Nur Berlin ist beliebter

Starthilfe für Münchner Startups

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Die Unternehmensgründer Max Gassner, Tom Janowski und Paul Klarhöfer (v.l.) nutzen jede Gelegenheit, ihr Startup vorzustellen.

München: Warum die Isarmetropole bei Gründern gut ankommt, erfahrt ihr hier.

„Wenn kleine Ideen plötzlich ganz groß werden und weltweit Erfolg haben – dann wird das ein Startup gewesen sein“, sagt Annemarie Grund von der Industrie- und Handelskammer (IHK) München. Sie leitet die „StartupUnit“ – die Fachstelle, die Erfinder auf ihrem Weg zum Firmengründer unterstützt.

Sechs Prozent aller deutschen Start­ups sind in München ansässig. Mit einem Investitionsvolumen von 345 Millionen Euro im vergangenen Jahr liegt die Stadt bundesweit auf Platz zwei – nur geschlagen von Berlin. Auch Max Gassner, Paul Klarhöfer und Tom Janowski, die drei Gründer von Ridetronic, haben sich bei Annemarie Grund Rat geholt. Jetzt wollen sie mit ihrer Idee durchzustarten. Ihr elek­trisches Nachrüst-Set macht aus jedem normalen Fahrrad ein E-Bike. In Hallo spricht Gassner über Hürden – und die Standortvorteile von München:

Wann gab es die erste Idee zum Startup?

Im Juli 2015. Da kamen immer mehr E-Bikes auf den Markt und uns die Idee, dass nicht jeder sein altes Rad wegwerfen will, bloß weil er elektrisch gestützt Rad fahren möchte. Die Akkus für die Prototypen haben wir selber in unserem Büro gebaut.

Wer hat Ihnen mit Formalien und Tipps weitergeholfen?

Die Beratungen der IHK und BayStartup waren sinnvoll. Die haben uns alles gesagt, was wir zum Thema Finanzierung und Förderlandschaft Deutschland wissen mussten. Finanziert haben wir aus eigenen Mitteln.

Wie viele Ridetronic Exemplare gibt es heute?

Bisher gibt es vier Prototypen. Wir stehen also in den Startlöchern. Vor einem Jahr bekamen wir einen Platz im Strascheg Center der Hochschule München. Im August wurde uns das EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie verliehen, das mit 135 000 Euro dotiert ist. Als Stipendiaten haben wir Glück, ein Büro von der Hochschule München zu bekommen.

Warum ist München für Start­ups so attraktiv?

Das Proto(typ)förderprogramm unterstützt Erfinder drei Monate lang und stiftet ein Büro.

Wie geht es jetzt mit Ridetronic weiter?

Die Fertigung unserer ersten Serie ist zwischen April und Juni 2018 geplant.
Marie-Julie Hlawica

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