Boomender Online-Handel stellt die Lieferdienste vor die Zerreißprobe

Stress fürs Christkind: Packerl-Frust statt Schenke-Lust?

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Vor Weihnachten haben die Lieferdienste alle Hände voll zu tun.

München – So langsam sind die Tage bis Heiligabend gezählt: Während die einen schon förmlich den festlichen Braten im Ofen riechen können, herrscht Hochsaison bei den Lieferdiensten – mit Folgen?

Weihnachtszeit ist Geschenkezeit! Und für die Paketlieferdienste heißt das Hochbetrieb. Bis auf das Doppelte der üblichen Menge steigen die Sendungen an, wie die Deutsche Post auf Hallo-Anfrage mitteilt. „2018 rechnen wir damit, dass noch einmal zehn Prozent mehr Pakete versendet werden als im Vorjahr“, so Sprecherin Carolin Oelsner. Das sind satte elf Millionen Paketsendungen täglich.

Der Online-Handel stellt die Lieferdienste vor die Zerreiß- und die Kunden auf die ein oder andere Geduldsprobe. Die Post versucht den weihnachtlichen Mehraufwand mit 10 000 zusätzlichen Aushilfskräften und weiteren 12 000 Fahrzeugen zu bewältigen. Außerdem seien in München mehr Paket­ausgabestellen eingerichtet worden, um die Wartezeiten so kurz wie möglich zu halten und eine wohnortnahe Abholung zu ermöglichen– eine zusätzliche ist etwa an der Wilhelm-Hale-Straße.

Schafft es ein Paket nicht rechtzeitig, bestehe kein Ersatz­anspruch. Es bleibt vor allem die Hoffnung, dass das Christkind heuer rechtzeitig kommt. Für so manchen eben in Form eines Lieferboten.

Sebastian Obermeir

Hallo-München-Umfrage: „Wie waren Ihre Erfahrungen mit Lieferdiensten?“

Johannes Wohlfart (23) aus der Altstadt: 

Johannes Wohlfart (23), Altstadt.

„Momentan erwarte ich noch drei Pakete. Meine persönlichen Erfahrungen sind sehr unterschiedlich, da es immer auf den jeweiligen Paketdienst ankommt. Mit DPD hatte ich bis jetzt nur schlechte Erfahrungen.

Irem Nur Serdar (20) aus Sendling: 

Irem Nur Serdar (20), Sendling.

Im Normalfall habe ich keine Probleme mit der Anlieferung, jedoch gab es letztes Jahr zur Weihnachtszeit einen Zwischenfall, bei dem mir die Lieferung vor Weihnachten garantiert wurde. Unglücklicherweise wurde diese Frist nicht eingehalten.

Uwe Mellies (56) aus ­Schwabing: 

Uew Mellies (56), Schwabing.

Ich persönlich nutze den Service des „gemütlich nach Hause liefern lassen“ gerne. Mit der Leistung der Lieferunternehmen bin ich sehr zufrieden und negative Erfahrungen habe ich auch noch nicht gemacht. “

Umfrage: Gabriel Manier Dennin

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