Treibhausgase in München – CO2 ist nicht das größte Problem

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Klimaschutz in Deutschland

Mit Friday for Future ist der Klimaschutz gerade brandaktuell. Die TU will jetzt Fakten schaffen. Eine Überraschung: es gibt schlimmere Treibhausgase als CO2...

München – Parallel zu den weltweiten Klimademonstrationen startet am Freitag in München eine bislang einmalige Messung von Klimagasen. 

Für die nächsten Jahre wollen Forscher der Technischen Universität mit einem Netzwerk von fünf Stationen fortlaufend Kohlendioxid, Methan und Kohlenmonoxid erfassen, wie die Studienleiterin und Professorin für Umweltsensorik, Jia Chen, sagte.

Die Konzentration der Treibhausgase soll nicht nur punktuell am Boden, sondern mit optischen Methoden in der gesamten Luftsäule bis zu 80 Kilometer über dem Messpunkt am Boden erfasst werden.

Die Messstellen liegen im Stadtzentrum auf dem Dach der Uni sowie in den umliegenden Gemeinden Oberschleißheim, Gräfelfing, Feldkirchen und Taufkirchen.

Zusammen mit Wetter- und Winddaten soll ein Profil erstellt werden, wo die Quellen der Gase sind und wie sie sich über der Stadt verteilen. „Es ist wichtig, die Auswirkungen der Klimaschutzmaßnahmen messtechnisch zu beurteilen, um den Klimawandel besser zu verstehenund das Klima sinnvoller zu schützen“, sagte Chen. „Man muss das gesamte Bild verstehen.“

Das Treibhausgas Methan beschleunigt die Erderwärmung über 100 Jahre gemittelt 34 Mal stärker als Kohlendioxid. Seit 2007 nimmt der weltweite Methan-Ausstoß zu, ohne dass die Gründe ganz klar sind.

Quelle:dpa/lby/jh

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