Zum Jubiläum wird’s feucht!

„Neuriedical“ – Ein Satiremusical zur 825-Jahr-Feier Neurieds

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In „Neuried geht baden“ wollen Gemeindevertreter, Bürgermeister, Künstler und Finanzberater den Ort aus den Schulden bringen. 

Die Gemeindekasse leer, aber der Traum von der „Stadt Neuried“ zum Greifen nah: Mit „Geht Neuried baden?“ zeigt die Pfarrbühne ab 8. November erstmals ein selbstgeschriebenes Stück. 

Neuried – In den Fingern gejuckt hat es Michael Schiffers schon lange. „Einfach mal ein eigenes Stück schreiben“, hat sich das Gründungsmitglied der Neurieder Pfarrbühne schon vor drei Jahren vorgenommen. Jetzt hat der 69-Jährige es wahr gemacht – und damit seinem Wohnort zum 825. Geburtstag ein Denkmal gesetzt. 

Michael Schiffers (li.) hat mit „Neuried geht baden“ sein erstes Theaterstück geschrieben.

Nicht nur, weil er Neuried und seine Bürger dabei mit einem gut gemeinten Augenzwinkern aufs Korn nimmt. Sondern auch, weil er ein neues Theatergenre nach der Gemeinde benannt hat: das „Neuriedical“. 

„Das Stück ist kein Musical, aber es gibt selbst geschriebene Songs“, verrät Schiffers, der bei der Musik von Dirigent Dieter Kanzleiter unterstützt wurde. Den Rest des etwa zwei Stunden langen Bühnenwerks „Neuried geht baden“ hat der 69-Jährige zusammen mit den elf Schauspielern der Pfarrbühne verfasst – und mit allerlei Ortskundigen. 

„Ich habe etwa 20 Interviews mit langjährigen Neuriedern geführt, zum Beispiel mit Ortschronist Heinrich Mayer, der ja zig Geschichten der Gemeinde kennt.“ Genau diese Anekdoten hat Schiffers zu einer Satire verwoben, die einerseits, natürlich überzeichnet, typische Charaktere darstellt und gleichzeitig die Neurieder Seele widerspiegeln soll – ohne parteipolitisch zu sein. 

„Darum haben wir die Story in die Zukunft projiziert.“ Und wie ist sie nun, die Neurieder Seele? „Ein bisschen wie bei Asterix. Es gibt immer irgendwo Streit, aber wenn Römer kommen, kämpfen alle zusammen“, sagt Schiffers. 

In seinem Stück müssen die Neurieder gegen eine klamme Gemeindekasse zusammenhalten und dabei findige bis größenwahnsinnige Ideen bewerten, die zwei Initiativen als Lösungen anpreisen. 

Zwei Mal wöchentlich haben die Schauspieler zuletzt geprobt – auch weil mit dem ersten eigenen Stück viele andere Neuerungen einhergingen: Erstmals wird es eine Nebenbühne geben und ein Bühnenbild in der Natur simuliert. Zudem ist in die Technik investiert worden, es gibt Bühnenmikrofone und Kaltlichtstrahler. 

Für Schiffers ist klar: „Wir wollen ein Highlight des Festjahres werden.“ 

Mehr Informationen zu dem "Neuriedical" finden Sie hier

rea

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