Hier fährt die Zukunft

MVG testet neues E-Fahrzeug auf Linie 100

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Der Aufbau am Dach (hier befindet sich die Batterie) und die Displays, die Regelkreislauf und Stromverbrauch anzeigen, unterscheiden ihn von „normalen“ Bussen.

Maxvorstadt: Das einzige Geräusch ist das Surren der Heizung. Hallo begleitete den ersten Elektrobus zwischen Hauptbahnhof und Odeonsplatz.

Fast geräuschlos fährt er vor. So leise, dass man das neueste Bus-Modell der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) kaum hört, als es die Haltestelle Hauptbahnhof Nord ansteuert. „Am lautesten ist die Heizung hier drin“, berichtet Fahrerin Maria Sigmann (56) über den Bus mit Elektromotor, der nur ein zartes Schnurren von sich gibt.

Der erste E-Bus fährt jetzt täglich

Der erste Münchner E-Bus im Regelbetrieb ist jetzt täglich im Praxistest als Verstärker vom Ostbahnhof zum Hauptbahnhof im Einsatz. Umweltschonend und energiesparend soll er die MVG langfristig von endlichen Rohstoffen wegbringen, sagt Sprecher Matthias Korte.

Leise und umweltfreundlich lenkt MVG-Mitarbeiterin Maria Sigmann den neuen Elektro-Bus.

Busfahrerin Sigmann, die seit knapp 30 Jahren für die Stadtwerke und die MVG am Steuer sitzt, findet ihn toll. Sie wurde dafür vier Stunden geschult und ihr Fazit ist klar: „Er lässt sich wirklich schön fahren. Nur an das Bremsverhalten muss man sich etwas gewöhnen.“ Da, wo sonst die Tankanzeige war, ist hinter ihrem Lenkrad ein elektronisches Display, auf dem elektrische Leitungen farbig markiert sind. 

Batterie soll 300 Kilometer Fahrt speisen

Der Ladestand der Batterie wird ihr auf einer Art Tablet digital gemeldet. 77 Prozent sind es um kurz nach 9 Uhr. Seit knapp drei Stunden ist Sigmann da schon unterwegs. 

Der Wunsch der MVG ist: Tagsüber fahren, nachts laden. „300 Kilometer Fahrt soll die Batterie speisen“, weiß Sigmann. „Wenn aber Heizung oder Klimaanlage in Betrieb sind, oder der Wagen voll beladen im Stau steht, wird sich zeigen, ob das so stimmt“, sagt Korte über den Probelauf des Busses.

Ein zweiter E-Bus steht schon in den Startlöchern

Das zweite E-Fahrzeug der Linie 100 steht in den Startlöchern, noch werden damit aber Fahrer geschult. Denn schon nächstes Jahr will die MVG sechs weitere E-Busse anfordern.
M.J. Hlawica

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