Falsche Beamte

Dreiste Diebe geben sich als Polizisten aus und "kontrollieren" ihr Opfer – Sie gelangen auch in die Wohnung 

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Zwei falsche Polizisten kontrollierten ihr Opfer und gelangten in dessen Wohnung. Die echte Polizei konnte die beiden Tatverdächtigen fassen.

Zwei dreiste Diebe gaben sich als Polizisten aus und führten eine Personenkontrolle durch. Sie gelangten auch in die Wohnung ihres Opfers - dort schlugen sie Tage später wieder auf.

  • Dreiste Diebe gaben sich im Herzog-Wilhelm-Parks als Polizisten aus.
  • Ihr Opfer war ein 46-jähriger Münchner.
  • Nach der gestellte "Kontrolle" folgten sie dem Opfer noch in die Wohnung.

Es ist an Dreistigkeit wohl schwer zu überbieten. Ein 26-jähriger Münchner und ein 19-jähriger Münchner gaben sich am vergangenen Montag, den 27.04., im Bereich des Herzog-Wilhelm-Parks in der Münchner Altstadt als Polizisten aus. Dort "kontrollierten" sie einen 46-jährigen Münchner.

Es gelang den Tatverdächtigen, den 46-Jährigen davon zu überzeugen, dass es sich um eine echte Polizeikontrolle handelte. Sie forderten im Verlauf der "Kontrolle" die EC-Karte und die PIN des 46-Jährigen. Dieser gab beides bereitwillig heraus. 

Im weiteren Verlauf gelang es den falschen Polizisten, sich im Beisein des Opfers Zutritt zu dessen Wohnung zu verschaffen. Dort entwendeten die Verdächtigen eine Armbanduhr, Bluetooth-Kopfhörer, eine Kreditkarte und die genannte EC-Karte. Der Wert der Tatbeute betrug mehrere hundert Euro. Im Anschluss verließen sie die Wohnung

Falsche Polizisten "kontrollieren" ihr Opfer und gelangen in seine Wohnung

Der 46-Jährige erkannte erst später, dass er Opfer einer Straftat geworden ist und erstattete Anzeige. Kurz darauf, im Laufe des Donnerstages, 30.04. kamen beide Tatverdächtige erneut zur Wohnung des 46-Jährigen. Sie gaben sich abermals als Polizeibeamte aus und wollten in die Wohnung gelassen werden. Dieses Mal weigerte sich der 46-Jährige jedoch und machte Fotos und Videos der beiden Tatverdächtigen. Die beiden flüchteten daraufhin. 

Die Bilder und das Video wurden der Polizei übergeben. Eine zivile Streife der Altstadtwache (PI 11) konnte anhand dieser Bilder den 19-jährigen Tatverdächtigen, am Donnerst, 30.04., gegen 23:30 Uhr, noch in Tatortnähe vorläufig festnehmen. Bei ihm fanden sich Hinweise auf seinen mutmaßlichen Mittäter. Dieser konnte ebenfalls festgenommen werden. 

Beide Tatverdächtige gestanden die Taten und händigten die Beute aus. Bei dem 19-jährigen Tatverdächtigen wurde zudem eine geringe Menge Cannabis aufgefunden. Nach Beendigung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden beide Tatverdächtige wieder entlassen. 

Die Ermittlungen wurden durch die Münchner Kriminalpolizei übernommen. Ein Zusammenhang mit dem Callcenter-Phänomen der „Falschen Polizeibeamten“ ist nicht gegeben.

Polizeipräsidium München/jh

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