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Archäologen stellen Fundstücke der Ausgrabungen am Marienhof vor

Siedlungsgeschichte zum Anfassen

Der Marienhof: ein Eldorado für Denkmalpfleger.
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Der Marienhof: ein Eldorado für Denkmalpfleger.
Das bayerische Landesamt für Denkmalpflege archäologische Untersuchungen durch. Mit von der Partie: Denkmalpfleger Christian Behrer.
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Das bayerische Landesamt für Denkmalpflege archäologische Untersuchungen durch. Mit von der Partie: Denkmalpfleger Christian Behrer.
Die Fundstücke, die Archäologen aus der Ausgrabungsstätte am Marienhof bergen konnten, wurden nun der Öffentlichkeit präsentiert.
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Die Fundstücke, die Archäologen aus der Ausgrabungsstätte am Marienhof bergen konnten, wurden nun der Öffentlichkeit präsentiert.
Sogar geschmolzene Weinflaschen konnten aus der Ausgrabungsstätte geborgen werden.
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Sogar geschmolzene Weinflaschen konnten aus der Ausgrabungsstätte geborgen werden.
Die Fundstücke, die Archäologen aus der Ausgrabungsstätte am Marienhof bergen konnten, wurden nun der Öffentlichkeit präsentiert.
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Die Fundstücke, die Archäologen aus der Ausgrabungsstätte am Marienhof bergen konnten, wurden nun der Öffentlichkeit präsentiert.
Der Marienhof: ein Eldorado für Denkmalpfleger.
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Der Marienhof: ein Eldorado für Denkmalpfleger.
Die Fundstücke, die Archäologen aus der Ausgrabungsstätte am Marienhof bergen konnten, wurden nun der Öffentlichkeit präsentiert.
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Die Fundstücke, die Archäologen aus der Ausgrabungsstätte am Marienhof bergen konnten, wurden nun der Öffentlichkeit präsentiert.
Das bayerische Landesamt für Denkmalpflege archäologische Untersuchungen durch. Mit von der Partie: Denkmalpfleger Christian Behrer.
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Das bayerische Landesamt für Denkmalpflege archäologische Untersuchungen durch. Mit von der Partie: Denkmalpfleger Christian Behrer.

Altstadt - Die Bauarbeiten für die Zweite Stammstrecke wirbeln nicht nur Staub auf: Archäologen haben einige Fundstücke aus dem Marienhof geborgen - und sie nun der Öffentlichkeit präsentiert

Geschmolzene Weinflaschen, historische Aufzüge und mittelalterliche Brunnen haben die Archäologen bei den Ausgraben am Marienhof entdeckt – und nun der Öffentlichkeit präsentiert. Das Besondere am Marienhof: Da er als einzige Freifläche nach den Zerstörungen nicht wieder bebaut wurde, finden sich hier noch nicht aufgedeckte Keller von vor 1945 und Bauten aus dem Mittelalter. Beim Marienhof handelt es sich somit um das größte zusammenhängende Bodendenkmal der Münchner Altstadt.

Weil in diesem Untergrund im Zuge der Bauarbeiten für die Zweite Stammstrecke nun gelinde gesagt gehörig Staub aufgewirbelt wird, führt das bayerische Landesamt für Denkmalpflege archäologische Untersuchungen durch. Dabei erlangen die Archäologen wertvolle Erkenntnisse zur Siedlungsgeschichte Münchens. Beeindruckend: Geschmolzenes Geschirr und verbrannte Essensmarken belegen die Wucht des Bombenangriffs, der 1944/45 das ganze Viertel ausradierte.

Noch etwas anderes ist besonders: „Die Geschichten der Häuser und ihrer Bewohner sind sehr gut dokumentiert. Das ist einzigartig“, betont Fachbauleiter Christian Behrer vom Büro für Denkmalpflege. Die schriftlichen Quellen reichen bis 1380 zurück. Deshalb recherchierten die Archäologen vor den Grabungen zunächst in Stadtarchiven.

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Die Daten aus den Archiven helfen bei der Zuordnung. „So konnten wir Funde konkreten Gesellschaftsschichten und sogar bestimmten Familie zuordnen“, erklärt Behrer. Im ehemaligen Hotel „Englischer Hof“ fanden die Archäologen Säulenstücke, die sich aufgrund eines Gemäldes eindeutig zuordnen lassen. Sogar der Standort des Aufzuges ist im Grundriss des Hotels vermerkt. Verbrannte Essensmarken können aufgrund von Unterlagen aus dem Stadtarchiv dem damaligen Wirtschafts­amt zugeordnet werden. „Von einer solch gute Dokumentation können wir sonst nur träumen.“

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In den Bereichen, die nicht unterkellert waren, finden sich sogar noch ältere Stücke. Ein Brunnen stammt beispielsweise aus dem 14. bis 15. Jahrhundert. Auch sind Teile einer Stadtbefestigung aus dem 12. Jahrhundert erhalten. Zunächst werden die Funde eingelagert, was dann mit ihnen passiert, steht noch nicht fest.

Franziska Boll

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