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BA will Radroute für Schüler sicherer machen und fordert neue Technik an Karl-Theodor-Straße

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Diesen Rad- und Fußweg entlang der Karl-Theodor-Straße müssen Radler aus der Borschtallee kreuzen, wenn sie zur Ampel (an der Litfaßsäule) wollen.
Diesen Rad- und Fußweg entlang der Karl-Theodor-Straße müssen Radler aus der Borschtallee kreuzen, wenn sie zur Ampel (an der Litfaßsäule) wollen. © Andreas Schwarzbauer

Radler sollen künftig sicherer über die Karl-Theodor-Straße fahren können: Der zuständige BA prüft modernere und sicherere Ampelanlagen an rege befahrenen Kreuzungen.

Schwabing Reger Radverkehr herrscht auf der Borschtallee und der Angererstraße. Viele Schüler sind auf den beiden Fahrradstraßen zum Willy-Graf- und zum Sophie-Scholl-Gymnasium unterwegs. Dabei werden sie regelmäßig an einer kritischen Stelle ausgebremst: der Kreuzung mit der Karl-Theodor-Straße. Der Bezirksausschuss Schwabing-West fordert dort nun eine Verbesserung.

Für Radler sei es vor allem im morgendlichen Berufsverkehr unmöglich, die vierspurige Verkehrsachse zu überqueren, ohne an der Fußgänger­ampel ein Grünsignal anzufordern, hat Antragssteller Moritz Kienast (Grüne) beobachtet. Um zum Drücker zu gelangen, müssen sie allerdings den Radweg entlang der Karl-Theodor-Straße queren. Da dort ebenfalls viel Verkehr herrscht, komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Verschärft werde die Situation dadurch, dass die Aufstellflächen an der Ampel zu klein seien. „Mehrere Fahrräder oder ein Lastenrad haben dort nicht genügend Platz und blockieren dann den Radweg“, sagt Kienast.

Daher wünscht sich Moritz Kienast einen Drücker direkt an der Fahrbahn.
Daher wünscht sich Moritz Kienast einen Drücker direkt an der Fahrbahn. © Radfahren in Stuttgart

Die Kreuzung sei ein Knotenpunkt. „Dort sind tausende Schüler unterwegs. Die Straßen sind zudem wichtige Achsen im Radverkehrsnetz der Stadt“, sagt er. Deshalb müsse dort etwas passieren. Zwar ist geplant, dass die Karl-Theodor-Straße umgestaltet wird. Aber: „Das dauert noch. Weil das Problem jetzt besteht, brauchen wir eine kurzfristige und schnelle Lösung“, fordert Kienast.

Lösung für Radlerampel an Karl-Theodor-Straße: BA erwägt auch Bewegungsmelder

Der Bezirksausschuss schlägt vor, einen Druckknopf für die Ampel an den Fahrbahnrändern der Borschtallee und der Angererstraße zu installieren. So sei es nicht mehr notwendig den Radweg an der Karl-Theodor-Straße zu kreuzen. Zudem soll das Mobilitätsreferat prüfen, ob eine Technik mit Bewegungsmeldern möglich ist, die das Grünsignal automatisch anfordert. Diese Technik kommt bereits in Hamburg zum Einsatz.

Ein Sensor nimmt die Fahrradfahrer frühzeitig wahr und fordert das Signal an. Im Idealfall reduziert sich so die Wartezeit für die Radler. Ein weiterer Vorschlag von Kienast ist es, auch auf der Nordseite der Kreuzung ein orange-farbenes Blinklicht aufzustellen. Es soll Radler auf der Karl-Theodor-Straße darauf aufmerksam machen, dass Verkehr aus der Borschtallee kreuzen könnte. An der Angererstraße gibt es bereits ein solches Warnsignal.

„Wir brauchen eine kluge Lösung des Mobilitätsreferats. Das müssen nicht unbedingt unsere Vorschläge sein. Wichtig ist, dass zeitnah eine Verbesserung kommt“, sagt Kienast. Das sehen auch die Schüler des Willy-Graf-Gymnasiums so. Sie hatten bereits bei der jüngsten Bürgerversammlung die Kreuzung moniert. Zudem beklagten sie, dass Dauerparker an der Borschtallee die Straße verschmälerten.

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