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Baustopp für Zweite Stammstrecke?

Jetzt will Partei das Projekt kippen!

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Bis zu 40 Meter tief im Münchner Untergrund: die 2. Stammstrecke.

Trotz Optimierungsmaßnahmen: Warum sich eine Partei nun für einen sofortigen Baustopp ausspricht...

München – Neue EU-Richtlinien, noch mehr Fahrgäste, Anwohnerproteste: Vieles hat sich geändert, seit die Deutsche Bahn mit der Planung der 2. Stammstrecke begonnen hat. Die Bahn reagierte mit vier Optimierungsmaßnahmen, die der Gesamtprojektleiter Markus Kretschmer jüngst vorstellte.

Dennoch: Die LINKE fordert nun sofortigen Baustopp „Nun sickert es langsam durch. Nach und nach werden Neuplanungen und Mehrkosten für den Bau der Zweiten Stammstrecke eingeräumt“, so der LINKEN-Kreissprecher Ates Gürpinar: „Wir fordern einen sofortigen Stopp aller Planungen und Baumaßnahmen für das Projekt. Selbst der Konzern gesteht ein, dass die Pläne der Deutschen Bahn für einen dritten Tunnel bis zu 200 Millionen Euro und zwei Jahre Bauzeit mehr veranschlagen werden, als ursprünglich geplant. Am Ende wird auch das sicher nicht ausreichen. Woher die Deutsche Bahn sich die Sicherheit nimmt, trotz höherer Kosten und Zeitaufwand immer noch im Plan zu bleiben, erschließt sich uns nicht."

Vielmehr würde die "Totalumplanung" die Befürchtung bestätigen, dass die Zweite Stammstrecke "von Anfang an nicht vorausschauend geplant war". Auf "verkehrspolitische Abenteuer wie den Berliner Flughafen oder Stuttgarter Hauptbahnhof" könne München sehr gut verzichten, heißt es in einer Presseerklärung. "Es ist höchste Zeit, die Reißleine zu ziehen. Mit einem Ausbau des Nord- und Südrings für den S-Bahn-Verkehr, einer maßvollen Sanierung des Hauptbahnhofs, einen Ausbau der S-Bahn-Außenäste und einen massiven Ausbau des Tramnetzes lässt sich der Verkehrs- und Klimakollaps in München viel günstiger und effizienter lösen.“

2. Stammstrecke - so wurde nachgebessert:

Am Hauptbahnhof entsteht ein zusammenhängender Baukörper für die 2. Stammstrecke, die U9 und das neue Empfangsgebäude. Der Stadtrat hat der U9 zugestimmt, weshalb die Bahn diese nun in die Planungen aufnehme. Die Fahrgastzahlen seien explodiert. „Der Hauptbahnhof wird die frequentierteste Station in Europa wird“, prognostiziert Kretschmer.

Markus Kretschmer, Gesamtprojektleiter, stellte die Optimierungsmaßnahmen der Bahn für die Baumaßnahmen vor.

Die Haltestelle der 2. Stammstrecke am Ostbahnhof wird an die Friedenstraße verlegt. Eine Station am Orleansplatz hätte Eingriffe in die Straßenführung bedeutet. Dagegen wurde geklagt, die Bahn einigte sich außergerichtlich zur Umplanung. 

Vorteile für die Reisenden: Kürzere Umsteigezeiten und eine verbesserte Anbindung ans Werksviertel. Die Verlegung bringt eine neue Streckenführung mit sich. Die Umplanung erfordert ein neues, etwa zweijähriges Planänderungsverfahren. In der Zwischenzeit gebe die Bahn das bestehende Baurecht für die alten Pläne aber nicht ab: „So können wir an den Stellen, die von der Neuplanung nicht betroffen sind, weiterarbeiten.“ 

Und: Die Bauzeit für die Station an der Friedenstraße sei kürzer. Das Zeitfenster werde zudem genutzt, um das neue Stellwerk am Ostbahnhof bis 2023 fertigzustellen.

Nächste Optimierung – und ein Novum in Deutschland: Das Flucht- und Rettungskonzept sieht eine durchgehende, dritte Röhre statt Rettungsschächte vor (siehe unten). Vor allem jener an der Kellerstraße stieß auf Widerstand seitens der Anwohner. Vier Schächte in der Innenstadt entfallen jetzt also, einer wird auf DB-eigenen Grund verlegt. 

Den Flucht-Tunnel gräbt die Bahn zuerst – er dient als „Vorerkundungstunnel“. Die Lage der beiden Haupttunnel bleibt unverändert. Kretschmer rechnet deshalb mit keinem Widerstand bei der Zulassung der Pläne. Durch die Maßnahmen erwartet die Bahn eine zwei Jahre längere Bauzeit: 2028 soll die 2. Stammstrecke in Betrieb gehen. Mehr oder weniger nach Fahrplan.

Sebastian Obermeir

Lesen Sie auch: Bevölkerungswachstum in München: Prognose für 2040 schockiert – so reagiert die Stadt

3,8 Milliarden Euro...

...soll das Projekt kosten. Trotz Optimierungen – diese hätten sogar Einsparungen zur Folge gehabt. Doch Bauen ist teurer geworden, weshalb von den Einsparungen nichts übrig geblieben ist. Stadt, Land, Bund und Bahn finanzieren die 2. Stammstrecke.

Der Rettungstunnel

Ein Fluchtweg für den Notfall: ein Rettungstunnel.

Im Notfall gibt es einen Fluchtweg (Mitte)mit fünf Meter Durchmesser – zwischen den S-Bahn-Tunneln. Circa alle 330 Meter bestehen Verbindungswege, an die Oberfläche kommt man über die Haltestellen oder über vier Rettungsschächte. Der Rettungstunnel dient außerdem als Wartungs-Tunnel.

Streckenverlauf

Der Tunnel erhält drei neue unterirdische Bahnhöfe: am Hauptbahnhof, Marienhof und an der Friedenstraße am Ostbahnhof.

Sie beginnt östlich des Bahnhofs Laim, am Leuchtenbergring endet die 2. Stammstrecke. Ihr Kernstück: ein sieben Kilometer langer Tunnel, der Hauptbahnhof und Ostbahnhof verbindet. Der Tunnel erhält drei neue unterirdische Bahnhöfe: am Hauptbahnhof, Marienhof und an der Friedenstraße am Ostbahnhof. Auf der Grafik ersichtlich: die jetzt vergrößerte Kurve in Haidhausen.

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