Sein erstes eigenes Wirtshaus

Wiesnwirt-Sohn Stefan Stiftl kocht jetzt sein eigenes Süppchen

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Stefan Stiftl im „Zum Stiftl“, wo die Halbe Bier 3,90 Euro kostet.

Altstadt - Es sind große Fußstapfen, in die Stefan Stiftl tritt - Mit 33 Jahren hat er jetzt sein erstes eigenes Gasthaus eröffnet

Im Tal 15, hat Stefan Stiftl (33) sein erstes eigenes Gasthaus „Zum Stiftl“ eröffnet. Und wird dabei interessiert bis kritisch beäugt, denn sein Vater, Lorenz Stiftl, ist Wiesnwirt. Ähnlich wie im Festzelt „Zum Stiftl“ wird auch im Wirtshaus auf traditionell bayerische Küche gesetzt – allerdings neu interpretiert. Schließlich will sich der Spross der Gastro- Dynastie etwas Eigenes einfallen lassen. „Unsere Sennerbratwurst ist etwas nie dagewesenes“, betont Stiftl. Das Schmankerl stammt aus der hauseigenen Metzgerei. „Ich bin gerade ganz aufgeregt und gespannt, wie es läuft“, sagt er und lacht etwas nervös. Aber: „Man ist doch immer euphorisch, wenn etwas noch ganz neu ist.“ 

Trotz der erfolgreichen Familientradition will sich Stiftl keinen allzu großen Druck machen. „Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut“, sagt er, wobei er dann doch anmerkt: „Naja, Druck macht man sich ja immer selber. Und wenn man was Eigenes auf die Beine stellt, will man natürlich, dass es richtig gut wird.“ Vorgemacht hat es sein Vater, der sich aus einem Dorfwirtshaus ein Gastro-Imperium aufbaute. 

Als Lorenz Stiftl gerade mal 17 Jahre alt war, starb sein Vater. Er übernahm dessen Tankstelle und die Wirtschaft in Vohburg an der Donau. Seit 2002 betreibt er ein Zelt auf dem Oktoberfest. 2009 hat Lorenz Stiftl das Wirtshaus „Zum Spöckmeier“ in der Rosenstraße übernommen. Zudem ist er zuständig für das Catering im Deutschen Theater, ist Sprecher der Münchner Innenstadtwirte und betreibt seit diesem Jahr die Gastronomie im Grünwalder Stadion. Große Fußstapfen also, in die Sohnemann Stefan Stiftl tritt. Doch der hat selbst schon jede Menge Erfahrung. Er wurde schließlich in die Gastronomie hineingeboren. 

„Ich wollte auch nie etwas anderes machen“, sagt Stiftl. Schon als er noch jung war, hat er im Betrieb seines Vaters ausgeholfen. Mit 16 Jahren ist er von zu Hause weg gegangen nach Linz, wo er eine Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie gemacht hat. Als 19-Jähriger kehrte Stefan wieder in den elterlichen Betrieb zurück. Er prägte ab diesem Zeitpunkt das Stiftl Village im Ingolstadt Village mit und arbeitete in den Betrieben seines Vaters. „Am meisten Freude macht mir der Beruf, weil man soviel mit Menschen in Kontakt kommt“, sagt Stiftl. 

Laura Felbinger

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