München

Münchens Düsentriebs: Kreative Weltretter

Mit Zauberwatte bekämpft er Ölkatastrophen: Durch einen Zufall, eine falsch eingestellte Maschine, stieß der gebürtige Münchner Günter Hufschmid auf eine Wunderwaffe gegen Ölkatastrophen. Er erfand ein neues Bindemittel für Öl und Chemikalien: eine „Zauberwatte“, die Öl rückstandslos aufnimmt, und zwar effizienter, sauberer und leichter in der Handhabung als bisherige Bindemittel. Hufschmid hat an der TU München Chemie studiert und war anschließend lange bei BASF tätig. Seine Erfindung entwickelte er mit seiner Firma Deurex in Sachsen-Anhalt. Das neue Bindemittel für Öl und Chemikalien kam bereits beim Elbe-Hochwasser 2013 und bei einem Ölreinigungsprojekt im Nigerdelta erfolgreich zum Einsatz. 20 Menschen sind heute in die Produktion der innovativen Wachswatte eingebunden. Zudem wurde eine neue Anlage gebaut, die pro Jahr bis zu 700 Tonnen des vielversprechenden Materials herstellen kann.
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Mit Zauberwatte bekämpft er Ölkatastrophen: Durch einen Zufall, eine falsch eingestellte Maschine, stieß der gebürtige Münchner Günter Hufschmid auf eine Wunderwaffe gegen Ö­lkatas­trophen. Er erfand ein neues Bindemittel für Öl und Chemikalien: eine „Zauberwatte“, die Öl rückstandslos aufnimmt, und zwar effizienter, sauberer und leichter in der Handhabung als bisherige Bindemittel. Hufschmid hat an der TU München Chemie studiert und war anschließend lange bei BASF tätig. Seine Erfindung entwickelte er mit seiner Firma Deurex in Sachsen-Anhalt. Das neue Bindemittel für Öl und Chemikalien kam bereits beim Elbe-Hochwasser 2013 und bei einem Ölreinigungsprojekt im Nigerdelta erfolgreich zum Einsatz. 20 Menschen sind heute in die Produktion der innovativen Wachswatte eingebunden. Zudem wurde eine neue Anlage gebaut, die pro Jahr bis zu 700 Tonnen des vielversprechenden Materials herstellen kann.
Malaria erkennen: Oliver Hayden (Foto) ist mit seinem Partner Jan van den Boogaart nominiert. Das Duo hat einen computergestützten Blutschnelltest für Malaria entwickelt, der die Infektion schneller und zuverlässiger als herkömmliche Verfahren erkennt. 2017 wurde Oliver Hayden auf den Heinz-Nixdorf-Lehrstuhl für Medizinische Elektronik an der Technischen Universität München berufen.
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Malaria erkennen: Oliver Hayden (Foto) ist mit seinem Partner Jan van den Boogaart nominiert. Das Duo hat einen computergestützten Blutschnelltest für Malaria entwickelt, der die Infektion schneller und zuverlässiger als herkömmliche Verfahren erkennt. 2017 wurde Oliver Hayden auf den Heinz-Nixdorf-Lehrstuhl für Medizinische Elektronik an der Technischen Universität München berufen.
Er ist der Kopf von „Galileo“: 2020 wird „Galileo“ das am höchsten entwickelte globale Satellitennavigationssystem sein. Es kann zentimetergenau eine Position bestimmen. Der Kopf dahinter ist Günter W. Hein (Foto). Der 68-Jährige hat eine Spitzenposition bei der European Space Agency (ESA) inne. 1983 übernahm Hein als damals jüngster Professor an der Universität der Bundeswehr München das Institut für Erdmessung und Navigation. In München begründete Hein auch die international führende Navigationskonferenz „Munich Satellite Navigation Summit“.
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Er ist der Kopf von „Galileo“: 2020 wird „Galileo“ das am höchsten entwickelte globale Satellitennavigationssystem sein. Es kann zentimetergenau eine Position bestimmen. Der Kopf dahinter ist Günter W. Hein (Foto). Der 68-Jährige hat eine Spitzenposition bei der European Space Agency (ESA) inne. 1983 übernahm Hein als damals jüngster Professor an der Universität der Bundeswehr München das Institut für Erdmessung und Navigation. In München begründete Hein auch die international führende Navigationskonferenz „Munich Satellite Navigation Summit“.
Durchbruch in der Augenheilkunde: Für die Entwicklung des bedeutenden diagnostischen Bildgebungsverfahrens in der Augenheilkunde – der Optischen Kohärenztomografie (OCT) – ist der gebürtige Münchner Robert Huber gemeinsam mit amerikanischen Elektroingenieuren nominiert. Huber ist Professor am Institut für Biomedizinische Optik an der Universität Lübeck und erlangte seinen Doktortitel 2002 an der Fakultät für Physik an der LMU München. In seiner Geburtstadt sitzt auch sein Unternehmen, mit dem er eine ultraschnelle OCT-Version entwickelt.
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Durchbruch in der Augenheilkunde: Für die Entwicklung des bedeutenden diagnostischen Bildgebungsverfahrens in der Augenheilkunde – der Optischen Kohärenztomografie (OCT) – ist der gebürtige Münchner Robert Huber gemeinsam mit amerikanischen Elektroingenieuren nominiert. Huber ist Professor am Institut für Biomedizinische Optik an der Universität Lübeck und erlangte seinen Doktortitel 2002 an der Fakultät für Physik an der LMU München. In seiner Geburtstadt sitzt auch sein Unternehmen, mit dem er eine ultraschnelle OCT-Version entwickelt.
Ein Leben gegen Krebs: Professor Dr. Axel Ullrich (73)wird für sein Lebenswerk gewürdigt: Der Krebsforscher sowie langjährige Direktor der Abteilung für Molekularbiologie am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried gilt als einer der erfolgreichsten Molekularbiologen Deutschlands. Er ist ein Pionier in der Erforschung der Signalübertragung in Zellen. Seine Ergebnisse haben dazu beigetragen, Krankheitsabläufe von wichtigen Erkrankungen wie Diabetes oder Krebs zu verstehen. Daraus gelang es ihm auch neue Therapien zu entwickeln, etwa das Anti-Krebs-Medikament Herceptin.
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Ein Leben gegen Krebs: Professor Dr. Axel Ullrich (73)wird für sein Lebenswerk gewürdigt: Der Krebsforscher sowie langjährige Direktor der Abteilung für Molekularbiologie am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried gilt als einer der erfolgreichsten Molekularbiologen Deutschlands. Er ist ein Pionier in der Erforschung der Signalübertragung in Zellen. Seine Ergebnisse haben dazu beigetragen, Krankheitsabläufe von wichtigen Erkrankungen wie Diabetes oder Krebs zu verstehen. Daraus gelang es ihm auch neue Therapien zu entwickeln, etwa das Anti-Krebs-Medikament Herceptin.

