Polizisten leicht verletzt

Duldung abgelaufen – Gewalttätige Schwarzfahrer waren zur Fahndung ausgeschrieben

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Polizisten wurden von zwei Schwarzfahrern am Bahnhof angegriffen.

Die Polizei griff zwei Männer am Hauptbahnhof wegen Schwarzfahren auf und wurden von ihnen attackiert. Auf der Wache kam heraus, dass nach den Männern gefahndet wird.

München – Zwei Männer im Alter von 29 und 20 Jahren, nach denen gefahndet worden war, wurden von Bundespolizisten am Montagabend im Hauptbahnhof München festgenommen und werden heute, u.a. wegen Tätlichen Angriffs und Widerstandes gegen Vollzugsbeamte sowie ausländerrechtlichen Delikten dem Haftrichter vorgeführt. 

Einsatz wegen Schwarzfahrer am Hauptbahnhof

Ein Zugbegleiter des EC86 (Verona-München) informierte die Bundespolizei über zwei im Zug schlafende Personen ohne erforderlichen Fahrschein. Am Hauptbahnhof in München weckten die Beamten gegen 20:30 Uhr einen 29-jährigen Nigerianer und einen 20-jährigen Iraker. Beide waren nur schwer aufzuwecken und danach gegenüber den Bundespolizisten sofort äußerst aggressiv. 

Beim Verlassen des Wagen 258 griff der 29-Jährige die Beamten tätlich an und schlug am Bahnsteig mit Fäusten nach diesen. Dabei traf er einen 20-Jährigen im Gesicht; der Beamte erlitt jedoch keine sichtbaren Verletzungen. 

Im weiteren Verlauf leistete auch der 20-Jährige Widerstand. Erst hinzukommenden Einsatzkräften gelang es die Situation unter Kontrolle zu bringen und beide zur Dienststelle zu transportieren. Auch in den Gewahrsamsräumen waren beide nicht zu beruhigen. Bei weiteren Angriffen gegen Beamte zerriss das Hemd eines Beamten. 

Identitätsfeststellung auf der Polizeiwache liefert Fahndungstreffer

Bei den anschließenden Identitätsfeststellungen förderte ein Datenabgleich zu Tage, dass französische Behörden wegen unerlaubtem Aufenthalt im Schengengebiet nach dem 29-Jährigen fahndeten und ihm die Einreise zu verweigern sei. Bei dem 20-Jährigen konnte eine Ausschreibung zur Festnahme wegen Zurückschiebung sowie wegen Diebstahls festgestellt werden. 

Beide verweigerten einen freiwilligen Atemalkoholtest. Nachdem keiner über keinen festen Wohnsitz im Bundesgebiet verfügt, ordnete die Staatsanwaltschaft für Dienstag die Vorführung beim Haftrichter an. Gegen die beiden wird nun von der Bundespolizei wegen Tätlichen Angriffs sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Erschleichen von Leistungen und Sachbeschädigung ermittelt. 

Duldung der beiden Männer war abgelaufen

Der 29-jährige Nigerianer war im August 2015 erstmalig in das Bundesgebiet eingereist. Der Asylbewerber hatte eine bis Ende November 2019 gültige Duldung. Der 20-jährige Iraker war vor gut einem Jahr erstmalig ins Bundesgebiet eingereist. Er besaß eine bis Juni letzten Jahres gültige Duldung. Gegen ihn war die Abschiebung angeordnet worden.

Quelle: Bundespolizei/jh

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