Fest der Sinne: Weihnachten in der High-Society

Münchner Promis verraten ihr sinnlichstes Weihnachts-Erlebnis

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Weihnachten – das Fest der Sinne. Münchner Promis verraten in Hallo ihre sinnliche Festtags-Erlebnisse.

Weihnachtliche Düfte, Lichterzauber, glockenhafte Klänge und feine Geschmäcker: Größen der Münchner Prominenz verraten in Hallo die sinnlichsten Erlebnisse aus der Weihnachtsszeit

Weihnachtlieder in der Wüste

Michaela May (66), Schauspielerin: 

Michaela May (66).

„Mein sinnlichstes Weihnachten habe ich 1972 erlebt. Ich fuhr damals mit Freunden in zwei alten VW-Bussen durch die Sahara nach Zentralafrika. An Heiligabend waren wir in der Wüste, nicht weit vor der Grenze zu Niger. Wir hatten eine Kerze dabei, steckten sie in den Sand und betrachteten den unendlichen Sternenhimmel, so klar und weit, wie man ihn hierzulande niemals sehen kann. Diese Größe und Weite des Firmaments hat uns alle überwältigt. Irgendwann haben wir ,Leise rieselt der Schnee’ gesungen und mussten dann irsinnig lachen. Wir erzählten uns von unseren Weihnachtsfesten zu Hause, genossen die Stille der Wüste, ab und zu gab es Tiergeräusche, vielleicht Schakale, sonst war es ganz still.“

Echte Wärme

Veronika Bittenbinder (26), Sängerin: 

Veronika Bittenbinder (26).

„Meine Familie hat sich schon am Vorabend im Haus meiner Eltern eingefunden und wir setzen uns in der Früh schon im Schlafanzug an den Frühstückstisch. Dann werden die letzten Besorgungen gemacht und wir machen einen Wald-Spaziergang. Am Nachmittag setzen wir uns vor den Kamin, machen smoothen Jazz an, schälen noch Kartoffeln und lassen den Abend entspannt auf uns zukommen. Der Abend selbst ist nicht anders als der ganze Tag. Wir trinken, essen, reden und lassen das Jahr gemeinsam ausklingen. Eigentlich ist es auch völlig egal, ob wir vorher vor dem Kamin sitzen, das sinnlichste Weihnachten ist, wenn all meine Liebsten da sind, diese Wärme kann sowieso kein Kamin erzeugen.“

Spaziergang in die Kindheit

Helmut Schleich (51), Kabarettist: 

Helmut Schleich (51).

„Mein sinnlichstes Weihnachten ist rund zehn Jahre her. In meiner alten Heimat Schongau. Auf dem Weg ins Voralpenland hat es pünktlich um drei Uhr nachmittags heftig zu schneien angefangen, den ganzen Abend weitergeschneit und ich konnte nachts nach dem Familienzirkus im tiefen Schnee durch die stille Stadt laufen und die Orte und Erinnerungen meiner Kindheit für mich genießen. Geht Weihnachten sinnlicher? Für mich nicht.“

Kinderpunsch mit Ken

Christine Eixenberger (31), Kabarettistin und Schauspielerin: 

Christine Eixenberger (31).

„Ich kann mich gar nicht an das sinnlichste Weihnachten erinnern. Eher an Momente: Als meine Mama, mein Bruder und ich mit Ziehharmonika, Gitarre und Flöte versucht haben, die richtigen Töne zu treffen und sofort abbrechen mussten, weil die Oma plötzlich ein Pfeifen im Ohr bekommen hat. Oder als ich zu Weihnachten ein Barbie-Haus aus Holz bekommen habe, in das ich gleich selbst mit eingezogen bin. Barbie, Ken und ich auf der Dachterrasse bei Kinderpunsch und Keksen. Für die Statik des Hauses ein Desaster. Aber für die Sinne ein Spektakel!“

Christbaum fürs Reh

Conny Glogger (62), Schauspielerin und Moderatorin: 

Conny Glogger (62).

„Der Nachmittag eines Heiligabends ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Meine beiden Schwestern waren fünf und zehn Jahre alt und hatten einen Christbaum für Tiere im Wald geplant. Vogelfutter, Karotten, Äpfelchen und Nüsse waren liebevoll mit Aufhängerchen aus Stroh versehen worden und der passende kleine Baum auf einer Lichtung war schon ausgemacht. Eine rote Friedhofskerze hatten wir so in den Schnee gegraben, dass sie die Tiere auf den ,Baum des Festes’ aufmerksam mache sollte. Leider hat sich kein Vogel, kein Eichhörnchen, kein Reh in die Nähe des Baumes getraut, solang wir auf eiskaltem Beobachtungsposten in viel zu naher Nähe warteten – aber gerade diese Minuten, in der Stille des Waldes, bei der langsam einbrechenden Dämmerung und mit der Vorfreude auf die Bescherung im warmen Haus gehören zu meinen sinnlichsten Erinnerungen.“ 

Leuchtende Kinderaugen

Dieter Reiter (60), Oberbürgermeister: 

Dieter Reiter (60).

„Weihnachten duftet anders als jedes andere Fest des Jahres. Mein Büro ist ja am Marienplatz und in der Adventszeit damit direkt über einem der schönsten Christkindlmärkte. In dieser Vorweihnachtszeit liegt der Duft von Plätzchen, Zimt und Glühwein in der Luft und vom Rathausbalkon ist jeden Nachmittag weihnachtliche Musik zu hören. Ich höre die Chöre und Musikkapellen auch schon davor, wenn sie sich auf ihren Auftritt auf dem Balkon einstimmen und die Rathausflure mit festlicher Musik füllen. Das ist jedes Jahr ein Fest für die Sinne und stimmt mich auf die Weihnachtszeit ein. Als kleiner Junge war es für mich und meine Brüder immer ein ganz besonderer Moment, wenn unsere Eltern uns ins Wohnzimmer gerufen haben und wir plötzlich vor einem hell erleuchteten und bunt geschmückten Christbaum standen. Und es ist jedes Jahr wieder ein sehr besonderer Moment, wenn am großen Christbaum auf dem Marienplatz die über 3000 Lichter angehen. Da leuchten nicht nur die Augen der Kinder.“

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