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Radweg statt Parkplätze

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Der geplante Radschnellweg soll unter anderem auch entlang der Ludwigstraße verlaufen. Parkplätze müssten dafür weichen – nicht alle BA-Spitzenkandidaten finden das gut. 

Eine Radschnellverbindung von der Münchner Innenstadt in Richtung Garching und Unterschleißheim – Fahrradfahrer jubeln, Autofahrer kritisieren den Verlust von rund 900 Parkplätzen.

  • Geplanter Radschnellweg
  • Positionen der Spitzenkandidaten
  • Maxvorstadt: Die Stadt plant eine Radschnellverbindung durch München in Richtung Norden (siehe unten). Hierfür müssen jedoch rund 840 Parkplätze weichen. Hallo hat bei den BA-Spitzenkandidaten nachgefragt, wie diese zum geplanten Radschnellweg stehen, der sich entlang der Ludwigstraße nämlich auch durch die Maxvorstadt ziehen soll. 

    Positionen der Spitzenkandidaten

    • „Solche Konzepte sind lange überfällig. Wir brauchen neue Wege, die den Radverkehr fördern und dazu gehört auch der Radschnellweg“, findet Svenja Jarchow-Pongratz, Spitzenkandidatin der Grünen. Die 39-Jährige, die bereits im BA aktiv ist, betont: „Die Planungen werden in enger Abstimmung laufen und ich bin mir sicher, dass es Möglichkeiten gibt, den Baumbestand zu erhalten.“ 
    • Äußerst positiv stehen dem geplanten Radschnellweg auch Katharina Blepp von der SPD und Harald Müller von den Freien Wählern gegenüber. Die 33-jährige SPDlerin hat aktuell bereits einen Sitz im Gremium. Der 52-Jährige, der als Spitzenkandidat für die gemeinsame Liste der Freien Wähler und der ÖDP antritt, wäre ein Neuzugang – beide Parteien sind derzeit nicht im Viertelgremium vertreten. 
    Katharina Blepp (SPD)
    • Auch Valentin Martinez könnten neu in den BA gewählt werden: Er will künftig die AfD vertreten. Der 47-Jährige findet eine schnelle Radverbindung sehr gut – sie dürfe jedoch nicht zu Lasten der Autofahrer gebaut werden. Für den Radschnellweg müssten entlang der Ludwig-, Leopold- und Ingolstädter Straße nämlich rund 840 Parkplätze für PKW entfallen. Das sehen auch andere Spitzenkandidaten problematisch. 
    • Der aktuelle BA-­Vorsitzende und Spitzenkandidat der CSU, Christian Krimpmann, erklärt weshalb er dem Vorhaben kritisch gegenüber steht: „Direkt nebenan verläuft der schöne Englische Garten von der Stadtmitte bis weit über die Stadtgrenzen hinaus. Dort kann man wunderbar entlang radeln. Die Ludwig­straße verfügt bereits über einen weitgehend gut ausgebauten Radweg. Ich mache mir Sorgen, dass der geplante Wegfall von insgesamt 900 Parkplätzen den Verkehr in der Maxvorstadt nachteilig beeinflussen wird.“ 
    • Karin Hiersemenzel, Fraktionssprecherin der FDP, die erneut die Liste anführt, findet zwar, dass sichere Radwege auf Hauptverkehrsstraßen dringend geboten seien, den geplanten Radschnellweg in der Ludwig- und Leopoldstraße lehne sie jedoch ab. Denn auch sie sagt: „Die vorhandenen Radwege sind ausreichend und zu viel Parkplätze müssten entfallen.“ 

    Mit dem Rad nach Norden

    Die Münchner Stadtverwaltung plant derzeit eine Radschnellverbindung von der Münchner Innenstadt in Richtung Garching und Unterschleißheim, um dadurch eine Verbindung in den Landkreis München zu schaffen. Die Strecke soll vom Stachus über den Maximiliansplatz und die Brienner Straße bis zum Odeonsplatz und dann entlang der Ludwig-, Leopold- und Ingolstädter Straße führen. Der 9,1 Kilometer langen Streckenvariante müssten jedoch insgesamt rund 840 Parkplätze entlang der Ludwig-, Leopold- und Ingolstädter Straße weichen.

    Kassandra Fischer

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