Er wurde am 21. Februar 1919 ermordet

Todestag des ersten Ministerpräsidenten: Umbenennung des Marienhof zum Gedenken an Kurt Eisner?

Der Verein „Das andere Bayern“ fordert: Der Marienhof soll künftig Kurt-Eisner-Platz heißen. 
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Der Verein „Das andere Bayern“ fordert: Der Marienhof soll künftig Kurt-Eisner-Platz heißen. 
  • Kassandra Fischer
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Der Verein „Das andere Bayern“ setzt sich für das Gedenken an Kurt Eisner ein - und fordert deshalb eine Umbenennung des Marienhofs.

  • Der Todestag von Kurt Eisner jährt sich am Sonntag, 21. Februar, zum 102. Mal.
  • Der Verein „Das andere Bayern“ setzt sich für das Gedenken an den ersten Ministerpräsidenten ein.
  • Eine der Forderungen: Der Marienhof soll künftig Kurt-Eisner-Platz heißen.

ALTSTADT Könnte der Marienhof bald Kurt-Eisner-Platz heißen? Das fordert zum 102. Todestag des ersten Ministerpräsidenten Bayerns (Infobox) am Sonntag, 21. Februar, der Verein „Das andere Bayern“. Dessen Mitglieder setzen sich seit Jahren für mehr Gedenken an den ehemaligen bayerischen Politiker ein.

102. Todestag von Kurt Eisner: Münchner Verein fordert Umbenennung des Marienhofs

Es gibt in Neuperlach zwar eine Kurt-Eisner-Straße – allerdings am äußersten Stadtrand und ohne eine Gedenktafel. Das sei nicht genug, so auch der Aktionskünstler Wolfram Kastner, der sich im Verein engagiert. Die Sprecherin des Kommunalreferats erklärte auf Hallo-Nachfrage jedoch, warum das nicht so einfach ist: „In München ist es nicht üblich, zwei Verkehrsflächen nach derselben Person zu benennen.“ Grund dafür ist, dass keine Verwechslungen für Rettungsdienste und Feuerwehr entstehen. Zudem erklärt sie, dass das Kulturreferat keinen Bedarf für eine weitere Ehrung Eisners sehe.

München: Erfolg von „Das andere Bayern“ - Stadt unterhält jetzt das Grab von Kurt Eisner

Ganz im Gegensatz zu „Das andere Bayern“. Die Mitglieder haben eine Reihe an Forderungen wie beispielsweise eine Ehrenbürgerschaft, die Verleihung einer Kurt-Eisner-Medaille sowie einen entsprechenden Feiertag am 8. November. Erst jüngst konnte der Verein einen Erfolg in den Bestrebungen rund um Eisners Grab verzeichnen. Das befindet sich seit 1933 auf dem Friedhof der Israelischen Kultusgemeinde, nachdem das ursprüngliche Grab am Ostfriedhof von Nazis zerstört wurde. Doch nach jahrelangen Forderungen der Eisner-Aktivisten hat die Stadt 2020 die Restauration des Grabes veranlasst und es in den städtischen Unterhalt aufgenommen. Künftig sorge somit die Stadt dafür, die Grabstätte in einem würdigen Zustand zu erhalten, so das Gesundheitsreferat auf Hallo-Nachfrage. Für die geforderte Gedenktafel in Neuperlach gibt es außerdem grünes Licht – vorausgesetzt die Initiatoren übernehmen die Kosten, erklärt das Kommunalreferat.

Kurt Eisner war Bayerns erster Ministerpräsident.

Über die Person

Kurt Eisner ist vor allem als Anführer der Novemberrevolution von 1918 in München bekannt. Vom 8. November 1918 bis zu seiner Ermordung durch den rechtsextremen Terroristen Graf Arco in der heutigen Kardinal-Faulhaber-Straße war er der erste Ministerpräsident des Freistaats.

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