Radl-Testphase bis Ende Oktober

„Pop-Up-Bike-Lanes“: Stadt München schafft temporäre Radwege während der Corona-Pandemie

Schon am Tag der Eröffnung stark genutzt: der temporäre Radweg in der Elisenstraße. 
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Schon am Tag der Eröffnung stark genutzt: der temporäre Radweg in der Elisenstraße. 

Damit Radfahrer in München während der Corona-Pandemie mehr Platz haben, gibt es jetzt mehrere Pop-Up-Bike-Lanes in der Stadt. 

  • München hat die ersten Pop-Up-Bike-Lanes eingerichtet. 
  • Während der Corona-Pandemie sollen diese mehr Platz für Radfahrer garantieren. 
  • Der erste temporäre Radweg der Stadt wurde in der Elisenstraße eingezeichnet.

München-Mitte -  Dicke gelbe Linien auf der Straße, zahlreiche vorbeibrausende Radler – seit dieser Woche gibt es auch in München Pop-Up-Radwege. Der allererste wurde am Montag an der Elisenstraße, entlang des Alten Botanischen Gartens, zwischen Lenbachplatz und Dachauer Straße freigegeben Gelbe Markierungen trennen dort jetzt beidseitig eine Autospur für den Radverkehr ab.

München: Stadt schafft Pop-Up-Bike-Lanes während der Corona-Pandemie

Da wegen der Corona-Pandemie der Radverkehr in der Stadt stark zugenommen hat, beschloss der Münchner Stadtrat nämlich Ende Mai, dass mehrere temporäre Radl­spuren eingerichtet werden sollen. Vorerst sind die „Pop-Up-Bike-Lanes“ bis Ende Oktober geplant. Danach will der Stadtrat entscheiden, ob sie bleiben oder ob Autos wieder mehr Platz brauchen. Für Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter steht hinsichtlich der neuen Radwege fest: „In den nächsten Monaten werden wir die veränderte Situation in den fünf Straßen genau beobachten und auch die Rückmeldungen aus den Bezirksausschüssen und der Bürgerschaft einbeziehen“. 

Elisenstraße: Gelbe Markierungen auf der Straße trennen eine Autospur für den Radverkehr ab

Pop-Up-Bike-Lanes in München:  „Es gilt erstmal die Ergebnisse des Verkehrsversuchs abzuwarten.“

Ob die neuen Radwege künftig zu Verkehrschaos oder Stau führen oder ob man gegebenenfalls optimieren muss, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Ingo Trömer vom Planungsreferat: „Es gilt erstmal die Ergebnisse des Verkehrsversuchs abzuwarten.“ Während am Dienstag auch in der Theresien- und der Gabelsbergerstraße Autospuren für die Radler gelb abmarkiert wurden, folgen in den nächsten Tagen noch die Zweibrückenstraße sowie die Rosenheimer Straße in zwei Abschnitten. 

Ob es durch die neuen Radwege künftig zu mehr Stau und Verkehrschaos kommt, kann man derzeit noch nicht sagen. 

Radler über Pop-Up-Bike-Lane an der Elisenstraße: "Es fühlt sich sicher an."

„Ich finde den neuen Radweg prima“, freut sich Andreas Greil. In letzter Zeit fährt er wegen der Corona-Pandemie mehr Rad und hat schon auf die „Pop-Up-Bike-Lane“ an der Elisenstraße gewartet. Er freut sich deshalb auch auf die weiteren, die noch folgen. „Es fühlt sich sicher an und ist gut markiert“, beschreibt er sein erstes Fahr­erlebnis.

Andreas Greil freut sich über den neuen Pop-Up-Radweg in der Elisenstraße. 

Die Grünen in der Maxvorstadt finden außerdem: Zu schmale oder vollgestellte Gehwege erschweren den Mindestabstand, die Stadt soll auch an dieser Stelle eingreifen.

Wegen der Corona-Pandemie hat der Stadtrat zudem beschlossen, mehrere Straßen zu Fußgängerzonen umzuwandeln. Damit soll der Sommer angenehmer werden.

Im Oktober soll der Stadtrat über die geplante Verkehrsberuhigung im Tal entscheiden und könnte die Weichen für eine autofreie Altstadt stellen.

kf

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