Für ein optimales Besuchserlebnis

Die neue Leiterin des Kunstareals will sich für ein gemeinsames Museumsticket einsetzen

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Mit dem Blick durch die Besucherbrille – so will Laura Schieferle das Kunstareal zum Wohlfühlort für Besucher machen. 

„Das Kunstareal soll als das pulsierende Herz der Stadt wahrgenommen werden“, plädiert Laura Schieferle, neue Leiterin der Koordinationsstelle Kunstareal.

Maxvorstadt – Die 40-jährige Laura Schieferle, die gerade die Stelle als neue Leiterin der Koordinationsstelle Kunstareal angetreten hat, will vor allem eins: „Jeder soll sich hier automatisch wohl und inspiriert fühlen.“ Sie versteht sich als die zentrale Anlaufstelle in Sachen Kunstareal und will versuchen, als Koordinatorin zwischen den einzelnen Akteuren zu fungieren. „Das heißt: Ideen sammeln, priorisieren, diskutieren und am Schluss auch umsetzen.“ Von Grünflächen über Gastronomie bis hin zu Wegen, Fahrradparkplätzen oder Sitzmöglichkeiten – in Schieferles Metier fällt dabei auch alles, was abgesehen von der Kunst zu einem optimalen Besuchserlebnis beiträgt. „Die einzelnen Institutionen denken natürlich für ihr Haus, aber die Koordinationsstelle muss viel umfassender denken.“ 

Sie überlege deshalb stets, was der Besucher braucht, um sich im Quartier wohlzufühlen. Oft seien es Kleinigkeiten. Besucher sollen sich beispielsweise nicht fragen müssen, wo sie sich gerade befinden. „Ich bin diejenige, die alles pausenlos durch die Besucherbrille beobachtet und versucht, das Kunstareal für alle sichtbar und erlebbar zu machen“. 

Laura Schieferle leitet jetzt die Koordinationsstelle. 

Im Kunst- und Kulturbereich ist die Isarvorstädterin, die eigentlich aus dem Großraum Stuttgart stammt, keinesfalls neu. Denn in den letzten 15 Jahren arbeitete sie als Referentin für Medien und Kommunikation an der Bayerischen Staatsoper. Ideen rund um die Zukunft des Kunstareals gibt es derzeit einige: Eine schönere Anbindung an die Innenstadt schaffen, die Barer Straße in eine autofreie Flaniermeile umwandeln. 

Zum aktuellen Zeitpunkt kann und will Schieferle sich jedoch noch nicht zu solch konkreten Themen äußern. Zudem betont sie: „Alle Lösungen im Kunstareal sind maßgeschneidert und ein maßgeschneiderter Anzug dauert nun mal länger als der von der Stange.“ 

Ein gemeinsames Museums­ticket, das schon seit geraumer Zeit diskutiert wird, befürwortet sie grundsätzlich: „Dieses Ticket ist absolut wertvoll und wünschenswert, weshalb ich mich auch dafür stark machen möchte.“ Dass sowohl Stadt als auch Freistaat das Kunstareal als wichtig empfinden, zeigt sich daran, dass sie gemeinsam ein fixes Budget stellen und Schieferles Position jetzt zu einer unbefristeten Vollzeitstelle wurde. Die neue Leiterin sieht hierin etwas ganz Zentrales: „Es ist eine neue Langfristigkeit entstanden, mit der man jetzt planen kann“. 

Kassandra Fischer

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