Vorbeugen für mehr Sicherheit

Zecken-Risiko: Münchner Umland erneut von FSME betroffen – RGU rät zur Imfpung

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Klein, beinahe unsichtbar und doch so gefährlich: Wegen des steigenden FSME-Risikos, sollte man laut RGU derzeit eine Impfung in Erwägung ziehen.

Auch in diesem Jahr ist das Zecken-Risiko im Münchner Umland erhöht. Wie Sie sich informieren und vor übertragbaren Krankheiten schützen können...

München – Was gibt es schöneres als an einem sonnigen, warmen Tag oder an einem lauen Sommerabend einen Ausflug in die Natur zu unternehmen? 

Für viele Münchner sind Kurztrips in die städtischen Parkanlagen oder die umliegenden Waldgebiete in der heißen Jahreszeit Pflichtprogramm. Doch wer nicht aufpasst, für den können die Folgen solcher Ausflüge mit einem langen Aufenthalt im Krankenhaus enden... Der Grund: Zecken.

FSME – oder auch Frühsommer-Meningoenzephalitis – lautet das Stichwort. Das Referat für Gesundheit und Umwelt appelliert an die Bevölkerung in und um München, sich gegen die durch Zecken übertragene Krankheit impfen zu lassen. 

Münchner Landkreise und Waldgebiete betroffen

Die Landkreise rund um München gelten als Risikogebiete. Nun wurden auch im Bereich des Perlacher Forsts FSME-infizierte Zecken gefunden.

Auch wenn es sich im Stadtgebiet München bisher noch um Einzelfälle von FSME-Infektionen handelt, rät Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs der Münchner Bevölkerung, sich vorsorglich gegen FSME impfen zu lassen. Denn: „Die Erkrankung kann durch eine Impfung verlässlich verhindert werden.“ 

Für einen kompletten Impfschutz seien drei Impfungen erforderlich. Nach drei bis fünf Jahren solle man außerdem eine Auffrischimpfung veranlassen. „Vor allem ältere Menschen und Kinder sollten sich impfen lassen“, so Jacobs.

So können Sie sich informieren

Wer sich vorab über den Verlauf der Impfung informieren möchte, der kann das in der Schwanthalerstraße 69 tun. Das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) bietet dort Montag bis Freitag jeweils von 11 bis 12 Uhr eine eigene Impfberatungsstelle an, die bei allen Fragen rund um den Impfschutz über das Service-Telefon unter 233-66907 konsultiert werden kann.

Die Beratungsstelle wird derzeit als Münchner Impfkompetenzzentrum ausgebaut und künftig auch Impfungen für die Münchner Bevölkerung anbieten. 

Lesen Sie auch: Zecken-Alarm im Münchner Umland

FSME: Was ist das überhaupt?

Bei FSME handelt es sich um eine Virusinfektion, die in der Regel durch einen Zeckenstich übertragen wird. Da die Aktivität der Zecken bei warmer Witterung stark erhöht ist, tritt die Erkrankung am ehesten ab dem Frühsommer bis Herbst auf. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Nach Ansteckung kommt es bei zirka 30 Prozent der Fälle nach 7 bis maximal 28 Tagen zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Unwohlsein. Nach einer kurzen symptomfreien Phase von zirka einer Woche können neurologische Symptome einer Hirnhaut- beziehungsweise Hirnentzündung und/oder Rückenmarksentzündung auftreten. 

Bei schweren Verlaufsformen bleiben über einen längeren Zeitraum neurologische Ausfälle bestehen wie Anfallsleiden, Lähmungen oder andauernde Kopfschmerzen. Bei zirka einem Prozent der Fälle führt die Erkrankung zum Tod.

reb; Quellen: Referat für Gesundheit und Umwelt; muenchen.de

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