Hoch keine Mieterhöhung?

Überraschende Wendung: Stadt lenkt offenbar ein - Mietenstopp in den Domagkateliers?

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Die Stadt lenkt bei der Mieterhöhung in den Domagkateliers ein.

Um 40 Prozent sollte die Miete in den Domagkateliers erhöht werden – Ein Schock für die Künstler. Die Stadt lenkt jetzt anscheinend ein und stellt einen Mietenstopp in Aussicht.

München – Gute Nachrichten für die Künstler in den Domagkateliers: In einem Gespräch mit der DomagkAteliers gGmbH und dem Kommunal- und Kulturreferat einigte man sich auf einen Mietenstopp bis 2024. Das verriet zumindest Lars Mentrup, Vorsitzender vom Verein „DOKU – Domagk Kunstunterstützung“, einem der Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH „DomagkAteliers“. „Gemeinsam wurde das Ziel ausgegeben, einen Mietenstopp bis 2024 vertraglich umzusetzen. Dazu bedarf es gegebenenfalls eines Stadtratsbeschluss.“ 

Außerdem solle ein Mietvertrag bis 2024 vereinbart werden, um Sicherheit für die Künstler zu schaffen, die bisher nur einen Mietvertrag bis zum 31. Mai 2020 haben. Dem SPD-Stadtratskandidar Lars Mentrup reicht das aber nicht. „Angesichts der drastischen Entwicklungen auf dem Mietmarkt sollen Kulturflächen in München generell nicht nach Marktpreisen vergeben werden. Kunst braucht in der Stadt Raum – und zwar bezahlbaren!“, fordert der Schwabinger. 

Das Kommunalreferat war kurzfristig am späten Abend – nachdem die Info bekannt wurde – nicht mehr zu einer Stellungnahme zu erreichen. Die Wendung kam überraschend und war dringend nötig. Noch am selben Tag waren die Künstler nahe davor, auf die Barrikaden zu gehen – sprachen von Flash­mobs, Protestaktionen oder einem Umzug nach Berlin. 

Patrik Thomas ist einer der Künstler, der letztes Jahr das Glück hatte, zusammen mit vier Kollegen vom Künstlernetzwerk randomcollective einen der 99 Kunsträume der Domagkateliers zu bekommen. Die Euphorie darüber währte jedoch nur kurz: „Seit Dezember haben wir den Raum auf eigene Kosten umgebaut und bisher beinahe 6000 Euro ausgegeben – und dann stand plötzlich diese Mieterhöhung von 40 Prozent im Raum, die es uns unmöglich gemacht hätte den Raum zu behalten“. 

Künstler Patrik Thomas protestiert in einem Künstlerraum gegen eine angekündigte Mieterhöhung in den Domagkateliers.

Mittlerweile hatte das Kulturreferat klargestellt, dass die Künstler mit einer Mieterhöhung von maximal 15 Prozent zu rechnen haben. Doch auch mit dieser Summe wäre die Situation angespannt für die vielen nebenberuflichen Künstler, die die Miete durch einen zusätzlichen Job verdienen, so Thomas. 

Der BA Schwabing-Freimann steht hinter den Künstlern. Neben Mentrups Forderung nach Mietenstopp verabschiedete er auch einen Antrag Patric Wolfs (CSU), der einen runden Tisch zwischen Stadt, BA-Mitgliedern und Künstlern plant. Ob es dazu noch kommt, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest. 

best

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