Oktoberfest-Motiv-Wettbewerb

Sieht so das neue Wiesn-Plakat aus?

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Urig, farbenfroh und gemütlich - so sieht Sebastian Neumanns Entwurf aus

München - Es ist DER Wettbewerb der Kreativen. Auch in diesem Jahr können Münchner in einem Vorentscheid über das diesjährige Wiesn-Plakat abstimmen. Hallo sprach mit einem Giesinger Künstler, der unbedingt gewinnen will

Der Giesinger Sebastian neumann reicht bereits zum zweiten mal einen Entwurf für das Wiesn-Plakat ein

Das Münchner Kindl sitzt auf der Wiesn auf einem Bierfassl und bläst die Tuba – ein Motiv, dass bald 10 000 Plakate, den offiziellen Oktoberfest-Maßkrug und verschiedene Souvenirs zieren könnte. Der Entwurf stammt von dem Giesinger Grafikdesigner Sebastian Neumann (links). Seit vergangenem Jahr kann beim Oktoberfest-Plakat-Wettbewerb jeder mitmachen, online werden die 30 besten vom Publikum ausgewählt. Sebastian Neumann hat in diesem Jahr erneut seinen Entwurf eingereicht und hofft natürlich auf den Sieg.

Herr Neumann, was hat es mit Ihrem Entwurf auf sich?

Ich bin gebürtiger Münchner und wollte die Wiesn meiner Kindheit zeigen, oder zumindest, wie ich sie in Erinnerung habe – ein gemütliches Münchner Volksfest mit Blasmusik, weg von nur Konsum und Massentourismus.

Letztes Jahr hat es leider nicht geklappt. Was ist diesmal anders?

Mein letzter Entwurf war auch mit Münchner Kindl, allerdings etwas kindlicher. Ich versuche schon, meiner Linie treu zu bleiben. Allgemein finde ich, dass die Qualität der Entwürfe im Vergleich zu letztem Jahr deutlich gestiegen ist.

Starke Konkurrenz?

Durchaus. Also da sind sechs, sieben Entwürfe dabei, die sind schon richtig gut. Wenn ich gewinnen würde, wäre ich tierisch stolz! 184 Entwürfe wurden eingeschickt, davon stehen jetzt 60 im Internet zur Wahl. Die ersten 30 kommen in die engere Wahl, die endgültige Entscheidung trifft dann eine Jury aus fünf Stadträten sowie neun Fachpreisrichtern. Der Gewinner wird am 2. Februar bekanntgegeben. Ich glaube, es ist der Traum jedes kreativen Münchners, einmal das offizielle Wiesn-Plakat entworfen zu haben.

Wie geht man an so einen Entwurf ran?

Es ist natürlich schwierig, einerseits den Vorgaben gerecht zu werden und andererseits sich selbst treu zu bleiben. Das Motiv muss sowohl als Plakat wirken, als auch auf einem Krug oder sogar einem Feuerzeug zu erkennen sein. Ich habe mit verschiedenen Ansätzen experimentiert, viele Stunden in meinem Büro in Sendling gescribbelt. Aber mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. Und das will was heißen – ich bin sehr selbstkritisch!


Online Voting

Bis Dienstag, 23. Januar, können Wiesn-Fans für ihr Lieblings-Plakat abstimmen: www.plakatwettbewerb.muenchen.de/voting. Unter den Teilnehmern werden fünfmal zwei Plätze für den 3. Oktober in der Ratsboxe des Schottenhamel-Zelts verlost, außerdem fünf offizielle Wiesnkrüge.


Daniela Borsutzky

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