München: Sie machen die Welt ein bisschen besser: Für ihre schlauen Erfindungen sind mehrere Münchner für den Europäischen Erfinderpreis nominiert.

Nur noch kurz die Welt retten: Mit den verschiedensten Erfindungen machen fünf Münchner Köpfe das Leben definitiv ein bisschen besser. Ob ein Wundermittel im Einsatz gegen Ölkatastrophen, ein neues Satellitennavigationssystem, das beispielsweise für Such- und Rettungsdienste die Ortungszeit auf zehn Minuten verkürzt, oder ein neues Verfahren, um Malaria zu erkennen.

All diese Erfindungen und mehr sind für den Europäischen Erfinderpreis nominiert, der am 15. Juni im Rahmen eines Festakts in Venedig verliehen wird. „Mit dem Preis würdigen wir Menschen, die mit ihrer genialen Arbeit unser tägliches Leben verbessern“, sagt Benoît Battistelli, Präsident des Europäischen Patentamts. Die Institution mit Sitz in der Isarvorstadt verleiht seit 2006 jährlich den wichtigsten Preis für Innovation in Europa. Der Europäische Erfinderpreis – eine jährlich aus anderem Material gefertigte Trophäe in Form eines Segels, das für Entdeckertum und menschliche Genialität steht – zeichnet Entwicklungen aus, die helfen, technische Antworten auf die wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Eine hochkarätig besetzte Jury wählte 15 Finalisten aus, die im Juni in fünf verschiedenen Kategorien antreten.

Wir stellen ihnen die fünf genialen Macher vor, die in München geboren sind, hier studiert haben oder an einer Münchner Uni unterrichten. mak

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