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Mehr Rücksicht, Parkplätze und Toiletten: Der Seniorenbeirat der Maxvorstadt im Gespräch mit Hallo

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Von: Kassandra Fischer

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Birgit Schmidt-Deckert, Hans Pongratz und Ute Schmidmayer im Garten des ASZ.
Birgit Schmidt-Deckert, Hans Pongratz und Ute Schmidmayer im Garten des ASZ. © Kassandra Fischer

Sie vertreten die Interessen aller Münchner ab 60: die Mitglieder der Seniorenvertretung. Zu Beginn der neuen Amtszeit hat Hallo die neu oder wiedergewählten Beiräte getroffen – um über die Belange, Probleme oder Chancen in den jeweiligen Vierteln zu sprechen.

Maxvorstadt - Die Universität ist dort, zahlreiche Studenten wohnen im Viertel – ein Großteil der Maxvorstädter ist unter 40. Dennoch leben auch Senioren im dritten Stadtbezirk. Sie zu vertreten ist die Aufgabe des wiedergewählten Seniorenbeirats Hans Pongratz. Unterstützung erhält er dabei unter anderem von Ute Schmidmayer. Sie ist ebenfalls wieder in die insgesamt fünfköpfige Seniorenvertretung der Maxvorstadt gewählt worden.

Seniorenvertretung der Maxvorstadt: Das sind die Probleme für die Älteren im Viertel

Wichtig ist den beiden vor allem ein respektvolles Miteinander im Bezirk sowie eine stärkere Sichtbarkeit der Belange älterer Bewohner. So seien diese beispielsweise bei der geplanten Umgestaltung der Augustenstraße nicht vollständig bedacht worden, kritisiert Pongratz. Die Radwege sollen dort verbreitert, die Anzahl der Parkplätze stattdessen verringert werden.

„Von den Senioren fahren nicht mehr so viele mit dem Rad“, so seine Einschätzung. „Und früher oder später wird es auch gefährlich für sie.“ Zudem gäbe es zahlreiche Arztpraxen. Er frage sich, wie die älteren Patienten dann dort hinkommen sollen. Auch Birgit Schmidt-Deckert, Leiterin des Alten- und Service-Zentrum (ASZ) ergänzt: „Schon wenige hundert Meter sind teilweise zu viel, vor allem, wenn man bewegungseingeschränkt ist.“

Ein weiteres Problem, das längere Wege verursacht, sei das schrumpfende Angebot von Post- und Bankfilialen in der Maxvorstadt. Ein großer Verlust sei dabei die Schließung des Poststandortes an der Theresienstraße gewesen. „Das war einfach auch eine gewisse Ansprechstelle“, betont Pongratz. Hinzu komme, dass immer mehr digitalisiert werde – beispielsweise durch Online-Banking. „Das ist ein großes Thema, bei dem Senioren komplett ausgegliedert werden, auch bei Behörden“, ärgert sich Schmidmayer. Wenigstens das ASZ versuche mit zahlreichen Angeboten Abhilfe zu schaffen (siehe Kasten).

Und dann gibt es noch das große Problem mit den fehlenden öffentlichen Toiletten. Wie auch der Bezirksausschuss wünschen sich die Seniorenvertreter ein Klo im Kunst­areal, am besten am Königsplatz. „Es ist einfach nicht gut, dass es dort weit und breit keine Toilette gibt“, sagt Pongratz. Ebenfalls ärgerlich: „Die am Josephsplatz ist seit weit über einem Jahr wegen Bauarbeiten geschlossen“, pflichtet ihm Schmidmayer bei.

Spaziergänge zu Lieblingsplätzen

Beliebte Treffpunkte für die Senioren in der Maxvorstadt seien der Alte Nördliche Friedhof, der Garten vom Lenbachhaus oder der Alte Botanische Garten, ergab eine Umfrage des Alten- und Servicezentrums (ASZ). „Da setzen sich viele zur Entspannung hin“, erklärt Leiterin Birgit Schmidt-Deckert. Passend zum Thema hat sich die Einrichtung an der Gabelsbergerstraße 55a eine Veranstaltungsreihe überlegt, bei der die Lieblingsorte gemeinsam besucht werden. Am Freitag, 14. Oktober, geht es dafür in den Englischen Garten, am Montag, 17. Oktober, zum Alten Nördlichen Friedhof, am Freitag, 28. Oktober, zum Lenbachhaus und am Mittwoch, 2. November, in den Luitpoldpark. Kosten: Zwei Euro, Anmeldung erforderlich. Mehr Infos beim ASZ unter Telefon 41 11 84 40.

Hallo hat auch mit der Seniorenvertretung der Altstadt über die Probleme im Viertel gesprochen.

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