Fest der Sinne: Blühendes Eheglück

So schön duften Barbarazweige im heimischen Wohnzimmer

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Edeltraud Bayer ist Vize-Direktorin im Botanischen Garten an der Menzinger Straße.

Weihnachten als Fest der Sinne verbinden viele Münchner mit uralten Bräuchen – einer davon: Duftende Barbarazweige – Hallo erklärt, woher dieser sinnliche Brauch stammt

In der Woche vor dem 4. Dezember geht es auf dem Viktualienmarkt hoch her: Da kaufen die Münchner herrlich duftende Barbarazweige. Das ist ein uralter Brauch: „Früher schnitten junge Frauen vor dem Sonnenaufgang am 4. Dezember die Zweige. Blühten sie am 24. Dezember, durften sie im kommenden Jahr auf einen Bräutigam hoffen“, sagt Kulturwissenschaftlerin Martina Sepp.

Blühendes Brauchtum: Bei Barbarazweigen handelt es sich um Ästchen von Fortsythie, Haselnuss- sowie Kirschbaum.

Barbara soll sich im 3. Jahrhundert dem Christentum zugewandt haben. Ihr Vater ließ sie deshalb einsperren. Auf dem Weg ins Gefängnis soll sie mit ihrem Kleid an einem Kirschzweig hängengeblieben sein. Sie stellte den abgebrochenen Zweig in eine Vase und er blühte genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde.

Bei den Barbarazweigen handelt es sich um Ästchen von Kirsch-, Apfel- und Haselnussbaum sowie Forsythie – sie blühen weiß, rosa und gelb. Alle diese Bäume wachsen im Botanischen Garten an der Menzinger Straße. Auch Vize-Direktorin Edeltraud Bayer weiß um diesen Brauch und kann  sich noch gut erinnern, dass sie in ihrer Kindheit auch Barabarazweige zuhause in die Vase gestellt hat.

Ines Weinzierl

Viel mehr über Bräuche erfahren die Münchner bei der Führung „Barbarazweige, Mistel und Moos“, zu der Sepp am Dienstag, 4. Dezember, ab 15 Uhr zum Maibaum am Viktualienmarkt, lädt. Weitere Führungen zwischen 1. und 24. Dezember unter: www.münchner-bildungswerk.de

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