+++ Beamter schwer verletzt im Krankenhaus +++

Nach Messerattacke am Hauptbahnhof: Polizist operiert - Klinge in Körper abgebrochen

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Ein Polizisten wurde am Münchner Hauptbahnhof bei einer Personenkontrolle verletzt.

Bei einer Personenkontrolle am Münchner Hauptbahnhof ist ein Polizist von einem Unbeteiligten von hinten mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden.

Update: 13.40 Uhr

Der Polizist, der Opfer eines Messerangriffs am Hauptbahnhof wurde, wurde im Krankenhaus operiert. Seine Verletzung im Nacken- und Schulterbereich sind sehr schwerwiegend. Das Messer ist im Körper des 30-jährigen Polizeibeamten abgebrochen, sagte der Pressesprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria Martins.

Die Schutzweste, die der Polizist standardmäßig trug, deckte den Bereich der Verletzung nicht ab. Auch seien die Beamten gegen einen derart unerwarteten Angriff „völlig chancenlos“, sagte Martins. „Da hilft eben weder eine bessere Schutzausstattung, noch eine bessere Waffe oder noch mehr Polizei etwas“. 

Innenminister Jochim Herrmann äußert sich zu dem Zustand des Polizisten

„Er schwebt wohl nicht mehr in Lebensgefahr. Aber es ist eine schwere Verletzung. Und welche Folgen diese kurz- oder langfristig haben wird, ist im Moment noch nicht abschließend absehbar.“ Außerdem sagte Herrmann, dass der Tatverdächtige bereits polizeibekannt ist.

Dabei handle es sich aber um Verhaltensauffälligkeiten und nicht unbedingt um Straftaten, konkretisierte Polizeisprecher Martins. Der Anlass für die Gewalttat des Münchners ist bislang nicht bekannt. Hinweise auf einen ideologischen Hintergrund der Tat gab es zunächst nicht, wie der Pressesprecher weiter mitteilte.

Update: 12.05 Uhr

Die Münchner Polizei hat sich zu dem Vorfall am Hauptbahnhof geäußert. Nach den ersten Erkenntnissen, waren zwei Beamte in einer Kontrollsituation, als sie von hinten mit einem Messer angegriffen wurden. 

Es handelt sich bei den Polizisten um einen 30-jährigen Polizeiobermeister und einen 40-jährigen Polizeihauptmeister aus der Wache am Hauptbahnhof. Der 23-jährige Angreifer hat keine Vorgeschichte mit den beiden Polizisten und und war auch nicht mit der kontrollierten Person bekannt. Bei der Attacke wurder der 30-jährige Polizist schwer verletzt. Er wird zurzeit in einem Münchner Klinikum behandelt. 

Sein Kollege und zufällige Passanten konnten den Angreifer überwältigen. Er befindet sich in polizeilichem Gewahrsam.

Polizeipräsident Hubertus Andrä äußert sich zu der Messerattacke am Hauptbahnhof

„Ich bin erschüttert über den feigen, brutalen und hinterhältigen Messerangriff auf einen meiner Beamten. Leider werden immer wieder Polizeibeamte und Rettungskräfte beleidigt, bedroht und angegriffen. Der Rechtsstaat muss daher mit aller Härte und Konsequenz nicht nur auf die Taten sondern bereits auch auf Bedrohungen reagieren. Unsere Gedanken, verbunden mit unseren besten Genesungswünschen, sind derzeit bei unserem verletzten Kollegen und seinen Angehörigen.“

Update: 10.05 Uhr

Nach Angaben der Polizei ist die Verletzung des Beamten schwerwiegender als zuerst angenommen. Das meldete die Polizei über ihren Twitter-Account. Der Polizist ist bei einer Personenkontrolle von hinten mit einem Messer niedergestochen worden. Der 23-jährige Tatverdächtige hatte nach ersten Erkenntnissen, nichts mit der eigentlichen Kontrolle zu tun. 

Mittlerweile hat die Spurensicherung ihre Arbeit am Tatort beendet und das Kommissariat 11 (Tötungsdelikte) hat die Ermittlungen begonnen.

Erstmeldung: 09. Dezember, 09.05 Uhr 

München – Bei einer Personenkontrolle am Montag gegen 06.30 Uhr ist ein Polizist mit einem Messer schwer verletzt worden. Der Beamte ist von einem Unbeteiligten unerwartet attackiert worden als er im Untergeschoss am Hauptbahnhof auf Streife unterwegs war. Der Tatverdächtige stach auf den Polizisten von hinten mit dem Messer ein. 

Der Beamte wurde daraufhin in ein Krankenhaus gebracht und wird zurzeit behandelt. Über seinen Gesundheitszustand gibt es derzeit noch keine Angabe.

München/Hauptbahnhof: Die Polizei sucht Zeugen

Der 23-jährige Angreifer konnte noch vor Ort von Zeugen überwältigt werden und ist festgenommen worden, erklärte die Polizei. Einige der Zeugen haben sich nach der Tat allerdings wieder entfernt. 

Die Polizei wendet sich an die Zeugen, die den Angreifer überwältigt haben und bittet darum, dass sie sich melden.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Quelle: dpa/afp/twitter/Polizeipräsidium München/jh

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