Ist nur die Innenstadt schützenswert?

Zoff um Feuerwerk geht weiter: Initiative prangert Ungleichbehandlung an

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Silvester - München

Obwohl die Stadt signalisiert, dass das Böllern in der Fußgängerzone schon dieses Silvester verboten sein wird, fordert Bürgerinitiative "Silvesterfeuerwerk? Nein danke!" deutlich drastischeren Schritt

Die Bürgerinitiative „Silvesterböllerei? Nein Danke!“ kämpft seit Jahren gegen das Silvesterfeuerwerk. Mittlerweile hat der Stadtrat zumindest die Weichen für ein tatsächliches Verbot gestellt. Weil dieses aber nur sehr begrenzt gelten soll, legt die Initiative nun nach.

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Laut Aussage des Sprechers des KVR, Johannes Mayer, in münchen.tv wird es schon zu Silvester 2019 erstmals ein Feuerwerkverbot in der Fußgängerzone und ein Verbot von Böllern (Feuerwerk, das nur knallt) in der gesamten Innenstadt geben. 

"Für die Initiative ein guter und wichtiger Zwischenschritt, aber dennoch viel zu wenig", urteilt Alexander von Dercks von der Initiative. Polizei und Ordnungskräfte würden kaum eine Möglichkeit haben, dieses Verbot zu überwachen und vor allem den Unterschied zwischen Böllern und Raketen zu erkennen. Letztere seien ja meist mit einer enormen Knallwirkung verbunden. 

Außerdem sei überhaupt nicht nachvollziehbar, warum die Innenstadt mit ihrer eher geringen Wohnbevölkerung schützenswerter ist als die Gebiete zwischen Innenstadt und Stadtgrenze. Dercks: "Denn dort leben nicht nur viele Menschen, sondern dort leidet auch die Tierwelt ungleich stärker. Zudem wird es eine Verlagerung der Feuerwerksaktivitäten geben." Einzig sinnvoller Weg könne nur ein vollständiges Verbot jeglichen Feuerwerks in den Stadtgrenzen von München sein. 

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