Gefahr an Tramstation

Traminsel zu klein? – Gefahr an Tramstation Hochschule München

Studenten strömen über die Straße, obwohl sie warten müssten. Manuela Dresp sieht das Problem in einer zu kleinen Traminsel.
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Studenten strömen über die Straße, obwohl sie warten müssten. Manuela Dresp sieht das Problem in einer zu kleinen Traminsel.

Es ist eine sehr unübersichtliche Situation an der Lothstraße. Wenn die Tram losfährt, haben auch die Autos Grünlicht. „Man ist dann auf der Insel gefangen.“ schildert eine Bürgerin...

Maxvorstadt – Wenn Manuela Dresp bei der Trambahnhaltestelle Hochschule München (Lothstraße) aus der Bahn, die stadtauswärts fährt, aussteigt, bekommt sie jedes Mal ein ungutes Gefühl. 

„Die Trambahnhalteinsel ist viel zu schmal, das Passantenaufkommen dort ist nämlich sehr hoch“, erklärt die Münchnerin. Denn wie der Name der Haltestelle bereits sagt, sind dort viele Studenten unterwegs. 

Dresp schildert weiter: „Die Trambahn schließt ihre Türen, fährt los und just in dem Moment bekommen die Fahrzeuge auf der Dachauer Straße Grün.“ Hinter den Passanten fährt dann die Tram, vor ihnen der fließende Verkehr. „Man ist dann auf der Insel gefangen.“ 

Manuela Dresp fordert: „Die Ampelschaltung muss so sein, dass Fußgänger gleich nach dem Aussteigen die Straße queren können.“

Dresp ärgert sich außerdem: „Niemand fährt hier 30!“ Bei der Bürgerversammlung forderte sie deshalb: „Die Ampelschaltung muss so sein, dass Fußgänger gleich nach dem Aussteigen die Straße queren können.“ Das Plenum befürwortete ihren Antrag einstimmig. 

Martin Leitner, Präsident der Hochschule, zeigt sich ebenfalls besorgt über die Verkehrssitua­tion: „Einerseits bin ich froh, dass so viele unserer Studierenden die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. 

Andererseits ist uns bewusst, dass die Situation an der Kreuzung Dachauer Straße/Lothstraße zu Stoßzeiten gefährlich sein kann. Wir wünschen uns sehr, dass hier Abhilfe geschaffen wird.“ 

Ein weiteres Problem: Viele aussteigende Fahrgäste versuchen sofort das vordere Haltestellenende zu erreichen, um die Dachauerstraße möglichst günstig zu überqueren.

Dass die Haltestelle zeitweise stark frequentiert ist, weiß das KVR. Eine Änderung der Ampelschaltung sei jedoch nicht möglich. Zur Größe der Verkehrsinsel sagt Sprecherin Petra Weber: „Die Haltestelleninsel bietet ausreichend Platz.“ 

Allerdings weist sie auf ein anderes Problem bei der Tramhaltestelle hin: „Die Situation wird dadurch verschärft, dass viele aussteigenden Fahrgäste sofort versuchen, das vordere Haltestellenende zu erreichen, um einen möglichst begünstigten Ort zur Querung der Dachauer Straße zu erreichen.“ 

Matthias Korte von der MVG bedauert, dass die Ampel vor Beginn des Steigs auf den querenden Verkehr ausgerichtet ist und nicht auf die Trambahnen: „Wir werden das bei der Stadt einbringen.“ 

K. Fischer

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