Polit-Beben im Münchner Rathaus - Stadtrat wechselt Partei, Ex-Kollegen nennen das stillos

Polit-Beben im Münchner Rathaus - Stadtrat wechselt Partei, Ex-Kollegen nennen das stillos

Polit-Beben im Münchner Rathaus - Stadtrat wechselt Partei, Ex-Kollegen nennen das stillos

In geregelten Bahnen? SWM ziehen Zwischenbilanz

In geregelten Bahnen? SWM ziehen Zwischenbilanz

In geregelten Bahnen? SWM ziehen Zwischenbilanz

Das weibliche Dorf Münchens

Außergewöhnliches Wohnprojekt: Ein Besuch in Münchens Genossenschaft von und für Frauen

+
Familiengerechtes Wohneigentum für Frauen: Möglich wird dieser Traum in der Wohnanlage im Domagkpark.

Im Münchner Norden gibt es die einzige rein weibliche Wohn-Genossenschaft. Woher stammt das Konzept? Welche Ziele verfolgt es? Hallo hat nachgehakt und dem Wohnprojekt einen Besuch abgestattet.

München – In der Arbeit wird es später, das Kind steht vor der verschlossenen Tür: Dieses Szenario verbreitet im Domagkpark keinen Schrecken mehr. „Jede Nachbarin würde das mitbekommen und sich kümmern“, erklärt Margit F. „Das ist Entlastung und Rückhalt zugleich für mich.“ 

Die alleinerziehende Mutter (46) wohnt mit ihren beiden Söhnen seit Beginn in der Wohnanlage einer Frauengenossenschaft – der ersten und einzigen Wohngenossenschaft Münchens, die auch selbst baut. Die Häuser der Genossenschaft – das erste entstand 2006 in Riem, 2011 folgte eines im Westend und 2015 die Anlage in Schwabing-Freimann – wurden nach den Bedürfnissen der Frauen geplant: offen, gut einsichtig und mit attraktiven Gemeinschaftsflächen. 

Außerdem durften Frauen über die Raumaufteilung der Wohnungen mitbestimmen. Die meisten Wohnungen seien für Familien geplant, hätten Kinderzimmer aber keinen eigenen Rückzugsort für die Mamas, erklärt Ruth Balden – Mitbegründerin der Genossenschaft – warum es ein Wohnprojekt von Frauen für Frauen brauche.

Eine seltene Chance, wie Margit F. betont. Überhaupt sei es für Frauen schwer, in München Wohneigentum zu erwerben. „Ich wollte meinen Kindern aber ein festes Zuhause bieten.“ Die Mitfrauen, wie die Mitglieder heißen, sind Eigentümerinnen und Mieterinnen in einem. Im Domagkpark kostet die Kaltmiete pro Quadratmeter 12,40 Euro – für geförderte Wohnungen 9,25 Euro. 

Margit F. im liebevoll gestalteten Innenhof der Wohnanlage.


Ein weiteres Projekt sei allerdings derzeit wegen der Boden- und Baupreise nicht stemmbar, bedauert Vorstandsmitglied Sabina Prommersberger. Dabei sind Gemeinschaften wie diese die Zukunft: Als Pflegewissenschaftlerin weiß Margit F.: „Genossenschaften wie diese geben eine Perspektive fürs Alter. Viele wollen nicht ins Heim, so könnte das kompensiert werden.“ Denn: Die Anlagen sind komplett barrierefrei. Und so wohnt hier auch eine Rollstuhlfahrerin.

„Ich fühle mich belebt durch die Gemeinschaft aus Jung und Alt“, erklärt Elisabeth J. Sollte etwas passieren, gibt es Notfalllisten, wer benachrichtigt werden soll. Jeden zweiten Monat findet ein Bewohnerinnen-Treffen statt. „Es ist wie ein Dorf in der Stadt“, sagt Margit F., man besuche sich gegenseitig. Zwar sind ausschließlich Frauen Eigentümerinnen in der Anlage, einige Männer findet man dort aber dann doch – als Partner.

Sabina Kläsener

Wohnprojekt im Gasteig

„Das Quartier gestalten wir“: Unter diesem Motto steht der 12. Wohnprojekttag am Freitag, 12., und Samstag, 13. Juli, im Gasteig, Rosenheimer Straße 5. Dort stellen sich unter anderem Projekte wie die Frauengenossenschaft vor. Weitere Informationen unter: www.mitbauzentrale-muenchen.de

Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten aus den Stadtteilen

Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

Auch interessant:

Meistgelesen

Polit-Beben im Münchner Rathaus - Stadtrat wechselt Partei, Ex-Kollegen nennen das stillos
Polit-Beben im Münchner Rathaus - Stadtrat wechselt Partei, Ex-Kollegen nennen das stillos
Mitte
Stau-Schau: Der Streik in Bildern
Stau-Schau: Der Streik in Bildern
Münchner machen mobil: Gleich mehrere Aktionen pro früher Kohleausstieg
Münchner machen mobil: Gleich mehrere Aktionen pro früher Kohleausstieg

Kommentare