten deutschen Kommunen startete die bayrische Landeshauptstadt München einen Lokale Agenda 21-Prozess. 

Das integrierte Stadtentwicklungskonzept ‚Perspektive München‘ griff diese Themen Ende der 90er Jahre auf und wird seitdem fortlaufend unter Einbeziehung der Bürger/innen sowie aller Fachreferate weiterentwickelt. 

Für mehr sozialen Wohnraum legte die Kommune Deutschlands größtes wohnungspolitisches Handlungsprogramm auf und ergreift zeitgleich wirkungsvolle Maßnahmen in den Bereichen Freiflächenerhaltung, Verkehrsreduzierung und Lärmminderung, unter anderem durch eine Nahverkehrsoffensive oder die Umsetzung des Bürgerbegehrens ‚Radentscheid‘.

München strebt bereits bis zum Jahr 2035 Klimaneutralität an und möchte bis 2025 die weltweit erste Millionenstadt mit einer Stromversorgung rein aus erneuerbaren Energien sein. 

Die Kommune baut daher nicht nur ihr Fernwärme- sondern auch ein Fernkältenetz weiter aus, unter anderem um energieintensive, de- zentrale Klimatisierungs- und Kühltechnologien zu reduzieren. 

Der massive Aus- und Aufbau von Schulen und Kitas, vor allem auch in benachteiligten Stadtteilen, führte zu einer bedarfsgerechten und engmaschigen Bildungsinfrastruktur. 

Eine umfangreiche Wirtschaftspolitik integriert zum Beispiel Ansätze einer Circular Economy, ein Gewerbehofprogramm, um auch kleineren Betrieben einen zentrumsnahen Standort zu ermöglichen, eine weitreichende Gründungsförderung sowie Maßnahmen wie das Netzwerk ‚Fiba 2‘ zur Integration von ‚Flüchtlingen in Ausbildung oder Beruf‘“. 

Ergebnisse werden am 30. Juli der Jury vorgestellt

Nun müssen sich Expertinnen und Experten der Landeshauptstadt München einem Interview stellen, welches das Büro Deutscher Nachhaltigkeitspreis gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu), dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und dem kommunalen Umweltverbandes ICLEI durchführt. 

Die Ergebnisse werden am 30. Juli einer Jury vorgestellt, die dann den Preisträger kürt. Auf dem Deutschen Nachhaltigkeitstag am 3. und 4. Dezember in Düsseldorf stellen die Kommunen ihre Siegerprojekte vor. 

Geld soll in Nachhaltigkeitsprojekte fließen

Die Auszeichnung wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen vergeben. 

Neben der Kategorie „Großstädte“ werden auch Städte mit mittlerer Größe, Kleinstädte und Gemeinden mit jeweils 30.000 Euro ausgezeichnet. Das Geld soll in Nachhaltigkeitsprojekte fließen.

Landeshauptstadt München/fb

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