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Rettung in neuer Heimat

Projekt „Save me“ sucht dringend Münchner als Paten für Flüchtlinge

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München: „Rette mich“: Das Münchner Projekt „Save me“ braucht dringend Unterstützer – so kann man helfen.

„Rette mich“: Das Münchner Projekt „Save me“ braucht dringend Unterstützer. Nachdem die Flüchtlinge Zuflucht vor Krieg und Vertreibung gefunden haben, ist jetzt eine andere Rettung nötig. Die aus der Isolation. Flüchtlingsexperte Matthias Weinzierl erklärt: „Was bringt ein Deutschkurs, wenn Flüchtlinge niemanden haben, mit dem sie Sprechen üben können?“ (siehe Interview).

Bei Marzeya Said Mussa (35, li.) klappt das Deutschlernen mit Patin Christin Vogel (32, re.) gut, „nur Sätze zu bilden fällt mir noch schwer“, erklärt die Afghanin, die als Einjährige nach Syrien kam und von dort im Dezember 2014 nach Deutschland flüchtete. Seit August 2016 steht die Münchnerin Christin Vogel ihr als Patin zur Seite und sagt: „Marzeya ist meine Freundin.“ Vogel wollte angesichts der vielen Flüchtlinge aktiv werden. „Ich habe im Internet gesucht und bin auf die ‚Save me‘-Patenschaft gestoßen“, erklärt sie.

Der Ansatz des Patenprogramms lautet nach „Save me“-Projektleiterin Nina Klofac: „Langfristige Hilfe im Gegensatz zu Brezn und Decken am Bahnhof“. Seit 2008 setzt sich das Projekt des Münchner Flüchtlingsrats für legale Zuwanderung ein. Mithilfe eines Paten soll die Integration in die Gesellschaft erleichtert werden. Rund 250 Patenschaften wurden seit Gründung des Projekts 2008 vermittelt. Die Nachfrage nach Hilfe ist groß. „Wir suchen händeringend Paten“, sagt Klofac. In Workshops – der nächste ist am 12. Juli – nimmt sie Interessierten den Druck: „Kein Pate kann zaubern!“ Doch mit einer festen Bezugsperson geht vieles leichter: Vogel hat Said Mussa gerade geholfen, eine Wohnung zu finden und ihren Einbürgerungstest mit 32 von 33 Punkten zu bestehen.

In der Regel treffen sich Vogel und Said Mussa einmal in der Woche. Auch Ausflüge wie zum Nürnberger Christkindlmarkt machen die Frauen gemeinsam. Aber meistens wird vor allem viel gequatscht – und dabei gekocht. „Marzeya kocht gerne und ich esse gerne“, verrät Vogel.

Sabina Kläsener

Infos unter www.save-me-muenchen.de

Für eine optimistische Zukunft braucht es manchmal nur ein Lachen

Welche Hilfe jetzt gefragt ist und was man tun kann, verrät der Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats, Matthias Weinzierl, in Hallo.

Herr Weinzierl, was brauchen Flüchtlinge jetzt am dringendsten?

Sie müssen einen Zugang zur Gesellschaft finden. Von der aktuellen Flüchtlingspolitik fühlen sich viele vor den Kopf gestoßen, die sich zuvor motiviert um Job oder Ausbildung bemüht haben. Denen droht jetzt die Abschiebung, daher ist die Verzweiflung groß. Wer nichts tun darf, kommt auf schlechte Gedanken. Die Menschen brauchen eine Perspektive.

Was können die Münchner tun, die helfen wollen?

Direkte Kontakte zwischen Flüchtlingen und Münchnern sind gefragt. Der zwischenmenschliche Austausch ist wichtig. Mit Sprachpartnern können die Flüchtlinge besser Deutsch lernen, als wenn sie isoliert nur in Unterkünften sind. Ich hab mit einem Syrer gesprochen, der meinte: „Ich brauch kein Geld, keine Wohnung, aber Lachen.“ Wer helfen möchte, sollte sich zuvor überlegen, was man machen möchte und sich selbst zutraut. Das kann auch nur ein wöchentlicher gemeinsamer Spaziergang sein. Wichtig ist: Menschen sollten sich nicht überfordern!

Wie gehe ich es an, wenn ich helfen möchte?

Es gibt viele Angebote von Initiativen und Vereine, daher sollte man zum Münchner Flüchtlingsrat oder zu Wohlfahrtsverbänden gehen, da diese die Ehrenamtlichen koordinieren. Man sollte am besten ohne Erwartungen und klein anfangen. Auch zu fixe Vorstellungen, womit ich dem Betroffenen helfen könnte, sollte man nicht haben. Jeder Mensch ist anders und man muss sich erst mal kennenlernen.

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