Gesellschaft der Freunde für islamische Kunst und Kultur

München: Schwabinger für Kultur-Engagement ausgezeichnet

Werner Pich vor einem seiner unzähligen Bücherregale. In der Hand hält er seine Auszeichnung.
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Werner Pich vor einem seiner unzähligen Bücherregale. In der Hand hält er seine Auszeichnung.
  • Kassandra Fischer
    VonKassandra Fischer
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Seit 30 Jahren engagiert sich Werner Pich im Verein „Gesellschaft der Freunde für islamische Kunst und Kultur“ - dafür wurde er jetzt mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.

  • Werner Pich engagiert sich seit 1991 im Kunst- und Kulturbereich.
  • Als Mitglied der Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur will er das Wissen darum fördern.
  • Jetzt wurde er dafür mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.

Schwabing - Mit einem Orientteppich hat alles angefangen: „Damals habe ich mir vom Verkäufer eine Buchempfehlung geben lassen“, erinnert sich Werner Pich zurück. „Ich hatte ja keine Ahnung, was ich da kaufe.“ Aus einem Buch wurden schließlich rund 1500, aus einem Teppich über hundert. Jetzt wurde der 88-jährige Wahl-Schwabinger, für seine Arbeit im Verein „Gesellschaft der Freunde islamischer Kunst und Kultur“ mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet. Dort engagiert sich der leidenschaftliche Sammler seit 30 Jahren.

München: Schwabinger für Kultur-Engagement ausgezeichnet

Nur kurz nach der Gründung im Jahr 1989 trat Pich dem Verein 1991 bei. „Das hat mein Interesse nur verstärkt“. Kurz darauf wurde er Vorsitzender. Heute ist er im Kuratorium tätig und unterstützt seinen Nachfolger Max Leonhard tatkräftig. Selbstauferlegtes Ziel der Gesellschaft ist es, die Kenntnis über islamische Kunst und Kultur zu verbreiten. Beispielsweise durch Vorträge, die in Kooperation mit der LMU stattfinden. „Wir arbeiten eng mit dem Institut für den Nahen und Mittleren Osten zusammen“, erklärt Pich. Zudem schickt die Gesellschaft regelmäßig Rundschreiben an die rund 250 Mitglieder – darunter Museumsleute, Professoren oder Liebhaber der islamischen Kunst.

Schwabing: 88-Jähriger mit Bundesverdienstmedaille geehrt

Und dann ist da noch das Jahrbuch „Eothen“, das alle paar Jahre erscheint und wissenschaftliche Beiträge enthält. Aktuell arbeitet Pich gemeinsam mit Leonhard am achten Band, der 2022 erscheinen soll. Dann soll das Buch – wie bereits seine Vorgänger – in alle Welt hinaus. „Also in alle größeren Bibliotheken, die solche Werke sammeln“, erklärt der Jurist. Noch immer macht ihm die Arbeit in der Gesellschaft großen Spaß, so führt er auch deren Website. „Über die Ehrung habe ich mich sehr gefreut“, verrät er. Und was ihn die Jahre des Teppich-Sammelns gelehrt haben: „Motten sind Todfeinde!“

Ebenfalls mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet wurde Helmut Spörl: Seit 2002 engagiert er sich ehrenamtlich im Münchner Sicherheitsforum.

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