BA ist unzufrieden

Urbane Mitte oder Kreuzung? –Verkehrskonzept für die Parkstadt Schwabing liegt vor 

Die Urbane Mitte (re) in der Parkstadt Schwabing soll vor das Motel One (li) verlegt werden. Dafür müsste die östliche Anni-Albers-Straße ein Stück weiter südlich verlaufen.
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Die Urbane Mitte (re) in der Parkstadt Schwabing soll vor das Motel One (li) verlegt werden. Dafür müsste die östliche Anni-Albers-Straße ein Stück weiter südlich verlaufen.

In der Parkstadt Schwabing beschweren sich Firmen und Anwohner über die Verkehrs- und Parksituation. Nun will die Stadt die Lage verbessern. Der BA ist mit dem neuen Verkehrskonzept nicht zufrieden...

  • Verkehrskonzept für die Parkstadt Schwabing liegt vor.
  • Wie die Stadt die die Verkehrs- und Parksituation verbessern will.
  • Der BA ist unzufrieden...

Schwabing –Viel Verkehr, keine Parkplätze – darüber beschweren sich Firmen und Anwohner in der Parkstadt Schwabing. Nun will die Stadt die Lage verbessern. 

Mit den aktuellen Vorschlägen wie eine Parkscheibenregelung ist der BA Schwabing-Freimann aber noch nicht zufrieden. Unter anderem fordert er Bewohner-Parkausweise für das gesamte Parkstadt-Gebiet. 

„Anwohner müssen ihre Autos tagsüber in den Straßen abstellen können“, erklärt BA-Chef Patric Wolf. Insbesondere, da Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern nun immer mehr Home-Office-Tage gewähren. 

Das Planungsreferat reagiert: 

„Es wurde jetzt die Lösung gewählt, das Parklizenzgebiet Alte Heide um die Parkstadt Schwabing zu erweitern“, teilt Thorsten Vogel, Sprecher des Planungsreferats mit. 

Das bedeutet, dass die Bewohner in dem Teil der Parkstadt Schwabing eine Lizenz beantragen können, für die die Parkdauerbegrenzung dann nicht gilt. 

„Alle Straßen des Umgriffs Parkstadt Schwabing sind in der Erweiterung enthalten. Auf zwei Straßen gilt jedoch keine Regelung. Sollte sich herausstellen, dass hier doch eine Beschilderung beziehungsweise Automaten aufgestellt werden müssen, so werden wir dies nachbessern“, so Vogel. 

Ein neues Gutachten zur „Urbanen Mitte“ sehe vor die Urbane Mitte vor das Motel One zu legen, die östliche Anni-Albers-Straße dafür ein Stück weiter südlich verlaufen zu lassen. 

Projektstudie „Urbane Mitte“

Somit würde die bisher vierarmige Kreuzung zwischen der Straße und der Lyonel-Feininger-Straße zu zwei dreiarmigen Kreuzungen aufgeteilt. Allerdings will die Stadt jetzt eine im Platzbereich vierspurige Straßenführung mit Ampelanlagen. 

Der BA ist unzufrieden

Ferner bekäme die westliche Anni-Albers-Straße zwei Spuren im Kreuzungsbereich. Dies will der BA aber nicht hinnehmen: „Eine vierspurig ausgebaute Kreuzung mit Geradeaus- und Abbiegespuren ist kontraproduktiv, verhindert die angestrebte Platzqualität und zerschneidet die Verbindung der geplanten westlichen Ladenzone mit der östlichen Platzfläche“, so Wolf. 

Durch die Einführung der provisorischen Durchfahrtsperre in der Herbert-Bayer-Straße werde der Verkehr nach Norden auf der Lyonel-Feininger-Straße eher abnehmen, weil dort kein Schleichverkehr mehr möglich wäre. 

Daher fordert der BA, die „Urbane Mitte“ nach Evaluierung der Durchgangssperre erneut verkehrlich und städteräumlich zu überprüfen. So wird es laut Vogel auch kommen: „Durch die Veränderung der Verkehrsströme könnte sich die Möglichkeit ergeben, die Vorzugsvariante zu optimieren.“ 

Nach der Sommerpause soll der Stadtrat darüber entscheiden, ob das Planungsreferat erneut die Durchführbarkeit einer Platzumgestaltung untersucht – mit den neuen Erkenntnissen der Unterbrechung der Herbert-Bayer-Straße. 

best

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