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Das Paul-Klinger-Künstlersozialwerk unterstützt Mitglieder – jetzt startet erstmals eine Ausstellung 

Monika Herzing, Renate Hausdorf und Ute Belting freuen sich auf die erste Gemeinschaftsausstellung ihres Vereins. 
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Monika Herzing, Renate Hausdorf und Ute Belting freuen sich auf die erste Gemeinschaftsausstellung ihres Vereins. 

Das Paul-Klinger-Künstlersozialwerk aus München unterstützt und berät bundesweit Künstler - jetzt startet erstmals eine große Gemeinschaftsausstellung.

  • Künstler aus ganz Deutschland können sich vom Paul-Klinger-Künstlersozialwerk beraten lassen. 
  • Der Verein unterstützt seine Mitglieder in unterschiedlichsten Bereichen - auch während Corona. 
  • Jetzt startet außerdem erstmals eine Gemeinschaftsausstellung in München

Maxvorstadt Schauspieler, Autoren oder Bildhauer – viele Künstler sind selbständig. Doch nicht jeder kennt sich mit Steuererklärungen, Rechtsfragen oder der Rentenversicherung aus. Genau hier setzt das Paul-Klinger-Künstlersozialwerk an, ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in der Winzererstraße 32, der bundesweit Künstler berät und unterstützt. Künstler wie Monika Herzing. Die Schauspielerin, Choreografin und Tänzerin aus München ist seit 14 Jahren im Verein. „Ich bin damals eingetreten, weil ich Unterstützung brauchte, um in die KSK zu kommen“, erinnert sie sich. 

München: Paul-Klinger-Künstlersozialwerk berät bundesweit Künstler

Die KSK, auch Künstlersozialklasse, bietet selbständigen Künstlern und Publizisten den Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung und ist eines der großen Themen, bei denen der Vere in unterstützt. Erste Ansprechpartnerin ist dafür Ute Belting. „Alles rund um die KSK mache ich selber, aber wir haben auch einen Pool an externen Beratern, die ehrenamtlich mithelfen“, so die Geschäftsführerin des Vereins. Darunter eine Juristin, einen Sozial- und Rentenberater, Steuerberater, eine Psychologin, eine Kunstagentin und einen Versicherungsmakler. 

"Wir Künstler brauchen einfach Unterstützung"

70 Euro zahlen Mitglieder im Verein jährlich – dafür steht ihnen dann jederzeit eine kostenlose Beratung zu. „Ich habe schon häufig hier angerufen, weil ich Fragen rechtlicher Art oder zu meiner Rentenversicherung hatte – da brauchen wir Künstler einfach Unterstützung“, so Herzing. „Wir sind meistens auf uns alleine gestellt, da ist so ein Netzwerk wichtig.“ Vor allem die Corona-Pandemie hat jüngst viele selbständige Künstler wie auch Herzing in die Bredouille gebracht: „Das war eine Achterbahnfahrt – und ist es zum Teil immer noch. Innerhalb von zehn Tagen habe ich meine Arbeit in Gänze verloren.“ Doch auch in dieser Situation hat das Paul-Klinger-Künstlersozialwerk versucht, seinen Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. „Wir haben ein komplexes Informationstool aufgebaut mit Links zu den unterschiedlichen Hilfen der Bundesländer“, so Belting. Quasi als „Hilfe zur Selbsthilfe“. 

Verein zu Ehren von Paul Klinger existiert bereits seit 46 Jahren

Seit 46 Jahren existiert der Verein, der zu Ehren des Schauspielers Paul Klinger gegründet wurde. Rund 1200 Mitglieder aus den unterschiedlichsten Gewerken gibt es aktuell. In diesem Jahr hat der Verein sogar noch eine Premiere: Er veranstaltet seine erste Gemeinschaftsausstellung. „Wir freuen uns sehr darauf, dort ein Spektrum der Künstler, die bei uns im Haus vertreten sind, zu präsentieren“, freut sich Vereins-Präsidentin Renate Hausdorf. Auch Herzing ist bereits voller Vorfreunde. Sie improvisiert bei der Vernissage mit Tanz und Stimme. „Das ist für mich eine Metapher. Ich darf und kann endlich wieder arbeiten – ein Lichtblick im Tunnel.“

Paul-Klinger-Künstlersozialwerk veranstaltet Ausstellung

42 Künstler präsentieren vom 18. September 2020 bis 30. Januar 2021 rund 50 Werke in der Ausstellung „Was Menschen berührt“. Das Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, Winzererstraße 9, stellt dafür die Räume zur Verfügung. Neben kostenlosen Führungen gibt es die Möglichkeit zur Besichtigung in kleinen Gruppen – donnerstags um 18 Uhr und sonntags um 14 Uhr. Eine Anmeldung unter Telefon 57 00 48 95 oder per E-Mail an info@paul-klinger-ksw.de ist erforderlich. Die Ausstellung ist auchonline zu sehen.

Kassandra Fischer

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