Komplexes neues Gesetz

Sozialbürgerhaus: Eingeschränkte Service-Zeiten bis zum 31. Dezember

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Besucherverkehr gibt es künftig nur noch montags – wie im Sozialbürgerhaus Mitte an der Schwanthalerstraße.

Schlechte Nachrichten: Weil auf das Sozialreferat einige Änderungen zukommen, müssen sich die Bürger bis Ende Dezember auf massive Wartezeiten einstellen.

München – Es werden immer mehr Menschen, die auf Münchens Sozialbürgerhäuser angewiesen sind. Und trotzdem wird der Service jetzt bis zum 31. Dezember drastisch eingeschränkt. Eine Vorsprache mit Terminvereinbarung ist lediglich montags möglich und nur an Donnerstagen sind die Sachbearbeiter telefonisch erreichbar.

15 292 Menschen haben zum Ende des Jahres 2018 Grundsicherung im Alter bezogen“, berichtet Hedwig Thomalla, Sprecherin des Sozialreferates. Die Tendenz ist massiv steigend.

Hedwig Thomalla, Sprecherin des Sozialreferates

Sowohl Erstanträge als auch Änderungen des Grundsicherungsanspruchs einzelner Bürger werden von speziellen Sachbearbeitern in den zwölf Sozialbürgerhäusern der Stadt bearbeitet. In der kommenden Zeit haben sie jedoch mit sehr eingeschränkte Service-Zeiten zu kämpfen.

Thomalla erläutert den Grund für die aktuelle Situation: „Die Einschränkungen sind dem geschuldet, dass wir auf ein neues EDV-Programm umstellen. Aufgrund des komplexen Sozialgesetzes, um das es geht, ist auch das Programm äußerst komplex und so müssen unsere Mitarbeiter entsprechend eingewiesen werden.“ 

Während die Angestellten fortan also einen erhöhten Schulungsaufwand sowie einen Mehraufwand in der Dateneingabe haben, heißt es für die Bürger, dass Anträge bei Möglichkeit schriftlich eingereicht werden sollen.

Für dringende Anliegen stehen weiterhin Ansprechpartner an den Infotheken zur Verfügung, die gegebenenfalls Notfälle betreuen. Thomalla: „Es wird dann eine Einschätzung vorgenommen, wie dringend das jeweilige Anliegen ist.“ 

Den Aufgabenbereich zeitweise zu übertragen, ist nämlich keine Option. Thomalla begründet: „Eine solche hochkomplexe Berechnung kann nicht einfach jemand anderes machen.“

Kassandra Fischer

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